Habe ich einen guten Klavierlehrer?

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macko02
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Hallöchen,

Ich habe vor 6 Wochen mit dem Klavierspielen angefangen und das auch direkt mit einem Lehrer.
Damals habe ich unter der rückblickend vielleicht etwas unklugen Annahme "als Anfänger ist der Lehrer relativ egal" ein paar aus dem Internet ausgewählt und dann nach einem Besprechungstreffen für den entschieden mit dem ich mich am wohlsten gefühlt habe.

Da ich aber als Anfänger auch nach 6 Wochen schlecht die Qualität meines Lehrers beurteilen kann, wollte ich mal meine Erlebnisse schildern und euch fragen, wie ihr das so seht. Eigentlich wollte ich relativ "casual" Klavier spielen, aber mit jeder Minute habe ich mehr und mehr Spaß und habe in letzter Zeit 3 Stunden täglich geübt, was mMn schon über ein wenig "rumklimpern" hinaus geht. Höre jetzt außerdem auch viel Klassik. Klassische Musik hat die Macht über mein Leben ergriffen. :cry2:

Aber genau deswegen habe ich mich jetzt in diesem Forum umgesehen und möchte auf jeden Fall Fehler vermeiden die sich dann langfristig negativ auswirken. Dann lege ich einfach mal los mit meinen Gedanken:

Wieso ich überhaupt erst Zweifel bekommen habe ist, weil mein Klavierlehrer mir für den Anfang Heumanns ersten Band empfohlen hat. Darüber habe ich hier im Forum jetzt einige Kritikpunkte gelesen. Er hat es damit begründet, dass es darin viele Stücke gibt, man also "relativ" langfristig etwas davon hat und mit dem WTK Präludium ein schönes "Ziel" hat, auf das man quasi hinarbeitet. Interessanterweise habe ich auf Grund der Leichtigkeit der Stücke (bis jetzt jedenfalls) schon über die Hälfte des Buches abgearbeitet, also so viel dazu. So, das negative zum Anfang und jetzt kommen meine anderen Eindrücke.

Wir gehen nicht blind einfach alles im Buch durch, er hat mir z.B. von Anfang an gesagt sich nicht auf die Fingernummern zu konzentrieren und er legt viel Wert darauf dass ich die Betonungen(hoffe das ist das richtige Vokabular, meine damit dass man im 3/4 Takt die erste Note betont etc.) im Takt richtig setze und das Tempo einhalte und halte. Dass eine Viertelnote "gehend" nicht genauso schnell ist wie eine Viertelnote im Presto. Das wird viel zu wenig im Buch erklärt oder vertieft, er geht aber (mMn) gut darauf ein.
Außerdem hat er auch auf meine Fingerhaltung geachtet. Pädagogisch gesehen rät er mir dazu zunächst kleine Teile des Stückes mit jeweils der einen Hand zu Üben und dann beides zusammenzuführen und mich so Schritt für Schritt durch das Stück zu arbeiten.

Wir haben aber in diesen 6 Wochen noch nichts gemacht, das nicht im Buch steht. Habe mir eigentlich gedacht, dass ich mir erst "Basiswissen" aneignen soll, bevor wir ein größeres "Projekt" starten, aber anscheinend ist das ja bei anderen oft so gewesen, dass sie früh in etwas relativ "aufregendes" reinstarten.

Ich weiß nicht was alles wichtig zu erwähnen ist, also könnt ihr mir auch ruhig spezifische Fragen zum Unterrichtsverlauf stellen und ich antworte dann. :-)

Was würdet ihr sagen, habe ich mich zu sehr festgefahren auf dem Heumann und deswegen mache ich mir zu viele Sorgen, oder sollte ich mir echte Sorgen machen? Tut mir leid falls das hier ein etwas zu "amateurhafter" Post ist, aber bin nunmal Anfänger in Sachen "seriöser" Musik bei der es um mehr als nur Geräusche aufsaugen geht.:-D Muss Stolz dazu sagen dass ich die wirklich relativ langweiligen Stücke, von denen manche klingen als würde man einfach nur hintergründig die leise Begleitung für jemand anderes spielen brav stundenlang pauke, in Vorfreude darauf was in Jahren hoffentlich auf mich zukommt. An Faulheit meinerseits sollte es also nicht scheitern, was jedoch auch ein Problem ist was ich bei dem Lehrbuch selber realisiert habe. Wenn ich mich einen Abend 3 Stunden an mein Digitalpiano setze gibt es bis jetzt kein Stück, das in der Zeit nicht in halbwegs hörbare Fassungen zu bringen ist. Es ist schon schade, dass ich nichts habe über das ich mir in schlaflosen Selbstreflektionsnächten den Kopf zerbrechen kann. :-DRede da auch nicht wirklich von etwas superschwerem weil ich nach 6 Wochen denke ich wäre der Klaviergott, aber an einem Abend ist schon etwas zu leicht finde ich. Hoffe daher auf Hilfe von Leuten die mehr Ahnung haben als ich. :) Habe auch vor ihn in der nächsten Klavierstunde mal unauffällig nach seinen Qualifikationen zu fragen, so etwas ist ja immer gut zu haben.

Danke im Voraus und auf gute zukünftige Zusammenarbeit :coolguy:
 
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elli
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Weil dein Post so viele unterschiedliche Themenbereiche berührt, habe ich erstmal spontan nur zu einigen etwas zu sagen, in der Hoffnung , dass bei so einem dankbaren Thema :teufel: eh gleich hier die Post abgeht.

1.
Wenn ich mich einen Abend 3 Stunden an mein Digitalpiano setze gibt es bis jetzt kein Stück, das in der Zeit nicht in halbwegs hörbare Fassungen zu bringen ist. Es ist schon schade, dass ich nichts habe über das ich mir in schlaflosen Selbstreflektionsnächten den Kopf zerbrechen kann.
Tja, da du erst 6 Wochen lernst,bestärkt ganz einfach der didaktische Weg vom Kleinen langsam zum immer Umfangreicheren zu steigern den Anfänger, es sei alles leicht - was ja auch am Anfang so erscheint. Dies ist eher ein positives Zeichen für den Lehrer - nicht umsonst, könnten manche Anfänger zu Beginn öfter Unterricht in der Woche haben, um mehr Input zu bekommen, denn es kann ja nicht einfach mehr als Hausaufgabe aufgegeben werden, als im Unterricht besprochen - und immer das Gleiche in verschiedenen Variationen bringst dann auch nicht, wenn es schon gekonnt ist.

2.
Pädagogisch gesehen rät er mir dazu zunächst kleine Teile des Stückes mit jeweils der einen Hand zu Üben und dann beides zusammenzuführen und mich so Schritt für Schritt durch das Stück zu arbeiten.
Da ist auch nichts zu meckern. Es gibt zwar Schulen, die setzen mehr auf beidhändiges Spiel sofort - lassen dann aber die Hände meist ergänzend spielen und legen früh Wert auf musikalische Aspekte, die da Rhythmus, 2 Töne in einer Hand, Dynamik (Lautstärke als Gestaltungsmittel),Artikulation https://de.wikipedia.org/wiki/Artikulation_(Musik) (da käme noch Agogik hinzu, dass Tempo zu variieren)

3.
er hat mir z.B. von Anfang an gesagt sich nicht auf die Fingernummern zu konzentrieren

Das ist leider in manchen Anfängerbüchern übertrieben, dass die Fingersätze für jeden Ton ausgeschrieben sind, obwohl die Finger zunächst 5 nebeneinanderliegende Töne spielen, wo dann vielleicht mal ein einzelner Ton herausfällt, der dann entsprechend markiert sein könnte. Dadurch kann es passieren, dass nach "Fingernummern" und nicht nach Noten gespielt wird....das heißt aber nicht, dass beim Erarbeiten eines Notentextes und abspielen nicht auch auf Fingersätze gleichzeitig geachtet wird, wie auf so viele andere Informationen auch.
 
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macko02
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Danke für die Antwort. Wie gesagt, ich denke echt nicht dass alles zu leicht ist, eher andersrum denke ich, dass jedes halbwegs vollwertige stück viel zu schwer für die nächsten 100 Jahre sein wird, wenn du verstehst was ich meine. Aber bis auf einige Stücke bei denen etwas Feinarbeit oder Gefühl möglich/notwendig ist, ist der Rest im Buch leider echt auf Kindergartenniveau. Das sage ich weiß Gott nicht aus Überheblichkeit oder ähnlichem. Aber drei stücke hintereinander verlangten fast das selbe von mir, sogar mit ähnlichem Klang. Das ist mMn einfach unklug gewählt. Meiner Meinung nach wäre der Ablauf: simple Übung - das neu gelernte zunächst in einem leichteren Stück umsetzen - das dann in einem schwereren Stück vertiefen realistisch, wenn man jemanden langsam an etwas heranführen will. Hier ist es eher: simple Übung - leichtes Stück - leichtes Stück was sich minimal bis gar nicht vom vorigen unterscheidet - selten folgt noch ein etwas schwereres Stück was aber auch nicht dieses "endlich klappt dieser Teil des Stückes" Gefühl auslöst.

Und ja ich hoffe dass das hier keinen Krieg der (Klavier)Welten auslöst, habe versucht mich extra zurückhaltend auszudrücken .:-D Aber es ist mir jetzt, wo ich gemerkt hab wie viel Spaß es mir macht, einfach wichtig dass ich nichts bereuen muss im Nachhinein. Daher jetzt lieber durchs Foren-Feuer kämpfen und dafür am Ende glücklich sein. :-) Es ist nämlich schon so dass der Heumann sogar meiner Laien-Meinung nach etwas zweifelhaft ist, aber die Wahl des Klavierlehrbuches macht ja nicht zu 100% den Klavierlehrer aus. Daher habe ich ja auch explizit alles was mir wichtig erschienen ist erwähnt. :) Wobei ich mir nur unsicher bin, ob es sich lohnt jetzt noch das Buch zu wechseln, oder einfach noch die Zähne zusammen zu beißen und dieses Buch zu beenden.

Danke nochmal für deine konstruktive Antwort!
 
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elli
Guest
Es ist nämlich schon so dass der Heumann sogar meiner Laien-Meinung nach etwas zweifelhaft ist, aber die Wahl des Klavierlehrbuches macht ja nicht zu 100% den Klavierlehrer aus.
Außerdem kann man dem Klavierlehrer ja auch sagen, dieses Buch gefällt mir nicht, ich möchte von Anfang an Originalliteratur spielen. Da ist übrigens die sogenannte russische Schule sehr angesagt die allerdings am Anfang ziemlich kindlich ausgelegt ist. Wenn der Lehrer nicht will, dann einen anderen suchen (aber er wird wollen - er hat ja vielleicht gedacht, er tut dir einen Gefallen....:lol: mit Heumann - obwohl er selbst ihn nicht mag...)
 
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macko02
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Außerdem kann man dem Klavierlehrer ja auch sagen, dieses Buch gefällt mir nicht, ich möchte von Anfang an Originalliteratur spielen. Da ist übrigens die sogenannte russische Schule sehr angesagt die allerdings am Anfang ziemlich kindlich ausgelegt ist. Wenn der Lehrer nicht will, dann einen anderen suchen (aber er wird wollen - er hat ja vielleicht gedacht, er tut dir einen Gefallen....:lol: mit Heumann - obwohl er selbst ihn nicht mag...)

Ja da hast du recht, bin nur beim Klavierunterricht immer etwas zu angespannt um kritische Themen anzusprechen. :-D Hänge wohl zu sehr an der Klavierlehrer = Schullehrer Denkweise, dabei bin ich ja freiwillig da. Plus habe halt schon über die Hälfte des Buches durch und das Ende ist der dem Anschein nach interessantere Part des Buches. Ein Teil von mir denkt sich, dass ich das auch eben noch durchziehen kann. Ist wohl der Angsthasen-Teil von mir. :cry2:

Finde es aber gut, im Klavierunterricht angespannt zu sein. Jede Stunde kommt mir vor als müsse ich seriös Vorspielen und das gibt mir den nötigen Druck zu üben, um nicht vor Scham zu versinken :zunge:

Ich werde das nächste Woche aber mal ansprechen, auch fragen, wie er sich das nach dem Heumann-Band vorstellt. Mit diesen Informationen hätte ich am Anfang als völlige Musikflasche noch nichts Anfangen können, aber mittlerweile sollte ich genug wissen um immerhin verstehen zu können wie seine Vorstellungen für die zukünftige Zusammenarbeit aussehen.
 
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Stephan
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Auch wenn die Heumann-Schule nicht der "Stein der Weisen" ist ( Beispiel: Burgmüllers Arabesque wird ohne gediegeneres Geläufigkeitstraining vorab behandelt, etc.), so ist sie für jugendliche und erwachsene Einsteiger durch sehr viele Erklärungen aus der allgemeinen Musiklehre eine nicht schlechte Option für den Unterricht. Selbstverständlich ist sie kein autodidaktisches Werk, und der Lehrer muss immer wieder externe Didaktik dazu einbringen. Als Fundament ist diese Schule aus all meinen Erfahrungen als KL aber nicht schlecht.
Das Heumann sehr gruselige Bände veröffentlicht hat mit schändlich reduzierten Sätzen, steht dabei auf einem anderen Blatt. In seiner Schule jedoch helfen bekannte Melodien, methodisch gut überlegt, den Schülern zum rechten Verständnis. Zu empfehlen von Heumann ist m.E. durchaus auch seine "Barmusik".
 
Klavirus
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@macko02: Stelle Dir unter "Klavier lernen" eine sehr, sehr lange Treppe vor und Du hast gerade begonnen, den Fuß anzuheben, um auf die erste Stufe zu kommen.
 
Destenay
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Hallöchen,

Ich habe vor 6 Wochen mit dem Klavierspielen angefangen und das auch direkt mit einem Lehrer.
Damals habe ich unter der rückblickend vielleicht etwas unklugen Annahme "als Anfänger ist der Lehrer relativ egal" ein paar aus dem Internet ausgewählt und dann nach einem Besprechungstreffen für den entschieden mit dem ich mich am wohlsten gefühlt habe.

Da ich aber als Anfänger auch nach 6 Wochen schlecht die Qualität meines Lehrers beurteilen kann, wollte ich mal meine Erlebnisse schildern und euch fragen, wie ihr das so seht. Eigentlich wollte ich relativ "casual" Klavier spielen, aber mit jeder Minute habe ich mehr und mehr Spaß und habe in letzter Zeit 3 Stunden täglich geübt, was mMn schon über ein wenig "rumklimpern" hinaus geht. Höre jetzt außerdem auch viel Klassik. Klassische Musik hat die Macht über mein Leben ergriffen. :cry2:

Aber genau deswegen habe ich mich jetzt in diesem Forum umgesehen und möchte auf jeden Fall Fehler vermeiden die sich dann langfristig negativ auswirken. Dann lege ich einfach mal los mit meinen Gedanken:

Wieso ich überhaupt erst Zweifel bekommen habe ist, weil mein Klavierlehrer mir für den Anfang Heumanns ersten Band empfohlen hat. Darüber habe ich hier im Forum jetzt einige Kritikpunkte gelesen. Er hat es damit begründet, dass es darin viele Stücke gibt, man also "relativ" langfristig etwas davon hat und mit dem WTK Präludium ein schönes "Ziel" hat, auf das man quasi hinarbeitet. Interessanterweise habe ich auf Grund der Leichtigkeit der Stücke (bis jetzt jedenfalls) schon über die Hälfte des Buches abgearbeitet, also so viel dazu. So, das negative zum Anfang und jetzt kommen meine anderen Eindrücke.

Wir gehen nicht blind einfach alles im Buch durch, er hat mir z.B. von Anfang an gesagt sich nicht auf die Fingernummern zu konzentrieren und er legt viel Wert darauf dass ich die Betonungen(hoffe das ist das richtige Vokabular, meine damit dass man im 3/4 Takt die erste Note betont etc.) im Takt richtig setze und das Tempo einhalte und halte. Dass eine Viertelnote "gehend" nicht genauso schnell ist wie eine Viertelnote im Presto. Das wird viel zu wenig im Buch erklärt oder vertieft, er geht aber (mMn) gut darauf ein.
Außerdem hat er auch auf meine Fingerhaltung geachtet. Pädagogisch gesehen rät er mir dazu zunächst kleine Teile des Stückes mit jeweils der einen Hand zu Üben und dann beides zusammenzuführen und mich so Schritt für Schritt durch das Stück zu arbeiten.

Wir haben aber in diesen 6 Wochen noch nichts gemacht, das nicht im Buch steht. Habe mir eigentlich gedacht, dass ich mir erst "Basiswissen" aneignen soll, bevor wir ein größeres "Projekt" starten, aber anscheinend ist das ja bei anderen oft so gewesen, dass sie früh in etwas relativ "aufregendes" reinstarten.

Ich weiß nicht was alles wichtig zu erwähnen ist, also könnt ihr mir auch ruhig spezifische Fragen zum Unterrichtsverlauf stellen und ich antworte dann. :-)

Was würdet ihr sagen, habe ich mich zu sehr festgefahren auf dem Heumann und deswegen mache ich mir zu viele Sorgen, oder sollte ich mir echte Sorgen machen? Tut mir leid falls das hier ein etwas zu "amateurhafter" Post ist, aber bin nunmal Anfänger in Sachen "seriöser" Musik bei der es um mehr als nur Geräusche aufsaugen geht.:-D Muss Stolz dazu sagen dass ich die wirklich relativ langweiligen Stücke, von denen manche klingen als würde man einfach nur hintergründig die leise Begleitung für jemand anderes spielen brav stundenlang pauke, in Vorfreude darauf was in Jahren hoffentlich auf mich zukommt. An Faulheit meinerseits sollte es also nicht scheitern, was jedoch auch ein Problem ist was ich bei dem Lehrbuch selber realisiert habe. Wenn ich mich einen Abend 3 Stunden an mein Digitalpiano setze gibt es bis jetzt kein Stück, das in der Zeit nicht in halbwegs hörbare Fassungen zu bringen ist. Es ist schon schade, dass ich nichts habe über das ich mir in schlaflosen Selbstreflektionsnächten den Kopf zerbrechen kann. :-DRede da auch nicht wirklich von etwas superschwerem weil ich nach 6 Wochen denke ich wäre der Klaviergott, aber an einem Abend ist schon etwas zu leicht finde ich. Hoffe daher auf Hilfe von Leuten die mehr Ahnung haben als ich. :) Habe auch vor ihn in der nächsten Klavierstunde mal unauffällig nach seinen Qualifikationen zu fragen, so etwas ist ja immer gut zu haben.

Danke im Voraus und auf gute zukünftige Zusammenarbeit :coolguy:
mal ganz ehrlich, es ist doch unfair gegenüber deinem Klavierlehrer nach 6 Wochen in einem Forum so eine Frage zustellen. Wie würdest Du reagieren, wenn dein Klavierlehrer hier die Frage stellen würde "habe ich einen guten Schüler". Wenn Du hier eine Antwort zu dieser Frage bekommst die eher negativ ausfällt wirst Du verunsichert zum Nachteil deines Lehrers und schadest ihm womöglich durch negative Mundreklame.
Nach 6 Wochen kann man noch nicht viel sagen, der Klavierlehrer wird allerdings sehr schnell erkennen ob Du Talent hast oder nicht. Es liegt an Dir vorwärts zu kommen, später kannst Du Ansprüche stellen.
 
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macko02
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@macko02: Stelle Dir unter "Klavier lernen" eine sehr, sehr lange Treppe vor und Du hast gerade begonnen, den Fuß anzuheben, um auf die erste Stufe zu kommen.

Genau so habe ich mir das eigentlich auch vorgestellt und mir deswegen nichts dabei gedacht, von so klein an anzufangen. Bis ich hier im Forum auf eine Mehrzahl von Beiträgen gestoßen bin, welche meinten, sie wurden am Anfang direkt "ins kalte Wasser geworfen" um direkt gewohnt zu sein, dass die Hände nicht wie bei Heumann in den ersten Kapiteln etwas "festgewurzelt" sind. (Thema C-Lage G-Lage etc.) Aus diesen Lagen bin ich nun auch raus im Buch, es hörte sich nur etwas so an als könnte man aus der Verwendung dieses Lehrbuches bleibende Schäden in Form von schlechten Angewohnheiten erhalten, deswegen hab ich Angst bekommen.

Danke für eure Antworten. :)
 
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macko02
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mal ganz ehrlich, es ist doch unfair gegenüber deinem Klavierlehrer nach 6 Wochen in einem Forum so eine Frage zustellen. Wie würdest Du reagieren, wenn dein Klavierlehrer hier die Frage stellen würde "habe ich einen guten Schüler". Wenn Du hier eine Antwort zu dieser Frage bekommst die eher negativ ausfällt wirst Du verunsichert zum Nachteil deines Lehrers und schadest ihm womöglich durch negative Mundreklame.
Nach 6 Wochen kann man noch nicht viel sagen, der Klavierlehrer wird allerdings sehr schnell erkennen ob Du Talent hast oder nicht. Es liegt an Dir vorwärts zu kommen, später kannst Du Ansprüche stellen.

Naja du unterschätzt da, was ich hier im Forum gelesen habe. Da wurde gesagt dass man wegen der Verwendung dieses Buches zu Beginn seiner Klavierspielzeit, lange gebraucht habe um Fehler auszumerzen die das Buch einem eintrichtert. Das hört sich für mich als Anfänger wenn man das so liest schon nach Alarmstufe rot an. Man fragt sich ja genauso auf der Lehrersuche, ob es sich um einen guten Lehrer handelt. Nur weil man diesen dann ausgewählt hat, muss man nun nicht Anfangen diesen zu verehren ohne zu hinterfragen. Wollte einfach nur sichergehen, dass alles so in Ordnung ist. Habe ja nicht gesagt, dass ich glaube er sei ein schlechter Lehrer. Habe extra erwähnt, ich würde mich freuen wenn sich hier die Experten eine Meinung bilden aus den mMn ziemlich objektiv vorgetragenen Erfahrungen aus den bisherigen Unterrichtsstunden. Falls es grobe Fehler gegeben hätte, müsste ich es so im Nachhinein nicht bereuen einfach mit den Fehlern weitergemacht zu haben. Ich selber habe keine Aussage getroffen ob es nun ein schlechter Lehrer sei oder nicht.
 
Destenay
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Naja du unterschätzt da, was ich hier im Forum gelesen habe. Da wurde gesagt dass man wegen der Verwendung dieses Buches zu Beginn seiner Klavierspielzeit, lange gebraucht habe um Fehler auszumerzen die das Buch einem eintrichtert. Das hört sich für mich als Anfänger wenn man das so liest schon nach Alarmstufe rot an. Man fragt sich ja genauso auf der Lehrersuche, ob es sich um einen guten Lehrer handelt. Nur weil man diesen dann ausgewählt hat, muss man nun nicht Anfangen diesen zu verehren ohne zu hinterfragen. Wollte einfach nur sichergehen, dass alles so in Ordnung ist. Habe ja nicht gesagt, dass ich glaube er sei ein schlechter Lehrer. Habe extra erwähnt, ich würde mich freuen wenn sich hier die Experten eine Meinung bilden aus den mMn ziemlich objektiv vorgetragenen Erfahrungen aus den bisherigen Unterrichtsstunden. Falls es grobe Fehler gegeben hätte, müsste ich es so im Nachhinein nicht bereuen einfach mit den Fehlern weitergemacht zu haben. Ich selber habe keine Aussage getroffen ob es nun ein schlechter Lehrer sei oder nicht.
so wie ich es wahrnehme, scheint dein Klavierlehrer kein Unmensch zu sein, das Problem liegt bei dir, sprich mit ihm darüber.
 

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macko02
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so wie ich es wahrnehme, scheint dein Klavierlehrer kein Unmensch zu sein, das Problem liegt bei dir, sprich mit ihm darüber.

Ja, da hast du recht. Müsste mir mal in den Hintern treten und ihn da direkt drüber Fragen.
Dachte mir nur bilde mir erstmal im Forum ne Meinung damit ich schon mal etwas informiert bin.
Wie gesagt eigentlich mag ich meinen Klavierlehrer auch, habe wohl aber wegen des Heumanns etwas Panik bekommen und wollte dann lieber doppelt überprüfen. Die etwas langweiligen Teile des Buches sind auch nicht mein Hauptproblem, selbst der langweilige Teil macht mehr Spaß als viele andere Dinge im Leben. :) Hatte einfach nur Angst wegen der "bleibenden Schäden".

Danke für deine schnellen Antworten. :-)
 
Nora
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Dass dich dein Klavierlehrer sechs Wochen nur Stücke aus dem Heumann spielen lässt, finde ich schon ungewöhnlich. Die Stücke sind halt super langweilig arrangiert. Der Klavierlehrer hat auch die Aufgabe, Deinen Geschmack auszubilden, finde ich. Und dafür ist der Heumann nicht hilfreich.

Als ich anfing, hat meine damalige Klavierlehrerin individuell Stücke zusammengestellt. Und mich auch ein bisschen "improvisieren" lassen, auf Tastenabschnitten, die sie vorher festgelegt hat. Auf einem bestimmten Abschnitt der schwarzen Tasten zum Beispiel hört sich alles was du spielst wie ein chinesisches Lied an. :-D


Aber bis auf einige Stücke bei denen etwas Feinarbeit oder Gefühl möglich/notwendig ist, ist der Rest im Buch leider echt auf Kindergartenniveau.

Du könntest die leichten Stücke, die du zur Zeit spielst, nutzen, um sie möglichst musikalisch zu spielen.
Dazu könntest du üben
- sie auswendig zu spielen
- auf die Spielbewegung zu achten (Entspannung nach jedem Anschlagsimpuls, sauber ablösen: Töne nicht ineinander schmieren, Hangelenk locker und geschmeidig, Ellenbogen, Unteram, Oberarm, Schulter locker hängenlassen)
- Übeabschnitte abwechselnd forte und piano spielen
- abwechselnd legato und staccato spielen
- abwechselnd langsam, schnell (doppeltes Tempo) spielen
- blind spielen.

Diese Abwechslung beim Üben fördert eine musikalische Spielweise. Es fällt bald leichter im Stück laut und leise zu differenzieren, sich zu einem Höhepunkt zu steigern zum Beispiel.

Du hörst dich auf jeden Fall sehr motiviert an. Viel Spaß weiterhin!
 
rolf
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Naja du unterschätzt da, was ich hier im Forum gelesen habe. Da wurde gesagt dass man wegen der Verwendung dieses Buches zu Beginn seiner Klavierspielzeit, lange gebraucht habe um Fehler auszumerzen die das Buch einem eintrichtert. Das hört sich für mich als Anfänger wenn man das so liest schon nach Alarmstufe rot an.
Naja du überschätzt die Gefahren, die von Büchern ausgehen: spätestens wenn niemand ein schädliches Buch liest und keiner sich daran hält, was da drin steht, ist es harmlos geworden ;-)

Zudem hast du Unterricht und wie du es beschreibst, passt dein Lehrer darauf auf, dass du dir nichts ungünstiges aneignest - da brauchst du nach gerade mal 6 Wochen noch keine Alarmstufe rot Knöpfe drücken. Wenn dir das zum lernen verwendete Material nicht gefällt, kannst du mit deinem Lehrer darüber reden, der findet gewiss alternativen.

...freilich, wenn einer ohne Anleitung dies oder das aus irgendeiner Notensammlung aufschnappt, missversteht und dann doktrinär darauf herumreitet (diverses Getue mit 5 Finger Lagen), dann sieht die pianistische Zukunft nicht eben rosig aus - aber das trifft ja nicht auf dich zu.
 
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macko02
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Dass dich dein Klavierlehrer sechs Wochen nur Stücke aus dem Heumann spielen lässt, finde ich schon ungewöhnlich. Die Stücke sind halt super langweilig arrangiert. Der Klavierlehrer hat auch die Aufgabe, Deinen Geschmack auszubilden, finde ich. Und dafür ist der Heumann nicht hilfreich.

Als ich anfing, hat meine damalige Klavierlehrerin individuell Stücke zusammengestellt. Und mich auch ein bisschen "improvisieren" lassen, auf Tastenabschnitten, die sie vorher festgelegt hat. Auf einem bestimmten Abschnitt der schwarzen Tasten zum Beispiel hört sich alles was du spielst wie ein chinesisches Lied an. :-D




Du könntest die leichten Stücke, die du zur Zeit spielst, nutzen, um sie möglichst musikalisch zu spielen.
Dazu könntest du üben
- sie auswendig zu spielen
- auf die Spielbewegung zu achten (Entspannung nach jedem Anschlagsimpuls, sauber ablösen: Töne nicht ineinander schmieren, Hangelenk locker und geschmeidig, Ellenbogen, Unteram, Oberarm, Schulter locker hängenlassen)
- Übeabschnitte abwechselnd forte und piano spielen
- abwechselnd legato und staccato spielen
- abwechselnd langsam, schnell (doppeltes Tempo) spielen
- blind spielen.

Diese Abwechslung beim Üben fördert eine musikalische Spielweise. Es fällt bald leichter im Stück laut und leise zu differenzieren, sich zu einem Höhepunkt zu steigern zum Beispiel.

Du hörst dich auf jeden Fall sehr motiviert an. Viel Spaß weiterhin!

Danke für deine sehr ausführliche Antwort! :-)

Werde deine Tipps sicher anwenden! Wobei ich bei Arm-/Schulterhaltung ja erstmal nachfragen werde nächstes Mal, wie das richtig gemacht werden sollte, bevor ich hier meiner Fantasie entsprechend vor dem Klavier rumhampel :-D

Wenn mir eines nicht fehlt, dann ist es Motivation. :coolguy:

Naja du überschätzt die Gefahren, die von Büchern ausgehen: spätestens wenn niemand ein schädliches Buch liest und keiner sich daran hält, was da drin steht, ist es harmlos geworden ;-)

Zudem hast du Unterricht und wie du es beschreibst, passt dein Lehrer darauf auf, dass du dir nichts ungünstiges aneignest - da brauchst du nach gerade mal 6 Wochen noch keine Alarmstufe rot Knöpfe drücken. Wenn dir das zum lernen verwendete Material nicht gefällt, kannst du mit deinem Lehrer darüber reden, der findet gewiss alternativen.

...freilich, wenn einer ohne Anleitung dies oder das aus irgendeiner Notensammlung aufschnappt, missversteht und dann doktrinär darauf herumreitet (diverses Getue mit 5 Finger Lagen), dann sieht die pianistische Zukunft nicht eben rosig aus - aber das trifft ja nicht auf dich zu.


Das stimmt. Ach gefallen oder nicht gefallen ist wie gesagt das geringere Problem. Bevor ich angefangen hab zu spielen dachte ich die ersten Monate werden extrem qualvoll, da bin ich mehr als positiv überrascht. Wenn ich mit diesem Heumann durch bin, werd ich zwar wohl keinen neuen Heumann mehr kaufen, aber mein Hauptproblem war eher ob das Buch so schlimm ist, dass ich es direkt abbrechen sollte oder ob ich diesen "Band 1" noch bis zum Ende fortführen soll. Scheint ja als wäre es nicht so dramatisch wie ich zunächst dachte. Habe überlegt ihn zu fragen ob wir parallel zum Lehrbuch ein langzeit-Ziel in Form eines längeren Stückes einführen könnten von dem wir im Unterricht immer kleine Teile besprechen und ich das dann versuche zuhause musikalisch zu perfektionieren. Macht man so etwas auch gerne mal parallel? Oder ist es falsch sich dann nicht vollständig auf das Stück zu konzentrieren? Übe wie gesagt ziemlich viel, Zeit ist mein geringstes Problem.
 
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elli
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Habe überlegt ihn zu fragen ob wir parallel zum Lehrbuch ein langzeit-Ziel in Form eines längeren Stückes einführen könnten von dem wir im Unterricht immer kleine Teile besprechen und ich das dann versuche zuhause musikalisch zu perfektionieren.
Nö, find ich noch zu früh - du vergraulst dir dann dieses Werk.

Ich könnt mir aber vorstellen, man könnte z.B. mit dem Mikrokosmos vor Bartok und einer passenden Etüdensammlung deinen Übeeifer befriedigen.

Als ich mal ein bisschen nach Etüdensammlungen geguckt habe, fiel mir ausgerechnet eine Heumann - Sammlung auf, er hat (leichte) Etüden verschiedener Autoren gesammelt, und wird wohl kaum da was verhunzt haben, hat aber gleichzeitig wirklich viele Berühmtheiten in einem Band versammelt - die jeweils selbst auch ganze Sammlungen geschrieben haben - zum Einstieg ist so ein Kompositum vielleicht nicht schlecht.
 
M
macko02
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Nö, find ich noch zu früh - du vergraulst dir dann dieses Werk.

Ich könnt mir aber vorstellen, man könnte z.B. mit dem Mikrokosmos vor Bartok und einer passenden Etüdensammlung deinen Übeeifer befriedigen.

Als ich mal ein bisschen nach Etüdensammlungen geguckt habe, fiel mir ausgerechnet eine Heumann - Sammlung auf, er hat (leichte) Etüden verschiedener Autoren gesammelt, und wird wohl kaum da was verhunzt haben, hat aber gleichzeitig wirklich viele Berühmtheiten in einem Band versammelt - die jeweils selbst auch ganze Sammlungen geschrieben haben - zum Einstieg ist so ein Kompositum vielleicht nicht schlecht.

Super danke. :) So etwas hab ich gesucht, wollte nicht unbedingt schon zu früh ein kompliziertes Stück beginnen, aber etwas, das wenigstens über die Spiellänge von 20-30 Sekunden hinaus geht. Das sollte man ja auch üben, etwas längere Stücke (egal welcher Schwierigkeit) zu spielen, da es für mich als Anfänger z.B. schwer ist sich für längere Strecken darauf zu konzentrieren im Takt zu bleiben, wenn das Stück nicht super einfach ist. Das Takt "zählen" ist nun mal für mich gar nicht so einfach, wenn ich nebenbei noch mit meinen Händen (für mein Niveau) halbwegs anspruchsvolle Dinge auf längere Strecken spielen muss.

alles darin durchnudeln wäre vertane Zeit - dein Lehrer soll bestenfalls sinnvoll paar Sachen daraus auswählen, ansonsten eine individuell auf deinen Leistungsstand zugeschnittene Auswahl von Originalstücken und nützlichen Übungen verwenden.


Alles klar. Werde ich versuchen ihm so mitzuteilen. Finde z.B. auch dass "learning by doing" in einem melodisch klingenden Stück viel mehr bringt, da ich mich in den stumpfen Übungen irgendwie nicht dazu durchringen kann 100% zu geben und das dann bei mir nicht hängen bleibt. Manchmal brauche ich für etwas Einfaches länger, einfach weil mein Gehirn streikt wenn das Stück nicht gut klingt :-D. Allgemein ist bei mir glaube ich einfach das Problem, dass ich mich nicht getraut habe Feedback zu geben.

Finde es hat sich gelohnt, das hier mal auszudiskutieren. Jetzt weiß ich auch, dass ich ihm da nicht totalen Blödsinn vorschlage und dann ist das ganze auch nur halb so wild. Wollte nicht so rüberkommen gegenüber dem Klavierlehrer, dass ich quasi diesen "Kinderkram" hinkriege und dann denke ich wärs und deswegen keine Lust mehr auf das jetzige Programm habe oder sonstiges.. mir fehlt bei dem jetzigen Programm einfach etwas das Gefühl etwas geschafft zu haben, auch wenn ich weiterkomme. Er meinte auch man sieht mir an, dass es mir Spaß macht und ich würde gute Fortschritte machen, also denke ich auch nicht dass er mit mir unzufrieden ist. Von daher wird da bestimmt ein Mittelweg auszuhandeln sein. :)
 
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K
koelnklavier
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Bei dem Elan, den Du aufbringst, würde ich mich als Klavierlehrer gar nicht lange mit Heumann aufhalten, sondern in die "Russische Klavierschule" einsteigen (ab Nr. 50). Von Kabalewski gibt es eine schöne Sammlung leichter Stücke (bei Boosey & Hawkes erschienen). Selbstredend Schumanns "Album für die Jugend", Burgmüller-Etüden op. 100, es gibt auch von dem vielgeschmähten Czerny etliche gelungene Etüden (z.B. op. 139) Bartóks "Mikrokosmos" wurde schon genannt, es gibt von ihm noch eine (wie ich finde musikalisch ansprechendere) kleine Sammlung "Die erste Zeit am Klavier (Schott-Verlag). Die Jugendwerke von Mozart (vorwiegend die Tänze), Clementi-Sonatinen op. 36, Türk, Gurlitt. Einen Blick wert sind auch Sammlungen wie das Tastenkrokodil (Breitkopf & Härtel) ... - Das Leben ist so kurz! Warum also seine Zeit mit Drittklassigem vertun, wenn man auch Erstklassiges haben kann?
 
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macko02
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Bei dem Elan, den Du aufbringst, würde ich mich als Klavierlehrer gar nicht lange mit Heumann aufhalten, sondern in die "Russische Klavierschule" einsteigen (ab Nr. 50). Von Kabalewski gibt es eine schöne Sammlung leichter Stücke (bei Boosey & Hawkes erschienen). Selbstredend Schumanns "Album für die Jugend", Burgmüller-Etüden op. 100, es gibt auch von dem vielgeschmähten Czerny etliche gelungene Etüden (z.B. op. 139) Bartóks "Mikrokosmos" wurde schon genannt, es gibt von ihm noch eine (wie ich finde musikalisch ansprechendere) kleine Sammlung "Die erste Zeit am Klavier (Schott-Verlag). Die Jugendwerke von Mozart (vorwiegend die Tänze), Clementi-Sonatinen op. 36, Türk, Gurlitt. Einen Blick wert sind auch Sammlungen wie das Tastenkrokodil (Breitkopf & Härtel) ... - Das Leben ist so kurz! Warum also seine Zeit mit Drittklassigem vertun, wenn man auch Erstklassiges haben kann?

Habe von der russischen Klavierschule auch an anderer Stelle schon gelesen. Werde die wohl als erste Option vorschlagen. Danke für die vielen Tipps! Da hab ich jetzt erstmal einiges zum durchgucken da. :-) Werde mich dann nach Absprache mit dem KL für was schönes entscheiden!
 
 

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