Fingersatzfrage Cis-Dur

K

keni04

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Hallo,

mal wieder ne Anfängerfrage zum Fingersatz bei einem Cis-Dur-Stück: Gespielt werden soll folgende Melodie als schnelle Sechzehntel: Fis, F, Es, F, Fis, Es, F, Es, Cis, Es, F, Cis. Wie würdet ihr das machen? Der Daumen sollte ja nicht auf schwarze Tasten kommen oder? Also ich habs probiert mit 4,3,2,3,4,2,4,3,2,3,4,2 aber irgendwie nicht so optimal. Wenn man es so spielt, dass der Daumen auf F liegt ist es auch eher unbequem, also ich meine 3,1,2,1.....

Also was würdet ihr sagen? ;)
 
Haydnspaß

Haydnspaß

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Wie ist denn der Rhythmus, bzw. die Taktart - also, welche Noten sind denn betont?

An sich ist nichts gegen den Fingersatz 4 3 2 3 einzuwenden.

(Das F ist wohl eis und das Es dis, nehme ich mal an)

Ach so, ich weiß schon - Präludium Cis-dur :)
4 3 2 und später 1 auf cis, das ist gut, so spiele ich das auch!
 
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rappy

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Deinen Fingersatz finde ich gut. Warum schreibst du F und Es in Cis-Dur? das verwirrt nur.
 
thepianist73

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Das Thema mit der enharmonischen Verwechslung hatten wir ja auch schon. :D
 
Mindenblues

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Ist mir sowieso ein Rätsel, warum Bach das Präludium in Cis-Dur kodiert hat mit 7 Kreuzen, wenn mit Des-Dur und 5 B's dasselbe herauskommen würde? :confused:

Also für mich ist Des-Dur viel besser lesbar als Cis-Dur. In meiner Ausgabe (Peters Urtext) ist übrigens die Fuge in 2 Version abgedruckt: In Cis-Dur und in Des-Dur. Einige Doppelkreuze in Cis-Dur verwandeln sich dann in Auflösungszeichen in Des-Dur.
 

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rappy

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Du scheinst dieselben Vorstellungen von Tonarten zu haben wie ich, Haydnspaß ;-)
 
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Wu Wei

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Hattet ihr euch schon an den diversen Threads zum Charakter der Tonarten beteiligt? Wäre interessant, auch eure Meinung dort zu lesen. (Bin jetzt aber zu faul, die Suchfunktion zu bemühen.)
 
thepianist73

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Es hat v.a. damit zu tun, dass Bach bewusst durch alle Tonarten geschrieben hat (also auch Cis), weil es auch um die Stimmmöglichkeiten des Instruments ging.

Damals war es noch nicht möglich, alles mathematisch ausgeglichen zu stimmen (pythagoräisches Komma). Das hat Bach angerissen.

Es gab auch ganz verschiedene Stimmsysteme (Kirnbergerstimmung, mitteltönige etc).

Vor Bach hat zB alles mit mehr als 2 bis max 3 Vorzeichen schlimm geklungen.

Es gibt massenhaft Abhandlungen zum Thema, selbst Bach hat auf dem Titelblatt zum WTK eine Botschaft zur Stimmung der Quinten hinterlassen (in den Verzierungsgirlanden).

Ich werde den Link mal suchen zur Arbeit des betreffenden Musikwissenschaftlers ders beschrieben hat.

Weiss ihn nicht auswendig.
Die Experten für alte Tasteninstrumente wissen da sicher mehr. Ich bin hier nur interessierter Laie.
 
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rappy

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Hehe ;-) bin schon ganz gespannt. Glaub der schnelle Teil ist schwer, oder? *g*
 
Mindenblues

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Urtext würde ich das dann aber nicht mehr nennen ;)

Der Charakter von Cis-dur ist auch ein ganz anderer als der von Des-dur. Cis-dur: hysterische Fröhlichkeit, Des-dur Abendstimmung, Sofa, Plüsch :)
Cis-Dur ist vom Ergebnis auf dem Klavier dasselbe wie Des-Dur, da es identische Töne sind. Wie können identische Töne unterschiedliche inherente Stimmungen bei dir erzeugen? Ich würde dir voll und ganz recht geben, wenn es sich um ein Instrument handelt, bei dem die Tonhöhe beeinflusst werden kann, wie z.B. Geige. Da ist Cis und Des nicht unbedingt dasselbe. Auf dem Klavier schon. Also: identische Töne = identische Stimmung.

Weiterhin, wenn du bestimmten Tonarten bestimmte Charakteristika zuweist (bei mir lösen bestimmte Tonarten auch bestimmte Assoziationen aus), sollte man berücksichtigen, dass die absolute Tonhöhe historisch gesehen sich geändert hat. Sprich: wenn man zu Bachs Zeiten z.B. a=415Hz gestimmt hatte, war das so etwa einen Halbton tiefer. Also was damals C auf dem Klavier war, ist nun z.B. Cis oder Des. Also wenn man meint, bestimmte Tonarten haben feste Charakteristika, dann hätten die sich nur alleine durch diese Grundstimmungsänderung entsprechend verschoben. Will mal nicht auf verschiedene historische Stimmungssysteme eingehen, da gab es natürlich gegenüber der gleichtemperierten Stimmung erhebliche Charakterunterschiede einzelner Tonarten (da eben nicht gleichtemperiert).

Urtext deshalb, weil es im Gegensatz zu anderen Ausgaben nicht mit Dynamikzeichen usw. verschlimmbessert ist, sondern nur die originalen Noten enthält. Im Fall Cis-Dur oder Des-Dur genauer gesagt, nur die gleichen Töne auf dem Klavier. Das Endergebnis ist dasselbe : gleiche Töne, also auch gleiche Stimmung.
 
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