Empfehlung/Kriterien Pianokauf

Hallo Patbone; erst mal ein Herzliches Willkommen! Zurück zu Deiner Fragestellung: Wenn Silent ein Muss ist, tust Du gut daran, in diesem Fall ein neues Instrument zu kaufen, da diese elektronische Komponenete doch einer permaneneten Verbesserung unterliegt. Die neuen System von Yamaha scheinen die besten am Markt zu sein, was auch die Marke selbst einschränkt, da diese Systeme NICHT nachgerüstet werden können. Klare Empfehlung ist daher Yamaha ab U1 aufwärts! (Und probiere VIELE durch - die klangliche Streubreite ist auch bei Yamaha gegeben, vor allem, wenn die Händler noch nachintonieren - der eine kanns, der andere nicht...)
 
Liebe alle

Erstmal Vielen Dank für die vielen Tipps und Ratschläge! :p

Ich hab auch viel Gutes von den Yamaha Silent-Systemen gehört, allerdings gibt sich die Homepage etwas zurückhaltend mit Infos zu technischen Details und Unterschieden.

@fisherman: ein P116 von 2007 hätte demnach noch keine so tolle Elektronik, oder wie?

Andererseits frag ich mich manchmal, wie wichtig eine klanglich hervorragende Silent-Technik überhaupt ist; für mich steht dabei eigentlich der funktionale Aspekt im Vordergrund: Ich möchte das Klavier einfach stummschalten können, wenn es andere stört oder wenn jemand zu Unzeiten üben möchte. Wenn die Anschlagdynamik identisch mit jener des akustischen Instruments bleibt, könnte ich einen mittelmässigen Sound wohl verschmerzen. Schliesslich will man, wenn immer es geht, ja ohne Kopfhörer spielen und das Piano klingen hören, oder?

Ein bisschen Bedenken hab ich auch noch wegen der Akustik. Das Klavier sollte an eine (allerdings dick isolierte) Aussenwand in einem recht grossen Raum (Wohnen/Essen) gestellt werden, mit grossen Fensterflächen und eher wenig textilen Elementen. Da mach ich so ziemlich alles falsch, oder?:-?
Würde es schon was bringen, das Klavier auf einen Teppich zu stellen und nicht ganz an die Wand zu rücken, so mit vielleicht 20 cm Abstand?

Viele (Anfänger)Fragen, ich weiss...:roll:

Beste Grüsse
Patrick
 
Was hab ich neulich gehört: Beim Klavier immer die Tastaturklappe auflassen. Warum? - Damit die Kinder drangehen!
Richtig, so und durch die Klimperei von Papa und Oma kam Klein - Petz zur Musik denn musikalische Erziehung im Kindergarten etc. gab´s damals noch praktisch keine. Allerdings bitte mit Gummiexpander oder ähnlichem unbedingt sicherstellen, daß die Klappe keinesfalls zufallen kann...:floet:
 
@Patbone: Nur die neuesten Silents arbeiten ohne dauerhafte Auslöseverstellung, sind also im ppp-Spiel (akustisch!!!) nicht durch das Silent beeinrächtigt. Hier gibts dazu einen Faden, dort steht auch ab wann und in welche Modelle das neue System eingebaut wird. Musste mal suchen. Vielleicht kann hier auch jemand helfen, der den Faden kennt?

Am P116 stört mich das P116:D. U - aufwärts...

Teppich ist gut, noch besser ist schräge Aufstellung! (5-10 Grad genügen).
 
Manfred, ich weiß es nicht mehr - daher bitte mal die alte Story hierher verlinken. Danke! Ich fürchte fast, Moderato will andeuten, dass es das nur bei den Flügeln gibt... war ja zu schade.
 
Danke Manfred, das könnte Patbone weiterhelfen.
 
Ja, das mit der Auslösungsverstellung geht tatsächlich nur beim Flügel!!
Aber das macht nichts. Ich finde den Unterschied nicht sooo groß. Patbone will ja auch erst mal wieder einsteigen, da wird er am Anfang noch nicht mal merken, dass sich die Auslösung verstellt, wenn man in den Silent-Modus schaltet. Das Problem wird immer ziemlich groß geredete finde ich und spielt eigentlich nur eine Rolle, wenn man wirklich schon auf recht ordentlichem Niveau spielen will (bei schnellen Repetitionen u.ä.).
Wenn Patbone in ein zwei Jährchen dann Blut geleckt hat, kann er ja immer noch auf einen entsprechenden Flügel umsteigen. :p Und auch für den Profi ist die verstellte Auslösung durchaus brauchbar. Ich fand alle Yamaha Silents (so ab U1 aufwärts) sehr gut und ist ne prima Alternative, um auch nachts in Mietshäusern üben zu können. Tausendmal besser als jedes Digitalpiano! Es gibt übrigens bei den Yamaha Silents Unterschiede. So sind in den B-Klavieren andere Samples verbaut als z.B. in der U-Serie. Das hört man deutliche! Ein Yamaha Techniker hatte mir das mal auf Anfrage erklärt, als ich ihn auf dieser Tastatour darauf ansprach.

Cheers,

Wolf

@ patbone: Fisherman hat recht! Du solltest wirklich möglichst neue Samples verwenden. Den Digitalklang findet man am Anfang gut, er geht einem aber IMMER nach einiger Zeit auf die Nerven. Ich kenne eigentlich mitterweile keinen mehr, dessen Digi (welcher Couleur auch immer) inzwischen nicht ungenutzt in der Ecke steht, nachdem ein akustisches Instrument angeschafft wurde. Wird dan höchstens noch für kleinere Veranstaltungen rausgeholt, wenn kein Klavier da ist.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

Danke Pille, ich denke, Du liegst hier richtig. Frage: Könnte man, wenn man z.B. nach 3 oder 5 Jahren keine Samples mehr hören kann, die Auslösung wieder verändern, dass kein Unterscheid feststellbar wäre? Natürlich unter Deaktivierung der Stummspieleinrichtung.
 
Ja kann man. Aber hier wird immer wieder ein "Problem" heraufbeschworen welches es bei SILENT-Besitzern gar nicht gibt.
Nach vielen hundert verkauften SILENT-Klavieren habe ich bisher diesbezüglich noch nie eine Diskussion darüber gehabt.
 
Ja kann man. Aber hier wird immer wieder ein "Problem" heraufbeschworen welches es bei SILENT-Besitzern gar nicht gibt.
Nach vielen hundert verkauften SILENT-Klavieren habe ich bisher diesbezüglich noch nie eine Diskussion darüber gehabt.

Das ist in der Tat ein wenig das Problem. Die besagte Veränderung der Auslösung ist wirklich ein beim Spielen kaum spürbarer Effekt. Wenn man so weit ist, dass einen das nervt, dann ist man wirklich schon sehr weit. Mich persönlich stört der künstliche Digitalklang (obwohl er bei Yamaha im Vergleich zu anderen Anbietern sehr gut ist) viel stärker. Und natürlich kann man die Auslöung wieder zurückstellen, es ist ja eine ganz normale Mechanik. Aber andererseits wäre es doch Verschwendung. Dann würde ich das gute Stück eher in Zahlung geben und mir ein normales Piano ohne Silent holen.

Cheers,

Wolf
 
Nach vielen hundert verkauften SILENT-Klavieren habe ich bisher diesbezüglich noch nie eine Diskussion darüber gehabt.
Das ist doch klar!Wer ein Silent kauft, hat eine Notwendigkeit dazu. Und da ist die veränderte Auslösung wirklich ein kleineres Übel. Wäre ich in einer Mietwohnung, würde ich mir selbst die Frage gar nicht stellen. Die Alternative heißt ja ohnehin nur "Digi PLUS Klavier" und das stellt viele schon vor ein Platzproblem.
 
Hallo

Ich bin noch immer am Evaluieren...
Zwischenzeitlich habe ich schon einiges angespielt, Preise verglichen, Angebote eingeholt und selbstverständlich das halbe Forum durchstöbert und bin dabei auf viele interessante "Informationsfragmente" (und nebenbei auch auf immer wiederkehrende ideologische Gräben...) gestossen, kurz und gut, die Sache konkretisiert sich.
Nun, Anfang nächster Woche werde ich mir beim Pianofachhändler meines Vertrauens ein paar Stunden Zeit nehmen zum ausführlichen Spielen/Vergleichen und - vielleicht - Entscheiden.

Herauskristalliert haben sich folgende 3 für mich bezahlbare Neuklaviere mit Stummschaltungsfunktion:
  1. Yamaha B3 Silent
  2. Kawai K-3 ATX
  3. W.Hoffmann V120 mit Vario-System
Alle Angebote liegen bei ca. 5000-6000€ und damit in einem für mich akzeptablen Preisbereich. Für eine gute Alternative ginge ich bis gegen 7000€, habe also meine anfängliche Preisvorstellung etwas nach unten korrigiert.

Das Yamaha und das W.Hoffmann habe ich (akustisch) gespielt, beim Kawai nur erst das K-2 und dann wieder das K5. Daneben auch ein paar andere der gleichen Hersteller, hauptsächlich kleinere, aber auch die Yamaha P-Serie, die mir klanglich nicht besser gefiel als das B3.

Meine Zwischenbilanz (keine Rangliste!) lautet wie folgt:

YAMAHA B3 Silent
Klang: neutral bis hell, ausgewogen, recht kräftig
Anschlag: eher schwergängig-fest

Pluspunkte
  • günstigstes Klavier in 120cm
  • Hersteller mit anerkannt guter Qualität
  • hochwertiges Silentsystem vom Marktführer
  • sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis
Minuspunkte
  • hergestellt in Indonesien
  • Resonanzboden nicht aus Massivholz
  • nicht die besten Flügelsamples (Simple Type)
  • "Allerweltsmarke"

KAWAI K-3 ATX
Klang: beim K-2 eher flach, nichtssagend, K-5 hingegen druckvoll und vielschichtig
Anschlag: K-2 ähnlich wie Yamaha B-Series, K-5 leichtgängig und 'sensibel'

Pluspunkte
  • innovative Technik verbunden mit alter Klavierbautradition
  • Hersteller mit anerkannt guter Qualität, made in Japan
  • hochwertiges Silentsystem, elegant gelöst
  • sanft schliessender Tastaturdeckel
Minuspunkte
  • relativ teuer, falls nicht im Online-Shop bestellt


W.HOFFMANN V120 Vario

Klang: warm, kräftig und präsent
Anschlag: leichtgängig-weich, angenehm zu spielen

Pluspunkte
  • Deutsches Klavier aus europäischer Produktion
  • Mutterhaus (C.Bechstein) mit exzellentem Namen
Minuspunkte
Freue mich auf Widerspruch, Zuspruch und Ergänzungen zu meiner (höchst subjektiv-laienhaften) Aufstellung, weiss aber natürlich, dass ich letztlich selbst entscheiden muss/darf... :)

Dennoch: Welches der drei gelisteten Klaviere würdet ihr bevorzugen und wenn ja, warum?

Vielen Dank und beste Grüsse
Patrick
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich würde keins von den Dreien nehmen. Es ist zuviel Abwägen dabei.

Wenn es aber eins von den Dreien sein soll, tendiere ich zum Kawai 3. Grund: die wenigsten Minuspunkte. Wobei der Klangeindruck vom KAWAI K-3 ATX noch fehlt.
 
100% Zustimmung zu Kuli! - ich glaube, lieber Patbone, Du hast immer noch nicht gemerkt, dass es auf das EINZELNE Klavier, nicht auf den TYP ankommt. Es gibt prima K3 und es gibt Gurken-K3, usw...
 
... Es ist zuviel Abwägen dabei. Wenn es aber eins von den Dreien sein soll, tendiere ich zum Kawai 3. Grund: die wenigsten Minuspunkte....

Dem kann ich nur beipflichten, Kulimanauke.

@patbone:
Für nähere Informationen in Sachen Kawai und auch Yamaha wäre wohl ein direkter Kontakt zu klavierbauermeister weiterführend. Er hat sich in diesem Faden bereits geäußert.

Gruß
Martin
PianoCandle

... und aus Krach wird Klang
 

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