gestauchte Saitenumwicklung?

H

Hoagy

Dabei seit
Nov. 2013
Beiträge
42
Reaktionen
11
Frage an die Klavierbauer:
Ist es üblich, die Umwicklung von Bass-Saiten zu stauchen, wie auf dem Foto?
Oder könnte das Gekräusel mit dem Klingeln zu tun haben?
Hintergrund: Ein anhaltendes Klingeln beim tiefen d#, ausgehend von den beiden Saiten, die mit dem Papierschnipsel markiert sind. Die rechte Saite klingelt mehr als die Linke. Der Nachbarton zur Rechten auch etwas.
Es handelt sich um ein fast noch neues C. Bechstein 118. Das Klingeln ist schon seit > als 6 Monaten vorhanden.
 

Anhänge

Henry

Henry

ehemals Alb/Styx
Dabei seit
Jan. 2016
Beiträge
9.868
Reaktionen
6.521
Nein, diese sogenannte Kräuselung ist in der Baßsaitenspinnerei durchaus üblich bei einigen Instrumenten. Papier zwischen den Saiten führt allerdings immer zu komischen Nebengeräuschen - vielleicht nimmst Du es einfach mal raus?
LG
Alb
 
Drahtkommode

Drahtkommode

Dabei seit
Jan. 2011
Beiträge
2.072
Reaktionen
2.011
Nein, diese sogenannte Kräuselung ist in der Baßsaitenspinnerei durchaus üblich bei einigen Instrumenten. Papier zwischen den Saiten führt allerdings immer zu komischen Nebengeräuschen - vielleicht nimmst Du es einfach mal raus?
Er hat doch nur die Saite damit markiert - was diese Kräuselung soll, hab ich mich auch schon gefragt?!
 
Henry

Henry

ehemals Alb/Styx
Dabei seit
Jan. 2016
Beiträge
9.868
Reaktionen
6.521
was diese Kräuselung soll, hab ich mich auch schon gefragt?!
Es ist eine Technik in der Saitenspinnerei, hier geht eine sehr abstansreiche Kupferumwicklung zum eigendlichen Drehort, wo das Kupfergespenst dann ein kleines Stück über dem unteren abstandsreicheren Kuppferdraht rübergesponnen wird.
Macht diese Saite Geräusche, so muß es nicht zwangsläufig an der Saite liegen - das kann nur ein Klavierbauer vor Ort beurteilen.
LG
Alb
 
Drahtkommode

Drahtkommode

Dabei seit
Jan. 2011
Beiträge
2.072
Reaktionen
2.011
Tut mir Leid, Alberich, ich versteh nur Hollywood! :lol:
 
H

Hoagy

Dabei seit
Nov. 2013
Beiträge
42
Reaktionen
11
Dazu habe ich nochmal eine Rückfrage. Die Hälfte der umwickelten Bass-Saiten (zur linken Seite hin) enden glatt, ohne Kräuselung. Hat das mit der Dicke des Umwickelungsdrahtes zu tun?
 
J

jensen1

Dabei seit
Apr. 2009
Beiträge
603
Reaktionen
450
Dazu habe ich nochmal eine Rückfrage. Die Hälfte der umwickelten Bass-Saiten (zur linken Seite hin) enden glatt, ohne Kräuselung. Hat das mit der Dicke des Umwickelungsdrahtes zu tun?
Schau dir dein Bild nochmal genau an. Bis auf drei Saiten direkt neben den "gekräuselten" ist der einchorige Bezug doppelt umsponnen. Die restlichen drei Saiten haben sehr dicken Draht aufgesponnen, das hält normalerweise viele Jahrzehnte, bis es mal anfangen kann zu rasseln.

Klingelgeräusche entstehen eher an der oberen Begrenzung der Saite, aber auch, wenn der Hammerkopf nicht gut auf die Saite gefeilt ist und weiterhin wäre es eine gute Idee, die Saiten mal auf den Steg zu klopfen.
 
H

Hoagy

Dabei seit
Nov. 2013
Beiträge
42
Reaktionen
11
Vielen Dank für die Hinweise. Der Hammerkopf wurde schon einmal nachbearbeitet. Es klingelt allerdings genauso, wenn man die Saite von Hand anzupft. Was bedeutet "die Saiten auf den Steg klopfen"?
 

Drahtkommode

Drahtkommode

Dabei seit
Jan. 2011
Beiträge
2.072
Reaktionen
2.011
Es klingelt allerdings genauso, wenn man die Saite von Hand anzupft. Was bedeutet "die Saiten auf den Steg klopfen"?
Dann ist es also doch die Saite. Es geht darum, dass sich Saiten manchmal etwas vom Steg "abheben". Du kannst auch ein Hölzchen nehmen und die Seite mit einem Hammer etwas Richtung Steg klopfen, nur halt nicht direkt mit dem Hammer... ;-)
Muss dann aber eventuell nachgestimmt werden.
 
H

Hoagy

Dabei seit
Nov. 2013
Beiträge
42
Reaktionen
11
Das kann ich nicht sagen, bin Klaviertechnik-Laie. Die Saiten liegen jedenfalls gut und bündig auf dem Steg auf, das kann ich sehen. Mit einer hier empf. App sehe ich gerade, daß die Stimmung auf 439 Hz abgesackt ist, von 443 Hz Ausgansstimmung. Der betroffene Ton weicht zusätzlich leicht nach unten ab.
Ich habe hier schon Massen an Beiträgen über Stimmlagenhöhe und Nebengeräusche gefunden.
Herausgelesen habe ich, daß auf die vom Hersteller intonierte Höhe (natürlich nicht Höhe durch sondern Höhe bei Intonierung) gestimmt werden soll, und das scheint bei Bechstein wohl 443 oder 444 Hz zu sein. Vorherrschende Meinung war, daß die Stimmhöhe Nebengeräusche kaum beeinflußt, hätte ich anders vermutet.
Es kam ja der Hinweis, daß die obere Saitenhalterung eher für das Klingeln verantwortlich ist. Was macht man denn dort, in diesem Falle?
 
Henry

Henry

ehemals Alb/Styx
Dabei seit
Jan. 2016
Beiträge
9.868
Reaktionen
6.521
Wenn das Instrument ohnehin auf 439 Hz abgestürzt ist, brauchst eh wieder n Klavierstimmer - der kümmert sich (normalerweise) auch um das Problem.
LG
Alb
 
H

Hoagy

Dabei seit
Nov. 2013
Beiträge
42
Reaktionen
11
Richtig. Nur: Beim letztenmal hatte sich der Stimmer bereits um das Klingeln gekümmert und nachintoniert, hat aber fast nichts gebracht. Ich wollte jetzt im Vorfeld das Problem möglichst etwas eingrenzen, um besser mit ihm diskutieren zu können (Das hat sich bei Autowerkstätten bereits mehrfach bestens bewährt)
 
 

Top Bottom