ganze Noten ganz ausklingen lassen, wenn ein Wechsel folgt?

  • Ersteller des Themas Jayeightynine
  • Erstellungsdatum
J

Jayeightynine

Dabei seit
26. Mai 2012
Beiträge
12
Reaktionen
0
Moin,

bin absoluter Klavieranfänger und arbeite mit dem Blues Piano Buch von Tim Richards.
Beim Beginner`s Blues (4/4) spielt man die ersten 4 Takte auf 1 2 3 und 4 den Walking Bass (C E G E) und jeweils auf der 1 einen C-Dur Dreiklang (c' e' g').
Dann folgt ein Wechsel zu FAC und f' a' c'.
Die Dreiklange sind als ganze Note angegeben, aber dadurch dauert das Wechseln länger.
Auf der CD kann man nicht genau hören, ob die Driklänge den ganzen Takt klingen.
Ich weiss; wenns da so steht, stehts da so, aber wenn ich durch das etwas verfrühte loslassen der Tasten mit der rechten Hand Zeit gewinnen kann, is es schon einfacher.
Soll ich nun wie vorgeschrieben spielen und das schnelle gleichzeitige Wechseln mit beiden Händen üben, oder kann ich "schummeln"?


MfG
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Stuemperle

Stuemperle

Dabei seit
5. Dez. 2006
Beiträge
1.083
Reaktionen
21
Moin,...
Die Dreiklange sind als ganze Note angegeben, aber dadurch dauert das Wechseln länger.
... oder kann ich "schummeln"?
Moinmoin,
wieso dauert das Wechseln länger weil da ganze Noten stehen?
Oder meinst Du, dass
- ganze Note gedrückt klingen lassen,
- Finger anlupfen,
- wieder reinhauen
zwangsläufig länger dauern als eine ganze Note? Stimmt.

Wie auch immer:
wichtig ist bei dieser Übung, dass der neue Akkord stets auf die 1 kommt. Die Finger muss man zwangsläufig vorher anlupfen (d.h. die vorher angeschlagene Note erklingt kürzer als "ganz".) Und wenn man vorher die Finger wg. Akkordwechsel noch neu sortieren muss, muss man zwangsläufig noch früher aalupfen.
Wobei der Wechsel zwischen Standard-Dreiklängen (in allen Umkehrungen) nach einiger Übung ratzfatz geht (/gehen sollte).

Schummeln darf man - wie in der Schule - immer, wenn's keiner merkt und es auch einen selber nicht stört. Hier z.B., indem man das Haltepedal drückt bis der neue Akkord erklingt, dann - während man den neuen Akkord in den Fingern gedrückt hält und links die erste Bassnote spielt - das Pedal kurz lupft (um den alten Akkordklang wegzudämpfen) und dann wieder drückt bis zur 1 vom nächsten Takt usw. Aber Pedalspiel kommt erst später dran.

Überhaupt, sei da nicht so verbissen, schon auf der nächsten Seite (Checkpoint Beginner's Blues (melodisch) - Synkopierung) ist beschrieben, wie die RH - jetzt als Melodielinie - den Harmoniewechsel auf die "4 und" vorzieht, und ebenso kann man's auch mit einem neuen Akkord machen (und auch das Pedal vorverlegen), für mehr Drive.

Wichtig ist bei dieser Übung denke ich, Dreiklänge und ihre Umkehrungen und ihre Anwendung zu lernen und daran Spaß zu haben. Nur als Einstieg, denn die Klänge (und hoffentlich auch der Spaß) beschäftigen einen noch ewig... naja, fast ewig...

Hau rein!
 
J

Jayeightynine

Dabei seit
26. Mai 2012
Beiträge
12
Reaktionen
0
Erstmal danke für die Hilfe!

Ich mein, das dauert länger, weil man so beide Hände bis zum Ende des Takts auf den Akkorden lassen muss und den Übergang zum sofort weiterführenden Takt, der für jede Hand einen neuen Akkord beinhaltet, sehr schnell meistern muss, damit das nicht blöd klingt.
Meinst Du mit anlupfen, dass ich die rechte Hand, die den Dreiklang spielt, früher als Taktende in die neue Position bringen soll?
Und dann, sobald die linke Hand die letzte Viertelnote des Taktes gespielt hat, selbige mit einer schnellen Bewegung in die neue Position bringen?

P.S.: Ich spiele - auf Rat eines Klavierlehrers in nem Forum - die Basslinie von F und G mit 4-2-1.
MfG
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
A

Anatol Analogon

Dabei seit
6. Nov. 2011
Beiträge
1.174
Reaktionen
21
Mach Dir keine Sorgen über blöd klingen oder so. Als Zuhörer hört man sich derlei ganz gut zurecht. (Als Spieler ist das etwas schwieriger, weil man weiß, was man da macht. :D)

Versuch doch mal das "Schummeln" zu übertreiben: Löse die rechte Hand genau(!) mit dem dritten Schlag (okay, das wird blöd klingen). Dann hast Du zwei Schläge Zeit, den neuen Akkord zu finden. (Der Sprung der linken Hand sollte dann kein großes Problem mehr sein, weil Du Dich um die rechte nicht mehr kümmern mußt; die ist schon da.)
Wenn das gut klappt (wahrscheinlich recht schnell), machst Du das ganze auf dem vierten Schlag. (Du hast dann weniger Zeit für den Wechsel, aber es klingt schon nicht mehr ganz so blöd.)
Bist Du dabei einigermaßen sicher, wechselst Du ein Achtel später. Das sollte dann auch schon ganz anständig klingen.

Wichtig ist dabei vor allem, daß Du (wie Stuemperle schrieb) die 1 immer zur rechten Zeit spielst (dann interessiert auch keine Sau, was vorher war :D). Mit Pedal solltest Du dabei auch nicht rummachen, weil die akustische Kontrolle damit weitaus schwerer fällt.

(Im Grunde drehst Du damit das Problem um: Aus "wie früh kann ich die 1 nach dem gehaltenen Akkord spielen" wird "wie lang kann ich den Akkord halten, wenn ich die 1 pünktlich spiele".)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
B

Baxx

Dabei seit
13. Okt. 2011
Beiträge
210
Reaktionen
2
Du siehst Probleme wo gar keine sind...es geht doch hier um Blues und kein Stück von Sebastian, wo man mit stummen Fingerwechsel arbeiten würde. Mit dieser haarspalterischen Herangehensweise einen rechten Zugang zu Blues zu finden, wird sich sicher schwierig gestalten.... Das Wichtigste an diesem Stück ist die Walking-Bassline, die genau in time gespielt werden muss ohne steril zu klingen, die exakte Dauer der Akkorde (oder deren Bindung) ist erst mal völlig schnurz.
 
 

Top Bottom