Die totale Verunsicherung

S

Sonja

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Hey, liebe Klavierfreunde!

Jetzt muss ich mal was loswerden. Meine vorletzte Klavierstunde ging völlig daneben, obwohl ich zuvor wirklich viel geübt habe. Mindestens 1 1/2 Stunden täglich. Am Ende dieser besagten Stunde musste ich mir von meiner, wirklich lieben und geduldigen Lehrerin, folgenden Satz anhören: Tja, Sonja, ich merke, du hast in dieser Woche nicht wirklich viel geübt und gespielt!

Ich war so geschockt und baff, musste dreimal leer schlucken und brauchte anschliessend erst einmal eine Zigarette! Den ganzen Tag über war ich ziemlich frustriert. Ich habe wirklich ernsthaft überlegt, mit dem Klavierspielen aufzuhören. Naja, jedenfalls habe ich dann aus Trotz heraus das Klavier bis Freitag komplett ignoriert. Habe keine Taste berührt!

In die heutige Unterrichtstunde ging ich so schlecht vorbereitet, wie noch nie. Ich habe vielleicht 2 Stunden geübt in dieser Woche. Heute hätte sie zu mir sagen können, dass ich nicht viel geübt hätte, nur komischerweise war sie heute um einiges zufriedener mit mir als letze Woche....

Irgendwie seltsam!

Ging das eingen von euch auch schon so? Ich meine, es ist doch ziemlich frustrierend, wenn man sich, auf gut Deutsch, den A.... aufreisst, sich stundenlang durch diesen Notendschungel schlägt, um sich am Ende der Stunde anhören zu müssen, man hätte nicht viel geübt. Und wenn man dann einmal wirklich weniger spielt, wird man gelobt.... *kopfschüttel"

Bin im Moment wirklich ziemlich verunsichert und verstehe die (Klavier)Welt nicht mehr.
 
E

Eric

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Hallo Sonja,

nun mach dir mal keine sorgen. Ich kenne das ganz genau, mein klavierlehrer übrigends auch. Es ist ein phänomen, mal übt man wirklich viel und fleißig, aber bekommt es nicht hin, das andere mal übt man kaum oder garnicht und trotzdem klappt es. Viele faktoren tragen dazu bei, wie sich der lernerfolg niederschlägt. Zum beispiel ist schlaf eine wichtige komponente, da der hypothalamus, das ist so ein kleines stück im gehin :-) im schlaf neu gelerntes wie neue autoruten, aber auch eben klavierspielen im schlaf immer wiederholt, dadurch festigt sich das neu gelernt dann. Das ist jetzt mal ganz kurz angeschnitten, damit will ich einfach nur sagen, lass dich nicht entmutigen, das was du da erlebst ist echt normal!

Achso, das heisst aber natürlich nicht, das du jetzt weniger üben sollst, also gleich mal wieder rann :D.

lg
Eric
 
L

Livia

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Das kenn ich.
Allerdings von der Schule.
Ich habe immer 2er in den Lateinarbeiten geschrieben. Dann hab ich mal gelernt, udn zwar ganz fleißig Vokabeln gepaukt. Und ich habe eine 3 geschrieben. Meine erste 3 ...
Auch bei der Geschichtsarbeit neuerdings hab ich eine 4 geschrieben, obwohl ich 3h durchgepaukt habe, was ich sonst nicht tue.

Übst du denn sonst auch so viel? Oder war es das erste Mal, dass du dich so in Zeug gelegt hast?
 
Ibächlein

Ibächlein

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Völlig normal!

Hallo Sonja,
da kann ich Dich nur ermuntern, jetzt bloss nichts hinzuschmeissen!
Das ist völlig normal, was Du da erlebt hast.
Ich kenne das Phänomen auch, sowohl bei der Musik wie auch in ganz anderen Bereichen. Du übst und übst und es geht nichts voran - und irgendwann läßt Du alles eine Weile liegen, und plötzlich geht es.
Das sind die komplizierten Mechanismen unseres Gehirns, die das zu verantworten haben. (Darüber möchte ich mich jetzt nicht auslassen. Das sollen die Fachleute tun.) Es ist eben doch was Wahres dran, daß wir manchmal "im Schlaf" lernen, weil sich da das Geübte im Gehirn verankern kann.
Wenn Du also das Gefühl hast, vor einer Wand zu stehen, dann mach getrost ein paar Tage Pause - spiele gar nicht oder spiele ein anderes Stück - und plötzlich geht es wieder und sogar viel besser.

Tja, und dann kann es natürlich noch viele andere Gründe geben: Stress, körperliche Überanstrengung ...

Das sollte Deine Lehrerin aber eigentlich auch wissen. Sprich das Thema doch einfach mal an!
Viele Grüße von Ibächlein
 
H

Hacon

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Hallo Sonja, beruhig dich erst mal, denn es gibt mehrere Gründe warum das passiert sein kann.
1. Möglichkeit: Du übst normalerweise nicht so viel und willst deine Lehrerin mal total überraschen. Jetzt stehst du unter einem gewaltigen Druck, du hast ja so viel geübt, jetzt muss es aber DIE Überraschung werden. Aufregung und Nervosität schleichen sich als Folge ein, und alles geht in die Hose (ist mir auch mal passiert als ich ein auswendig gelerntes Stück vorspielen wollte)

2.Möglichkeit: Du übst jede Woche viel und spielst dich immer vor der Klavierstunde nochmal ein, damit es besser läuft. Dieses Mal hast du das allerding vergessen oder keine Zeit dazu gehabt. Dadurch ist das Vortragen dann sozusagen gleichgesetzt mit dem Einspielen und alles geht daneben.

3.Möglichkeit: Du hast vor der Klavierstunde schon stundenlang geübt.
Folge: Deine Hände sind erschöpft und dein Gehirn ist vielleicht für neue Dinge die es lernen soll nicht mehr bereit.

4.Möglichkeit: Lehrer höhren unmenschliche Dinge aus geübtem heraus. Meine Klavierlehrerin. hat sich früher(da hab ich noch nicht geübt) manchmal gefreut, dass ich doch mal wieder wenigstens 5 Minuten geübt habe, dass Stück sei ja etwas besser geworden. Kann natürlich auch umgekehrt passieren.

5.M. Jeder hat mal nen schlechten Tag, ist ganz normal.

Lass dich jedenfalls nicht entmutigen, nimm dir ein Stück das dir Spaß macht und leg los, es wird schon wieder.

Übrigens: Wenn du mal meinst, mit irgendetwas nicht voranzukommen, dann verzweifel nicht und üb weiter. Mir kommt es nähmlich auch manchmal so vor, als könnte ich bestimmte Sachen einfach nicht lernen, weil meine Hände die Technik nicht mitmachen. Irgendwann klappt es dann aber doch.

Alles in allem: Vergiss den Vorfall und hab wieder Spaß am Spielen:D
 
Kathi

Kathi

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Mir gehts im Klavierunterricht auch manchmal so. Die Stücke wo ich mir denk die gehn super, kann ich plötzlich nicht mehr wirklich und die die ich nicht so wirklich geübt hab gehn plötzlich fast perfekt.
Tja verkehrte Welt kann man da nur sagen.

Nicht aufgeben, das wird schon wieder.


Kathi
 
Guendola

Guendola

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Beim Üben gilt manchmal "weniger ist mehr". Wenn Du gerne am Klavier sitzt, übe lieber in kleinen Abschnitten. Setze Dir Prioritäten und fange mit dem schwersten Teil eines Stückes an. Wenn du Erfolg hast - zum Beispiel vier mal die gleiche schwere Stelle fehlerfrei gespielt - machst Du erstmal eine kleine Pause und übst danach etwas anderes. So in etwa, aber bitte nicht wörtlich nehmen, nur als Richtung.

Wenn Dir wieder soetwas passiert, solltest Du aber mit Deiner Lehrerin sprechen. Eine Woche für nichts gearbeitet zu haben, sowas muß geklärt werden. Leider fühlen sich offensichtlich nicht alle Lehrer dafür verantwortlich, was zu hause während der Übungszeit genau passiert. Es kann daher nicht schaden, mal zu fragen, wie sie sich das Üben im Detail vorstellen.
 
Haydnspaß

Haydnspaß

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Es ist ein bekanntes Phänomen, daß die Auswirkungen des Übens oft nicht direkt zu bemerken sind, sondern erst nach einer gewissen Zeit, wenn das Gelernte zum Selbstverständlichen geworden ist. Auch wenn man nicht gleich einen Erfolg merkt, bringt einen das Üben trotzdem voran. Und harte Brocken mal für eine Weile beiseitelegen ist auch immer ein guter Tip. Die Stücke nicht zutode üben!
 
Peter

Peter

Bechsteinfan
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Hehe, bei mir war´s sehr oft umgekehrt. Faul, keine Lust, nix geübt. Selbst neue Stücke nur im Unterricht angespielt und eine Woche später vorgespielt. Der Lehrer hat meinen Fleiß gelobt. :D


Mache Folgendes: Rede mit Deinem Lehrer, anstatt dreimal zu schlucken. Wenn er meint, dass Du zu wenig geübt hast, müsst ihr beide zusammen die Ursache dafür suchen. Es kann ja durchaus sein, dass Du falsch geübt hast oder er Dir für Dich falsche Übungsmethoden aufgegeben hat. Ohne Dialog mit dem Lehrer ist der Unterricht völlig uneffizient und wenn die Folge von Missvertändnissen (der Lehrer kann ja nicht wirklich wissen, wieviel Du übst) Klavierfrust ist, dann besteht da unbedingt Handlungsbedarf.
 
A

Astrid

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Hallo Sonja,

ich fürchte, es wird mir morgen so gehen.

Während der Sommerferien habe ich 2 alte Stücke hervorgekramt und wieder eingeübt, weil ich nichts aktuelles hatte. Davon habe ich meiner Lehrerin neulich am Telefon erzählt.

Falls ich diese Stücke dann morgen in der Stunde mal präsentieren soll, dann wird mir vor Aufregung so einiges daneben gehen und sie wird denken: Hä? du hast geübt??? Was war das denn???

Allerdings hast du gar nicht geschrieben, ob du in deiner besagten Stunde in deinen Augen ganz wunderbar gespielt hast und nur die Lehrerin hat es nicht erkannt.
Oder hast du tatsächlich nicht so gut gespielt?
War mit "ging total daneben" dein Spiel gemeint oder nur die Reaktion der Lehrerin?

Liebe Grüsse
Astrid
 
S

Sonja

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Hallo Astrid!

Ich habe in der Stunde wirklich schlecht gespielt, einige Passagen, die mir ansonsten keine allzu grosse Schwierigkeiten machten, gingen überhaupt nicht. Falsche Note, falscher Fingersatz, keine Dynamik; es war schlichtweg der blanke Frust. Und dass, obwohl ich wie schon erwähnt, das Stück in der Woche so oft gespielt hatte. Ich hatte während dem Üben wirklich ein gutes Gefühl, habe mir immer wieder gesagt: Hey, dass kommt gut! Und dann im Unterricht ging es nicht einfach nicht!

Meine Lehrerin war auch nicht sauer oder so. Vielleicht war sie etwas enttäuscht. Vielleicht hat sie mehr erwartet von mir. Jedenfalls hat sie mir zum Ende der Stunde auf die Schulter geklopft und gemeint, dass wäre ja alles überhaupt nicht schlimm, das nächste Mal klappe es dann bestimmt besser!

Und dass Verrückte ist ja, dass es gestern tatsächlich so war. Sicher, es war nicht perfekt, aber es war in Ordnung! Und ich habe dass Stück nicht mehr als 3 mal gespielt. Deswegen nun auch meine Verunsicherung; je weniger ich übe, umso besser gehts?!?
Verkehrte Klavierwelt!
 

bechode

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Hallo
Also durch Aufregeung,Stress.... spiel ich in der Klavierstunde immer schlechter als ich es gewohnt bin. Manchmal ist es bei mir aber wirklich extrem schlecht und musste mir auch Sätze wie "das hat aber auch schon mal besser geklappt" anhören. Ich versteh dann meist die Welt nicht mehr, weil ich ja wirklich viele Stunden dafür geübt habe und bin dann etwas frustriert.
Ich denke sowas hat jeder schon mal erlebt und das geht spätestens nach 1-2 Tagen wieder weg. Das wichtigste dabei ist, dass man nicht einfach den Kopf hängen lasst und weiter macht!

lg bechode
 
killmymatrix

killmymatrix

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Und dass Verrückte ist ja, dass es gestern tatsächlich so war. Sicher, es war nicht perfekt, aber es war in Ordnung! Und ich habe dass Stück nicht mehr als 3 mal gespielt. Deswegen nun auch meine Verunsicherung; je weniger ich übe, umso besser gehts?!?
Verkehrte Klavierwelt!
So würde ich es nicht unbedingtausdrücken. ;)

Wichtig ist vor allem, dass man stets aufmerksam übt. Wenn man eine Passage, in der Hoffnung, sie später problemlos vorspielen zu können, elend lange übt, schwindet dabei immer wieder die Aufmerksamkeit - dadurch könnten sich Fehler einschleichen, vielleicht keine im Spiel, aber solche, die später dazu führen, dass du rauskommst oder ähnliches.

Jedenfalls denke ich mir das. Also lieber kleine Ausschnitte voll konzentriert üben, als längere Passagen immer wieder runterzuspielen (ich denke nicht, dass du das machst, aber es könnte ja dennoch sein, dass hin und wieder die Aufmerksamkeit flöten geht, ist ja auch irgendwie normal... :rolleyes:)
 
Guendola

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Daß es eine Woche später trotz wenig üben wesentlich besser war, ist die Spätwirkung des vorherigen Übens.

Vorspielstreß: Irgendwo habe ich mal was darüber gelesen. Gilt genauso für Klavierunterricht, Weihnachtslieder am Tannenbaum wie auch für Auftritte im Konzertsaal. Wenn man es nicht übt, wird man immer Probleme haben. Es wurde geraten, sich an jedes verfügbare Klavier zu setzen und einfach loszuspielen, vielleicht einfach nur ein paar Takte, mal auch ein ganzes Stück. Man sollte dafür nicht umbedingt vorspielreife Stücke nehmen sondern einfach irgendetwas, was man einigermaßen hinbekommt.

Und speziell zu Bechode: Die Sätze mußt Du nicht einfach erdulden. Erkläre, warum es so ist. Selbst wenn Dein Lehrer nicht darauf eingeht, ist es für Dich der erste Schritt zu mehr Sicherheit.
 
bechode

bechode

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Und speziell zu Bechode: Die Sätze mußt Du nicht einfach erdulden. Erkläre, warum es so ist. Selbst wenn Dein Lehrer nicht darauf eingeht, ist es für Dich der erste Schritt zu mehr Sicherheit.
Es ist ja nicht so, dass ich mir sowas jede Woche anhören muss. Ist bis jetzt in 4 1/2 Jahren vllt 3-4 mal vorgekommen. Jeder erwischt mal einen schlechten Tag, sonst werd ich auch immer sehr oft gelobt, wenn ich es "gut" vorspiele.
Dass man etwas aufgeregt ist, ist doch ganz normal oder nicht? Wenn ich was vorspiele mach ich halt ein paar Fehler mehr, sie kennt es eben nicht anders von mir und das find ich auch nicht weiter dragisch.
 
H

Hacon

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Hehe, bei mir war´s sehr oft umgekehrt. Faul, keine Lust, nix geübt. Selbst neue Stücke nur im Unterricht angespielt und eine Woche später vorgespielt
Ging mir in den ersten 5 1/2 Jahren oft genau so. Da war ich dann stolz, so talentiert zu sein, dass ich nichts üben muss um besser zu werden. Jetzt bereuh ichs.

Jetzt zum Thema: Ich spiele eigentlich im Unterricht ein Stück nie so gut wie zu Hause, denn ein klein wenig Aufregung ist ja immer mit bei.
Vor allem dann, wenn ich mal wieder so ne richtige Überrraschung landen will gehts im Endeffekt wegen dem Erwartungsdruck in die Hose.

Noch eine Sache: Meine vorletzte Klavierstunde war sehr ähnlich wie deine. Zwar hab ich zu Beginn das Stück gut vorgespielt, aber ich hab nichts von dem hinbekommen was meine Lehrerin wollte beim Üben. Sie hat mirs zwar nicht gesagt, aber ich war dann auch erst mal ordentlich frustriert und wollte zunächst nicht mehr üben.

Ein Tipp: Wenns geht, dann üb auch noch abends ein bisschen, am Besten direkt vor dem Schlafengehen, des prägt sich dann über Nacht besser ein.
 
klavigen

klavigen

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weniger ist oft mehr

Es gilt uneingeschränkt: Ohne Fleiss, kein Preiss. Aber da muss man ja sofort fragen, was bedeuteet Fleiss. Das sind nicht die Stunden, die man am Klavier sitzt, sondern die, in denen man mit Konzentration studiert hat. Ich rate dazu, pro Übereinheit eine überschaubare Passage oder einen bestimmten Teil fertig zu kriegen, sozusagen, wenn möglich, zu perfektionieren. Das ist besser, als das gesamte Stück nur halbwertig fertig zu haben, denn unser gehirn beschäftigt sich unaufhörlich und gerade im Schlaf mit den ihm gestellten Aufgaben und bereitet Lösungen ohne unser bewusstes Zutun. Bei Cahng Online nennt sich das PPI - post practizing improvment - also die Verbesserung im Anschluss and as Üben - und das funktioniert auch umso besser, wie die gespeicherte Stelle bearbeitet wurde.
Noch etwas zu der Situation: Zuhause hat das noch besser geklappt, aber wenn ich hier Ihnen vorspielen muss, bin ich so aufgeregt. Das ist zwar menschlich verständlich, führt aber zu keinen befriedigenden Ergebnissen. Bei einem Vortrag, in einem Examen interessiert sich wirklich niemand, wie es zu Hause geklappt hat. Andersrum wird ein Schuh draus. Zu hause war ich noch etwas unsicher aber beim Vorspiel war ich voller Spannung, ob ich den Zuhörern meine Absichten mitteilen könnte und es wurde besser , als ich dachte. Viele werden vielleicht widersprechen, aber nur so kann es funktionieren. Wenn man nicht ganz sicher ist, dass dies einem gelingt, dann soltte man die eigenen geübten Stücke immer wieder aufnehmen und sich anhören und auch anderen präsentieren.
 
A

Amfortas

Guest
Zu hause war ich noch etwas unsicher aber beim Vorspiel war ich voller Spannung, ob ich den Zuhörern meine Absichten mitteilen könnte und es wurde besser , als ich dachte.
So kenn ich es. egal wie, wo und wann. Immer wenn ich vorspiele ist es beser als zu Hause. Egal ob Vorspiel vor Leuten aus der Schule, vor Familie, Fremden oder auch vor der Klavierlehrerin im unterricht (die wunderte sich öfters, wenn ich sage, dass ich ein Stück ganz und gar nicht kann, und dann spiel ichs ich fehlerlos vor)
Vll. liegt es daran, dass man sich zu Hause viel zu viele gedeanken macht. Beim Vorspiel selber, denk ich weniger wie das Stück wird und ob ich das schaffe, weil es da ja eh schon zu spät ist um noch etwas Großes daran zu ändern.


oli
 
klavigen

klavigen

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Vortragen

Glückwunsch Oli,

du hast es verstanden - man muss sich darauf freuen, die Musik mit anderen zu teilen - ich kenne leider imme noch viel zu wenige, die mit mir Musik hören können - geschweige denn vom machen
 
 

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