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Also nix für ungut, aber wer Außenstände in einer Höhe auflaufen lässt, dass er daran pleite geht, ist ja nun wirklich selbst schuld. Das hat weniger mit Politik als vielmehr mit kaufmännischem Versagen zu tun.Ohne die offenen Rechnungen wäre es nicht zu den Problemen gekommen, wie Brockdorff betonte.
Die Außenstände entstehen, so wie ich es verstanden habe durch den Umstand, daß die Anlieferung nicht stattfinden kann.Also nix für ungut, aber wer Außenstände in einer Höhe auflaufen lässt, dass er daran pleite geht, ist ja nun wirklich selbst schuld.
Naja, das ist ja am Ende alles Verhandlungssache. Ich habe das auch mal gemacht, weil es "üblich" ist. Daraus habe ich schmerzhaft gelernt. Denn üblich und vor Allem sinnvoll ist es auch, sein Geschäftsrisiko zu minimieren. Und regelmäßige Abschlagszahlungen bei solchen Projekten sind ein Muss für einen kleinen Handwerker (und Schuke scheint ein kleiner zu sein, wenn ihm solche Summen das Genick brechen). Alleine schon hinsichtlich der sozialen Verantwortung gegenüber den eigenen Mitarbeitern sollte man sich nicht auf Verträge einlassen, die bei Scheitern Insolvenz bedeuten.Weitere Zahlungen folgen bei Anlieferung und Fertigstellung.
...naja... stellst "du" ein Kulturgut dar wie weiland Bechstein, die ooch in so eine Schieflage geraten waren?...Mich hatte damals keine Landesregierung angerufen....

Möglicherweise hängt das mit politischer Brisanz zusammen, ob die Politik sich zum Handeln bemüssigt fühlt. Wenn tausende oder gar zigtausende von Arbeitnehmern vom Scheitern eines Unternehmens betroffen sind, stellt sich dieser Umstand in der öffentlichen Wahrnehmung ganz anders dar, als wenn ein mittelständischer Handwerksbetrieb mit dem Rücken zur Wand steht. Da müssen schon ganze Wirtschaftszweige den Bach runtergehen, bis wenigstens ein kleiner Prozentsatz der Bevölkerung etwas registriert. Auch auf den Gebieten des Musikinstrumentenbaus dominieren mittelständische Unternehmensstrukturen - im Vergleich etwa zur Automobilbranche sind die Absatzmärkte dagegen fast lächerlich klein dimensioniert - außer der musikalisch ambitionierten Minderheit in der Bevölkerung bekommt kaum jemand etwas von derartigen Schieflagen mit. Traurig, aber wahr.Mich hatte damals keine Landesregierung angerufen....
Nein und ich gönne es dem Orgelbetrieb natürlich, wenn er erhalten wird.Rolf schrieb:...naja... stellst "du" ein Kulturgut dar...
Da geht es "permissiv" zu: Der eine wird medienwirksam "gerettet", den anderen lässt man kaputt gehen, soweit das öffentliche Interesse zu gering ist.Nein und ich gönne es dem Orgelbetrieb natürlich, wenn er erhalten wird.
Aber mir stinkt es, wenn Fehler des Management medienwirksam politisiert und auf andere geschoben werden.
...naja... stellst "du" ein Kulturgut dar wie weiland Bechstein

Davon habe ich doch gar nichts geschrieben.Oh Peter, welcher Depp zahlt bei Bestellung den vollen Betrag voraus.
Sehe ich nicht so. Wenn er beispielsweise 6 Monate an einer 100.000-€-Orgel zu tun hat, dann kann er ja wohl alle 4 Wochen eine Zahlung verlangen. Von der 500.000-€-Orgel will ich gar nicht erst reden. Zahlungspläne in den Vertrag zu integrieren ist absoluter Alltag, genauso wie Fertigstellungspläne.Bei einer Orgel stelle ich mir Anlieferung und Aufstellung aber eher ein einzelnen Meilenstein vor, der sich in der Verhandlung schlecht runterbrechen lässt.
Also wenn ein Traditionshersteller nur 350.000 Euro von der Insolvenz entfernt steht (100.000 ausgeliefert, nicht bezahlt, 500.000 Euro Orgel zur Hälfte bezahlt - hab ich das richtg verstanden?), dann ist das Unternehmen aber eh permanent kurz vor dem finalen Tod, oder? Da macht manch ein neu gegründeter, gut laufender 0815-Sanitärhandwerker mehr Umsatz.
Bei den Materialkosten und hohen Arbeitskosten erscheint mir das aber echt wie ein sehr dünnes Polster.