Fingersatz Brahms 116,3

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walter1304

Guest
Guten Morgen,

bei o.a. Stück bin ich mir etwas unsicher bezgl. Fingersatz im 3.Takt. Überall findet man hier den Vorschlag 5 auf b. Ich finde das ziemlich "wackelig". Die Fehlerquote ist bei mir sehr hoch. Mir fehlt da der sichere Stand mit 5 auf der schwarzen Taste. Ich würde hier lieber die 4 nehmen, weil ich das Gefühl habe, "aus dem Fluß" 4 über 1 übersetzen zu können. Man muss dazu sagen, dass ich eine recht große Spannweite habe. Ich habe diesen Fingersatz aber nach langem Suchen nirgendwo gefunden. Spricht etwas dagegen?

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Wastlsepp

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Wenn das für Dich besser ist, warum nicht? Ich muß bei dieser Variante dann mit den Fingern 212 weitermachen, b-e mit 4-3 wäre mir zu unbequem.
 
Scarbo

Scarbo

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Beachte mal wie sich Dein Arm bewegt , wenn Du den 4. oder 5. Finger nimmst. Wenn Du den 4. nimmst und den Arm nicht bewegst (also übergreifst) kann man das noch recht treffsicher hinbekommen. Das funktioniert nicht mehr, wenn Du den 5. nimmst, dann wird es wacklig. Für eine saubere Kontrolle, falls Du den 5. Finger nimmst, muss sich der Arm bewegen und weniger das Handgelenk. Letztere Technik wird bei Brahms häufiger benötigt und es bietet sich an, diese an solchen Stellen zu üben, auch wenn hier die Stelle mit dem 4. Finger gespielt werden kann.
 
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walter1304

Guest
Die Sprünge mit dem 5. gibt es öfter in dem Stück. Das klappt eigentlich auch ganz gut. Die besondere Situation an dieser Stelle ist eben die schwarze Taste. Ich werde das auf jeden Fall üben. Das sind so Situationen, in denen mir zurzeit der Lehrer fehlt... Wenn sowohl Henle als auch Peters hier den 5. notieren, muss das ja irgendeinen Grund haben :-)
 
Moderato

Moderato

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Urtextausgabe von Schott, Fingersatz von Menahem Pressler: B mit 4, dann mit 2-1-2-5-1-4 weiter
 
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koelnklavier

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Ich empfehle: 5-1-4 | 2-1-2-5-2-5-3-5 bzw. je nach Größe und B eweglichkeit der Hand: 5-1-4 | 2-1-2-5-3-5-4-5.

Die Variante 5-1-5 | 3-2-1 ... funktioniert nach meiner Erfahrung nur bei sehr schlanken Fingern (und geschickten Spielern), da mehrere Schwierigkeiten aufeinander folgen: Die Passage ist im Forte zu spielen. Das vergrößert die Gefahr, durch die Vehemenz der Bewegung mit dem fünften Finger abzurutschen. Der dritte Finger landet gerne auf dem f (statt dem e), und der zweite Finger muß sauber zwischen die schwarzen Tasten plaziert werden, damit der Daumen vernünftig das b anschlagen kann - das Ganze im Tempo "Allegro passionato".
 
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cheitler

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Ich nehme den 5.
Aber ich versuche auch gar nicht, ein Fingerlegato zu produzieren (Pedal!), sondern lasse einfach den Arm heraufwandern, ohne das Handgelenk seitlich zu verdrehen.
Die ganze Hand ist dadurch (1. & 5. auf schwarzer Taste) weit vorn auf der Tastatur, was natürlich erfordert, dass 2 & 3 zwischen den schwarzen Tasten spielen.
Die Hebelwirkung ist dadurch schlechter, was meiner Meinung nach aber hier nicht weiter schlimm ist, da wir ja die Melodie in der rechten Hand hören wollen :)
Probleme haben damit aber nur wirklich GANZ dicke Finger. Ein kleiner Vorwärtsimpuls beim Anschlag macht die Finger "schlanker"!

PS. Von 4-3 auf Bb-e würde ich jedenfalls aus gesundheitlichen Gründen abraten.
 
 

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