Filmmusik

Mikifan

Mikifan

Dabei seit
Mai 2009
Beiträge
400
Reaktionen
4
..............
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
K

Klavierspieler1

Dabei seit
Aug. 2009
Beiträge
399
Reaktionen
7
in gewisser weiße hab ich ahnung von film musik^^
das wichtgste ist das das grundthema! die sogenante suite. aus dieser werden die einzelnen themen für die weiteren stücke herauskompniert (wird als vorlage verwendet). das allerwichtigste ist das die musik einem die gefühle in dem film näher bringt (ich verweise mal auf den titanic-score) wie z.b. bei titanic wenn jack und rose am bug stehen und die arme ausbreiten. dort kann man es am besten sehen denn ohne musik merkt man die emotionen nicht so wie mit musik.

filmmusik muss immer abwechslungsreich sein sonst wirds langweilig.

eines der besonderheten an filmmusik ist das wenn man die stücke sich erneut anhört man sofort ungefähr die handlung von der stelle im film weis , wo dieses stück spielt.


das sind so die grundlegenden sachen für einen gelungenen soundtrack bzw. score
 
Viola

Viola

Dabei seit
Apr. 2006
Beiträge
1.329
Reaktionen
205
Hallo allerseits!:cool:

Ich wollte euch einach einmal so fragen, wie das mit der Filmmusik so ist?
Hat jemand von euch Erfahrung von euch mit Filmmusik?
Muss ich bim "Filmmusik komponieren" auf etwas achten?

Vielen Dank für allerlei Tipps:p

Mikifan

Du musst auf nix achten, einfach fließen lassen, bei sich bleiben und wenn man von einer Sache überzeugt ist (der erste Einfall ist es meistens!) dann muss man das auch schon mal verteidigen, gegen Produzent und Regisseur.

Lass Dir den fertigen Film ohne Musik-Dummies geben, aber mit allen Sprach- und Geräuschspuren. Wenn Szenen AUF die Musik geschnitten werden sollen (zB Verfolgungsjagd) dann erst die Musik völlig fertig produzieren. Sonst anders herum.

Klebt der Regisseur an seinen probeweise angelegten Musiken und will von Dir Ähnliches, dann lehne den Film ab. Dann kann man nur scheitern. Höre Dir diese Probemusik NIE an!

Viel Erfolg

Viola
 
Guendola

Guendola

Dabei seit
Juli 2007
Beiträge
4.408
Reaktionen
6
http://www.youtube.com/watch?v=bto9CQ-91pU

Nicht allzu ernst nehmen aber vielleicht inspiriert es. Im übrigen gelten die allgemeinen Regeln, die für jede andere Musik auch gelten, mit einem kleinen Unterschied: Filmmusik steht meistens im Hintergrund
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
M

Martin Major

Dabei seit
Dez. 2008
Beiträge
192
Reaktionen
0
Du musst auf nix achten, einfach fließen lassen, bei sich bleiben und wenn man von einer Sache überzeugt ist (der erste Einfall ist es meistens!) dann muss man das auch schon mal verteidigen, gegen Produzent und Regisseur.

Lass Dir den fertigen Film ohne Musik-Dummies geben, aber mit allen Sprach- und Geräuschspuren. Wenn Szenen AUF die Musik geschnitten werden sollen (zB Verfolgungsjagd) dann erst die Musik völlig fertig produzieren. Sonst anders herum.

Klebt der Regisseur an seinen probeweise angelegten Musiken und will von Dir Ähnliches, dann lehne den Film ab. Dann kann man nur scheitern. Höre Dir diese Probemusik NIE an!

Viel Erfolg

Viola


viola sei nicht böse, aber das geht völlig an der realität vorbei.

wenn komponisten filme ablehenen würden, nur weil der regisseur etwas völlig anderes will, gäbe es heute keine filmmusik von jerry goldsmith zu alien, und goldsmith gehörte schon damals zu den größten im genre.

welcher art die filmmusik ist, entscheidet IMMER der regisseur (oder der produzent), NIE der komponist, es sei denn, die ideen decken sich zufällig.

und "einfach fließen lassen" ist auch keine konstruktive angabe.

wie klavierspieler1 schon schrieb, entwickeln die meisten komponisten erst ein thema, bevor sie davon ausgehend den rest des scores entwickeln.

bravourstück dieser vorgehensweise wäre zb michael nymans soundtrack für "das piano", wo er im booklet der cd das ganze auch beschreibt.

auch bei harry gregson-williams narnia soundtrack hört man sehr schön, wie er aus dem "hauptthema" (evacuating london) im gesamten soundtrack hindurch immer wieder zitiert, sogar im schlusssong von lisbeth scott.

am lehrreichsten ist es, dvds mit bonus-material zu kaufen, in denen komponisten ihre methoden erläutern (zb bei der serie roswell, bei den alien-filmen usf). und natürlich so viel filmmusik wie möglich anhören und analysieren.

der gegenwärtig vielseitigste und beste filmmusikkomponist ist meiner meinung nach thomas newman, der von der john-williams-orchesterwand weg hin zu schlankeren, leichteren arrangements gefunden hat, und dort qualität entwickelt, die man vorher noch nicht gehört hat. anspieltipp hier: "angels in america": main theme und die ending titles, großartig.

auch jeff beal ist ein sehr interessanter komponist, blake neely, jeff rona, john welsman, jay semko, und ja - mark snow, der meister der "gebrauchsmusik", der - auch wenn künstlerisch nicht anspruchsvoll - EFFEKTIVE musik produziert, die auch im fernsehen FUNKTIONIERT. funktionieren tut sogar mike post, ein absoluter superstar im fernsehen früher, heute völlig unvorstellbar.

nie darf man dabei vergessen, dass filmmusik PROGRAMMMUSIK bzw "funktionale musik" ist, dh sie hat eine ganz bestimmte aufgabe, nämlich das zu tun, was der regisseur will: eine szene entweder emotional unterstützen oder dazu im kontrast zu stehen (siehe hitchcock und bernhard hermann).

und man sollte sich eher von den großen alten verabschieden (a la john williams, aber vor allem hans zimmer), der große orchestersound hat ausgedient, kleine arrangement sind mittlerweile beliebter (siehe thomas newman).

interessant ist es auch, sich filme bewusst anzusehen, bei denen der regisseur selbst die musik geschrieben hat (clint eastwood, alejandro amenabar).

und danach sollte man sich noch rachmaninoffs zweite symphonie anhören ... :D

und viel musik für computerspiele, weil man die relativ leicht bekommt: hier empfehlenswert: jeremy soule (mein absoluter abgott), frank klepacki, eric brosius.

noch ein tipp: sehr viel musik von alan menken anhören (der für viele disney zeichentrick filme komponiert hat), menken ist ein absoluter meister in orchesterarrangements und themenvervielfältigung.


EDIT: noch ein wort zu jeff beal: am bekanntesten ist er für seine musik für monk, aber nicht für den titelsong, der ist von randy newman. in der ersten staffel hatte monk noch eine andere titelmusik, die auch von jeff beal war, die man in der serie hin und wieder zitiert hört. von ihm ist auch die musik zur hbo serie carnivàle (das titelthema dazu stammt von den prince-jüngerinnen wendy melvoin und lisa coleman), und jeder angehende filmmusikkomponist sollte sich UNBEDINGT anhören, was jeff beal dort macht, weil er völlig von konventioneller komposition weggeht und zu einem maler von collagen wird, was dem stil der serie sehr gut angepasst ist.

auch frauen gibts in der filmmusik, kaum zu glauben: rachel portman zum beispiel, oder meine lieblingsfrau, die viel zu früh verstorbene SHIRLEY WALKER, die für die ersten beiden final destination filme einen überraschend spannenden und auch ohne film funktionierenden score geschrieben hat.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
M

Martin Major

Dabei seit
Dez. 2008
Beiträge
192
Reaktionen
0
kriegst du dailies oder kannst du wenigstens beim dreh zusehen? wenigstens ein script sollte man dir vorher geben, damit du weißt, was auf dich zukommt ;)
 
M

Martin Major

Dabei seit
Dez. 2008
Beiträge
192
Reaktionen
0
ach ja: wirst du die musik nur schreiben, oder sollst du sie auch produzieren? gitbs budget für musiker? orchester? (ich vermute mal nicht)
 
M

Martin Major

Dabei seit
Dez. 2008
Beiträge
192
Reaktionen
0
noch ein komponist, der mir gerade eingefallen ist:

michael giacchino und seine musik für die medal of honor spiele. ich weiß nicht sicher, ob er ein orchester für die einspielungen zur verfügung hatte, aber es hört sich SEHR gut an, falls es aus dem computer kommt. seine stücke sind sehr themenbezogen, die spiele basieren ja auf einzelmissionen, in denen der protagonist während des zweiten weltkrieges bestimmte aufträge an verschiedenen schauplätzen des kriegs bekommt. der ort der mission bzw das thema der mission (zb befreie einen gefangenen soldaten, lege einen bahnhof lahm, zerstöre ein nachschublager, etc) bestimmt dabei immmer klang und musik seiner stücke.

EDIT: ja, er hatte sicher ein orchester dafür, weil er für spielberg bzw dreamworks schon vorher the lost world vertonte, das erste computerspiel mit einem echten orchestersoundtrack (laut wiki).
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

M

Martin Major

Dabei seit
Dez. 2008
Beiträge
192
Reaktionen
0
goliath ist von eastwest, ich hör mir grad die demos an, für den preis klingts nicht schlecht - wird aber wohl genügend programmierarbeit dahinterstecken.

ich habe mir vor kurzem komlete 6 von native instruments gegönnt, da ich schon kontakt 3.5 hatte und man das upgrade günstiger erhält. als sequenzer benutze ich sonar producer 8.5, und bin gerade dabei, mich mit kontakt 4 als multitimbralem instrument vertraut zu machen. die neuen strings von vsl gefallen mir dabei schon recht gut, die konzerthaus orgel plenum finde ich großartig, die klaviere sind eher schlecht (aber das waren sie immer, dafür benutze ich mein roland hp207). für mich wird wohl absynth und massive (zwei synthesizer) am interessantesten sein.

also lass mal was hören :)
 
tapirnase

tapirnase

Dabei seit
Okt. 2006
Beiträge
712
Reaktionen
2
mikifan zm filmmusik komponieren muss man erstmal komponieren können.
dazu gehört musiktheorie, musiktheorie, musiktheorie!!!!!11111einselfelf
erlern erstmal das handwerk des komponisten, sonst kann es sehr schnell peinlich werden ;)
 
M

Martin Major

Dabei seit
Dez. 2008
Beiträge
192
Reaktionen
0
"ein superstar der szene" ...

grausig der typ. ich kann beim besten willen nicht verstehen, warum viele auf ihn so stehen.

dabei möchte ich noch erwähnen, dass der komponist großer hollywood-filme nur selten etwas mit der ORCHESTRIERUNG zu tun hat. und gerade zimmer orchestriert grundsätzlich nicht selbst.

insofern ist es eigentlich unfair, dass die orchestratoren keinen oscar bekommen.

vielleicht kann man irgendwo ein interview mit jochen-schmidt hambrock auftreiben, es war mal eines im keyboards magazin.
 
P

Peritus Urbanus

Dabei seit
Sep. 2009
Beiträge
14
Reaktionen
0
Es gibt bei Filmmusik einige wichtige Sachen, die zu beachten sind.

- Die Musik sollte den Film nicht überstrahlen
- Die Musik sollte in Standard-Tonarten komponiert werden, es sei denn man möchte eine bestimmte Stimmung erzeugen:
Filmmusik färbt ein! Man kann durch bestimmte Instrumentwahl Orte (z.B. Griechenland/Ägypten) in Musik fassen (weiß nich, wie man das besser ausdrücken soll)

- Filmmusik richtet sich normalerweise nach dem Bild.
Es gibt drei Arten von Ton-Bild Bezug zur Filmmusik:

- Paraphrase (Musik erzählt das Bild nach)
- Polarisierung (Musik sagt dem Zusachauer/Zuhörer, was er über eine (inhaltlich neutrale) Szene denken soll. Sie bestimmt also den emotionsgehalt und kann einen neutral blickenden Mann lustig oder böse erscheinen lassen)
- Kontrapuntion (Die Musik wiederspricht dem Bild, um den Zuschauer absichtlich in Verwirrung zu bringen)

Dabei ist die Paraphrase die häufigste und gängigste.
Man sollte Filmmusik nicht ohne einen Film komponieren! Die Musik muss darauf angepasst sein.
Bei einer Paraphrase sind in Musik und Bild deutliche Abschnitte erkennbar, die parallel sind.
Beispiel:
http://www.youtube.com/watch?v=7ZBqFZ5CNiw

Außerdem wird Filmmusik mit verstärktem Einsatz von Motiven komponiert (eine kleine gesangliche Melodie, die mehrere Male auftritt und den Wiedererkennungswert vergrößert).
Und es gibt so genannte Leitthemas:
Themas die in Verbindung mit bestimmten Orten/Personen auftreten (z.B. hat Hogwarts in Harry Potter ein eigenes Leitthema, das immer bei Großaufnahmen von Hogwarts gespielt wird)

Leitthemen können sich auch mischen und auf mehreren Ebenen übereinander spielen.

Musik kann vordergründig und hintergründig sein.
Hintergründig beeinflusst sie die Gefühle des Zuhörers, vordergründig erzählt sie ein Bild nach.

Perfektes Beispiel für eine vordergründige Paraphrase ist der alte King Kong Film von 1933.
Schau dir davon mal was bei Yotube an.
(z.B. http://www.youtube.com/watch?v=1qBA750YNiE)

Wichtig für Filmmusik ist natürlich auch die komplette (!) Musiktheorie.

Hoffe, ich konnte helfen,
MfG
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
J

just listen!

Dabei seit
Sep. 2008
Beiträge
236
Reaktionen
4
Man schaut bei Filmmusik immer auf die großen Hollywood Produktionen. Aber es gibt auch einen riesigen Massenmarkt z.B. im Bereich Industrie- Imagefilm, Dokumentation, Spielfilme mit schmalen Etats usw.. Hier ist aus Gründen der Flexibilität und des Budgets Vielseitigkeit gefragt. Man sollte also darauf achten sein musikalisches Repertoire - seinen Fundus - ständig zu erweitern. Dazu gehört nicht nur viele Musikstile zu verstehen, sondern auch Kenntnisse im Umgang mit elekronischen Produktionsverfahren: Sounddesign und Programming sind heutzutage ein unabdingbarer Teil einer jeden Filmmusikproduktion.
Natürlich gibt es bei den großen Produktionen verschiedene Leute für diese Aufgaben, aber im üblichen Tagesgeschäft ist es von Vorteil alle Bereiche ggf. auch allein anbieten zu können. Außerdem wird auch in Hollywood mittlerweile fast jede Orchestermusik am Sequenzer, sehr oft mit aufwändigen Samplesets, als Demo vorproduziert.
Ich hatte in einer der Antworten gelesen, dass immer auf den Film komponiert wird. Das ist zwar wünschenswert aber oft nicht Praxis. Es gibt z.B. virtuelle Filmscores mit allen gängigen Klischees der Filmmusik mit denen - auch aus Gründen des Budgets - viel gearbeitet wird. Oft hört man ja auch klassische Themen, die für eine Fimszene "zweckentfremdet" werden. Auch das funktioniert ja bekanntlich sehr gut.
 
 

Top Bottom