Digitales Piano bis max. 2.500,-

Dieses Thema im Forum "Klavier/Digitalpiano/Keyboard kaufen, reparieren.." wurde erstellt von Marcel M., 27. Nov. 2006.

  1. Marcel M.
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    Marcel M.

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    Hallo,

    nachdem ich in meiner Kindheit einige Jahre Keyboard gespielt habe, möchte ich nun den Wiedereinstieg am (digitalen)Klavier wagen. Am liebsten wäre mir ein richtiges Klavier, doch leider lässt sich das schlecht mit unseren Mitmietern vereinbaren.

    Aus diesem Grund möchte ich mir ein Digitales Piano kaufen, welches vom Klang und Spielgefühl her möglichst nah an "das Richtige" rankommen soll.

    Heute war ich, zusammen mit meiner Frau, zum Probespielen in einem Klaviergeschäft in unserer Nähe. Dort hatten wir die Auswahl zwischen einigen Modellen von Yamaha, Roland und Casio.

    Besonders gut gefielen uns hier das Yamaha CLP-240 und das Roland HP103e. Die Tastaturen gefielen uns bei beiden ähnlich gut, nur der Klang war sehr unterschiedlich.

    Das Yamaha hatte einen etwas härteren Klang, der vom Roland war etwas weicher. Während mir der harte Klang eher zusagte, gefiel meiner Frau der vom Roland etwas besser. Beim Design waren wir uns beide einig, hier liegt das Roland vorn.


    Alles in allem sind wir (bzw. ich) uns noch sehr unschlüssig und würden uns über Empfehlungen/Erfahrungsberichte, auch anderer Modelle, sehr freuen. :)


    ciao
    Marcel
     
  2. splinetime
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    splinetime

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    Hallo,

    im aktuellen Keyboardsheft 9/06 gibt es ausführliche Test zu Stagepianos (nicht ganz das was Du suchst, aber eventuell trotzdem nützlich) und auch einige Seiten Kaufberatung zu digitalen Home-Pianos. U.a. kommen dort die Modelle von Kawai und Korg ganz gut weg. Vom Yamaha DGX-620 und GEM PRP800 gibt es ausführliche Tests; sind allerdings keine 'richtigen' Home-Pianos. Ich glaube, daß sich das Heft trotzdem für Dich lohnen wird.
     
  3. Marcel M.
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    Marcel M.

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    Ein Stagepiano wäre (von der fehlenden Möbelstücktauglichkeit mal ab) auch eine Überlegung wert, solange meine Anforderungen, sehr guter Pianoklang+Feeling, erfüllt werden. Viel mehr, aber auch nicht weniger, erwarte ich von einem Digi-Pi. .

    Wie würden sich denn die Modelle:

    Kawai MP4/MP8, Roland RD700SX und Yamaha S90ES

    gegenüber

    Kawai CA-5/7/9, Roland HP103e und Yamaha CLP-240

    schlagen? Wo liegen die Vor- und Nachteile?


    Meiner bisherigen Recherchen und Erfahrungen nach hat das MP8 eine sehr gute Tastatur. Und wie schon geschrieben gefällt mir der Klang des CLP-240 etwas besser als der des HP103e.


    ciao
    Marcel


    //edit: Ich bin mir nicht sicher ob es für die Entscheidungsfindung wichtig ist, daher noch folgende Info. Zu fortgeschrittener Tageszeit kann ich nur noch mit Kopfhörern spielen und habe für u.a. diesen Zweck Sennheiser HD650 in Gebrauch. Vom Zeitrahmen her werde ich wahrscheinlich zu 50% über KH spielen müssen.
     
  4. Lusinganda
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    Lusinganda

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    Also vor ein paar Monaten stand ich genau vor derselben Entscheidung, ich habe alle möglichen Marken getestet und überzeugt haben mich nur Yamaha und Roland. War auch auf der Musikmesse, wo man vom Angebot ja fast erschlagen wird, aber hat meine Entscheidungsfindung reifen lassen. Letzendlich habe ich mich für Yamaha CLP 150 (war ein Auslaufmodell, entspricht aber dem CLP240 von den techn. Daten her) entschieden und bin äußerst zufrieden mit dieser Entscheidung. Mich hat letzen Endes auch der Klang überzeugt als authentischster unter den Digitalpianos und das war mir am wichtigsten, man kann ja auch die Klangfarbe einstellen (weicher und härter). Im Grunde kann man sagen, dass Roland und Yamaha technisch so ziemlich auf dem gleichen Stand sind und dass das Zünglein an der Waage bei der Entscheidung der persönliche Geschmack sein wird. Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich nicht alle technischen Spielereien verglichen habe, weil ich das meiste davon sowieso nicht nutze und ich nicht sonderlich viel Ahnung davon habe. Ich habe mich damals für Yamaha entschieden, weil mir der Klang besser gefallen hat. Vom Aussehen her gefällt mir das Roland aber auch besser…

    LG Lusinganda
     
  5. Beabarba
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    Beabarba

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    ich würde mir auf jeden Fall Kawai-Pianos (der CA-Serie) genauer anschauen und ausgiebig probespielen, möglichst im direkten Vergleich mit Yamaha. Vor zwei Wochen habe ich mir ein Kawai CN 4 als Zweitklavier angeschafft und bin damit jetzt ganz zufrieden. Das CA 7 hätte mir viiiieeel besser gefallen, lag aber nicht mehr in meiner Preisklasse (in deiner aber schon). Die Tastatur war sehr authentisch und der Klang durch die nach vorne abstrahlenden zusätzlichen Lautsprecher auch sehr gut. Von meiner ursprünglichen Idee ein Stagepiano zu kaufen bin ich beim Probe spielen sehr schnell abgekommen, die Dinger haben einfach keine brauchbaren Lautsprecher und klingen sehr blechern. Ich denke daß so ein bißchen Holz als Resonanzkörper außenrum schon was ausmacht. Außerdem muß man noch mal viel Geld in einen stabilen ( ! ) Ständer stecken, und es gibt in der Regel nur ein fipsiges Pedal. Wenn man also nicht darauf angewiesen ist, das Klavier laufend zu transportieren, würde ich von einem Stagepiano abraten.

    Testberichte gibt übrigens bei den entsprechenden Modellen bei Thomann zum runterladen.

    Gruß, Beate
     
  6. Marcel M.
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    Marcel M.

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    Für morgen habe ich einen Termin zum Probespielen/zur Beratung bei einem Klavierbauer/-Händler in meiner Nähe ausgemacht. Laut der Angaben im Internet führt der Händler auch Kawai (e)Pianos.

    Es ärgert mich ein wenig, dass im laufe des nächsten (Früh-)Jahres voraussichtlich die neuen Modelle von Kawai auf dem europäischen Markt erhältlich sind, wodurch die Preise der "alten" Modelle wohl drastisch fallen werden.

    Wäre der Wunsch endlich wieder spielen zu können nicht so groß, würde ich wohl solange abwarten. :roll:

    Alles in allem stimme ich bisher mit dir überein Beate, ich habe allerdings auch noch nicht all zu viele Stagepianos testen können.


    ciao
    Marcel
     
  7. Marcel M.
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    Marcel M.

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    So, ich war heute beim Probespielen/-hören.

    Leider hatte der Händler von Kawai nur das CN-2 da, welches an sich schon einen guten Klang hatte, aber ansonsten unter den anderen Mitstreitern lag.
    Ein Digi-Pi. der CA-Reihe könnte er zwar bestellen, jedoch ist bei ihm, im Gegensatz zum Händler der kein Kawai führt, kein Mietkauf möglich. (bei digitalen)

    Jetzt hat er mir allerdings gezeigt, dass es auch bei "normalen" Pianos die Möglichkeit gibt wesentlich leiser zu spielen. Es ist wohl so eine Art Filzleiste als Dämpfer eingebaut. Die Wirkung dieses Dämpfers demonstrierte er mir an einem Yamaha per Pedal und an einem Sauter, bei dem man neben der Klaviatur einen "Stöpsel" herausziehen konnte. Das Klavier war dadurch wirklich um einiges Leiser, ob allerdings leise genug für meine Mietwohnung, da bin noch ziemlich unsicher.

    Nun bot er mir das Sauter Klavier (bj. ~1986) für 1.400,- an. Er nahm es von einem Kunden in Zahlung, der dafür ein anderes Klavier bei ihm gekauft hatte. Das Klavier hat allerdings einen Makel, es wurde wohl von einem Tischler lackiert (mattes Schwarz) und hat ein paar kleinere Macken, was mich aber nur geringfügig stören würde.

    Ich habe jetzt also die Wahl zwischen dem CLP-240 für 2-2,4k €, dem gebrauchten Sauter akustik Klavier für 1.400,- oder jedem anderen Digi-Pi. bis max 2.500€ insofern es von Yamaha, oder Roland ist.

    Für was würdet ihr euch entscheiden? Wie gut ist das Sauter?

    ciao
    Marcel
     
  8. splinetime
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    splinetime

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    Hi,

    gebe ich nochmal meinen Senf dazu ;-) Ich habe ein Kawai-e-Piano (14 Jahre alt) mit einer sehr guten Holztastatur, aber miserablem Klang (wie ich finde; einige Töne "quietschen") - spiele es daher mit einem Roland-Klang aus einem Soundmodul. Jetzt bin ich auf ein richtiges Klavier von Sauter umgestiegen...

    Das von Dir beschriebene Verfahren ist ein Moderator; bei kleinen Sauter-Klavieren wird dieser über einen Hebel eingeschaltet; bei anderen über das mittlere Pedal. Dabei wird ein Filzlappen zwischen die Saiten und Hämmer heruntergelassen und dämpft so ziemlich stark die Lautstärke. Zum 'richtig' Spielen ist das natürlich nicht schön, aber zum Üben ideal; damit dürfte man bei der Zimmerlautstärke angelangt sein.

    Auch in einer Mietwohnung darf man (je nach Haus etc. und Gericht ;-)) 2-3 Stunden am Tag spielen - ohne Moderator; Ruhezeiten muß man natürlich beachten.

    Der Preis vom Sauter kommt mir relativ niedrig vor, kann aber durch die Lackierung etc. okay sein. Hier kenne ich mich nicht so aus.
    Für ein E-Piano würde ich eigentlich nicht soo viel ausgeben wollen; in >10 Jahren ist das wohl nur noch Elektronikschrott; ein Klavier kann ewig halten. Falls Du zu dem gebrauchten Klavier tendierst, würde ich einen Fachmann mitnehmen.

    Gruß
    Carsten
     
  9. Hartwig
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    Hartwig

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    Hallo Marcel,
    ich weiß nicht wo Du wohnst, aber ich war gestern mal wieder bei Just Music / Amptown in Hamburg. Gibt es auch in Berlin und München.
    Die haben große Mengen Tasteninstrumente und sämtliches Zubehör für Musizierende.
    Ich habe dort mit dem Geschäftsführer für Tasteninstrumente Jan Lüthje gesprochen und das Thema erörtert, daß hier viele nach den geeigneten Instrumenten anfragen.
    Er sagte auch zu, daß wir dort uns treffen könnten zum Wokshop, Spielen an den Instrumenten usw.
    Dort gibt es in allen Preisklassen ePianos, Keyboard usw. und von vielen Herstellern. Es gibt auch eine Homepage und Kataloge auf Anforderung.
    Die Homepage: www.amptown-music.de oder www.sound-and-drumland.de

    Gruß Hartwig