Hat jemand eine Idee, was ich da habe...?

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H

Holzwurm

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Hallo liebe Freunde der Tasten,

...ok,... die direkte Antwort wäre wohl: ein altes staubiges Klavier... ;)

nein ernsthaft,... ich bin kein Pianist und höchstwahrscheinlich werde
ich auch keiner mehr. Die Bearbeitung und Aufarbeitung von hölzernen
Gegenständen liegt mir da mehr.

Jetzt habe ich dieses "Klavier" (siehe Bilder) geschenkt(!) bekommen und
ich wollte mal ein paar Menschen befragen, die sich mit der Materie auskennen.

Was habe ich da...?
natürlich stellt sich für mich die Frage, da meine ohnehin ausgeprägte
Sorgfalt evtl. noch höher ausfallen könnte wenn es sich möglicherweise
um ein Stück Musikgeschichte handelt... - wer weiß,...

Also ich weiß es nicht (wirklich)... :(
wäre lieb von euch wenn mir der Eine oder Andere einen Hinweis zu
diesem Instrument geben kann...





Vielen Dank schonmal für Eure Meinungen, Anregungen, Tipps...

Viele Grüße,
Der Holzwurm
 
K

koelnklavier

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Das Äußere sieht ja ganz passabel aus. Jetzt wäre mal interessant, welche Nummer auf dem gußeisernen Rahmen aufgemalt (eingeprägt) ist, um das Baujahr zu herauszufinden. Und dann natürlich einen Blick auf das Innenleben werfen: In welchem Zustand sind Stimmstock, Resonanzboden und Mechanik?
 
H

Holzwurm

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Danke für die schnelle Antwort, koelnklavier.

Ich werde heute Abend mal "forschen" und Bilder machen.
Allerdings werde ich wohl vorher mal googeln müssen damit
ich die Anatomie eines Klaviers besser kennenlerne.

Stimmstock ? Resonanzboden ?
... hmmm,... ok - ich finde schon heraus, wo was sitzt.

Der "gußeiserne Rahmen" - bzw. die "Nummer" - ist die i.d.R. so angebraucht,
dass man sie "zwischendurch" mal ablesen kann, oder ist das eine versteckte
Angelegenheit ?
 
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fisherman

fisherman

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Lieber Holzwurm; ich habs ja eher mit Barockmusik als mit barocken Formen:D, aber was Du da stehen hast, ist schon ne echte Wuchtbrumme. Und der Name vornedrauf ist nicht von schlechten Eltern. Bin auf weiteres gespannt.

Oben aufklappen, Vorderteil entfernen - schon blickst Du auf den Gußrahmen. Nummer suchen!
 
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P

Play

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Also, damit Du keine Last mehr damit hast, ich würds Dir für 100 Euro abkaufen.
Allerdings müsstest Du es mir dann bringen.
 
fisherman

fisherman

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Play, ich vermisse den Smiley! Wir sind hier nett & fair zueinander, oder?
 
klaviermacher

klaviermacher

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Hallo Holzwurm,

Julius Feurich ist ein gute Klaviermarke. Es kommt aber auf drauf an, wie Kölnklavier schon erwähnt hat, wie der technische Zustand ist. Bilder vom Innenleben, des Tastenbelags usw. würden für eine bessere Beurteilung sicher helfen.

@ Fisherman - Du hast recht, ich hätte mir bei dem Posting von Play auch einen Smiley gewünscht, zumal eine Spedition um 100 Euro ein Klavier gerade mal die Wohnung hinaus trägt. Möglicherweise hat Play aber blos eine Null am Ende des Kaufpreises vergessen.;)

Liebe Grüße
Klaviermacher
 
Stuemperle

Stuemperle

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ich bin kein Pianist und höchstwahrscheinlich werde ich auch keiner mehr... Die Bearbeitung und Aufarbeitung von hölzernen Gegenständen liegt mir da mehr... ...Frage, da meine ohnehin ausgeprägte Sorgfalt evtl. noch höher ausfallen könnte...
Willkommen Holzwurm,
willst Du es Dir mit dem Klavierlernen nicht doch noch überlegen? ;-)

Es liest sich so, als wolltest Du das Klavier evtl. restaurieren: was den äußeren Korpus betrifft traue ich Dir das auch zu, aber die innere Mechanik ist ziemlich ausgefuchst, auch wenn sie auf den ersten Blick "hausbacken" aussieht. Da würde ich einzelne Arbeiten erst in Angriff nehmen, wenn ein Profi sein OK gegeben hat, manches wirst Du vermutlich gar nicht selber machen können ohne Gefahr zu laufen, die Funktion des Instruments zu ruinieren, und das wäre vermutlich schade.

Fundierteres können Dir hier die Profis sagen (bin keiner). Hier auf die Schnelle ein paar informative Links:
http://www.pian-e-forte.de/ (mit Pdf zum download!)
http://www.sabel-pianos.ch/klaviermechanik.htm
http://www.stimmungsmacher.com/pianomechanik.php
http://www.ptg.org/resources-forTechnicians.php (kenne ich selber noch nicht ausführlich)

Viel Spaß mit Deinem Klavier!
Manfred
 
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H

Holzwurm

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Hello "Answerers"...

@play
hahahahahahahahaha!

@Stuemperle
vielen Dank für die Hinweise/Links
Mir war bzw. ist von vornherein klar, dass ich mich auf keinen Fall
ohne fachkundige Unterstützung an das Instrument wage... - dafür
habe ich viel zu viel Respekt vor der Mechanik und dem Herrn Feurich...

Nein, bevor ich was verschlimmbessere will ich mich eingehend mit dem
Thema befassen... - schade dass man durch's lesen nicht automatisch
spielen kann...

Bei diesem Projekt geniesst die Sorgfalt die höchste Priorität,
nicht die Zeit, wann es fertig sein soll...

So, ich habe gestern Abend einfach mal den Deckel hochgeklappt und
meine Kamera 'reingehalten'. Es war schon dunkel und die einzige Lichtquelle
war mein Kamerablitz. Daher sind die Bilder auch nur bedingt gelungen.

Problem:
Da ich nicht genau weiß, worauf es ankommt sind - ausser der Nummer - keine
"Details" abgelichtet.
(die Nummer war übrigens nicht auf einem "gußeiserenen Rahmen",... (siehe Bild)

hier die Bilder:







Lasst mich wissen, was ihr darüber denkt. Wenn ihr mehr Details haben
wollt... - kein Problem - nur bitte beschreiben WAS und vor allem WO ich
dieses Detail finde... ;)

(Bilder "die Zweite" in der nächsten "Antwort")

Bis dahin,
Der Holzwurm
 
H

Holzwurm

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7594 !

wenn ich die Informationen auf der Feurich-Website richtig interpretiere
könnte die Zahl um 1885-1890 dort eingeritzt worden sein...
(vorrausgesetzt es handelt sich hierbei um die "Instrumenten-Nr.")
 
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fisherman

fisherman

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moin, HW; für "bessere" Fotos kannst Du die Frontplatte OBERHALB der Tastatur leicht abmachen. Die Verschlüsse sitzen rechts und links etwa 5 cm unter der Oberkante - sieht man sogar auf Foto 19728855wz6. Dann kannst Du auch noch mal den Gussrahmen absuchen / begutachten.

Genauso sollte es (bei modernen Klavieren) auch unterhalb der Tastatur gehen. Diese Frontplatte ist meist mit einer Metallfeder unten am Spieltisch festgeklemmt.

Sowohl obere als auch unter Abdeckung werden normalerweise vorsichtig nach vorne geklappt und dann herausgehoben.
 

H

Holzwurm

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dank' dir den Hinweis fisherman,... - ich werde heute Abend mal versuchen
die genannten Schritte zu vollziehen... (auf "bessere" Bilder !)

kann man denn diese - bereits gefundene - Zahl schon in irgendeiner
Weise deuten...?
Ich finde dieses Thema sowas von spannend, das könnt ihr mir glauben...!
 
Tastenscherge

Tastenscherge

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kann man denn diese - bereits gefundene - Zahl schon in irgendeiner
Weise deuten...?

Tja Holzwurm, ich hab da eine gute und eine schlechte Nachricht für dich. Die schlechte ist: es gibt keine gute :D

Kleiner Scherz. Schon möglich, dass es die Instrumentennummer ist. Ich hätte vom Gehäuse her auf ca. 1900 geschätzt. Aber jetzt die schlechte Nachricht: es handelt sich um einen sogenannten Oberdämpfer. Meistens lohnt es sich nicht wirklich, viel Geld in solche Instrumente zu stecken. Ist eher was für Liebhaber. Kann aber sein, dass dein Klavier sehr gut erhalten ist oder aber ein Klavierbauer schon mal viel Arbeit investiert hat. Dann könnte es auch wieder anders aussehen.
 
H

Holzwurm

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Vielleicht sollte ich die ganze Sache eher sehr nüchtern betrachten.
Erstmal gründlich analysieren wie es um den tatsächlichen "Zustand"
bestellt ist.

"Hochs" und "Tiefs" wird es wohl noch mehrere geben. Der letzte Beitrag
fällt dann wohl eher unter die Kategorie "Tief"... - abwearten wie's "drunter"
aussieht.

Ich habe das hier gefunden:

Der Oberdämpfer

Der Oberdämpfer oder auch oberdämpfende Klaviermechanik genannt, ist eine
Mechanikbauart die bis etwa 1885 gehalten hat. Danach wurde sie durch den
Unterdämpfer ersetzt. Der Nachteil des Oberdämpfer ist, dass die Saite nahe
am Schwingungsknoten abgedämpft wird und dadurch die Dämpfwirkung
geringer ist als wenn man die Saite am Schwingungsbauch abdämpft. Da es
konstruktionell, bis zum Jahr 1880, ... noch nicht möglich war die Saiten nahe
am Schwingungsbauch abzudämpfen, wurde ein Dämpferbalken über die
Hammerköpfe auf die Mechanikstütze gebaut und die Dämpfung darauf
montiert. So sieht man auch beim Oberdämpfer, wenn man den Oberrahmen
öffnet, zuerst die Dämpferleiste und darunter erst die Hammerköpfe. So ist
man auch auf den Ausdruck Oberdämpfer gekommen.


ergo möchte ich behaupten, dass die "bereits gefundene Zahl"
aller Wahrscheinlichkeit nach die Instrumenten-Nr. ist.

hmm,... ich find's trotzdem noch interessant... ;)

EDIT *on*
je mehr ich über die Ober-/Unterdämpfer-Mechaniken lese bin ich auf der
einen Seite ein wenig enttäuscht - auf der anderen Seite aber auch fasziniert,
dass das Instrument schon sehr alt ist und doch noch (trotz Staub) einen
recht soliden Eindruck macht... - sofern ich das beurteilen kann/darf.

so lautet meine Devise:
erstmal Abwarten, was da noch so alles zum Vorschein kommt... - vielleicht
eine eingebaute Schatzkarte... - wer weiß in welchem Schloß das Klavier
vor ~120 Jahren gestanden hat...
EDIT *off*
 
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Play

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@ fisherman

was nun so offensichtlich scherzhaft gemeint ist, braucht doch nicht durch ein Smiley als solche als scherzhaft gekennzeichnet sein.
 
klaviermacher

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Vielleicht sollte ich die ganze Sache eher sehr nüchtern betrachten.
Erstmal gründlich analysieren wie es um den tatsächlichen "Zustand"
bestellt ist.

"Hochs" und "Tiefs" wird es wohl noch mehrere geben. Der letzte Beitrag
fällt dann wohl eher unter die Kategorie "Tief"... - abwearten wie's "drunter"
aussieht.

Ich habe das hier gefunden:

Der Oberdämpfer

Der Oberdämpfer oder auch oberdämpfende Klaviermechanik genannt, ist eine
Mechanikbauart die bis etwa 1885 gehalten hat. Danach wurde sie durch den
Unterdämpfer ersetzt. Der Nachteil des Oberdämpfer ist, dass die Saite nahe
am Schwingungsknoten abgedämpft wird und dadurch die Dämpfwirkung
geringer ist als wenn man die Saite am Schwingungsbauch abdämpft. Da es
konstruktionell, bis zum Jahr 1880, ... noch nicht möglich war die Saiten nahe
am Schwingungsbauch abzudämpfen, wurde ein Dämpferbalken über die
Hammerköpfe auf die Mechanikstütze gebaut und die Dämpfung darauf
montiert. So sieht man auch beim Oberdämpfer, wenn man den Oberrahmen
öffnet, zuerst die Dämpferleiste und darunter erst die Hammerköpfe. So ist
man auch auf den Ausdruck Oberdämpfer gekommen.

ergo möchte ich behaupten, dass die "bereits gefundene Zahl"
aller Wahrscheinlichkeit nach die Instrumenten-Nr. ist.

hmm,... ich find's trotzdem noch interessant... ;)

EDIT *on*
je mehr ich über die Ober-/Unterdämpfer-Mechaniken lese bin ich auf der
einen Seite ein wenig enttäuscht - auf der anderen Seite aber auch fasziniert,
dass das Instrument schon sehr alt ist doch noch (trotz) Staub einen recht
soliden Eindruck macht... - sofern ich das beurteilen kann/darf.

so lautet meine Devise: erstmal Abwarten, was da noch so alles zum Vorschein
kommt... - vielleicht eine eingebaute Schatzkarte... - wer weiß in welchem
Schloß das Ding vor ~120 Jahren gestanden hat...
EDIT *off*

Das von Dir gefundene Geschreibsel ist wie immer nur die halbe Wahrheit.
Vorteil der Oberdämpfung ist, dass die Schwerkraft beim Dämpfen optimal, und ähnlich wie bei einem Flügel genutzt wird, hingegen man sich bei Unterdämpfern mit einer Feder behelfen muss. Genau diese Feder aber macht das Spielen auf Pianinos oft unangenehm. Dann ist es noch immer eine Geschmacksfrage, wie viel der Ton abgedämpft werden muss. Sicherlich kommt dem Trend des derzeitigen Geschmacks und Spielttechnik eine Unterdämpfung mehr zu Gute, was aber nicht heisst, dass das für alle Musik und alle Zeit niedergeschrieben steht.


LG
Klaviermacher
 
fisherman

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@ play: Die smileys sind für solche Trottel wie mich:D

...außerdem würden vermutlich 95% versuchen, dem holzwurm das feurich für nen hunni abzuluchsen - woher weiß ich, dass du ein honoriger mensch bist?
 
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Holzwurm

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Hallo,...

Ich habe heute mal alle "Deckel" entfernt und mal ein paar Bilder vom "Innenleben"
gemacht (siehe diesen und die nächsten zwei Beiträge).







 
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Holzwurm

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ich habe auch auf der Rückwand einen Stempel (od. ein Brandzeichen?)
vom Hersteller gefunden. Die Nr. darunter entspricht der auf dem Dämpfer.

So sollte wohl die Nr. 7594 definitiv die Instrumenten-Nr. sein,... oder ?





Was sagen die Fachleute unter Euch zu dem, was sich hinter den
Abdeckungen befindet...?

(Mal davon abgesehen, dass der Staub im Laufe der Zeit seinen Weg
durchaus vielvertretend in Innere gefunden hat...)

Ich freue mich auf eure Meinungen,...

Bis bald,
Der Holzwurm.
 

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