Enttäuschung Schülervorspiel

und dazu sind die Aufnahmen da (die ich aufhebe, um stets auch mal meinen aktuellen Stand mit früheren zu vergleichen)
Danke für die Erinnerung. Man kommt ja immer wieder an einen Punkt wo gefühlt überhaupt nichts weiter geht, oder man sogar Rückschritte zu machen glaubt.

Ein Vergleich mit einer älteren Aufnahme macht dann oft schnell klar, dass man nur die Erwartung noch schneller voran gebracht hat als das aktuelle Können und diese Diskrepanz frustriert.

Ich werde wieder mal aufnehmen, damit ich mich später über Fortschritt freuen kann. :idee:
 
Das genau ist aber Schwachsinn.

Schüler neigen oft dazu, zu sagen: "Das, was ich da gespielt habe, klang Kacke, fertig, tschüss." FALSCH! Man muss genau hinhören, was genau noch nicht so gut war, was andererseits schon OK oder sogar richtig gut war, und überlegen, was man wie üben müsste, um die Mängel zu beheben. [...]
Lernen, differenziert zu hören und differenziert zu beurteilen

Das ist aber verdammt schwierig.

Also bitte mal diese narzisstischen Jammereien beiseitelassen und sich sagen: Jawoll, ich will effektiv lernen und weiterkommen,

Das ist aber viel einfacher.

Und das ist das Problem...
 
Das genau ist aber Schwachsinn.

Also bitte mal diese narzisstischen Jammereien beiseitelassen und sich sagen: Jawoll, ich will effektiv lernen und weiterkommen, und dazu sind die Aufnahmen da (die ich aufhebe, um stets auch mal meinen aktuellen Stand mit früheren zu vergleichen).

Anfangs fand ich das etwas hart, aber im Prinzip hast Du ja recht. Für sich alleine ist es schon schlimm genug, aber von anderen möchte man die Kritik gar nicht hören. Vieles weiß/ hört man ja selbst und das mag man dann nicht vorgehalten bekommen. Da geht dann bestimmt einiges Nützliche, aus Vermeidungsverhalten, verloren.
 
Und da wundern sich hier welche noch, dass sie nicht vernünftig vorankommen?

Nicht nur wird zu wenig geübt, nein, Kritik mag man weder hören noch sich welche selber konstruktiv geben... Eigentlich will man sich die ganze Zeit nur "gut fühlen", sprich, sich einbilden, man spiele gerade ganz schön, und von anderen gesagt kriegen, das höre sich doch schon ganz toll an, man sei auf dem richtigen Weg, und überhaupt sei das doch alles für einen Erwachsenen nach 2 Jahren Unterricht erstaunlich etc.pp.

Und wenn man dann zwischendurch der Realität gewahr wird, kommt man depressiv drauf, will hinschmeißen, heult im Forum rum...

Solche Schüler können sich nicht vorstellen, dass man sich besser fühlt, besser vorankommt und ohne diese komischen Depri-Phasen auskommt, wenn man einfach die ganze Zeit realistisch ist. (Und NEIN, "ich kann nix, hat sowieso keinen Zweck, klingt doch alles voll Müll" ist NICHT Realismus, sondern, ich wiederhole mich, heuliger Schwachsinn.)

LG,
Hasenbein
 
Gestern habe ich mich z.B. gefilmt, und was ich gehört habe, hat mich ziemlich zufrieden gestellt, aber optisch, oh Gott, wie ich da rumgezappelt bin am Stuhl...:blöd:Das Video war da aufschlussreich,
und ich dachte, ein Schülervorspiel ist im Grunde eine totale Extremsituation, wo sonst steht bzw sitzt man derart im Fokus, man macht sich ja quasi nackig, also selbst in diesem geschützten Rahmen fangen die Hände an zu zittern.
Ich denke, weniger verbindliche Vorspielmöglichkeiten wie im Klavierladen oder in der Familie können da für alle, die keine Rampen... sind, erst mal leichter fallen.
Und ja, selbst im stillen Kämmerlein die Kamera erzeugt Stress.
Ich geh mal davon aus, das wird nach und nach besser.
 
Und da wundern sich hier welche noch, dass sie nicht vernünftig vorankommen?

Nicht nur wird zu wenig geübt, nein, Kritik mag man weder hören noch sich welche selber konstruktiv geben... Eigentlich will man sich die ganze Zeit nur "gut fühlen", sprich, sich einbilden, man spiele gerade ganz schön, und von anderen gesagt kriegen, das höre sich doch schon ganz toll an, man sei auf dem richtigen Weg, und überhaupt sei das doch alles für einen Erwachsenen nach 2 Jahren Unterricht erstaunlich etc.pp.

Und wenn man dann zwischendurch der Realität gewahr wird, kommt man depressiv drauf, will hinschmeißen, heult im Forum rum...

Solche Schüler können sich nicht vorstellen, dass man sich besser fühlt, besser vorankommt und ohne diese komischen Depri-Phasen auskommt, wenn man einfach die ganze Zeit realistisch ist. (Und NEIN, "ich kann nix, hat sowieso keinen Zweck, klingt doch alles voll Müll" ist NICHT Realismus, sondern, ich wiederhole mich, heuliger Schwachsinn.)

LG,
Hasenbein
Du hast ja mit allem recht.

Warum aber so brutal, das kommt doch im Zweifelsfall als kränkend rüber und drängt in die Defensive. Die Menschen sparen sich ihr zeitintensives Hobby von ihrer wenigen Freizeit ab. Du als Lehrer musst natürlich keine Wellnessveranstaltung bieten, aber das Resultst ist es doch was zählt - wenn Du die durchaus gut (würde fast sagen sensibel..) erkannten Erklärungen etwas weicher verpacken würde, hätte das vielleicht gesamtheitlich einen größeren Effekt.
 
Nicht nur wird zu wenig geübt, nein, Kritik mag man weder hören noch sich welche selber konstruktiv geben... Eigentlich will man sich die ganze Zeit nur "gut fühlen", sprich, sich einbilden, man spiele gerade ganz schön, und von anderen gesagt kriegen, das höre sich doch schon ganz toll an, man sei auf dem richtigen Weg, und überhaupt sei das doch alles für einen Erwachsenen nach 2 Jahren Unterricht erstaunlich etc.pp.

Und wenn man dann zwischendurch der Realität gewahr wird, kommt man depressiv drauf, will hinschmeißen, heult im Forum rum...

Solche Schüler können sich nicht vorstellen, dass man sich besser fühlt, besser vorankommt und ohne diese komischen Depri-Phasen auskommt, wenn man einfach die ganze Zeit realistisch ist. (Und NEIN, "ich kann nix, hat sowieso keinen Zweck, klingt doch alles voll Müll" ist NICHT Realismus, sondern, ich wiederhole mich, heuliger Schwachsinn.)

LG,
Hasenbein


Ist das so? :konfus:

Ich höre ständig von meiner Lehrerin, dass ich zu hohe Ansprüche an mich selbst habe. Zu wenig zufrieden bin.
Ich persönlich fände konstruktive ehrliche Kritik einfacher zu händeln als die Kommentare über meinen hohen Anspruch.

Und ja, ich weiß dass das mit meiner Lehrerin nicht das gelbe vom Ei ist und strebe nach Veränderung.

Aber vielleicht geht es anderen ja ähnlich, dass sie "allein gelassen" sind mit Kritik mit der sie nichts anfangen können?

Lg
 
und ich dachte, ein Schülervorspiel ist im Grunde eine totale Extremsituation, wo sonst steht bzw sitzt man derart im Fokus, man macht sich ja quasi nackig, also selbst in diesem geschützten Rahmen fangen die Hände an zu zittern.
Ich denke, weniger verbindliche Vorspielmöglichkeiten wie im Klavierladen oder in der Familie können da für alle, die keine Rampen... sind, erst mal leichter fallen.
Und ja, selbst im stillen Kämmerlein die Kamera erzeugt Stress.
Mir geht's genauso.
Ich geh mal davon aus, das wird nach und nach besser.
Und das stimmt auch. Daher sollte man dazu jede winzige Gelegenheit ausnutzen. :super:
 
Du hast hohe Ansprüche?

Legst Du denn auch eine zu den hohen Ansprüchen passende Ernsthaftigkeit beim Üben und Lernen an den Tag?

Wenn nicht, ist das doch alles wertloses Gerede.

Ich koche ja auch nicht z. B. gerade mal notdürftig ein paar Nudeln und schwadroniere gleichzeitig davon, dass ich ja EIGENTLICH sehr hohe Koch-Ansprüche auf Restaurant-Niveau habe.
Sondern ich sehe es, wie es ist: Zu besserem Kochen habe ich irgendwie nicht so Bock, mir ist anderes wichtiger. Wenn es mir wirklich wichtig wäre, richtig gut zu kochen, würde ich die dazu nötigen Lern- und Übeschritte machen, und da ich sicher bin, nicht irgendwie doof oder behindert zu sein, würde ich das auch ganz gut hinkriegen.

Außerdem ist das schon ganz richtig, dass Du nicht "zufrieden" bist. Nur so hat man ausreichend Antrieb, sich weiterzuentwickeln.
Wie ich sehe, bist Du aber offensichtlich sogar zu träge, mal den KL zu wechseln.
 

Ich finde das einfach ehrlich und zielführend.
Was bringt mir ein KL, der mich nicht kritisiert? Dafür nehme ich doch Unterricht. Wer sonst hält mir den Spiegel vor? Dass er das alles wohlwollend meint, davon gehe ich vertrauensvoll aus.
Ich hab ja nicht gesagt, dass nicht Kritik geübt werden soll, ganz im Ggt (es war ja sogar mein Vorschlag gewesen, sich aufzunehmen, und dass das ziemlich demontierend sein kann).

Wenn man die Motivation der Menschen schon so gut durchschaut, wie Hasenbein, kann man doch noch den Schritt weitergehen, und es ohne Brechstange vermitteln.

Ach ich sollte vielleicht auch mal wieder einen Lehrer nehmen... wirkt sich leider bei mir so negativ aufs Üben aus (wenn ich "muss" mache ichs nicht mehr - ist ein bischen wie mit einem Fitness-Abo..)
 
Und wenn man dann zwischendurch der Realität gewahr wird, kommt man depressiv drauf, will hinschmeißen, heult im Forum rum...

Das sehe ich anders. Ab und zu realisiert man Dinge mit denen man nicht gerechnet hat und die einem aus dem Gleichgewicht werfen. Das gehört mit zum Leben und zum Reifen dazu. Warum sollte man das nicht in einem Forum ausdrücken?

Relevant ist doch nur, wie man von dort weiter geht und ob man an der Erkenntnis wächst oder sich wieder in seine rosa watteflauschtraumwelt zurück flüchtet.

Und noch etwas: weiterbringende konstruktive Kritik üben ist schwer. Im Karate sehe ich oft Anfänger, die wie verrückt n Details üben aber ihre (völlig falsche) Körperhaltung ignorieren. Leider wird die Technik so aber nicht besser und das Frustrationspotential ist hoch.

Und auch am Klavier übe ich oft Dinge, die mein kl dann in der nächsten Stunde bereinigen muss, einfach weil ich nicht verstanden hab was er meinte oder den Zusammenhang falsch interpretiert habe.

Wie gesagt, ich finde das schwer. Da kann man es einem Anfänger doch nicht unbedingt vorhalten, dass er nicht genau genug hinhört (auch wenn es (faktisch) stimmt).
 
Du hast hohe Ansprüche?

Legst Du denn auch eine zu den hohen Ansprüchen passende Ernsthaftigkeit beim Üben und Lernen an den Tag?

Wenn nicht, ist das doch alles wertloses Gerede.

Ich koche ja auch nicht z. B. gerade mal notdürftig ein paar Nudeln und schwadroniere gleichzeitig davon, dass ich ja EIGENTLICH sehr hohe Koch-Ansprüche auf Restaurant-Niveau habe.
Sondern ich sehe es, wie es ist: Zu besserem Kochen habe ich irgendwie nicht so Bock, mir ist anderes wichtiger. Wenn es mir wirklich wichtig wäre, richtig gut zu kochen, würde ich die dazu nötigen Lern- und Übeschritte machen, und da ich sicher bin, nicht irgendwie doof oder behindert zu sein, würde ich das auch ganz gut hinkriegen.

Außerdem ist das schon ganz richtig, dass Du nicht "zufrieden" bist. Nur so hat man ausreichend Antrieb, sich weiterzuentwickeln.
Wie ich sehe, bist Du aber offensichtlich sogar zu träge, mal den KL zu wechseln.

Ach, weißt du, ich glaube als Ballettlehrerin hat man durchaus sehr viel Disziplin.
Aber du hast recht, bisher war ich zu träge Lehrer zu wechseln, denn wenn man erst begonnen hat Unterricht zu nehmen hat man ja immer noch die Hoffnung, dass es anders(besser) werden könnte....


Wie gesagt, ich finde das schwer. Da kann man es einem Anfänger doch nicht unbedingt vorhalten, dass er nicht genau genug hinhört (auch wenn es (faktisch) stimmt).

Zuhören lernen ist schon sehr wichtig, finde ich. Dazu gehört ja nicht nur sich selbst zuzuhören, sondern auch viele unterschiedliche Interpretationen anzuhören und zu spüren was man selbst aussagen will?
Lg
 
Zuhören lernen ist schon sehr wichtig, finde ich. Dazu gehört ja nicht nur sich selbst zuzuhören, sondern auch viele unterschiedliche Interpretationen anzuhören und zu spüren was man selbst aussagen will?

Wollte nicht sagen, dass Zuhören unwichtig sei, (im Gegenteil) nur dass man es (bis auf wenige Naturtalente) erst lernen muss und dass man es nicht unbedingt bei einem Anfänger voraussetzen kann.
 
Und noch etwas: weiterbringende konstruktive Kritik üben ist schwer.
Hier werden doch wieder nur klassische Kommunikationsprobleme seziert:

440px-Vier-Seiten-Modell_de.svg.png


Jede simple Botschaft hat vier Seiten und wer nicht alle davon berücksichtigt, bringt es nicht rüber. Das zu ignorieren und so zu tun, als existiere nur die Sachebene, ist da nicht zielführend. Man kann Menschen auch nicht wie Computer programmieren.

Wer - egal in welcher Branche - Probleme hat, seine Schüler zum Üben zu motivieren, muß sich auf diesem Gebiet weiterbilden. Manche wollen sich das ersparen mit der Begründung "fachfremd". Effektive Kommunikationsfähigkeiten sind allerdings die Voraussetzung und Grundlage jeglicher Lehrtätigkeit. Ein sog. "Fremdsprachlehrer" muß nicht nur "Sprache" gut können, sondern auch "Lehrer".
 
Natürlich ist es wichtig, etwas zu verklickern, ohne dem Schüler vor den Bug zu schlagen.
Gleichzeitig aber auch ehrlich zu sein und zu sagen, was genau der Schüler da noch nicht gut macht.

Oft greif ich nur ein Detail heraus.
Ich bastel dann, wie ein Laborforscher, mit dem Schüler nur an dieser einen Sequenz-solange, bis er gar nicht anders kann als es besser zu machen.
Mir geht es nicht darum, dass der Schüler 1000 Sachen genannt bekommt, die er falsch macht, sondern es geht mir darum, dass es klick macht.
Es geht schließlich um Musik, um das Erlebnis beim Spielen.
Und meine Beharrlichkeit zahlt sich aus.

Viele leiden zunächst, wenn ich so im Detail herum puhle-und sind dann völlig überrascht und glücklich wenn plötzlich eine Sache funktioniert, wenn der Ton besser klingt weil die Handhaltung stimmt, die Rhythmik ineinander greift etc. pp

Dieses Puhlen ist es, was man braucht. Wenn man nicht die Geduld hat, in der Tiefe zu bohren, wenn man davor sogar Angst hat, und der Lehrer es nicht einfordert, dann bleibt man im oberflächlichen "Wohlfühlmodus" und alles bleibt beim Alten.

(Und wofür man Schaubilder braucht, habe ich noch nie verstanden. Braucht man auch für die Liebe. Küssen=Körperebene. Aber sind wir ehrlich: Wer liebt oder lehrt nach Schaubildern? ;-))
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn ich was aufnehme und es mir hinterher anhöre finde ich es immer gräulich und schäme mich fast vor mir selber so dilettantisch ein Stück zu spielen und lösch es ganz ganz schnell wieder :puh:
Eigentlich schade - was haben ein Lehrer und ein Aufnahmegerät miteinander gemeinsam? Sie registrieren beide das Gespielte von außen und beobachten das Geschehen aus einer Perspektive, die man als Akteur nie einnehmen könnte. Das ist eigentlich mehr Chance als Bedrohung - und warum? Daraufhin könnte man fragen, was der Unterschied zwischen Lehrer und Aufnahmegerät ist. Die Lehrkraft wertet und kann diese Wertung in ganz unterschiedlicher Weise präsentieren, schlimmstenfalls destruktiv und beleidigend. Ein Aufnahmegerät tut das nicht - es hält die Darbietung fest und die Wertung nimmt derjenige vor, der die Aufnahme analysiert. Den Mitschnitt wieder löschen? Einverstanden. Aber idealerweise erst dann, wenn man aus ihm dauerhaften künstlerischen Gewinn gezogen hat. Ein solcher Apparat ist ein Werkzeug und ein Hilfsmittel für den Lernprozess - also ist das Gerät für den Lernenden da und nicht der Lernende für das Gerät. Welcher Handwerker entschuldigt sich schon bei seiner Werkzeugkiste, nachdem er einen schlechten Tag erwischt und eine Reparatur verkorkst hat?

Und ja, selbst im stillen Kämmerlein die Kamera erzeugt Stress.
Ich geh mal davon aus, das wird nach und nach besser.
Davon ist auszugehen. Auf jeden Fall beruht der Stress auf der Projektion eigener Versagensängste auf das Aufnahmegerät, da an dessen Stelle ja auch ein extrem kritischer Beobachter sitzen könnte, der nur darauf gewartet hat, einem die Summe der gesammelten Unzulänglichkeiten mal so richtig knallhart um die Ohren zu hauen. Oder es betritt jemand das Zimmer und holt das Gerät mit der Ankündigung ab, die missratene Aufnahme jetzt aller Welt vorzuspielen. Demnach ist man im genannten Sinne gut beraten, ein Aufnahmegerät nicht mehr fälschlich als eine gegen einen gerichtete Waffe anzusehen, sondern als ein Werkzeug, das es einem durch das Aufspüren von Optimierungsmöglichkeiten erlaubt, besser zu werden. Insofern bin ich in dieser Hinsicht persönlich froh, in der heutigen Zeit mit recht wenig Aufwand aussagekräftige Dokumentationen von Arbeitsproben erstellen zu können und davon immer noch zu profitieren. In meiner Schul- und Studienzeit war das umständlich, aufwendig und oftmals technisch sehr unbefriedigend - noch früher konnte man seine Spielbewegungen nicht filmen und musste sich selbst im Spiegel beobachten. Gut, dass man inzwischen technisch weiter ist.

LG von Rheinkultur
 
Zuhören lernen ist schon sehr wichtig, finde ich. Dazu gehört ja nicht nur sich selbst zuzuhören, sondern auch viele unterschiedliche Interpretationen anzuhören und zu spüren was man selbst aussagen will?
Als Chorleiter mache ich das mit meinen Chören mitunter ähnlich. Des öfteren schneide ich wichtige Auftritte mit und biete auch meinen Chormitgliedern die Möglichkeit, die eigene Singgemeinschaft von außen zu hören. Viele sind es so gewohnt, in der Probe neben wenig interessierten Sängern zu sitzen, die in Ermangelung von Musikalität und Leistungsbereitschaft mehr falsche als richtige Töne von sich geben. Da fällt der Chorklang von vorne aus der Perspektive von Dirigent und Publikum viel besser und ausgewogener aus als ursprünglich während des Auftritts befürchtet, da sich in der Gesamtheit manches problematische Detail relativiert. Auch hat es sich eingebürgert, deshalb vor wichtigen Auftritten die Sänger probeweise durcheinander zu stellen oder den Jubilar sein Geburtstagsständchen vorne vor dem Chor anhören zu lassen.

LG von Rheinkultur
 
Wenn man nicht die Geduld hat, in der Tiefe zu bohren, wenn man davor sogar Angst hat, und der Lehrer es nicht einfordert, dann bleibt man im oberflächlichen "Wohlfühlmodus" und alles bleibt beim Alten.
In diesem Falle ist offensichtlich der Leidensdruck durch die Unzulänglichkeiten noch nicht so hoch - sonst würde man die notwendigen Veränderungen ja in Angriff nehmen... .
 

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