Kaufberatung Klavier gebraucht - Grotrian Steinweg

  • #21
Oder das hier mal anschauen. Gleiches Modell, ähnlicher Preis, aber von 1968

 
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  • #23
Dafür, dass du nicht vom Fach bist, haust du hier ganz schön starke Statements raus. So was kommt dabei raus, wenn man im Internet stöbert. Frag mal einen Arzt. So nach dem Motto: wenn Sie gegoogelt haben und eine zweite Meinung wollen, fragen Sie Yahoo :005:

Wenn die Hämmer noch genug Filz nach dem Abziehen haben, kann das völlig ok sein. Hauptsache, sie klingen noch. Neue Hämmer sind immer kritisch, sofern sie schwerer als die alten sind. Deswegen kann man die alten ja bei Abel auch neu befilzen lassen. Würde ich vorziehen. Testweise 3 Hämmer austauschen um zu horchen klingt zwar nach einer guten Idee. Aber welcher Betrieb macht das schon? Dazu müsste man ja 3 Hämmer aus einem Set heraus nehmen und die natürlich auch intonieren, sonst bringt das ja nichts. Somit hat man ein komplettes Set evtl. entwertet.

Viel mehr Sorgen würden mir bei dem Grotrian die neuen Wirbel machen. Warum hat man das gemacht? Weil sie locker waren. Warum waren sie locker? Wenn der Stimmstock Schwächen hat, dann helfen die auch nur ein paar Jahre. Vielleicht sogar mehr als 10 Jahre. Aber dann?

5.800 € ist natürlich ein stolzer Preis für über 100 Jahre mit alten Saiten und Hämmern. Aber Grotrian wird tatsächlich so hoch gehandelt. Ich finde das überbewertet.
Der erste Absatz ist Blödsinn.
Die anderen unterschreibe ich.
 

  • #24
@Horsti

Nimm einfach mal zur Kenntnis, dass es hier einige Leute gibt, die im Klavierbau über jahrzehntelange Erfahrung verfügen.
Desgleichen einige, die den Beruf des Klavierbauers zwar nicht erlernt haben, aber ebenfalls eine Menge Erfahrung vorweisen können.
 
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  • #25
Vielleicht ein Friedrich Grotrian, falls das auch zählt.

Angebot Bj. 2004

Angebot Bj. 2013, knapp oberhalb 5.800
Stimmt, die werden deutlich billiger gehandelt. Aber die sind erstaunlich gut. Und im Gegensatz zu anderslautenden Gerüchten Made In Germany. Ich war bei Grotrian auf Fortbildung zum Intonieren und hab eines von denen intoniert. Der Unterschied zu den original Grotrian: normale Raste, keine Sternraste, in Belgien pulverbeschichtetes Gehäuse und nicht mit Polyester. Ansonsten ebenfalls Rennermechanik und es wird in die original Grotrian auch nicht mehr Arbeit investiert. Ich erinnere mich, dass die in Braunschweig genervt waren von den Gerüchten, dass es nicht Made In Germany sei.

Aber die angebotenen Friedrichs sind nur 11 oder 115 cm.
 
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  • #26
@Horsti

Nimm einfach mal zur Kenntnis, dass es hier einige Leute gibt, die im Klavierbau über jahrzehntelange Erfahrung verfügen.
Desgleichen einige, die den Beruf des Klavierbauers zwar nicht erlernt haben, aber ebenfalls eine Menge Erfahrung vorweisen können.
Aha - der weirklich Wissende benötigt keine Arroganz!
 
  • #27
Bei meinem Klavier (Baujahr 1909) wurden die Stimmwirbel Anfang der 1980er ausgetauscht, weil sie verrostet waren - jahrelanges Im-Frankenwald-an-der-Außenwand-Stehen hatte ihnen nicht gut getan.
Bei dieser Instandsetzung wurden auch die Hämmer abgezogen.
Neu befilzt wurden diese einige Jahre später, Ende der 1980er. Seither wurde nichts daran gemacht und war auch nicht nötig. Allerdings wurde das Klavier nicht kontinuierlich bespielt, sehr intensiv bis Mitte der 1990er und dann nur selten, und seit drei Jahren wieder intensiv.

Man muss das jeweilige Instrument anschauen und nicht einfach von "nach X Jahren muss zwingend A oder B gemacht werden" ausgehen.
 
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  • #28
Wow, danke schon einmal an alle für die schnellen, zahlreichen - und doch sehr diversen Antworten.

Gut zu hören, dass die Hammerköpfe laut Bild noch (erstaunlich) gut aussehen, dann deckt sich das etwas mit der Aussage des Händler.
Inwieweit die ggf. doch nach 1923 schon einmal erneuert wurden, kann ich natürlich nicht sagen. Laut Händler wurden sie lediglich zwischendrin abgeschliffen.

Konsens scheint hier etwas darüber zu bestehen, dass der Preis zu hoch angelegt ist (auch wenn der Kauf vom Händler inkl Lieferung, Erststimmung etc natürlich immer über Kleinanzeigen-Preisen liegen wird).

Gut zu wissen, dass es bei neuen Hammerköpfen auch zu einem anderen Gewicht kommen kann. Ich lese etwas raus, dass ihr eine Neubefilzung nicht sinnvoll fändet, sondern wenn dann die Köpfe komplett tauschen lassen würdet?

5.800 € ist natürlich ein stolzer Preis für über 100 Jahre mit alten Saiten und Hämmern. Aber Grotrian wird tatsächlich so hoch gehandelt. Ich finde das überbewertet.
Das ist genau der Punkt, der mich bislang eher "bestärkt" hatte - dass sowohl bei Kleinanzeigen als auch in anderen Läden die Modelle alle ähnlich teuer lagen. Insofern erschien es mir im Vergleich gar nicht so überzogen.

Für 8000 bis 9500 werden bei Kleinanzeigen komplett restaurierte Grotrian-Steinweg angeboten.
Das stimmt auch, was in meiner Rechnung dann aber wiederum ganz gut passte, wenn bei jetzt 5800€ in ein paar Jahren nochmal ±3000-4000€ (?) für neue Hammerköpfe und Saiten (bei neuen Wirbeln) dazu kämen.

Oder das hier mal anschauen. Gleiches Modell, ähnlicher Preis, aber von 1968

Danke dir für die Empfehlung! Tatsächlich habe ich das sogar am Wochenende angespielt und fand es (für mich) am besten von allen dort angespielten. Einzig die Tastenbeläge fühlten sich für mich unangenehm an - vielleicht bin ich da aber auch gerade von den Elfenbeinbelägen an den älteren Modellen getäuscht...
 
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  • #30
Was Dir nicht gefällt ist unfug - ja?! Jeder der Hammerköpfe mitkauft, die 100 Jahre und älter sind, muss sich darüber im Klaren sein, dass sie zeitnah ausgetauscht werden müssen. Muss man nicht verstehen und nicht glauben - aber bezahlen.
Wieder mal so eine Platitüde.
Jeder, der (Steinway*-) Hammerköpfe kauft, die jünger als 100 Jahre sind, muss wissen und sich sicher sein, dass er den harten, brillanten Sound WILL.
Ich ,.,.. habe mit dem Beiseitelegen neuer Hammerköpfe und dem Installieren uralter, achs-sanierter Köpfe beste Erfahrungen gemacht.
 
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  • #31
Ein Grotrian mit Baujahr nach 2000 wird man für 5.800 € nicht finden.
Habe meine Behauptung durch Recherche überprüft und muss Dir Recht geben, junge Exemplare sind deutlich teurer und günstige deutlich älter. Zum Glück schätzt der Markt die hohe Qualität dieser Instrumente.
 
  • #32
Wow, danke schon einmal an alle für die schnellen, zahlreichen - und doch sehr diversen Antworten.

Gut zu hören, dass die Hammerköpfe laut Bild noch (erstaunlich) gut aussehen, dann deckt sich das etwas mit der Aussage des Händler.
Inwieweit die ggf. doch nach 1923 schon einmal erneuert wurden, kann ich natürlich nicht sagen. Laut Händler wurden sie lediglich zwischendrin abgeschliffen.

Konsens scheint hier etwas darüber zu bestehen, dass der Preis zu hoch angelegt ist (auch wenn der Kauf vom Händler inkl Lieferung, Erststimmung etc natürlich immer über Kleinanzeigen-Preisen liegen wird).

Gut zu wissen, dass es bei neuen Hammerköpfen auch zu einem anderen Gewicht kommen kann. Ich lese etwas raus, dass ihr eine Neubefilzung nicht sinnvoll fändet, sondern wenn dann die Köpfe komplett tauschen lassen würdet?


Das ist genau der Punkt, der mich bislang eher "bestärkt" hatte - dass sowohl bei Kleinanzeigen als auch in anderen Läden die Modelle alle ähnlich teuer lagen. Insofern erschien es mir im Vergleich gar nicht so überzogen.


Das stimmt auch, was in meiner Rechnung dann aber wiederum ganz gut passte, wenn bei jetzt 5800€ in ein paar Jahren nochmal ±3000-4000€ (?) für neue Hammerköpfe und Saiten (bei neuen Wirbeln) dazu kämen.


Danke dir für die Empfehlung! Tatsächlich habe ich das sogar am Wochenende angespielt und fand es (für mich) am besten von allen dort angespielten. Einzig die Tastenbeläge fühlten sich für mich unangenehm an - vielleicht bin ich da aber auch gerade von den Elfenbeinbelägen an den älteren Modellen getäuscht...
3000 bis 4000 € für das gesamte Pakert mit neuen Hammerköpfen, neuer Bedrahtung und Stimmwirbel werden nicht reichen. 8000 bis 10000 € musst Du dafür immer aufwenden.
 
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