Haben Steinway D-Flügel der 1920er Jahre Differenzierungsmöglichkeiten im Anschlag wie die heutigen?

Dieses Thema im Forum "Das Klavier: allgemeine Infos, Kauf, Reparatur" wurde erstellt von hanspetter, 3. Juli 2019.

  1. hanspetter
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    hanspetter

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    Servus,
    die besten heutigen Steinway-D-Flügel 274 haben ja die besten Anschlagsdifferenzierungsmöglichkeiten/-Farbpaletten./-Präzision.
    Wie sieht es aber mit älteren D-Flügeln aus den 1920ern aus, die ja noch Hämmerchen hatten, die ca. 1/3 kleiner/leichter waren.
    Vielleicht waren sie leichtfüßiger als die heutigen, aber hatten sie auch serienmäßig eine vergleichbare Farbpalette und Präzision wie die heutigen?
    Dabei meine ich nicht die Klangschönheit an sich.
    (Der supergetunte Horowitzfügel aus den 40ern scheint ja konkurrenzfähig mit den heutigen zu sein,
    aber ich frage nach der serienmäßigen Qualität.)
    Herzliche Grüße! Hansi
     
  2. agraffentoni
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    agraffentoni

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    Besorg dir einen und probier es aus.
     
  3. altermann
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    altermann

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    Reicht da einer zur Meinungsbildung?
     
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  4. OE1FEU
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    OE1FEU

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    Da ist wohl jemandem ein 'Schnäppchen' angeboten worden und nun ist die Hoffnung erwacht, 100.000,- EUR gegenüber dem Neupreis eines D sparen zu können.

    Lass es.
     
  5. Wiedereinaussteiger
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    Wiedereinaussteiger

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    Es gibt auch Leute, die sich "mal eben" einen vorbeilaufenden D kaufen oder gekauft haben, z.B. weil sie ihren Klavierstimmer sich auf die Lauer legen lassen hießen.., aber sie haben mangels Quervergleich keine "Leistungsdatenvergleiche".

    Für mich dann die Frage, warum haben sie so 'ne Tonne gekauft... Die muss ihnen ja gefallen haben, sonst hätten sie nicht zugelangt. Also alles schick.

    Das Leben eines Alt-D-Besitzers hat ja mehrere teil-tragische Facetten... Zuerst die nagende Ungewissheit, ob denn das Teil objectiviter wirklich so on top der pianistischen Nahrungskette stünde... Ich erinnere an den D-Flügel in dem Münchner Saal des Deutschen Museums. Apostrophiert von einem dortig herumlaufenden Auskenner oder "Auskenner" als "Kleiner D" - blieb wohl im Hamburger Auswahlsaal stehen und stehen..., weil das Auf-Spannung-Gebautsein hier mal nicht die große Tragfähigkeit in Weite und Breite ergeben hatte...Und ward dann wohl museal gespendet, bevor die scheue Flügelschönheit nun allen Lebensmut ihrer schönen leisen Seele verlöre... Heute der "Honigtopf", wenn denn einer nun unbedingt trotz vieler Kordeln seine Finger nicht bei sich behalten möchte... (jaa ja, bekenne mich schuldig, immer...), dann geben sie ihm temperror die Steinway-D-Dame...

    Dann bei Erkenntnis, hey, mir ist da wirklich etwas sehr besonderes, einzigartiges zugelaufen..., die nagende Ungewissheit, sich zwar für den Fall eines Totalschadens, Rammstein-Fliegerabsturz aufs Haus..., oder Brand..., finanziell locker auf "Neu-Ersatz" versichern zu können, sodass es ggfs. an der Kohle nicht mangele - aber keine Kohle der Welt bringt mir ein solch dolles Klavier auf Ersatz, wenn ich das einzige habe...

    Wenn ich schon lese, "D-Flügel der 20er" ..., da würde ich ... doch als aller-aller-erstes unters Kleidchen guggiluggi, ob denn das Klangholz noch das helle von den Appalachen sei.

    Sollten all diese Randdaten denn zutreffen, so sei hier von der Wiederauferstehung eines ex-Clavioten Hoher Gnaden auszugehen, der sich mal vor Jahren im Unfrieden absentiert gesehen hatte (vom Alt-Eigner rausgeworfen, gemeinerweise just in der Phase der damals mit Alia aus HH vorbereiteten Clavioten-Treffens in Berlin, Cafe am Lietzensee, Bechstein, Gemeindehaus im Südwesten, dann sonntags noch Cafe "Honigmond" in Berlin-City-Nord mit einem überaus eigenen Duysen-Klavier.. ) und ein eigenes Forum machte unter der Adresse "Klaviervilla". Wodrunter heute wohl - nach Abverkauf der Domain - auf Englisch Klempner- und Heizungsbauerdienstleistungen vertickt werden. Ggfs. welcome back "Hans Bo." aus Dickes B. Paar gereiftere Clavioten werden sich noch erinnern. Die Zeiten vom Anfang 2010, im Chat mit gewissen jungen bis sehr jungen Leuten, die auch damals schon teils so ihre Schwierigkeiten in der Kommunikation mit D-Flügel-Besitzern hatten... Jedenfalls die ungeheure Freude, sowas zu nutzen, irgendwie nicht ertragen mochten...

    Mein Gott, was bin ich alt geworden...
    Damals..., als man noch rausfuhr auf Treffen...
    Longtaaim noo see, sagt der Chinese. Und fleut sich, bälig.
    Neuneinhalb Jahre.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Juli 2019
  6. Ambros_Langleb
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    Ambros_Langleb

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    Nun, jedenfalls weiß HB dann jetzt, dass er nicht länger nach B(ernd)B suchen muss. ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Juli 2019
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  7. raffaello
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    @Wiedereinaussteiger : ich lese hier zwar schon seit Jahren mit und schreib auch hin und wieder etwas als Gegenleistung, habe also durchaus Forum-Insiderwissen. Aber ich verstehe echt nur die Hälfte von dem, was du geschrieben hast. :008:
     
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  8. Wiedereinaussteiger
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    ;-) Ist das jetzt gut für dich, oder schlecht für dich?

    Es war (auch) bissel Bauchnabelschau, hm?

    Sieh es mal so - es gibt hier einige (oder ein paar wenige), die schon 2010 hier waren, oder noch einiges früher. Mir ist einfach beim Stichwort "Steinway D aus den 1920ern" der ex Admin HB aufgefallen, der damals dankenswerterweise den Treff in Berlin organisierte (mit Alia), und das brachte ich in Erinnerung.

    Was damals an Negativitäten war, ist ja für die, die we-sent-lich kürzer hier sind, auch nicht weiter von Belang, oddr?
    ;-)

    "Mach es wie die Sonnenuhr - zähl' die schönen Stunden nur."
    Der Clavioten-Treff Berlin damals (April oder Mai 2010) war i.w. schön. Hatte mir gefallen.
    :-P

    PS NB Für dich, ich bin - wie HB - auch ein "Alt-D"-Besitzer. Er ist das i.w., meine freche Vermutung, weil ich es bin. Er wurde "in meiner Zeit Villa" angefixxt...
    :012:

    Falls dich sonst noch ein Passus interessierte etc. oder so, kannst mich auch gern per PN anpingen.
     
  9. Wiedereinaussteiger
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    Jawollja. Bekenne mir schuldich, woll, wonnich?

    Wir sind da irgendwie alle vom gleichen Stamme ReinRaus RinInneKartoffeln RausAusseKartuffeln, Männers "mit claviotischer / nicktechnischer Vergangenheit". Wir hießen alle schon mal anders.
    (NB OT Manche Damen stehen auf sowas.) :-D
    Mein lieber Friedrich Sla g sahne 018, ich ... habe da weder Geheimnisse noch Hemmungen.
    ;-) Ich ... hab diese Tänzchen sogar im aktualen Nick. ;-)
     
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  10. Moderato
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    Echt jetzt? Der hatte doch einen Bösi, oder habe ich das falsch in Erinnerung? Hat der dann einen D gekauft?
     
  11. Wiedereinaussteiger
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    Ja. Ich habe mitbekommen in Villa-Chats und einer Live-Übertragung, wie der 170er Bosie die Hütte am See gen Japan verließ. Kurz darauf solle ein 1920er D Einzug gehalten haben, den ich allerdings nicht in persona kenne.
    Ich hörte dann, dass es mit der Großtonne noch einigen Ärger gegeben haben solle, kenne hierzu aber nicht mehr die Details.
     
  12. Wiedereinaussteiger
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    Um noch etwas zum Thread-Thema der Differenzierbarkeit zu sagen - Es ist mit den alten und uralten D etwas schwierig. Ich würde sagen, dass die uralten D sich NOCH was besser differenziert im Anschlag möglich machen - vorausgesetzt, sie befinden sich im Werks-Serienzustand bzw. in einem sehr guten Pflegezustand.

    Oft sind mit den Jahrzehnten in die alten D zu schwere Hämmer reingekommen..., ein Fehler, den meiner auch hatte, den wir ihm aber ausgetrieben haben. Im Krassen hatte der Flügel NEUE Abel-Hämmer für einen D, die ich knapp zwei Jahre lang spielte, die dann aber raus kamen - und eingebaut haben wir 80 bis 100 Jahre junge leichtere Steinway-Originalhämmer.

    Dann haben die alten Mechaniken ab Frühjahr 1875 bis mindestens ca. 1910, vielleicht länger, einen S-förmig geschwungenen Sattel für die Pilotenschraube. Dieser Sattel bietet eine enorme Varianzmöglichkeit zum Versetzen der Pilotenschrauben - und damit zu einer veränderten Gestaltung der Hebelverhältnisse. Bei Bedarf könnte ich Bilder hiervon liefern, das ist bei meiner Kiste gut dokumentiert.

    Ich hatte auch mal Versuche unternoimmen, mit veränderten Repetiergliedern mitsamt Tragfedern etc. auf bessere Anschlagsverhältnisse zu kommen, das war noch zu Zeiten der (zu) schweren D-Hämmer. Aber die Lösung war dann tatsächlich, die älteren, leichteren Hammersätze einzubauen, mit denen der D erheblich flinker und feinfühliger zu bedienen ging - ich meine, teils sogar besser als bei heutigen Neu-Instrumenten der D-Länge.

    (Ich habe mal einen wirklich schrecklichen neuen D in Düsseldorf gespielt... Im Klang klasse, aber die Mechanik.. wei wei weh. Die Karre wird wohl auf besonderen Wunsch des Niederlassungsleiters, eines Konzertpianisten, so eingestellt worden sein.)

    It is all about PP - personal preferences. Die D-Flügel bieten eine enorme Gestaltungsvielfalt, die Mechanik ggfs.anzupassen - sogar die alten und uralten Flügel schon, mit dem besonderen Bonus, dass deren (originale) Hämmer leichter sind, und damit die Kraft- und Trägheitsverhältnisse nicht solch eine Grenzgängerei erfordern wie mit den heutigen schweren D-Hämmern.
     
  13. hanspetter
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    hanspetter

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    Zur letzten Antwort: Wo kriegt man denn noch solche 100 J. alten Steinway-Hämmer und was kosten sie inkl. Einbau?
    Grüße! Hansi
     
  14. agraffentoni
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    agraffentoni

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    Ab und zu hier.
     
  15. OE1FEU
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    OE1FEU

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    Wobei es nicht wirklich notwendig ist, sich auf die schwierige Suche nach sogenannten Originalhämmern zu machen, bei denen es eher ein Glücksspiel ist, auch welche zu ergattern, deren Filz noch wirklich genug Spannung hat, um die erhofften Klangeigenschaften durch weiteres Intonieren zu verbessern.

    Ein einigermaßen versierter Klavierbauer wird problemlos in der Lage sein, auch bei neuen Hämmern die Seiten zu verjüngen, also Holz und Filz und auch den Hammerstiel von etwas Gewicht zu befreien. Das ist pro Hammer und Stiel eine Sache von sehr wenigen Minuten. Ich war dabei, als der Meister meine Hammerköpfe so freihändig mit dem Bandschleifer verjüngt hat - und das war ein Vorgang im Sekundenbereich. Das Ergebnis ist sehr brauchbar und klar:

    Breiter-Hammerkopf.jpg

    Es ist richtig, dass alte Steinway-Mechaniken noch einen schrägen Sattel haben, aber Tatsache ist, dass die Einstellungsmöglichkeiten nicht viel anders sind als bei aktuellen Mechaniken. Meine Mechanik hat nun gerade Sättel und neue Piloten. Die Feineinstellungsmöglichkeiten dabei sind deutlich besser regulierbar als bei den schrägen Sätteln. Letztere haben nämlich den dämlichen Nachteil, dass der Winkel zur Pilote extrem kritisch bei der Feineinstellung ist. Man ist da eher mehr mit Regulieren beschäftigt, als eine einmal gefundene klare Kraftverteilung beim geraden Sattel einfach als gut akzeptieren und ein paar Jahre Ruhe zu haben.
     
  16. daydreamer0815
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    daydreamer0815

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    Zur Klärung deiner tiefgreifenden Forumsbeiträge wäre ich mal an einem Video interessiert, in welchem du deine D-Flügel-Kaprizösen darstellen kannst. Es muß nicht unbedingt ein D-Flügel der berühmten Hmaburg-New Yorker Marke sein; jeder andere gute Flügel, oder Klavier macht es auch.
    :001:
     
  17. Wiedereinaussteiger
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    Habe ich schon paarmal erzählt - ich habe meine bei ebay.com erworben, mit Versandadresse aus New York. Dort arbeiten mehrere Klavierrestauratoren, aber eine ... der zulässigen Annahmen wäre, dass das Hämmer sind, die bei der Generalsanierung an der Adresse 1 Steinway Place, Ditmars, Queens, ohne näheres Ansehen der Funktionalität einfach in die Tonne gewandert waren (denn so arbeitet man dort bei Bill Youse...) und dann irgendein Schlauerer wieder aus derselben rausgezogen und anschließend bei ebay vertickt hat.

    Per Satz habe ich vor Jahren irgendwas zwischen 80 und 200 USD bezahlt, hatte teils dann aber noch Theater mit der Dortmunder Zollabwicklung, zu deren Ausläöse ich Post bekommen hatte - Lauferei.

    Ich habe insgesamt (knapp) drei Sätze erworben, einer war praktisch unbenutzt..., nur die stählernen, verkupferten Achsen hatten Vertigris, Grünspan. Also achsten wir um auf Edelstahl, et voila, feineren Klang.

    Nachtrag: ich war noch den Kostenteil schuldig geblieben. Das Einbauen hat die normale Stimmerei von 130 EU auf 250 EU "verteuert", und die unterwegs des halben Jahres davor durchgeführte Umachserei in der Werkstatt des Fachmannes habe ich ihm - WIMNRE - mit 600 EUR bezahlt. Also tutti completti summa ein Tausi, von dem jeder Cent das Fünf- oder Achtfache wert ist an Klang- und Leichtigkeits-Gewinn.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Juli 2019
  18. OE1FEU
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    OE1FEU

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    Erzähl uns doch auch mal was über den Filz auf den Hämmern. Die waren ja nicht von gestern, sondern als Ausschuß von vorvorvorgestern. Was war denn des Kommentar Desjenigen, der zum ersten Mal eine Nadel da reingestochen hat?

    Oy Gevalt, vielleicht?
     
  19. OE1FEU
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    Ach Gottchen, Du bist ja ein Heimchen. Reicht Dir ein Flügel, der vom Cheftechniker der entsprechenden Firma vorbereitet wurde, damit wir unser Street-Cred Dir gegenüber befriedigen? (Das 'Wir' ist kein Pluralist Maiestatis, wohlgemerkt, sondern Ausdruck einer gelassenen Verwunderung unter Gleichgesinnten.)

    Dann nimm doch das:


    View: https://www.youtube.com/watch?v=UOd0nTHPN_Q&t=1185s

    Oder was wolltest Du noch einmal?
     
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  20. Wiedereinaussteiger
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    "zum ersten Mal" bestimmt nicht, und "Ausschuss" a- nach meinem Dafürhalten auch nicht, und dann b- nach Bewertung desjenigen auch nicht.

    Der allerdings in mehr als anderthalb Jahren !!!! erst von mir weichgeklopft, belabert, belatschert werden musste, bevor er sich ü-ber-haupt mal daran bequemte, mir einen Test vorzuschlagen.

    Vier derer Hämmer probehalber einbaute, sie bissel tractirte...., ohne sich groß drüber auszuquatschen, dann anschlug - und oi joi joi, dann war er geplättet. Wesentlich besserer Klang, als mit den nahezu neuen, sonst verbauten D-Hämmern.

    Der, der das machte, war zu jenem Zeitpunkt seit >>40 Jahren Klaviermacher, hatte in DER 1A eestärräächischen Bude gelernt, dort dann Karriere gemacht bis hin zum amtlichen Einnadeln des Soundes vom Bösen Dorfe.., also Endfertigung. Dort sind nie die Allerdümmsten...
    ;-) und sich anschließend selbsttändig gemacht. Später dann intensiv mitclaviotiert, und sich eines bösen Abends dann aus dieser schönen Klavierwelt von hinnen gemacht, kurz bevor er sein 50- Berufsjubiläum hätte feiern können.

    Das Nadeln war nicht seines.... Ich habe ihn als absolut meisterlichen Könner an der Mechanik von Flügeln erlebt, und als profunden Amatuerpianisten. Seine Lust am Nadeln oder eher Unlust war es - vielleicht... , mein Spekulatius..., warum er nicht in seiner Heimatstadt Wien verblieb, oder mit den Mannen seines Lehrherren gen Wiener Neustadt verduftete, und das weitere Nadeln dieser alten oder uralten Hämmerchen könnte noch so manches Überraschende bergen, von jemandem ausgeübt, der noch weit mehr als der Klaviermacher hierauf profond wäre - den ich aber nicht kenne und auch nicht proaktiv suchen werde, weil das, was das Ding nun kann, mittlerweile dann drei Klassen über meinen amateurpianistischen Befähigungen liegt, und ich den Teufel tun würde, Stunden um Stunden Nadelarbeit zu bezahlen, die dann ich klanglich letztlich in allen feinsten Ausprägungen weder wertschätzen noch in eigener Regie dann abzurufen imstande wäre.

    Also hat er, so gesehen, WIP, Work In Progress hinterlassen, und dennoch meine Verneigung, mein inniger Dank, min. einmal jährlich bekundet, hoch auf die Wolke 17.

    Und ich bin mir ziemlich sicher, dass auch Profis, Konzertpianisten, nicht sehr viel an dem Ding auszusetzen hätten - ist hier schon vertestet worden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Juli 2019