Vergleich: Kawai K-20 2 von 1964 zum aktuellen E-200 der bessere Kauf?

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Momentan informiere ich mich, weil ich noch in diesem Sommer ein akustisches Klavier anschaffen möchte. Derzeit habe ich ein Yamaha P-515, das mir gut gefällt.

Ich bin Anfänger und spiele seit September letzten Jahres mit qualifiziertem Unterricht. Mein Herz schlägt für Jazz und Rock, Klassik steht für mich eigentlich nur zu Lernzwecken auf dem Programm.

Im Unterricht habe ich verschiedene Klaviere gespielt. Ein Gotrian Steinweg, das ich vom Tastenwiderstand etwas anstrengend finde, das aber toll klingt, früher ein Yamaha, das sich leicht spielt, aber etwas hell (scharf, spitz, aufdringlich) klingt und eins, das keine Signatur/kein Label hat, eher leicht im Anschlag ist und klanglich irgendwo dazwischen liegt. Dann steht in der Musikschule noch ein Schiedmayer, das nicht zum Einsatz kommt. Das ist eher ein Honky Tonk Piano (verstimmt und etwas klapprig), hilft aber als Beispiel, wie es nicht sein sollte.

Einen Flügel hat meine Klavierlehrerin auch, doch der fällt aus der Wertung, der ist einfach in allen Punkten eine Klasse für sich.

Beim Stöbern im Internet bin ich jetzt auf verschiedene ältere Kawai Pianos gestoßen. Ein CX 5 Kleinklavier konnte ich schonmal anspielen. Die Tastatur fand ich okay, aber der Klang war dünn, ein Kleinklavier halt.

Aktuell habe ich ein Kawai K-20 2 (mattschwarz mit 2 Pedalen) im Fokus, das angeblich rund klingen soll und die hochwertige japanische Klavier-Serienfertigung repräsentieren soll. Meine Recherche hat ergeben, dass das gute Stück wohl 1963-1965 gebaut wurde.

Da es ja gerade schwierig ist mit dem eben mal hinfahren und gucken, würde mich interessieren, wie hier die Qualität eines gut erhaltenen, überholten und ca. 57 Jahre alten Kawai im Vergleich zu aktuellen Nachfolgern (z.B. Kawai E-200) zu bewerten ist.
 
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Mittlerweile konnte ich das gute Stück mal ausprobieren und es gefiel mir so gut, dass ich gleich zugeschlagen habe.

Ich habe jetzt vier verschiedene gebrauchte Klaviere zwischen 2.000 und 6.000€ und ein neues ausprobiert. Besser hat mir eigentlich nur ein neues Kawai K300 gefallen. Aber das lag mit über 5.000€ über meinem Budget.

Das K20 ist von 1969/1970 und aus deutschem Erstbesitz, kein Schulklavier aus Asien. Es klingt und spielt sich gut. Frisch gereinigt und überholt.

Jetzt noch warten, dass sich die starken Jungs melden, die es die Treppe hoch tragen. Und dann spiele ich akustisch.
 
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Seit gestern steht das '70er Kawai nun in meinem Musikzimmer zwischen meinen anderen Schätzen, die sich mittlerweile angesammelt haben.

Die Klaviertransporteure sprachen von einer massiven Qualität im Vergleich zu neueren Klavieren. Sie meinten auch, das Klavier sei in einem sichtbar guten Zustand (Hammerfilze, Tastatur, Resonanzboden, Gehäuse usw. - was man halt optisch beurteilen kann).

Mein Musikzimmer ist in Bezug auf Möbel/Textilien usw. noch ziemlich nackt. Daher ist der Klang des Zimmers etwas hallig. Aber da kommt noch ein Vorhang vor eine Wand und ein paar E-Gitarren/-Bässe in Wandhaltern, die den Klang hoffentlich etwas streuen.

Ich habe das Klavier auch etwas von der Wand abgerückt, weil es irgendwie etwas boxig klang. Seitdem entfaltet sich der Ton besser und der Bass wummert nicht so stark.

Von den Nachbarn kam auch schon eine Rückmeldung. Man hört es, es stört aber nicht. Was man hört, klingt schön. Meine Nachbarin hatte 6 Jahre Unterricht an einer Kunstakademie in Russland. Wir wollen mal zusammen was spielen. Sie hat wohl ganz viel Literatur.
 
 

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