Grundsätzlich muss man sagen, daß
Steinway bei seinen Flügelmodellen kaum etwas verändert hat - zumindest nicht Substanziell. Andere Hersteller aber durchaus - so ist beispielsweise das D Modell von Bechstein dem Steinway konstruktiv sehr ähnlich geworden, im Gegensatz zum alten EN Model, der noch eine "echte" Bechsteinkonstruktion war. Für andere Hersteller gilt ähnliches.
Ich wollte aber noch einmal auf das eigentliche Thema zurück kommen.
Bei der Frage nach einem
Flügel um die 10.000 Euro halte ich den W&L 178 für die beste Wahl.
Ich möchte zu beginn klarstellen, dass ich solchen Horrormeldungen, wie "nach zwei Wochen klang der Flügel schlecht, hat klanglich total nachgelassen..." usw keinen Glauben schenke. Für solche Aussagen gibt es nämlich keinerlei objektive Gründe seitens des Instrumentes - subjektive seitens einiger Käufer schon. Ich denke solche Berichte sind entweder der Unsicherheit des entsprechenden Käufers geschuldet (vielleicht wäre ein Japaner doch besser..), oder sie sind schlichtweg nicht wahr - aus welchen Gründen auch immer ;). Es ist natürlich nicht ausgeschlossen, dass bei einem W&L mal ein Klirren oder Scheppern auftritt, möglich auch, dass sich die Intonation nach den ersten Wochen geringfügig verändert - aber nicht mehr und nicht weniger wie bei anderen Herstellern auch.
Richig ist, das es bei den W&L sehr stark von der Vorbereitung des Instruments durch den jeweiligen Händlern abhängt, wie gut oder schlecht das Instrument klingt und wie die Spielart ist. Die Substanz der Instrumente ist aber nicht schlechter wie bei vergleichbaren Japanern oder Tschechen.
Ich kann aus Erfahrung sagen, dass man aus einem W&L ein echtes Schmuckstückchen machen kann - und bei guter Regulierung und Intonation so manchen hochgelobten Japaner überlegen sein kann - zumindest in einer Preisklasse bis 20 Td.