Kawai Aures Erfahrungen


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dscally
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Hallo allerseits. Gerade bin ich auf Klaviersuche und schaue mir verschiedene Silent Klaviere an. Inzwischen sind die Aures Klaviere von Kawai nicht mehr so neu. Wer hat eins und will mehr darüber berichten?

Nutzen Sie das so viel wie man ursprünglich dachte/hoffte?

Wie funktionert's wenn man perfekte digital Klänge mit einem leicht verstimmten Klavier verbindet?

Haben Sie irgendwelche Probleme mit den Soundboard/Transducers?

Danke!

D
 
ChristianN
ChristianN
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Bis vor ein Tagen hatte ich einen Gl-30 Aures 2 zuhause. Nun ist er wieder zurück beim Händler, aber nicht nur wg. Aures, sondern weil mir das Spielgefühl zu schwergängig war. Das Instrument war nagelneu.

Nun aber zum Aures 2:

Ich habe es in 6 Monaten keine 10x genutzt, aber das Instrument steht bei mir auch im Keller, wo es keinen stört, wenn ich akustisch spiele.

Am meisten hat mich gestört, dass die Klangerzeugung nicht gut ist. Der Sound vom SK-EX ist sehr spitz, d.h. es geht ziemlich schnell in den Fortesound. Außerdem ist es nicht möglich einen anderen Sound als Startup-Sound einzustellen. D.h. wenn man einschaltet kommt er immer mit den SK-EX Sound hoch, der mir eben nicht gefallen hat. Diese Probleme waren im Laden nicht so einfach feststellbar, weil ja angeblich alles konfigurierbar ist. Nur das Entscheidende eben nicht.

Ich habe das mehrfach bei Kawai und beim Händler angemahnt, keine Reaktion und vor allem auch kein Software-Update, das das Problem behoben hätte.

Die Klangerzeugung via Aures (Transducer im Resonanzboden) funktioniert so einigermaßen gut, aber offen gesagt, war ich als Ingenieur skeptisch ob diese Nieten mit denen die Transducer hart in den Reso reingenietet wurden langfristig nicht Risse im Resonanzboden erzeugen könnten. Daher habe ich ihn wieder zurückgegeben.

Soweit mein mäßig begeistertes Urteil zu Aures 2

Für Fragen gerne einfach melden
 
dibabel
dibabel
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Ich habe meins seit etwas mehr als zwei Jahren und benutze es täglich. Ich bin von einem E-Piano umgestiegen und habe anfangs meist digital gespielt, inzwischen lasse ich das oft aus.

Der Klavierbauer war schon da, weil einige Tasten"klebten", aber das hing auch mit der Luftfeuchtigkeit zusammen, ich habe jetzt ein Befeuchtungsgerät. Etwas hadere ich tatsächlich auch mit der Gängigkeit - das Trillern bei Mendelssohns Venetianischem Gondellied tut es nicht so richtig, aber bei Mozart (Sonate in C, Facile oder wie die heißt, auch so ein langgezogener Triller) klappt es gut - kann also auch an mir liegen. Der Klang ist schön, das höre ich vor allem, wenn ich mal draußen stehe und innen spielt jemand (selten), dann denke ich: Oh, das klingt aber schön. Und als der Klavierbauer ein paar Kostproben gab dachte ich nur: Wow, was man diesem Instrument entlocken kann!

Der Kopfhörer ist traumhaft. Die digitalen Möglichkeiten habe ich vermutlich längst nicht ausgereizt. Ich nehme oft auf, auch mehrere Spuren übereinander, aus Übungszwecken oder um mal einen Klingelton zu erzeugen. Anschluss an den Laptop ist super, verbinde ich mit Samplitude, auch schön, reiche Instrumentenauswahl, im Kopfhörer ein Genuss.

Die Software ist ein bisschen träge. Aber es ist halt auch hauptsächlich ein Klavier. Wenn ich nochmal auf meinem alten E-Piano spiele (selten, denn es steht jetzt woanders), merke ich den gigantischen Unterschied.

Man muss es stimmen lassen. Welchen Sinn hat ein hochwertiges Klavier, das man nur digital benutzt? Wenn es verstimmt ist und Tasten hängen, klappt es auch digital nicht gut. Nachdem der Klavierbauer das gerichtet hat (war noch Gewährleistung), war wieder alles top.
 
susa
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Habe ein Aures Klavier, K500 (nicht Aures 2, also noch mit Touchpad im Klavier verbaut). Nutzen es sehr, da wir in einer kleinen Wohnung sind.
Bisher gab es keine Probleme mit Tasten.
 
ChristianN
ChristianN
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Es ist m.E. nicht so, dass das Aures 2 (genaugenommen ja das ATX-2, Aures ist ja nur die Transducer-Erweiterung) an der Schwergängigkeit der Tastatur Schuld hätte. Tatsächlich sind auf den Hammerstielen da nur winzige schwarze Blechteile mit einem kleinen "Fenster" verbaut und die tauchen in ein zwei Lichtschranken ein. Das Blechteil fällt quasi nicht in Gewicht, da es nicht nur fast nichts wiegt, sondern auch nahe an der Achse verbaut ist. Ich vermute über die Verzögerung der beiden Lichtschranken messen sie wahrscheinlich die Hammergeschwindigkeit und steuern damit die Elektronik an. So habe ich mir die Funktion zusammengereimt.

Vielmehr denke ich inzwischen, dass Kawai im Einsteigersgement bewusst höhere Niederdruckgewichte einstellt damit der noch nicht so sensible Anfänger nicht dauernd im Forte landet und die Taste besser spürt. Aber das ist ausdrücklich meine persönliche Meinung. Ein baugleicher GL-30 im Laden war nämlich genauso eingestellt, die Shigerus hingegen haben sich deutlich anders angefühlt, waren aber für mich aber immer noch zu "massig".
 
susa
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@ChristianN Da gibt es vielleicht einen Unterschied zwischen Klavier und Flügel. Der Kawai Flügel meiner KL braucht such etwas mehr Kraft beim Anschlag. Mein K500 nicht.
 
Tattertastenmann
Tattertastenmann
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Habe es nur mal im Laden angespielt und fand es überzeugender als das System von Yamaha, welches ich recht töpfern fand. Habe mich letztlich für ein GL10 ATX4 entschieden, wobei da die Größe schon eine entscheidende Rolle gespielt hat.
 
 

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