Eure Lieblingswerke von Liszt

Dieses Thema im Forum "Werke, Komponisten, Musiker" wurde erstellt von .marcus., 28. Aug. 2019.

  1. Barratt
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    Barratt Lernend

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    Freude macht auch Dein namengebendes Stück. :herz: Ich empfinde es als "schwerer" als die Rhapsodie, weil es musikalisch komplexer ist.
     
  2. St. Francois de Paola
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    St. Francois de Paola

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    Das ist in der Tat sehr schön und hat zweifelsohne mehr musikalischen Tiefgang als die Rhapsodie. Das habe ich aber eigentlich ganz gut gekonnt, nur 2-3 Stellen, vor allem die Tremolos, Tremoli oder wie das im Plural heißt am Ende hab ich etwas verschludert.

    Ob das leichter oder schwerer ist, hängt davon ab, auf welchem Niveau man das spielen will.
    Das Niveau "Kann man flüssig und einigermaßen sauber durchspielen" ist wesentlich einfacher zu erreichen, das Niveau "Man kann Leute mit Ahnung begeistern" ist eher schwieriger zu erreichen.
     
  3. Frédéric Chopin
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    Frédéric Chopin

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    Ein sehr schönes Thema, da ich selbst ein großer Fan von Franz Liszt bin.

    Meine Lieblingswerke von Franz Liszt:


    Tarantella (aus Venezia e Napoli) :herz:
    3 Liebesträume :herz:
    Grand Galop Chromatique :herz:
    Polonaise in E- Dur :herz:
    Raphsodie Espagnole :herz:
    Der Heilige Franziskus Paula auf den Wogen schreitend :herz:
    Sonetto 104 del Petrarca :herz:
    Ungarische Raphsodie Nr. 2 :herz:

    Dann viele seiner Klaviertranskriptionen, darunter:
    Opernparaphrasen wie:
    Reminiscences de Norma:herz:

    oder einige Schubert- und Schumannlieder, die Franz Liszt für Klavier transkripiert hat, wie zum Beispiel Schumann/Liszt "Widmung" sind traumhaft schön!

    Ich spiele äußerst gerne Franz Liszt, habe aber auch einen Liebingsinterpreten.

    Bester Franz Liszt Interpret ist für mich eindeutig Jorge Bolet!
     
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  4. Alter Tastendrücker
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    Alter Tastendrücker

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    Jorge Bolet mit seiner nobel überlegenen Art Virtuosität eher ein bisschen zu unterspielen ist sicher einer größten Liszt Interpreten. Ich finde vieles mit ihm sensationell gut dargestellt.
    Trotzdem mag ich es auch wenn es gelegentlich blitzt und donnert (Cziffra, Horowitz).
     
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  5. tomtempest
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    tomtempest

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  6. Henry
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    Henry ehemals Alb/Styx

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  7. Gefallener
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    Gefallener

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    Falsch verlinkt? Ich dachte ich stoße hier auf den Faden: "Falscher Ton bei Barenboim".
     
  8. Bernhard Hiller
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    Bernhard Hiller

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    Für die Fans "ausgefallener" Werke von Liszt bietet die BBC heute abend (20:30 in Deutschland, 19:30 in UK...) was Besonderes:
    https://www.bbc.co.uk/programmes/m0008w7p
    Das wird man wohl ab morgen auch unter obigen Link nachhören können.
     
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  9. Ogerich
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    Ogerich

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    Ich mag am meisten das sposalizio. meiner unmaßgeblichen Meinung nach gibt es da diese drei Motive: Maria, Josef und dann dieses zuerst zarte und dann rauschende des Heiligen Geistes, der quasi „über die Verbindung der beiden Menschen gelegt“ wird und die Ehe segnet.
    Seit ich selbst Liszt spiele (ich bin ein Dillettant im schönsten Sinne des Wortes) höre ich keine Einspielungen mehr, das nimmt mir nur den Mut! Aber die meiner Meinung nach schönste Einspielung ist die von Yoram Ish Hurwitz, auch toll aufgenommen.
     
  10. mick
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    mick

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    Meiner unmaßgeblichen Meinung nach liegen die Dinge in diesem Stück ziemlich anders. Zum einen war das keine Liebesheirat - Maria war zum Zeitpunkt der Hochzeit 12 Jahre alt und Josef war nicht ihr Ehemann im heutigen Sinne - er war bereits ein alter Witwer, der selbst Kinder hatte. Er wurde mit der Hochzeit Marias Vormund, der sie davor bewahren sollte, "unrein" zu werden. Josef selbst wollte diese Hochzeit gar nicht, weil er befürchtete, sich damit zum Gespött der Nachbarn zu machen.

    Liszt hat deshalb auch nicht eine romantische Hochzeit zum Gegenstand seiner Komposition gemacht, sondern explizit das Gemälde von Raphael - er bestand sogar darauf, dass dieses Gemälde in der Notenausgabe mit abgedruckt wurde.

    Es geht also mehr um den Blick des Künstlers auf eine Szene, weniger um die Szene selbst. Liszt hat musikalisch nachgezeichnet, wie er selbst sich Raphaels Bild angenähert hat. Und das ist in der Musik gut nachvollziehbar. So wie der Blick im Gemälde Raphaels durch die starke Zentralperspektive immer wieder zum dominanten Tempel gezogen wird, so entwickeln sich bei Liszt alle Motive aus dem anfänglichen, pentatonischen Glockenmotiv, das die ganze Zeit über im Stück präsent bleibt und immer wieder die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Das "Ave Maria" bleibt in dieser Komposition eine Episode unter anderen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. Okt. 2019
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  11. agraffentoni
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    agraffentoni

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    :super:
     
  12. Ogerich
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    Ogerich

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    Das ist ja interessant, so hab ich das noch nicht gesehen, dann kann ich das Ganze Stück nocheinmal neu üben, dürfte eine interessante Erfahrung werden, Danke!