Fingersatz Schubert Impromptu Op90-2.


B
Bachopin
Dabei seit
5. Nov. 2008
Beiträge
2.475
Reaktionen
268
Hi violapiano und andere,

im anderen Thread "schneller, brillanter anschlag-leggiero" geht es dir ja um das Schubert Impromptu Op90-2.

Welchen Fingersatz benützt du eigentlich in Takt 4 mit der chromatischen Aufwärtsbewegung von es bis g?

Ich hab nach ein bischen rumprobieren folgendes gefunden, bin aber nicht ganz zufrieden (sicher) damit:
Code:
es d es e dis e f e f fis eis fis g fis g as g as g
3  1 2  3  1  2 3 1 2  3   1   2  3  1  2 3  1 2  1

Gut ist dabei halt die Aufwärtsbewegung 1 2 3, die aneinander gereiht wird, aber der Daumen landet auf einer schw. Taste.

Gruß
 
rolf
rolf
Dabei seit
18. Feb. 2008
Beiträge
28.838
Reaktionen
19.390

hallo,

probier´s mal wie im Notenbeispiel; eine Art Schema ist, sich die chromat. Töne für 1-2-3-4 zurecht zu legen, aber so, dass aus Bequemlichkeit der Daumen auf den weissen Tasten bleibt. würde man alle Halbtöne nach diesem Schema in Dreiergruppen (c-cis-d, dann cis-d-dis usw.) hochspielen, so wird man ein paar mal 1-2-3-2-3-4 spielen können, aber bei den "Lücken" (zwei weisse Tasten) als Brücke 1-2-3-1-2-3.

in der Revolutionsetüde gibts einen bzgl. Fingersatz ähnlich funtkionierenden Lauf in der l.H.

Gruß, Rolf
 

Anhänge

  • aus Schubert op.90,2.jpg
    aus Schubert op.90,2.jpg
    49,6 KB · Aufrufe: 48
B
Bachopin
Dabei seit
5. Nov. 2008
Beiträge
2.475
Reaktionen
268
Hi rolf,

guter Vorschlag.
Das vermeidet den Daumen auf schwarz, hat aber trotzdem die Aufwärtbewegungen 123 oder 234. Aber es ist etwas unrhythmischer.

Gruß

PS: Rolf, hast du den Post gesehen? https://www.clavio.de/forum/114944-post18.html
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
rolf
rolf
Dabei seit
18. Feb. 2008
Beiträge
28.838
Reaktionen
19.390

na ja, dass regelmäßige Fingergruppen nicht immer mit dem Rhythmus der Musik synchron sind, ist das tägliche Brot beim Klavierspielen; stell Dir nur mal eine Tonleiter über zwei Oktaven in 16tel Gruppen vor: wenn´s H-Dur ist, wird es kaum möglich sein, das stets erste 16tel mit 1 zu spielen (a la 1-2-3-4 1-2-3-4 1-2-3-4 usw)

Gruß, Rolf
 
violapiano
violapiano
Dabei seit
12. Aug. 2008
Beiträge
3.964
Reaktionen
11
Ich spiel im Moment mit dem 4. Finger, weiß aber nicht,ob das im schnellen Tempo funzen wird. Also auf f den 4. und dann weiter mit 1 untersetzen auf e in der letzten Triole im Takt. Ich find, das liegt gut drin, aber es muss ja auch im Tempo hinhauen. Bisher klappts, aber vllt ist doch der Fingersatz ohne 4. Finger günstiger?:confused:

LG
violapiano
 
violapiano
violapiano
Dabei seit
12. Aug. 2008
Beiträge
3.964
Reaktionen
11
Hallo Clavioaner,

da ich am Impromptu noch arbeite, will ich den thread noch mal hervorkramen.:)

Der Fingersatz für bisher zitierte Stelle ist für mich immer noch nicht gänzlich entschieden, ohne 4. Finger ist die Hand offener, andererseits verhaspele ich mich schneller zwischen 1-2-3......:oops::-?

In welchem Tempo legt ihr das Stück an?

LG
violapiano
 
B
Bachopin
Dabei seit
5. Nov. 2008
Beiträge
2.475
Reaktionen
268
Hi violapiano,

also ich bin mit meinem am Anfang angegebenen Fingersatz super zufrieden.

Tempo muss ich heute abend mal messen, aber schon etwas schneller, da ich kein Anhänger, von erst langsam üben und dann später auf Tempo bringen, womöglich noch schrittweise, bin.

Gruß
 
violapiano
violapiano
Dabei seit
12. Aug. 2008
Beiträge
3.964
Reaktionen
11
Oh Bachopin,
jetzt habe ich dein Posting dreimal gelesen, und immer noch nicht verstanden.:)
Der Satz ist für mich zu hoch. Erklär doch mal bitte erneut?

LG
violapiano
 
B
Bachopin
Dabei seit
5. Nov. 2008
Beiträge
2.475
Reaktionen
268
Oh violapiano,

der erste Satz ist doch hoffentlich verständich. Ich meine übrigens den Fingersatz aus dem allerersten Post.

Der 2 . Satz ist Schrott. ;-)

Nochmal ein Versuch:

1. Mein aktuelles Tempo werde ich heute Abend messen.

2. Mein aktuelles Tempo ist kein langsames Übe-Tempo.

3. Ich bin kein Anhänger der Methode einen längeren Abschnitt (hier z. B. die ersten 2 Seiten) komplett langsam zu üben, bis es klappt. Dann das Metronom um einen Schritt erhöhen und dann wieder komplett alles durchspielen/üben, usw.


Gruß
 
violapiano
violapiano
Dabei seit
12. Aug. 2008
Beiträge
3.964
Reaktionen
11
HI Bachopin,

jetzt hab ich verstanden, was du meinst,

und wie ist dein Tempo,das würde mich interessieren.
Ich finde, zu schnell ist auch gar nicht so schön... dann hört die Einzelheiten nicht mehr. Ich seh das Stück ganztaktig, dann hat es schon ziemlich viel Tempo. Aber der markato-Teil zum Beipiel darf nicht zu schnell sein, finde ich, dann wirkt er nicht.:confused:

LG
violapiano
 
Guendola
Guendola
Dabei seit
27. Juli 2007
Beiträge
4.408
Reaktionen
10
Ich benutze an dieser Stelle folgenden Fingersatz:

312 321 212 312 321 212

Am Ende also etwas anders als der von Rolf.

Um den ersten Teil auf Tempo zu bekommen, habe ich nur die ersten acht Takte "trainiert" - langsam, in verschiedenen Punktierungen und dann immer schneller. Den Rest habe ich in verträglichem Übetempo gespielt, um den Notentext abzusichern. Das reichte aus, um alles auf Tempo zu bringen. Lediglich den chromatischen Aufgang am Ende des ersten Teils mußte ich separat behandeln aber eigentlich war das eher ein Konzentrationsproblem.

Ich finde das Marcato klingt auch schnell ganz gut. Wenn ich aber den anderen Teil im gleichen Tempo spielen will, komme ich an meine Grenzen, wenn er immer noch leicht klingen soll - und das muß er meiner Meinung nach. Deswegem ist bei mir das Tempo beider Teile in wenig unterschiedlich, was ich nicht ideal aber vertretbar finde.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

B
Bachopin
Dabei seit
5. Nov. 2008
Beiträge
2.475
Reaktionen
268
Hi violapiano,

ich bin ja leider nicht der Schnellste. ;-)

Mein Tempo ist so um die 160bpm. (wenn ich es durchgehend korrekt spiele)

Ausserdem hat sich bei mir nach praktischer Erprobung und Literaturstudium folgende prinzipiellen und sich ergänzende Vorgehensweisen beim Lernen von schnellen Passagen bewährt:

  1. ganz langsam spielen (zumindestens wg. Haydnspass ;-) ). Jeden Tastendruck ganz bewusst und mit Nachdruck in den Tastenboden durchführen. Dabei darauf achten, dass keine sympathischen Bewegungen der anderen Finger (oder anderer Muskeln) auftreten. Das stärkt die mentale Ausführung und Kontrolle der Bewegung und programmiert sozusagen das motorische Gedächtnis/Bewegungsprogramm.
  2. mini Teilstücke mit möglichst höchster Geschwindigkeit spielen, hier z. B. eine Triole bis zum folgenden Viertel. Mit einem Impuls (aus dem Arm heraus) und mit absoluter Lockerheit (wie wenn man nebenher Staub von der Tastatur wischt oder wie ein Glissando). Die mini Teilstücke kann man auch wieder zu grösseren Teilstücken aneinander reihen. Sowohl ganz leise als auch ganz laut spielen und mit übertriebenen und ganz reduzierten Bewegungen.
  3. Synchronisation der Passage oder Teilstücke mit einer einfachen Spielbewegung der LH (typisch: Oktav Tremolo oder Albertibass in 1/4 oder 1/8 ) in möglichst hohem Tempo. Bei diesem Stück bietet es sich an, die vorgegeben Spielbewegung der LH zu nehmen und das fehlende 3. Viertel einfach zu ergänzen.

Alle drei Vorgehensweisen sind meiner Meinung absolut notwendig, da sie verschiedene wichtige Aspekte trainieren:
  1. Mentaler Aufbau und Stärkung von korrekten Spiel-Bewegungen/Bewegungsprogrammen (BP) gesteuert durch die entsprechenden Rückmeldungen aller Sinne
  2. Spiel-Bewegungen/BPs auf schnellste und lockerste Ausführung trimmen, ohne Synchronisation
  3. Synchronisation von Spiel-Bewegungen/BPs mit einem musikalischen zeitlichen Puls (eine sehr schnell ausgeführte Spiel-Bewegung/BP kann man nämlich nicht unbedingt auch schnell synchronisiert ausführen). Hier sind es die Triolen die immer sauber zum Puls synchronisiert sein müssen.

Gruß
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
B
Bachopin
Dabei seit
5. Nov. 2008
Beiträge
2.475
Reaktionen
268
Mist,

in meiner obigen Aufzählung hab' ich noch einen wichtigen Aspekt vergessen:

  • 4. Bei weiträumigen schnellen Spielbewegungen (wie bei diesem Stück), muss noch die horizontale gleichmäsige Armbewegung über die Tastatur trainiert werden. Nicht die Finger suchen die Taste, sondern der Arm führt die Hand mit den Fingern zur richtigen Position.


Übungen dazu:

  1. einfach die lockere Hand durch den Arm ohne eine Taste zu spielen über die Tastatur führen, wie es bei der Passage notwendig wäre. Diese Arm-Bewegung sich merken und beim Spielen wieder bewusst durchführen.
  2. Von der schnellen Passage z. B. nur die Töne auf den Viertel mit dem korrekten Finger spielen und dabei wieder hauptsächlich auf die gleichmäsige lockere Armführung achten. Das kann man auch schneller wie gefordert durchführen.
  3. Oder (ala Chang): die in einer Handposition (Lage) zusammen gleichzeitig spielbaren Töne als ein Akkord spielen und dadurch wieder die korrekte schnelle Positionierung der Hand durch den Arm trainieren (hört sich am Klavier schrecklich an ;-) ). Der Nachteil ist, dass diese Positionen wahrscheinlich nicht auf einen Beat/Puls fallen.

Gruß
 
V
volbahre
Dabei seit
29. Okt. 2010
Beiträge
10
Reaktionen
0
Fingersatz und Pedal

In meiner Jugendzeit hatte mir der Klavierlehrer vorgeschlagen, in den Takten 3 und 4 unter anderem den 4.Finger zu benutzen, mein jetziger Klavierlehrer schlägt mir vor: 312321212312321212. Damit komme ich eigentlich gut klar.
Ich möchte in diesem Zusammenhang gerne fragen betr. des Pedalgebrauchs im Allegro, aber auch im ben marcato-Teil (die erste Viertelnote ohne Pedal?)
Gruß
volbahre
Oh violapiano,

der erste Satz ist doch hoffentlich verständich. Ich meine übrigens den Fingersatz aus dem allerersten Post.

Der 2 . Satz ist Schrott. ;-)

Nochmal ein Versuch:

1. Mein aktuelles Tempo werde ich heute Abend messen.

2. Mein aktuelles Tempo ist kein langsames Übe-Tempo.

3. Ich bin kein Anhänger der Methode einen längeren Abschnitt (hier z. B. die ersten 2 Seiten) komplett langsam zu üben, bis es klappt. Dann das Metronom um einen Schritt erhöhen und dann wieder komplett alles durchspielen/üben, usw.


Gruß
 
 

Top Bottom