Fingerproblem beim Spielen

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Janik

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Hallo,

vor ein paar Wochen wurde ich (zum ersten Mal) darauf hingewiesen, dass die Fingerkuppe meines rechten Zeigefingers beim Klavierspielen nach außen wegknickt.
Zuerst dachte ich, das Ganze sei nur zufällig passiert, doch mittlerweile habe ich erkannt, dass das nahezu bei jedem schnelleren Stück passiert, das ich spiele.
Grund dafür ist, dass meine Bänder bei diesem Finger am vorderen Glied ziemlich lax sind und deshalb ist er instabil. Um eine Krallenhand zu vermeiden, bei der die Fingerkuppe senkrecht auf die Taste trifft, müssen die Hände ja locker sein, doch sobald sie locker sind knickt die Fingerkuppe ab.
Vielleicht sind die Bänder dort so weit dehnbar, weil ich beim Schreiben auch das vordere Fingerglied durchdrücke...

Könnt ihr mir Tipps geben bzw. kennt ihr Möglichkeiten, wie ich diesen Finger stabilisieren könnte? Wäre es angebracht, die Position der Finger beim Schreiben zu ändern? Hat jemand von euch ähnliche Probleme?

Liebe Grüße,
Janik.
 
rolf

rolf

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Hallo,

vor ein paar Wochen wurde ich (zum ersten Mal) darauf hingewiesen, dass die Fingerkuppe meines rechten Zeigefingers beim Klavierspielen nach außen wegknickt.
hallo Janik,

das verstehe ich nicht.

Ich habe gerade bei meinem rechten Zeigefinger herumprobiert: ich kann dessen vorderstes Gelenk nahezu nicht nach links und rechts biegen, weder aktiv noch passiv. Also nach außen wegknicken ist mir unvorstellbar. Nur ein wenig rauf und runter ist mir da möglich, und das auch nur, wenn ich den Finger bzw. das vorderste Gelenk mit der anderen Hand bewege.

Kannst Du Dein Problem vielleicht etwas genauer beschreiben?

Gruß, Rolf
 
J

Janik

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Hallo Rolf,

stimmt - so wie ich es formuliert habe macht es keinen Sinn.

Ich meinte, dass sich meine rechte Zeigefingerkuppe nach hinten biegt. Also wenn man die Hand flach auf einer Platte liegen hat (mit Handrücken nach oben), dass sich dann das vordere Gelenk des Fingers entgegengesetzt der normalen Richtung (zum Beispiel beim Ballen einer Faust) biegen lässt.
Einige Leute haben das bei ihrem Daumen (das beruht glaube ich auf einen unbedenklichen Genfehler), aber da stört es sicher nicht so beim Klavierspielen, weil man den Daumen ja normalerweise nicht genau auf die Taste auflegt sondern sie seitlich anschlägt.

Hier habe ich mal ein Bild, um das Ganze zu verdeutlichen (Das ist natürlich ein Extremfall, beim Klavierspielen knickt das nicht so stark ab).
 

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rolf

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Ich meinte, dass sich meine rechte Zeigefingerkuppe nach hinten biegt. Also wenn man die Hand flach auf einer Platte liegen hat (mit Handrücken nach oben), dass sich dann das vordere Gelenk des Fingers entgegengesetzt der normalen Richtung (zum Beispiel beim Ballen einer Faust) biegen lässt.
hallo Janik,

sei beruhigt: das ist nicht weiter schlimm, und Du hast da auch keine ausgeleierten Bänder oder so - das ist bei vielen Händen ähnlich und macht nichts.

Wenn ich meine Finger ganz schlapp mache, ist das bei mir genauso.

Ich gehe mal davon aus, dass Du staccato spielen kannst - das ist die schnellste Art und Weise, eine Taste zu bewegen und wieder loszulassen: wenn das, wie ich annehme, klappt, dann gibt es keinerlei Bedenken.

Ansonsten ein paar Experimente:
-- wenn Du eine schwere Einkaufstüte in Deine Finger einhängst, dann wird Dir vermutlich keines der vorderen Fingerglieder aufwärts knicken: also ist prinzipiell die Greiffähigkeit der Finger vorhanden; probiers aus:
-- probier mal, Dich auf das Fühlen zu konzentrieren, und zwar auf das Fühlen ganz vorne in den Fingerkuppen: leg die Hand schlapp auf einen Tisch, zieh die Finger an (aber so, dass Du die Tischplatte nur ganz ganz sachte berührst), dann fahr irgendwie mit den Fingern auf der Platte herum, aber so, dass Du das ganz vorne in den Kuppen spürst.
-- jede Wette: eine Mücke hat gepiekt, juckt furchtbar, Du kratzt Dich mit dem nagel des Zeigefingers - ganz automatisch: er wird nicht einknicken, d.h. ich bin sicher, dass Du Dich mit dem Zeigefinger kratzen kannst :)

Finger anziehen und vorne fühlen - das dann allmählich auch auf pp-Anschlag anwenden: nach und nach wird sich Dein einwärts ziehender Fingergriff stabilisieren.

Und nochwas: am besten gar nicht so sehr und besorgt beobachten - wenn Du staccato kannst, ist sowieso alles ok!

Gruß, Rolf
 
J

Janik

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hallo Janik,

Und nochwas: am besten gar nicht so sehr und besorgt beobachten - wenn Du staccato kannst, ist sowieso alles ok!

Gruß, Rolf
Hallo Rolf,

das beruhigt mich!
Staccato kann ich klar spielen, und der Finger gibt eigentlich auch nur selten nach. Meistens auf weißen Tasten, die ich versuche mit dem ganzen Finger anzuschlagen. Da denke ich nicht dran, dass doch eine kleine Spannung da sein sollte und dann knickt er ein. Beim Spielen von schwarzen Tasten ist das nicht so, weil der Zeigefinger sich da meist eh ein wenig krümmt und er dann auch stabiler ist.

Danke für deine Experimente bzw. Test :) - ich kratze mich mit richtiger Fingerkuppenstellung :D

Gruß und Dank, Janik.
 
violapiano

violapiano

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:idea: jetzt habe ich auch verstanden, wie Du es meintest mit dem Abknicken. Ich dachte schon, Du beschreibst da ein ungesundes Abknicken des Fingers seitlich, das ein Scharniergelenk normalerweise nicht kann.;)

Im Staccato muss das letzte Fingergelenk ja schon stabil sein, sonst kein schneller Anschlag. So leuchtet mir das auch ein.:)

LG
violapiano

die grad ein Stück hat mit viel Staccato und Otaven:o
 
 

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