geeigneter Sitzplatz

  • Ersteller des Themas abschweb
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abschweb

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Ich habe jetzt seit Jahrzehnten auf einem unverstellbaren kleinflächigen Hocker gespielt, der zufällig die richtige Höhe hat. Jetzt, wo ich dank Ligeti auch oft extreme Lagen bespiele, habe ich festgestellt, dass das ganz schön schmerzhaft ist, wenn man die Sitzposition nicht seitlich verändern kann. Was haltet ihr von einer Klavierbank? Sollte ich mir sowas anschaffen? Positive / negative Erfahrungen?

Grüße
Manfred
 
fisherman

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Mich wundert, wie es so lange ohne ging ;-) Naja, Gould hats ja vorgemacht. Wenn Du extreme Lagen spielst, würde ich sogar über eine Doppelbank, möglichst glatt (Leder) nachdenken. Nicht schön, aber schön stabil: Andexinger Piano Bench Lift-o-matic Gibts auch mit Schrägstellmechanik und versch. Bezügen sowie in unterschiedl. Breiten.

Vom Sitzkomfort her halte ich die dicken, abgesteppten, die man oft in Konzerten sieht, für das Nonplusultra. Habe so ein Teil in der "Billig"version von T. (250,-) und bin sehr zufrieden.
 
LMG

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Hi abschweb / fisherman,

hab auch jahrelang auf nem Stubenstuhl gesessen, war auch correct in der Höhe, aber als ich mir ein neues Klavier gekauft hatte ( vor mehr als einem Jahrzehnt ), hab ich eine Klaviersitzgelegenheit ( also "Bank" würd ich nicht direkt sagen, passe ja nur ich drauf, nicht eine zweite Person ) mitgekauft, kostete immerhin ein Fünfundzwanzigstel des Klaviers ( nämlich 200 Mark ) *gg*, -

bereut hab ich es nicht - man kann gut drauf sitzen, UND es hat rechts und links die Drehgriffe zum Höhe verstellen, und zwar auch dahingehend, dass man, wenn man es unbedingt muss, auch mal EINE Seite höherstellen kann ( in gewissem Rahmen), so dass es von rechts nach links ( oder links nach rechts ) eine Schräge ergibt.

Brauchte ich aber bisher nicht. Hab das Ding EIN Mal genau eingestellt - und seither nix mehr dran gedreht.

Also zumindest höhenverstellbar sollte so ein Ding schon sein. Und, dass man auch relativ angenehm drauf sitzen kann ( also zumindest hinreichend gepolstert ). Eine mega-Profilösung ist das natürlich nicht, und es gibt da bestimmt, wie von fisherman z.B. angesagt, viel bessere bzw. Luxus-Möglichkeiten.

LG, Olli !
 
abschweb

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Hi LMG,

... also "Bank" würd ich nicht direkt sagen, passe ja nur ich drauf, nicht eine zweite Person
den Ausdruck "Bank" habe ich aus dem Internet, als ich dort nach Klaviersitzen gesucht habe und mir die Modelle bei professionellen Versendern angesehen habe.
Da versteht man unter "Hocker" das verstellbare runde Teil und unter "Bank" das verstellbare rechteckige.

Grüße
Manfred
 
kreisleriana

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Da hätt ich mal eine Frage: (bzgl Hocker: ab zum Sperrmüll)

bisher hatte ich nur billig-Klavierbänke made in Taiwan/China oder so, wirklich bequem sind die aber nicht, außerdem wird's ums Sitzfleisch herum nach ein paar Stunden dann schon recht warm, was ich doch als recht unangenehm empfinde, mit der Badehose üben ist ja auch etwas eigen....

Zahlt sich die Anschaffung einer teuren Burghard Bank aus? Capitone 105 oder R 700 kosten immerhin fast 600€ ( war mir bisher zuviel Geld für so was) ?
 
fisherman

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Gegenfrage: Wieviel Zeit verbringst Du auf der Bank? Und was hast Du für andere Sitzgelegenheiten bezahlt, auf denen Du weniger zeit verbringst? ;-) (Die Frage stelle ich immer beim Matratzenkauf ...)

Ich habe die zwei hier: Burghardt B 500 H Black Polished
Thomann KB-85BP

Und ich setzt mich lieber auf die Klavierbänke als auf die sonstigen (teureren) Sitzgelegenheiten in den jeweiligen Räumen. Bereits die "günstigere" Chinabank ist vom Sitzkomfort her richtig klasse - ich vermute aber deutlich geringere Haltbarkeit gegenüber den teureren Exemplaren, die wirklich zum Vererben gebaut sind. Die teurere B500*** ist wirklich jeden Cent wert und wer viel Zeit vor den Tasten verbringt, ist damit bestens bedient. Das dicke Polster ist sehr straff und daher brauchst Du Dir keine Sorgen um einen heißen Hintern zu machen...
Gleichzeit verhindern die dicken Polster aber Blutstau o.ä. an den Sitzkanten, was ich bei den Bänken mit ungepolstertem Rand schon bemerke.

*** ich hab nicht exakt dieses Teil, sondern eine baugleiche Individualanfertigung, die mir S&S geschenkt hat (Begründung in meinem Klavierkauffaden).
 
abschweb

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Heute früh bin ich die knapp 40 km nach Kaufbeuren gefahren um mir im Klaviergeschäft was anzusehen.
Die bisher von euch erwähnten Klavierbänke 200+ sind zwar schön, aber mir eigentlich zu teuer.
Erstanden habe ich nun eine "Keyboardbank" von König & Meyer für 60 Euro.
Die lässt sich zwar nicht so fein verstellen wie die edleren Bänke (sie hat einen X-Fuß mit Arretierungsbolzen), aber sie erfüllt denke ich genau den richtigen Zweck.
Das ist ein ganz anderes Spielgefühl. Ich bin begeistert!

Danke für euren Zuspruch!

Liebe Grüße
Manfred
 
pille

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Da hätt ich mal eine Frage: (bzgl Hocker: ab zum Sperrmüll)

bisher hatte ich nur billig-Klavierbänke made in Taiwan/China oder so, wirklich bequem sind die aber nicht, .........
Ich fass es nicht. Da hat der Mann nen B-Steinway zuhause und für die Bank hats nicht mehr gereicht. Kriegt man denn da bei S&S die Bank nicht mit dazu?

Außerdem wird's ums Sitzfleisch herum nach ein paar Stunden dann schon recht warm, was ich doch als recht unangenehm empfinde, mit der Badehose üben ist ja auch etwas eigen...
sieht aber cool aus. Stell das doch bitte mal bei Youtube rein :D

Zahlt sich die Anschaffung einer teuren Burghard Bank aus? Capitone 105 oder R 700 kosten immerhin fast 600€ ( war mir bisher zuviel Geld für so was) ?
Auf jeden Fall! Die Dinger wackeln auch einfach viel weniger und halten tun sie auch länger. Ich hatte bisher auch nur Chinabänke, werde mir aber jetzt was Gescheites besorgen. Wenn ich das richtig sehe fangen die vernünftigen Bänke so bei ca. 200,- € an.

Cheers,
Wolf
 
fisherman

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Tja Pille, das ist dasselbe wie mit den Matratzen. Fürs Auto-Leder wird ein Aufpreis von ein paar Tausendern bezahlt, die Sofas sind von Poltrona Frau oder Rolf Benz und gepennt wird auf ner 200,- Euro Matratze...
 
fisherman

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soooo klein, dass er keinen Hocker braucht? ;-)
 

pille

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Tja Pille, das ist dasselbe wie mit den Matratzen. Fürs Auto-Leder wird ein Aufpreis von ein paar Tausendern bezahlt, die Sofas sind von Poltrona Frau oder Rolf Benz und gepennt wird auf ner 200,- Euro Matratze...
Da isses bei mir einfacher, ich kaufe alles konsequent (weil notgedrungen) beim Billigdiscounter......:???:

p.s.: wer ist denn diese Frau Poltrona?? :confused:
 
Moderato

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Ich brauche keine Höhenverstellung und habe seit meinem ersten Klavierkauf eine schlichte Klavier-Holzbank in richtiger Höhe mit allerdings zu sparsamer Polsterung. Die wiegt 5,5 kg. Die Thomannbank wiegt fast das doppelte, aber bei der Burghardtbank gibt es keine Angaben. Kannst Du die Bank mal auf eine Badezimmerwaage stellen? Vermutlich sind die Verstellmechanismen schwer. Ich muß die Bank immer mal wieder umstellen, d.h. anheben in gebückter Haltung.
KM Bänke gefallen mir optisch nicht.

Gruß
Manfred
 
fisherman

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Eigentlich braucht kein Alleinspieler eine Höhenverstellung. ABER: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sehr vorteilhaft, ja sogar heilend sein kann, wenn man die Höhe mal geringfügig verstellt, sobald einen das Zipperlein (an Handgelenk, Schulter, Rücken, Hüfte etc) plagt. Hier wirken kleine Veränderungen oft Wunder. Von daher rate ich ab einem bestimmten Alter zur Höhenverstellung. Gilt natürlich nicht für wettergegerbte Seebären wie Moderato ;-)

Generell: Der Preis ist ein Indiz für Haltbarkeit und "No-Quietsch". Insofern geht auch immer eine preiswerte Bank. Ich würde nur auf eines Wert legen: UMLAUFENDE, RANDLOSE, möglichst DICKE, dafür aber FESTE Polsterung. Ist für einen Zwanzigjährigen meist egal, aber ab 50+ wird das ein Thema. Natürlich nie aus Kunstleder (schwitz).
 
Moderato

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Sehe ich alles ein fisherman, aber ist Deine Burghardt Bank nun schwerer oder leichter als die Thomann Bank? Obwohl sie weniger wuchtig aussieht, füchte ich, daß sie durch die besseren Materialien noch schwerer ist.
 
fisherman

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@Moderato: Sorry, hatte Deine Frage überlesen. Ich darf vorausschicken, dass S&S diese Bank individuell herstellen ließ, nehme aber aufgrund 100%-ig visueller Ähnlichkeit (bis aufs Furnier) an, dass die eigentlich bei Burghardt hergestellt wurde. So, und jetzt rate mal, was das Teil wiegt....

Fast 12 kg! Wie ein guter alter Benz. Die wird mich UND meine Nachkommen überleben.

Du könntest Dir vermutlich ab Werk Gleiter montieren lassen. Standard sind Gummi"füsschen", die sich richtiggehend festsaugen.

Nachtrag: "Meine" Thomann-Bank soll 10,8 kg wiegen? Die Burghardt fühlt sich VIEL schwerer an. Ich bin mir fast sicher, dass die Thomann-Bank auf MEINER Badezimmerwage weniger wiegt. Leider steht sie 2 km entfernt im Büro. Aber selbst mit Rückenproblemen kann man 12 kg heben. Mann muss nur in die Knie!

PPS. Oje, jetzt möchte ich nicht wissen, was ich wirklich wiege...
 
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