Kauf eines C. Bechstein Modell C-221 von 1924

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sunshine7

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Hallo zusammen

Ich verfolge schon seit längerem Eure Diskussionen über Flügel und Klaviere und bin von Eurem Fachwissen echt beeindruckt! Deshalb wollte ich auch noch Eure Meinung zu einem bevorstehenden Kauf einholen, um zu wissen, ob es ein gutes Angebot ist.

Zu meiner Person ich habe 15 Jahre Klavier in meiner Jugend gespielt. Dann das Klavierspielen aus den Augen verloren und jetzt knapp 10 Jahre nach meiner letzten Unterrichtsstunde das Klavierspielen für mich wieder entdeckt. Ich bin daher kein Profi und habe deshalb auch nicht extrem hohe Anforderungen an meinen zukünftigen Flügel. Wichtig ist mir v.a., dass er einen schönen Klang hat und noch einigermassen gut aussieht.

Es handelt sich dabei um einen C. Bechsteinflügel Modell C-221 von 1924. Er hat weder Risse im Resonanzboden, noch in den Stegen noch in der Gussplatte. Die Hammerköpfe und die Dämpfung wurden 1990 komplett ausgetauscht. Einige Saiten wurden zudem ausgetauscht. Die Mechanik (Langer) ist noch im Originalzustand und leicht spielbar. Die Klaviatur ist ebenfalls im Originalzustand (Elfenbein).

Die Hammerköpfe wurden nun abgezogen und intoniert. Die Mechanik wurde zudem frisch eingestellt und komplett gesäubert. Ich habe zudem 2 Jahre Garantie auf die Gussplatte & Stimmhaltung.

Auf was muss ich bei diesem Modell sonst noch achten?

Ich danke Euch ganz herzlich schon im Voraus für Eure Kommentare & Ratschläge!

Liebe Grüsse :023:
 
S

schmickus

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Du benötigst einen hochqualifizierten Klavierstimmer, der genau weiß, was ein Bechstein benötigt.
Bechsteinflügel haben vergleichsweise schmale und flexible Rippen (das sind die Holzleisten, die unten am Resonanzboden dran sind und diesen stabilisieren). Das führt abgesehen vom schönen Klang auch dazu, dass der Resonanzboden auf Dauer sehr empfindlich auf unausgewogene Spannungsverhältnisse im System Saiten-Stege-Resonanzboden reagiert und sich verwindet. Das führt dann zum typischen Klang vieler alter Bechsteinflügel: Bolleriger Bass, plärrende Mitten und holzig-klopfig kurzer Diskant. Beim Stimmen reicht es also nicht, nur die richtige Tonhöhe einzustellen, sondern auch darauf zu achten, wie die Spannungsverhältnisse insgesamt sind. Das muss man wissen und können.
 
hyp408

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Was soll er denn kosten?
 
OE1FEU

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Wenn es noch im Rahmen des Budgets ist, dann wäre zu überlegen, ob man nicht eine einheitliche Neubesaitung macht und dann auch gleich die Agraffen mittauscht. Dein Stimmer wird es Dir danken.
 
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sunshine7

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Der Preis ist um die 6'000 inkl. Transport in die Schweiz. Was denkt Ihr, ist das angemessen?

Wenn es noch im Rahmen des Budgets ist, dann wäre zu überlegen, ob man nicht eine einheitliche Neubesaitung macht und dann auch gleich die Agraffen mittauscht. Dein Stimmer wird es Dir danken.
Wie viel würde eine Neubesaitung Eurer Erfahrung nach kosten?
 
Peter

Peter

Bechsteinfan
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Der Preis ist um die 6'000 inkl. Transport in die Schweiz. Was denkt Ihr, ist das angemessen?
Ich denke ja.
Zum Vergleich: Meiner (Bj. 1879, noch mit angestemmter Gussplatte) hat knapp 4k gekostet (von privat, ohne Garantie, mit größerem Wartungsstau, letzte größere Wartung in den 60ern) und mehrere Klavierbauer gaben grünes Licht zu dem Kauf. Alleine der Transport kam auf 1k (enges Treppenhaus), Kosten in zwei Jahren (Regulierung, Abziehen, Intonierung, mehrere Stimmungen) nochmals knapp 1k.
 
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sunshine7

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Ich denke ja.
Zum Vergleich: Meiner (Bj. 1879, noch mit angestemmter Gussplatte) hat knapp 4k gekostet (von privat, ohne Garantie, mit größerem Wartungsstau, letzte größere Wartung in den 60ern) und mehrere Klavierbauer gaben grünes Licht zu dem Kauf. Alleine der Transport kam auf 1k (enges Treppenhaus), Kosten in zwei Jahren (Regulierung, Abziehen, Intonierung, mehrere Stimmungen) nochmals knapp 1k.
Ok, danke für diese Info. Sie hat mir geholfen mich für den Kauf zu entscheiden.

Hast Du ihn probegespielt? Klingt er schön, also so, wie Du es Dir vorstellst?
Leider konnte ich aufgrund der Grenzschliessung den Flügel nicht selber spielen, aber ich habe mehrere Aufnahmen bekommen und schon die Aufnahmen haben mich überzeugt. Deshalb habe ich ihn auch gestern ohne Probespielen gekauft. :005: Ich weiss, ein solcher Kauf ist immer mit einem gewissen Risiko verbunden und wird eigentlich nicht empfohlen. Da ich mein Budget noch nicht ganz ausgeschöpft habe, könnte ich im schlimmsten Fall den Flügel überarbeiten lassen.

Auf jeden Fall habe ich mir den Rat von schmickus auch zu Herzen genommen und habe mich schon auf die Suche nach einem exzellenten Klavierstimmer gemacht. Daher meine nächste Frage:
Kennt vielleicht irgendjemand einen hervorragenden Klavierstimmer in der Schweiz oder in Deutschland oder Österreich nahe der Schweizer Grenze?
 
Zuletzt bearbeitet:
thinman

thinman

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....
Kennt vielleicht irgendjemand einen hervorragenden Klavierstimmer in der Schweiz oder in Deutschland oder Österreich nahe der Schweizer Grenze?
und da isser wieder: Der hängende Kopf und der stiere Blick.

Sorry, sunshine, das ging nicht gegen Dich! Da wurden nur grad wieder Erinnerungen wach.
Nein, ich kenne leider keinen Klavierstimmer in dieser Ecke.
 

OE1FEU

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In Basel gibt's den Herrn Heinz Becker, der wirklich richtig gut ist.
 
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sunshine7

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Einflügler

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Du brauchst wahrscheinlich auch jmd der dir die neuen Hammerköpfe intoniert, (v.a. in der oberen Mittellage). Mein Bechstein C hat seinen perfekten Klang erst durch die finale Intonation erreicht. Er klang sehr schön, jetzt aber perfekt.
 
OE1FEU

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Du brauchst wahrscheinlich auch jmd der dir die neuen Hammerköpfe intoniert, (v.a. in der oberen Mittellage). Mein Bechstein C hat seinen perfekten Klang erst durch die finale Intonation erreicht. Er klang sehr schön, jetzt aber perfekt.
Ach, das ist doch heutzutage ein Kinderspiel. Man braucht nur noch Alkohol, Weichspüler und Haarspray:

http://forum.pianoworld.com/ubbthre...w/1/dissecting-the-tone-of-piano-hammers.html
 
 

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