Fingersatz - Triole

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nils1

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Moinsen,

Mal wieder eine Frage zum Fingersatz:

Folgendes Szenario:

6/4 Takt: 4 Triolen:

1gestrichene Oktave

1: e fis g (mein fingersatz: 1,2,3
2: g a h (mein fingersatz: 3,4,5
3 fis g a (mein fingersatz 2,3,4
4: wieder e fis g (wieder 1,2,3)

Feddisch!

Geht das so überhaupt? Triolen mit 1,2,3 ist ja kein Problem. Aber Triolen mit 2,3,4 geschweige denn 3,4,5 erfordert jedes mal eine halbe Flasche Whisky, um herauszufinden, dass es dann auch nicht klappt.

Ist es überhaupt möglich, mit diesen Fingern Triolen zu spielen? Einfach weiter üben bis zur kompletten Bewusstlosigkeit, oder doch fingersatz umbauen?

Bei der Geschichte mit dem FIS, komme ich ja eh nicht umher, mit der 2 anzufangen?! Kann ja das FIS nicht mit dem Daumen kloppen.

Was tun? Whisky und üben oder Klavier verbrennen???
 
mick

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Das sollte so eigentlich problemlos gehen. Alternativ kannst Du in der zweiten Gruppe (g-a-h) mal 1-4-5 probieren. Ich mag sowas jedenfalls.

Gruß, Mick
 
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nils1

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Ne, ist nicht nötig - einfach die Hand klein machen! Der Vorschlag ist vollkommen ernst gemeint.
naja...ist in Ordnung. Aber dann ist für mich 3,4,5 noch bequemer. Genauso schwer, jedoch bequemer zu handlen.

Aber du sagst: Triolen mit 3,4,5 müssen nach einer gewissen Übung funktionieren, ja? nicht motorisch unmöglich, wie es mir derzeit scheint, ok?
 
alibiphysiker

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Das das Motorisch unmöglich scheint, könnte daran liegen, dass deine Finger unterschiedlich "gestärkt" sind, und sich noch nicht unabhängig ansteuern lassen. Ich bin zwar jetzt keinesfalls ein Klavierlehrer, aber meine Erfahrung zeigt, dass es oftmals der 4. Finger ist, welcher in solchen Situationen Probleme bereitet. Probiere mal folgende Übung aus:

- Greife mit 3. und 5. Finger den Ton, den die jeweiligen Finger in der jeweiligen Triole spielen (als Doppelgriff)
- Nun lasse den 4. Finger wiederholt die Taste drücken, welche er spielen soll (während 3 und 5 weiterhin den Doppelgriff greifen).

Also z.B. bei g,a,h:
h------h-------
-a-a-a--a-a-a
g------g-------
Anderer Tipp: Spiele die Triolen in verschiedenen Rythmisierungen (gesamte Stelle, nicht nur die einzelne Triole), oder verschiedenen Betonungen (z.B. immer 1. Ton der Triole betonen, immer 2. Ton betonen, 1. und 3. Ton betonen, 2. Ton betonen, etc.) (Auch hier gesamte Stelle).

Ich hoffe die Tipps bringen etwas. Falls ein Klavierlehrer finden sollte, dass diese Übemethoden Humbug sind, soll er mir das bitte mitteilen!
 
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mick

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naja...ist in Ordnung. Aber dann ist für mich 3,4,5 noch bequemer. Genauso schwer, jedoch bequemer zu handlen.

Aber du sagst: Triolen mit 3,4,5 müssen nach einer gewissen Übung funktionieren, ja? nicht motorisch unmöglich, wie es mir derzeit scheint, ok?
Wenn die Stelle sehr schnell ist (wovon ich ausgehe, weil 3-4-5 im langsamen Tempo ja sicher problemlos funktioniert), ist 1-4-5 der bessere Fingersatz, weil die Repetition g-g dann einfacher zu spielen ist. Die Hand sollte natürlich an der selben Position bleiben - um das zu üben, kannst Du mal mit Daumen und drittem Finger das g gleichzeitig spielen.
 
rolf

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Probiere mal folgende Übung aus:

- Greife mit 3. und 5. Finger den Ton, den die jeweiligen Finger in der jeweiligen Triole spielen (als Doppelgriff)
- Nun lasse den 4. Finger wiederholt die Taste drücken, welche er spielen soll (während 3 und 5 weiterhin den Doppelgriff greifen).
auf gar keinen Fall!!!
mit solcher Ringfingerakrobatik kann man in Guantanamo foltern...

spiel doch einfach mal:
alle vier Triolen mit 234 (!!) -- kinderleicht
dann mal e123 g234 fis234 e123
dann e123 g134 fis234 e123
und auch e134 g235 fis234 e123
jetzt müssteste gelenkig genug sein, um spaßeshalber auch 135 135 235 123 zu spielen
und dann klappt auch micks sehr guter Vorschlag
 
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hasenbein

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Nils, wäre es möglich, ein kurzes Video zu posten, wo man, inklusive Deines Arms, sieht, wie Du die Triolenstelle spielst? Dann könnte man schon Genaueres sagen, warum es Dir so schwierig erscheint!

Meine Wette ist: Du hältst den Arm steif und versuchst, die Stelle nur mit den Fingern zu spielen. "Arm so hinhalten, dass sich Hand über der Fünffingerlage befindet, und dann mit den Fingern loswedeln".

So klappt das aber nie.

Du musst jede Triole in einem (Ober-)Armschwung zusammenfassen, die Finger dürfen nicht "eigenständige", primäre Ausführende sein. (Mal seeeeehr superverknappt ausgedrückt.)

Überdies müsste man schauen, ob Du standardmäßig die Finger zu sehr krümmst, statt aus der entspannten "Nullstellung" der Finger heraus zu spielen.
 
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nils1

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Nils, wäre es möglich, ein kurzes Video zu posten, wo man, inklusive Deines Arms, sieht, wie Du die Triolenstelle spielst? Dann könnte man schon Genaueres sagen, warum es Dir so schwierig erscheint!

Meine Wette ist: Du hältst den Arm steif und versuchst, die Stelle nur mit den Fingern zu spielen. "Arm so hinhalten, dass sich Hand über der Fünffingerlage befindet, und dann mit den Fingern loswedeln".

So klappt das aber nie.

Du musst jede Triole in einem (Ober-)Armschwung zusammenfassen, die Finger dürfen nicht "eigenständige", primäre Ausführende sein. (Mal seeeeehr superverknappt ausgedrückt.)

Überdies müsste man schauen, ob Du standardmäßig die Finger zu sehr krümmst, statt aus der entspannten "Nullstellung" der Finger heraus zu spielen.
Ja..., so ähnlich verhält es sich. Ich versuche, eher aus den Fingern zu spielen. Ich mache heute Abend mal eine Aufnahmen mit dem Ipad und lade sie hier hoch.
 

alibiphysiker

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Hm, ich meine ja nicht, dass man diese Übung Stundenlang machen soll, sondern eher in homöopathischen Dosen. Maximal 20-30s. Ich habe damit bei mir wirklich eine deutliche Verbesserung festgestellt! Aber ok, bin kein Experte.
 
HoeHue

HoeHue

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Hm, ich meine ja nicht, dass man diese Übung Stundenlang machen soll, sondern eher in homöopathischen Dosen. Maximal 20-30s. Ich habe damit bei mir wirklich eine deutliche Verbesserung festgestellt! Aber ok, bin kein Experte.
Ich hab' das heute morgen am Frühstpckstisch auf der Tischplatte mal kurz ausprobiert. Vielleicht 2-3 s, das reicht! Ich kann den Ringfinger dabei auch nur wenige mm anheben, ohne daß es krampfig wird. Bereits bei der vollen Tastenhöhe wird's mermerklich ungut und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß mehrere Wiederholungen dieser Übung zu irgendetwas Erwünschenswertem führen.
Ist ja auch logisch, weil die Beugemuskeln der Finger 3 und 5 leicht anspannen müssen, während der 4. Finger angehoben wird.
Was man machen kann, um die Beweglichkeit von 4. und 5. Finger zu verbessern, ist eine Übung, die mir mein letzter KL gezeigt hatte:
3. Finger schlägt an und hält den Ton, während der 4. Finger 3-5 mal anschlägt. Beim letzten mal wird der 3. Finger abgelöst und der 4. hält den Ton. Das Gleiche dann mit den 5. Finger und wieder zurück.
 
hasenbein

hasenbein

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Hört schleunigst auf mit diesem Finger-Blödsinn! Auch nicht "nur kurz"!
 
alibiphysiker

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Naja, bei mir bringts wirklich was. Menschen unterscheiden sich halt. Ich möchte hier jetzt aber keinen Flamewar mit meiner Dickköpfigkeit starten, vor allem, da ich wohl den Zorn des Hasenbeins auf mich gelenkt habe ;-)
 
 

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