Fingerwechsel auf derselben Taste - verstehe etwas nicht

  • Ersteller des Themas Foxedge
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Ich hab inzwischen die 5 bestellten Bücher vor Ort mehrere Stunden lang durchgeschaut und muss sagen, dass da didaktisch kaum eines an Heumann rankommt.
...,
die russische Klavierschule wechselt ständig zwischen Violin- Bass oder doppelter Violinschlüssel hin- und her


Das hat das Buch aber leider nicht erklärt, und das ist dann eben die Didaktikfrage. Ich hab zwar nicht jede einzelne Seite untersucht, allerdings die ersten Stücke, bis irgendwann dann der Bassschlüssel eingeführt wurde, dann wurde irgendwann gewechselt - aber es wurde nie erklärt warum. Zum lernen nicht sehr gut geeignet.

Doch! Im Vorwort ist nämlich alles ganz genau erklärt. @Foxedge: du hast es nur nicht gelesen, wie du selber schreibst, sonst hättest du verstanden, warum diese G-Schlüssel links bisweilen kommen. Du hast das Buch gar nicht richtig angeschaut und kannst es daher auch nicht beurteilen. Wenn du schon mit Ausdrücken wie "Didaktikfrage" kommst, dann lies die Sachen, die du glaubst, beurteilen zu können, auch richtig durch. Es ist eben sonst mehr eine Verständnisfrage. Von dir. Nicht vom Buch.



Zur Erklärung der Russischen Klavierschule


Es hat einen ganz bestimmten Grund, warum die RKS zunächst (Stücke 1-16) nur auf einem System im G-Schlüssel stattfindet, ab Stück 17 dann mit zwei Systemen, davon diverse mit G-Schlüsseln in beiden Händen.


Das Buch ist für Anfängerunterricht (=idR Kinder) ausgelegt (ich benutze es auch bei Erwachsenen). Die Didaktik fokussiert auf drei Säulen des Lernens: Sehen – Spielen – Hören.

Da Kinder sehr viel über das Hören aufnehmen können und dieses Hören von Anfang an auch geschult werden soll (übrigens bei allen Klavierlernenden!), stehen viele dieser Stücke im G-Schlüssel. Wenn man genau hinsieht, sind diese Stücke, wo es links auch einen G-Schlüssel hat, immer Lieder, die auch einen Text haben. Man kann diese Lieder also zuerst auch singen (darum im G-Schlüssel, weil Kinderstimmlagen ungefähr dort singbar sind). Der Lehrer kann sie vorsingen oder vorspielen, der Schüler singt sie nach. Dann kann er sie auch auf dem Klavier nachzuspielen versuchen.

Ich mache dies z.B. mit 1-16 so, das heisst, die Kinder müssen – bevor sie die Noten lernen – von mir vorgespielte Melodien auf dem Klavier nachspielen. Da ich an 2 Flügeln arbeite und die Kinder nicht sehen können, wie ich was spiele (weil ich es mit einem Karton verdecke), lernen sie sehr schnell, Stücke nachzuspielen nur nach Gehör. Das mache ich übrigens auch mit anderen Melodien, die nicht im Buch sind. Ich beginne die Lieder 1-16 auch oft auf verschiedenen Tasten. Sie müssen dann schon relativ hören, d.h. bei Bedarf auch auf schwarze Tasten ausweichen (z.B. Nr. 8 „Der Zwerg“ mach ich von allen Tönen, dann lernen sie gleich die ersten fünf Stammtöne jedes Tonsystems).

Im Übrigen habe ich oft Schüler, die in der 1. Klasse mit Klavier beginnen, also zum Zeitpunkt des Beginns auch das Alphabet noch nicht ganz kennen, geschweige denn Brüche. Drum bringts auch nichts, Viertel und Halbe einzuführen. Die Kinder müssen zu den Liedern auch klatschen oder marschieren; sie lernen dabei ausschliesslich 1-, 2-, 4-Schlagnoten. Dass eine Halbenote doppelt so lang sein soll wie eine Viertelnote, ist einem 7jährigen Kind nicht verständlich. Es fragt aber auch nicht, warum das so ist. Es lernt, dass es so ist. Ganz einfach.

In der RKS ist übrigens das erste Stück, wo gleichzeitig beide Hände kommen, die Nr. 51 (ein Lied mit Bordunbass). Warum die ersten 50 Stücke dort nur einstimmig waren, ist jetzt klar. Ich harmonisiere diese Stücke bis Nr. 50 übrigens immer mit selber komponierten Begleitungen am zweiten Flügel. Auch hier transponieren wir oft und manchmal sollen die Kinder selber eine Begleitung finden, z.B. zu Stück Nr. 40 „Dornröschen“ die Basstöne suchen, nämlich C (Tonika) bzw. G (Dominante).

Das nenne ich didaktisch tollen, richtigen Unterricht mit einem tollen Buch. Das Buch ist durchaus sehr intelligent aufgebaut. Man kann damit sehr schnell gute Fortschritte erzielen, die eben nachhaltig sind. Wenn man dazu einen guten Lehrer hat. Aber das war eben auch der Sinn einer guten Klavierschule. Ich habe mit keiner Klavierschule während Jahren und mit Dutzenden von Schülern nur annähernd solche Fortschritte und Lernerfolge erlebt wie mit der RKS. Aber man muss halt was dafür tun, sehr viel darüber nachdenken und genau wissen, was man macht und was man will. Und wie man es macht.

Hier der Link zum Vorwort und Inhaltsverzeichnis des 1. Bandes:

http://www.die-russische-klaviersch...rschule_band_1_sik2353_vorwort_und_inhalt.pdf
 
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@thepianist73 : Auch ich halte die RKS für eines der besten Unterrichtswerke seiner Art. Ich habe allerdings immer wieder erlebt, daß es zu Verständnisschwierigkeiten führt, wenn beide Notensysteme zunächst im Violinschlüssel notiert werden: Das Auge gewöhnt sich (für die linke Hand) an eine Zuordnung von Noten zu Liniensystem, die dann in dieser Form später nicht mehr gilt.

Aus diesem Grund habe ich diese Stücke in der Weise "bearbeitet", daß ich sie in einem System notiere und die Notenhälse entsprechend den Händen nach oben oder unten laufen lasse (oder farblich markiere). Wenn ich diese Stücke nun nach unten transponiere, muß ich entweder mit unübersichtlichen Hilfslinien arbeiten (mit der Sportaufgabe: wie viele Hilfslinien kannst Du auf Anhieb erfassen?), oder ich mache der Übersichtlichkeit wegen ein weiteres Päckchen von fünf Linien auf.

In der Form wird das "Klavierkonstrukt" Baßschlüssel/Violinschlüssel als Continuum erfahren. Erst wenn dies als Prinzip verinnerlicht ist, zeige ich, daß in manchen Fällen (wenn die linke Hand im Diskant spielt) es übersichtlicher sein kann, die linke Hand in einem eigenen System im Violinschlüssel zu notieren. (Da freut man sich als Klavierlehrer, daß es Notationsprogramme gibt, die einem die Arbeit erleichtern.)
 
Ich bin ehrlich gesagt nicht mehr an einer Diskussion darüber interessiert, "ob" man autodidaktisch Spielen lernen kann - wer meint, dass das nicht geht, soll bei dem Glauben bleiben. Ich werde daran Glauben, dass es geht, werde lernen, und werde es können, unabhängig davon was irgendwer glaubt. Besprochen haben wir das oft genug.

Ich habe auch auf den Seiten zuvor mehrfach erklärt, wo meine Ziele angesiedelt sind und die sind nicht auf einem echten Piano und auch nicht die, ein richtiger Pianist zu werden von daher sind alle Vergleiche in diese Richtung sowieso verkehrt. Während ein Pianist das Stück in seiner Gesamtheit richtig interpretieren und spielerisch wiedergeben muss und dabei das letzte Feingefühl aus der Beschaffenheit eines Klaviers rauskitzelt, hat der Komponist an seinem Tasteninstrument (nicht: Klavier) ganz andere aufgaben. Und ich weiß auch nicht was die Beispiele mit den zwei Kollegen die es nur über's Klavierstudium in die Branche geschafft haben mit mir zu tun haben soll. Ich kenne diverse Beispiele die andersrum gelaufen sind und wie ich bereits schrieb: Zum Komponieren ist es am PC heutzutage nichtmal mehr wichtig, selbst spielen zu können, Harmonielehre ist da das worum sich alles dreht. Jeder kann heutzutage die Noten von der Geige bis zum Klavier per Mausklick setzen. Und auch die vielen Filmkomponisten die großartige Orchesterstücke schreiben können nicht jedes Instrument aus dem Orchester spielen, dafür reicht eine Lebenszeit überhaupt nicht aus.

Woran ich nur noch interessiert bin ist, welche Bücher sonst jemand empfehlen mag. Tipps und Tricks usw. natürlich auch, nur eben nicht diese aufgewärmten Themen die wir hier schon 100 mal besprochen haben.

@thepianist73 was das du da alles beschrieben hast sind deine didaktischen Methoden, das ist ja so im Buch nicht gegeben. Ich werd heute höchstwahrscheinlich nochmal zum Buchladen fahren und wenn die Klavierschule dort nocht liegt, dann schaue ich ob es wirklich auf den ersten Seiten erklärt wurde.

Aber deine Erklärung war sehr hilfreich, danke dafür :)
 
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Zum Komponieren ist es am PC heutzutage nichtmal mehr wichtig, selbst spielen zu können, Harmonielehre ist da das worum sich alles dreht. Jeder kann heutzutage die Noten von der Geige bis zum Klavier per Mausklick setzen. Und auch die vielen Filmkomponisten die großartige Orchesterstücke schreiben können nicht jedes Instrument aus dem Orchester spielen, dafür reicht eine Lebenszeit überhaupt nicht aus.
Filmkomposition und großartige Orchesterwerke sind meistens zwei paar Schuhe. Die meiste Filmmusik ist simpel, vorhersehbar und langweilig (Leute wie John Williams beweisen das Gegenteil - diese haben aber oft klassische Komposition studiert).

Für das Komponieren ist das Spielen eines oder mehrerer Instrumente fast unerlässlich. Es geht hier sehr viel um Möglichkeiten und Vorstellungskraft, die nur sehr schwer aus dem nichts kommen. Natürlich muss ein Komponist nicht unbedingt Geige spielen können - aber die Beschäftigung mit dem Instrument muss dabei trotzdem sehr intensiv sein. Weißt Du, wie sich ein lang gespielter Bogen anhört? Was bei der Geige technisch machbar ist und was nicht? Wie ein pizzicato klingt? Wie man die Streicher teilt?
Die Noten zusammenklicken reicht dafür nicht aus.

Wenn Du schon beim Klavier nicht die Muse hast, dich mit den Feinheiten auseinanderzusetzen (und das solltest Du - denn das Klavier ist DEIN Hilfsmittel beim Komponieren schlecht hin), wie machst Du es dann bei anderen Instrumenten?

Wenn Du Empfehlungen zur Instrumentation suchst, benutz mal die Suchfunktion - ich habe ein Thread dazu erstellt :-)
 
Filmkomposition und großartige Orchesterwerke sind meistens zwei paar Schuhe. Die meiste Filmmusik ist simpel, vorhersehbar und langweilig (Leute wie John Williams beweisen das Gegenteil - diese haben aber oft klassische Komposition studiert).

Nunja, das ist sicherlich Geschmackssache und in der Filmmusik gibt es zwischen ganz klassischen Orchesterstücken und Hybrid noch diverse Abstufungen mit unterschiedlichen Anteilen. Hybrid Film Scoring hört sich zum Beispiel so an:

https://soundcloud.com/hybridtwo/the-black-friday


Weißt Du, wie sich ein lang gespielter Bogen anhört? Was bei der Geige technisch machbar ist und was nicht? Wie ein pizzicato klingt? Wie man die Streicher teilt? Die Noten zusammenklicken reicht dafür nicht aus.

Klar, die VSTs die man sich kauft kommen schließlich (im optimalfall) mit einer Menge dieser Artikulationen daher, man bekommt nicht einfach nur eine Sample-Library wo die Instrumente immer nur mit der gleichen Technik spielen. Und was die technische Machbarkeit betrifft: Das ist nicht unbedingt das Ziel einer Komposition, sofern sie nicht klassisches Orchester wiedergibt. Da gab es mal einen interessanten Kommentar unter einem von Daniel James Videos wo jemand schrieb: Du kannst den Brass nicht so und so spielen, das wäre technisch in echt überhaupt nicht machbar.

Daniel James hat dann in etwa damit geantwortet, dass er aufgehört hat zu lesen als "du kannst nicht[...]" aufkam, weil er entscheidet, wie er seine Musik gestaltet und es kein "das geht nicht" gibt. Es ist nichts verkehrt dabei, vielleicht ein paar Grenzen zu überschreiten die ein Mensch nicht spielen könnte, solange es gut klingt. Das hebt die Musik (unter anderem) von anderen ab, die nur das machen, was möglich wäre, aber nicht was möglich ist.

Möchte man ganz klassisches Orchester komponieren dass auch für Kenner gut klingt, muss man das natürlich wissen, was technisch machbar ist. Sollte man aber in diese Richtung gehen, muss man sich eben dahingehend bilden. Man legt sich ja vorher einen Schwerpunkt, was man überhaupt machen will.

Wenn Du schon beim Klavier nicht die Muse hast, dich mit den Feinheiten auseinanderzusetzen (und das solltest Du - denn das Klavier ist DEIN Hilfsmittel beim Komponieren schlecht hin), wie machst Du es dann bei anderen Instrumenten?

Oh glaub mir, das hat nichts mit Muse zu tun. Ich bin absolut lernbereit, ich sitze hier jeden Tag stundenlang und bin am büffeln - Klavierspielen, Harmonielehre, Sounddesign und so weiter. An der Motivation mangelt es nicht.

Das ist es eben - ich habe kein hier kein Klavier stehen. Mein Hilfsmittel schlechthin ist mein Midikeyboard, und die Feinheiten eines Klavieres sind maximal dann notwendig, wenn ich Solo-Parts für ein Klavier schreibe. Aber ich mache auch Sounddesign, schrieb ich bereits. Was ist, wenn ich 100 verschiedene Patches designe? Die werden sich alle vollkommen anders als ein Klavier spielen, was bringt mir da das wissen über ein Klavier?

Wenn ich später mal einen Hybrid-Score schreiben würde, und da Orchester einfließt, muss ich mich damit auseinandersetzen wie die einzelnen Instrumente funktionieren die ich da einbaue - auch hier wäre das Klavier nur eines von vielen.

Solange mein Fokus nicht darauf liegt, echte und ausschließliche Klavierstücke zu schreiben, wüsste ich nicht wieso es für mich von so dringlicher Notwendigkeit sei, das Klavier so gut wie ein Pianist zu beherrschen, wo da noch hunderte andere Instrumente sind die alle anders funktionieren.

Ich will Spielen können, routiniert und ordentlich, vor allem will ich dabei die Harmonielehre die ich ja auch nebenher lerne darauf umsetzen und das alles in guter Geschwindigkeit.

Aber ich will nicht die komplexen Handtechniken meistern um sehr sehr schnelle Stücke zu spielen, die Pianisten nach 10 Jahren Übung erst hinbekommen. Ich will nicht historische Stücke über Monate lernen und sie dann vor Audienz wundervoll spielen können, das ist ja alles gar nicht mein Ziel und das wäre auch der verkehrte Anspruch für das, was ich machen möchte. Denn da gibt es auf diversen Gebieten unglaublich viel zu lernen, das Spielen selbst ist nur ein kleiner (aber für mich wichtiger) Teil davon.

Deshalb denke ich, dass hier der eine oder andere vielleicht über's Ziel hinausschießt mit dem was er denkt, was ich brauchen werde, was immer wieder zu dem Missverständnis führt, ob ich das denn autodidaktisch lernen kann. Es gibt zum Spielen auf einem Tasteninstrument einiges zu lernen für mich, aber die Messlatte ist einiges unter dem angesetzt, was ein richtiger Pianist draufhat, und ich denke das wo ich hin will ist durchaus realistisch autodidaktisch zu erreichen.
 
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Unter dem Aspekt ist es natürlich generell schwer, eine passende Klavierschule zu finden, wenn man gar nicht Klavier lernen will. Evtl. tut es auch eine Keyboardschule für Fortgeschrittene, in der Rhythmen, Akkorde und Pattern selbst gespielt und nicht durch Begleitautomatik ersetzt werden.
Wenn ich das richtig verstehe, willst Du einfach effektiver mit dem Midi-Keyboard und einer damit verbundenen DAW umgehen können (da zählen ja noch ganz andere Sachen dazu wie z.B. der effektive Einsatz von Controllern usw., dessen Einrichtung und Bedienung auch erst mal erübt sein will, um z.B. eine virtuelle Trompete oder Gitarre vernünftig einspielen zu können).
 
Vielleicht hülfe eine Muse bei der Muße?!
:-D ;-)
 
Unter dem Aspekt ist es natürlich generell schwer, eine passende Klavierschule zu finden, wenn man gar nicht Klavier lernen will. Evtl. tut es auch eine Keyboardschule für Fortgeschrittene, in der Rhythmen, Akkorde und Pattern selbst gespielt und nicht durch Begleitautomatik ersetzt werden.
Wenn ich das richtig verstehe, willst Du einfach effektiver mit dem Midi-Keyboard und einer damit verbundenen DAW umgehen können (da zählen ja noch ganz andere Sachen dazu wie z.B. der effektive Einsatz von Controllern usw., dessen Einrichtung und Bedienung auch erst mal erübt sein will, um z.B. eine virtuelle Trompete oder Gitarre vernünftig einspielen zu können).

Mit der DAW kann ich bereits umgehen und Midicontroller kann man sich zulegen, erleichtert natürlich einiges, aber ist kein muss. Ich kann alle Regler die es in den VSTs gibt auch in der Daw automatisieren und dann über Hüllkurven einstellen und streng genommen ist ein Midikeyboard bereits ein Controller.

Akkorde sind in meinem Buch über Harmonielehre ein wichtiger Teil da lerne ich auch vieles über's Akkordspielen, es geht mir beim lernen des "Klavierspielens" schon primär darum, mich mit beiden Händen frei über das gesamte Keyboard bewegen zu können, Melodien zu spielen, zu entwickeln, routine im Notensystem im Bezug zum Tasteninstrument zu haben und so weiter. Nehmen wir als Beispiel mal das hier (ganz ungeachtet dessen was da oben für Pattern rumfliegen :D) :


View: https://www.youtube.com/watch?v=vtvXgZ8f17U


Das ist ganz weit davon entfernt Bachs Toccata spielen zu können, aber es ist sicher ein gutes Level um richtige Melodien spielen und entwickeln und sich dabei relativ frei über die Tasten bewegen zu können. Muss vielleicht sogar nichtmal ganz so gut sein. Und dafür sind ja die Bücher über das Klavierspielen geeignet. Es ist ja die gleiche Richtung, ich bin halt nur viel früher schon an meinem Ziel als ein Pianist der noch weit darüber hinaus geht.

Ist natürlich schwer vorher vorauszusagen, wie weit die Reise geht und wieviel man braucht, aber meine Station zum Aussteigen ist auf jeden Fall viel früher.
 
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Sag doch gleich, dass Du nur Tasten drücken willst und nicht Klavier spielen ;-)
 
Ich habe schon mehrfach auf den Seiten zuvor klargemacht, wo meine Ziele sind.
Nehme es aber niemandem übel bei 14 Seiten nicht jeden Beitrag gelesen zu haben. :-)

Im Eingangsbeitrag stand das noch ein bisserl anders.
Hi! Ich lerne Klavierspielen mit dem Buch "Klavierspielen mein schönste Hobby Band 1"

Übrigens würde ich von einem Beispiel ("der verdient als Komponist sein Geld und hat diesen Werdegang") nicht grundsätzlich darauf schließen, dass da Allgemeingültigkeit besteht. Ich arbeite in einer kreativen Branche, und die "Autodidakten" in unserem Studio, die wirklich gut sind, kann man locker an zwei Händen abzählen. Alle anderen hatten tatsächlich in ihrem Fach mal Unterricht, sei das nun als Zeichner, Rigger, Sound Designer...
 

Übrigens würde ich von einem Beispiel ("der verdient als Komponist sein Geld und hat diesen Werdegang") nicht grundsätzlich darauf schließen, dass da Allgemeingültigkeit besteht. Ich arbeite in einer kreativen Branche, und die "Autodidakten" in unserem Studio, die wirklich gut sind, kann man locker an zwei Händen abzählen. Alle anderen hatten tatsächlich in ihrem Fach mal Unterricht, sei das nun als Zeichner, Rigger, Sound Designer...

Umgekehrt würde ich ebenfalls nicht die Tatsache, dass X von Y Leuten vorher in ihrem Fach unterricht hatten darauf schließen, dass es Allgemeingültig ist, dass sie das nur geschafft haben weil sie Unterricht hatten.

Der normale Werdegang führt eben über Schulen und Unis, wieviele setzen sich wirklich hin und setzen sich ein Ziel dass sie autodidaktisch erreichen wollen? Ein winziger Bruchteil davon. Daher liegt es in der Natur der Sache, dass der gängige Weg der häufiger vertretene ist, das sagt im Umkehrschluss aber nichts über die Machbarkeit aus. Im übrigen fehlt es vielen auch an dem wertvollsten Gut, um autodidaktisch zu lernen: Zeit.

Gerade wo du Zeichnen ansprichst kenne ich sehr viele Gegenbeispielen von sehr begabten Zeichnern, die einfach nur verdammt gut geworden sind, weil sie viel geübt haben. Ich habe mein Fachabitur auch auf einer Schule für Kunst, Gestaltung und Medien abgeschlossen und dort waren unheimlich viele hochtalentierte Zeichner, bereits im Alter von 18-22. In meinem Freundeskreis habe ich auch einige davon, ohne dass sie da je irgendwie speziellen Unterricht dafür genommen haben. Wobei das natürlich nicht heißt, alles allein zu machen. Foren, Videos, Bücher: Es gibt viele großartige Informationsquellen und wer sich selbst lehren will kommt auch nicht darum herum, zu lernen, wie man lernt.

Aber Zeichnen ist nicht Klavier spielen, und Klaver spielen ist nicht Komponieren. Am Ende ist jedes Einzelschicksal anders.
 
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Du weißt, was Du wissen willst, dann mach.

Ich werde in diesem Thread nicht mehr versuchen, andere Sichtweisen und Erfahrungen anzubieten.
 
Ich werde in diesem Thread nicht mehr versuchen, andere Sichtweisen und Erfahrungen anzubieten.

Ich erinnere mich nicht an jeden Beitrag den jeder hier auf 14 Seiten geschrieben hat, aber zu deinem letzten Beitrag kann ich nur sagen: Ich habe meinen Weg bereits gewählt, ich hab letztes Jahr um diese Zeit angefangen, seitdem sehr große Fortschritte gemacht und nur weil du mir erzählst, dass in deinem Studio nur 5% Autodidakten sitzen werde ich nicht meinen Sachen wegschmeißen und meine Pläne aufgeben.

Ich bin eigentlich hier um mir hilfreiche Tipps zum lernen geben zu lassen und nicht um mir das Lernen ausreden zu lassen. Ich hab hier schon einige hilfreiche Tipps erhalten, auch der Einblick in @thepianist73 didaktischen Lehrmethoden war sehr interessant, davon kann man einige auch auf das Selbststudium übertragen.

Mit Buchempfehlungen Ideen und Anregungen kann ich eben mehr anfangen. Natürlich kann man gern über autodidaktisches Lernen diskutieren, wenn man denn interesse daran hat. Das Ziel ist dabei dann aber ein anderes als mir legidlich mitzuteilen, dass ich das nie schaffen könne.
Kein erfolgreicher Autodidakt hat je gesagt: Ich mach's nicht weil die Quoten schlecht stehen. Und dabei geht es auch um viel mehr als Erfolgsquoten. Um Selbstverwirklichung und Leidenschaft. :)
 
und stolperst über das Verlassen des 5-Ton-Raums? :denken:

Ich habe letztes Jahr mit Sounddesign angefangen, mit Synthesizern, dem lernen meiner DAW, dem nutzen von Controllern für selbige. Später kam Harmonielehre dazu (was natürlich auch beinhaltete Noten zu lernen) und ein Tasteninstrument nach Noten zu spielen ist jetzt erst ganz frisch dabei :) Zum komponieren gehören wesentlich mehr Dinge, vor allem wenn man seine eigenen elektronischen Instrumente bauen will.

Edit: Eingangspost ist jetzt um diese Information ergänzt, vielleicht doch ganz sinnvoll.
Hat ja nicht jeder Lust, sich durch 14 Seiten zu lesen. :-D
 
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Also ich kann Deinen Argumenten durchaus folgen.
Du hast ausführlich und gut beschrieben, was Deine Motivation ist - eben nicht vorrangig ein Pianist zu werden.
Ich finde, man kann das durchaus verstehen - wenn man es denn verstehen möchte und nicht gänzlich vernagelt auf seinen eigenen Lebenserfahrungen und Zielen beharrt.

Aber jetzt dreht sich das letztlich im Kreis, weil am Ende das Tages gilt dann doch: Du kannst im Internet nicht gewinnen und nicht jeden überzeugen :)


Fand die Beurteilung von thepianist über russische Klavierschule auch sehr interessant, schade dass es in so einem Thread irgendwo in den Tiefen untergeht. Ich glaube nicht, dass das unter Klavierlehrern zu Allgemeinwissen gehört, was die Motivation hinter deren Aufbau (Band 1) ist, auch wenn man das natürlich abstreiten wird.
 
Ich glaub', ich hab'n Déjà-vu. Dreiklang?
 
Wenn du nur oberflächlich Klavierlernen möchtest, dann bleibt halt bei deinem Heumann und dazu u.U. ähnliches Buch wie z.B. Alfred’s Klavierschule.

P.S. Die Zeit die hier um uns zu überzeugen verplemperst, verwende lieber für das Üben und Studium der Harmonie (Buch über Harmonie hast du bereits)
 

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