kawai cs11 vs yamaha clp 685

Dieses Thema im Forum "Das Klavier: allgemeine Infos, Kauf, Reparatur" wurde erstellt von alex 77, 15. Sep. 2018.

  1. alex 77
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    alex 77

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    Guten Tag liebe Forum Mitglieder,

    die entscheidung steht fest es muss für meine kinder 13 und 10 jahre alt ein neues klavier her,die sind schon fleissig seit 4 jahren dabei ,und ich habe mich jetzt auch entschlossen das klavier spielen zu erlernen ,weil es schon immer ein langer ersehnter wunsch von mir ist

    mein großes problem ist ich kann mich zwichen der kawai cs11 und yamaha clp 685 nicht entscheiden ,

    der klavier berater hat mir den kawai cs11 empfohlen nur ist es ja manchmal so das die provision bekommen bei verkauf mancher geräten und daher würde ich unbedingt noch eure empfehlungen lesen wollen ,würde mich sehr über antworten freuen und wünsche schon mal jetzt jeden ein schönes angenehmes wochenende
     
  2. FünfTon
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    FünfTon

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    Es sei der Hinweis erlaubt, daß es sich bei beiden Modellen nicht um Klaviere, sondern um Digitalpianos handelt. Das ist hoffentlich bekannt?
     
  3. DonMias
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    DonMias

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    Selbst ausprobieren (mit Deinen Kindern) und das subjektiv beste Instrument einer renommierten Marke nehmen, das ins Budget und das Wohnumfeld passt. Sowohl bei Yamaha als auch bei Kawai kannst Du Dir ziemlich sicher sein, keinen Schrott zu kaufen.

    Worauf spielen Deine Kinder denn zur Zeit? Und kommt nicht auch ein akustisches Instrument in Frage?
     
  4. ehenkes
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    ehenkes

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    Wenn man die entscheidenden Kriterien nicht kennt, ist es schwierig zu beraten. Auf YT findest Du direkte Vergleiche:


    View: https://www.youtube.com/watch?v=dEKFGkR6KAk

    Kawei: Control panel versteckt (Schutz gegen Spieljockel/Kleinkinder) und Tasten leichter bedienbar (geringeres Gewicht finde ich positiv); Tasten sollen "bouncen" (wichtig, wenn du hier Schwingung/Bewegung in den Fingern haben willst <-- mir z.B. wichtig)
    Yamaha: Den Klang finde ich angenehmer, ist aber Gewohnheit. Manche finden die tieferen Klänge von Kawai angenehmer (man kann den Klang anpassen!).

    Klang und Tastatur werden es wohl entscheiden, und das geht nur im direkten Vergleich. Daran denken, dass man den Sound anpassen kann mit verschiedenen Parametern.

    Hier findest Du eine gute Besprechung des Kawai CS 11:


    View: https://www.youtube.com/watch?v=UcgWSII5GkY

    Wozu neigen denn deine Kinder?

    Was waren die Argumente des Beraters?

    Was ist für dich wirklich wichtig?
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Sep. 2018
  5. mberghoefer
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    mberghoefer

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    Diese beiden Digitalpianos kosten zw. 3.500-3.800 Euro, oder? Da ist ein echtes Klavier doch in Reichweite und sollte ernsthaft mal geprüft werden.
    Ich hab vor nem halben Jahr mit Klavierunterricht begonnen und mir dafür ein, wie ich finde ganz passables Kawai Digitalpiano gekauft (drei Nummern kleiner als deine Auswahl), merke inzwischen aber immer deutlicher, dass manches, was an den echten Akustikinstrumenten im Unterricht getan und gehört wird, am Digitalpiano nicht wirklich möglich ist.

    Heute bin ich dann mal vier Stunden lang durchs Düsseldorfer Zentrum geschlendert, von Steinway bis Bechstein (dazwischen liegen noch große Pianoläden mit Bösendorfer/Grotrian/Sauter/Förster und Yamaha/Blüthner/Schimmel/Irmler) und es gibt schon phantastische Instrumente. Nicht nur sowas utopisches wie der große Steinway Konzertflügel (auf dem selbst mein Gestümpere toll klang - wenn auch "nicht ganz" so toll wie ein paar Meter weiter Jan Lisiecki, der sich fürs Konzert in Dortmund einspielte) sondern auch Klaviere im vierstelligen Bereich, die sich für mich überraschend gut anfühlten und auch anhörten. Von W.Hoffmann (Bechstein) zB, die lagen so um 7.000 Euro, oder auch von Irmler (knapp 4.000).

    Wenn es aber wirklich eines dieser beiden Digitalpianos sein muss: sind sicher beides sehr gute Geräte. Mir gehts wie @ehenkes, mir gefiel auch die Klaviatur beim Kawai besser, der Standardklangeindruck aber beim Yamaha. Bei meinem der Tastatur wegen erstandenen Kawai hab ich den Standardsound ein bisschen angepasst und den finde ich auch schön - einen direkten Vergleich mit dem Yamaha hab ich hier aber nicht.
    Der Sound eines echten akustischen Instrumentes ist allerdings nochmal eine andere Hausnummer, finde ich.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Sep. 2018
  6. Riesenpraline
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    Riesenpraline

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    Das Yamaha CLP-685 hat eine deutlich schwerere Tastatur als das Kawai CS-11.

    Musst du selbst unbedingt im direkten Vergleich testen.
     
  7. alex 77
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    alex 77

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    Vielen lieben dank für die tollen antworten,
    Ja mir ist bekannt das es sich bei den beiden genannten varianten um e pianos sich handelt,
    Ich wohne in einer mietwohnung und da muss ich halt rücksicht auf die nachbarn nehmen und das klappt mit einem e piano sehr gut,
    Leider mangelt es an meinem englisch das ich deswegen nicht wirklich viel anfangen konnte mit dem youtube vlip trotzdem aber vielen lieben dank,
     
  8. alex 77
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    alex 77

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    Für mich ist es wichtig das die kinder ein ordentliches gutes e piano haben und darauf dann ihre stücke das die vom klavierlehrerin bekommen nach dem klavier unterricht nochmal zuhause gut lernen können , die spielen sei es von mozart und andere klassiche stücke ,
    Der berater hat mir kawai cs 11 empfohlen und dann mir auch seine karte in die hand gedrückt und dann dachte ich vielleicht hat er mir dieses empfohlen weil er drauf mehr prozente bekommt und daher wollte ich dann auch mir hier eine meinung hohlen
     
  9. ehenkes
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    ehenkes

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    Ich denke, Du machst mit beiden Digital-Pianos keinen Fehler.

    Wenn beim Klavierlehrer an einem Flügel geübt wird, könnte die leichtgängigere Tastatur zum Kawei CS 11 deuten:
    https://www.tastenwelt.de/lesen/news/homepiano-kawai-cs11-im-test-digital-deluxe/
    "Wer also am CS11 zu Hause übt, für den stellt der Wechsel auf einen echten Flügel wohl kein größeres Problem dar, als der Wechsel von einem akustischen Flügelmodell auf ein anderes."

    https://www.tastenwelt.de/lesen/news/yamaha-clavinova-clp-685-test/
    "Bluetooth-Audio an Bord"

    Man sollte heute auch auf gute Konnektivität zwischen Tablets/Smartphones und den digitalen Pianos achten. Teilweise benötigt man zusätzliche Adapter.

    Was rät denn der Klavierlehrer? Er hat sicher eine klare Meinung.
     
  10. Riesenpraline
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    Riesenpraline

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    Genau.

    Deshalb würde ich deine Kinder, die wohl schon gut spielen können nach 4 Jahren Unterricht, unbedingt vor Ort die entsprechenden Modelle jeweils mind. 20 Minuten anspielen lassen.

    Das Yamaha CLP-685 hat wirklich eine brettharte Tastatur.
    Meiner Meinung nach sehr unrealistisch und schwerer als 90% aller akustischen Klaviere und Flügel.

    Kawai mit seiner "Grand feel II" Tastatur spielt sich da schon deutlich ähnlicher im Vergleich zu einem akustischen Instrument.

    Bei Kawai sind übrigens auch alle 88 Tasten aus Holz, bei Yamaha nur die weißen.
    Ziemlich inkonsequent, wie ich finde.

    Das Kawai CA-78 hat übrigens die identische Tastatur (Grand feel II) verbaut wie das CS-11, dafür aber 1000€ günstiger und zusätzlich mit dem neuen Onkyo Soundsystem.
    Nur auf Hochglanzoptik müsstest du dann verzichten.

    Auch antesten sollten deine Kinder unbedingt noch ein Roland HP-605, welches ebenfalls eine exzellente Tastatur besitzt, die einer Kawai Tastatur in nichts nachsteht (allerdings auch nur die weißen Tasten aus Holz).
    Das 605 gäbe es auch in Hochglanzoptik.

    Meine Empfehlung an dich:

    Lass' deine Kinder unbedingt alle drei Modelle in einem großen Musikhaus (justmusic, thomann, musicstore, session etc.) anspielen, auch wenn euch das eine Tagesreise kosten würde.
    Es ist schließlich eine Anschaffung für die nächsten (10?) Jahre.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. Sep. 2018 um 10:35 Uhr
  11. ehenkes
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    ehenkes

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    Deshalb auf Funk-Konnektivität achten. Kabel und Adapter sind immer mehr out. Ansonsten ist das Gerät in 10 Jahren völliger E-Schrott. Ich würde bei Elektronik (Digi-Piano, Silent-System) nie mehr als sechs Jahre kalkulieren, also den Anschaffungspreis durch sechs teilen, um die jährliche Abschreibung zu erhalten. Bei einem Akustikklavier kann man da auf 30 Jahre gehen. Dafür muss es ein bis zwei mal jährlich gestimmt werden, was zeitlichen Aufwand, Lärm (Nachbarn) und Kosten (200,- bis 300,- Euro pro Jahr) verursacht.

    Daher ist es wichtig zu wissen, wie die Kinder das empfinden. Wenn sie im Unterricht an einem leichtgängigen Flügel üben, würde ich mich für die leichtere Tastatur (Kawei) entscheiden. Haptik und dynamisches Spielgefühl ist wichtig für gefühlvolles/schnelles Spiel.

    Prio könnte aus meiner Sicht (als Beispiel) so aussehen:
    1. Tastatur (Haptik und Dynamik, z.B. schnelle Repetition)
    2. Klangempfinden
    3. Aussehen (Hochglanz-Optik)
    4. Kosten pro Jahr (s.o.)
    5. Spielgeräusche bei "lautlos" (Kopfhörer) <-- kann wichtig sein
    Wie sieht deine Prio-Liste und die Ergebnisse/Bewertungen (Du, deine Kinder, vielleicht auch am Klavier selbst Unbeteiligte) für die in Betracht kommenden Pianos konkret aus?

    zu Punkt 5:
    Steht das Piano in einem zentralen Raum und wird mittels Kopfhörer gespielt, so müssen andere Personen die "Klappergeräusche" von Tastatur und Pedal erdulden. Das würde ich mit in die Waagschale werfen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. Sep. 2018 um 12:00 Uhr
  12. Riesenpraline
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    Riesenpraline

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    Halte ich für absolut vernachlässigbar.

    Einen Klinkenstecker gibt es seit über 30 Jahren und damit kann man auch in 10 Jahren noch Digitalpiano spielen.
    Mein Yamaha P-115 hat überhaupt keine Funkkonnektivität und damit wird man auch in 15 Jahren noch spielen können.
     
  13. ehenkes
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    Wir reden hier über einen Neukauf und junge Mädchen. :party:
     
  14. raffaello
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    Analoge Kabelverbindungen haben nachwievor die geringste Latenz.
     
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  15. ehenkes
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    Ich habe nichts gegen Kabel, aber man sollte zumindest bei einem Neukauf darauf achten, dass ein elektronisches Gerät eine Chance hat, auch noch dem Zeitgeist in 10 Jahren zu entsprechen. ;-)
     
  16. Riesenpraline
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    Riesenpraline

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    Wo ist das Problem?
    Das tun sie.

    Eine 15 Jahre altes Digi von Yamaha kann man heute genauso benutzen wie damals.
    Und das wird bei einem aktuellen Yamaha, Kawai, Roland oder Korg in 15 Jahren genauso der Fall sein.

    Ich weiß nicht, was für ein Fass du hier versuchst, aufzumachen...
     
  17. mberghoefer
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    mberghoefer

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    ich finde, @ehenkes hat vollkommen recht. selbstverständlich werden in ein paar Jahren per WiFi angebundene Apps auf externen Geräte der Standard für vollständige und komfortable Bedienung und Erweiterung der Funktionalität von digitalen Instrumenten sein. Jetzt etwas zu kaufen, dass sich nur auf Kabel (oder gar garnix) verlässt, bedeutet, dass man später beim etwaigen Wiederverkaufsversuch deutlich weniger Interessenten finden wird.
     
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  18. DonMias
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    DonMias

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    Ein Musikinstrument sollte man nach den eigenen Anforderungen aussuchen, nicht nach einem fiktiven Wiederverkaufswert. "Konnektivität" ist so ziemlich das letzte Kriterium, das man bei der Auswahl eines Klaviers berücksichtigen sollte. Das wichtigste sind Klang und Spielgefühl. Alles andere ist vernachlässigbar.
     
  19. FünfTon
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    FünfTon

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    Ich denke nicht, daß in zehn Jahren die heute übliche Bluetooth-Version 4 noch in Gebrauch ist. Oder USB 2.0 Typ A und Typ B. Die werden so nützlich sein wie heute die Diskettenlaufwerke im alten Disklavier. Das sind Standards aus dem letzten Jahrzehnt, basierend auf Entwicklungen der 90er Jahre. Heute sind sie zwar ubiquitär - aber das waren Disketten auch mal.

    Die besten Chancen hat man tatsächlich mit den analogen 6.35mm-Klinkensteckern und steinalten DIN-Anschlüssen für simples serielles MIDI. Die kann nämlich immer in irgendwas konvertieren - z. B. auf USB oder Bluetooth - auch wenn das Digitalpiano schon 30 Jahre alt ist.

    Was die Zukunft von digitalen Schnittstellen angeht, wird künftig wohl alles "smart" werden und irgendeine Form von IP sprechen. Aber dort sind Digitalpianos noch lange nicht angekommen.
     
  20. ehenkes
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    ehenkes

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    USB ist eine nun seit vielen Jahren nach unten kompatible Schnittstelle, und es war vor 10 Jahren absehbar, dass es universell werden wird.

    Bei Bluetooth - als Nahfunkstandard - hat es lange gedauert, bis es angenommen und breiter eingesetzt wurde. Smartphone-/Handy- und Heimkino-Anwendungen haben hier den Weg geebnet.

    Möglichst viel offen halten, anders geht es nicht.

    Man denke z.B. an Notationssoftware, Flowkey, music2me u.ä.
    Solche Anwendungen und Verbindungen zwischen Piano und Apps werden eher zu- als abnehmen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Sep. 2018 um 09:15 Uhr