Der Flügeldeckel: abgenommen, offen, geschlossen...


B
Basti
Dabei seit
6. Apr. 2009
Beiträge
17
Reaktionen
9
gelöscht
 
Zuletzt bearbeitet:
H
HotBird93
Guest
Naja, ich bin mir nicht sicher aber ich glaube durch die abdeckung klingt der Klang gedämpfter. Das wird den einzelnen Stilrichtungen eben angepasst.
Oder es soll dazu dienen, dass der Klang nach Physikalischen gesetztn in eine besondere richtung geht^^ das ist dann eben das mit dem halb offen.
VERMUTE ICH. angaben ohne gewähr
 
B
broadwood1830
Guest
Hallo Basti,
das ist eine interessante Sache mit der Stellung des Deckels. Also zuhause spielen die Flügelisten wahrscheinlich meist mit geschlossenem Deckel, weil ihnen der Krach, der bei offenem Deckel rauskommt, die Ohren zudröhnt und das Klavierüben verleidet. Das gilt aber in erster Linie für neue, moderne Flügel. die haben eine Saitenspannung von bis zu 25 Tonnen. historische Flügel Mitte des 19. Jahrhunderts hatten eine Saitenspannung von 1-2 Tonnen. Erst mit dem Metallrahmen war überhaupt eine höhere Saitenspannung möglich. Im klassikkonzert ist der Flügel meist offen, weil das Orchester, sonst den Flügel übertönen würde. Der Deckel ist so gestellt, dass der Klang an der Schräge abprallt und direkt ins davor sitzende Publikum getragen wird. Die Polyesterlackierung soll den Klang dabei noch verschärfen und verstärken und vom armen Pianisten weg und zum Publikum hintragen.
Wie richtig vermutet, klingt der Flügel etwas dumpfer mit geschlossenem Deckel und so will man das im Jazz haben. Außerdem sind Jazzclubs meist kleiner als Konzerthallen und brauchen keine so große Lautstärke.
Im Übrigen har John Broadwood im 19. Jahrhundert extra den Johann Baptist Cramer zusammen mit einem Doktor der Physik beauftragt, herauszufinden, welche Deckelhaltung für das Publikum am angenehmsten ist. Bislang wurden alle Tafelklaviere mit schrägem Deckel gespielt und zwar so dass der Pianist mit dem rücken zum Publikum saß. Die Forschung ergab, dass die Klangwirkung besser ist, wenn der Flügel im rechten Winkel zum Publikum mit schrägem Deckel steht. Seither macht man das so
Sabine
 
Faulenzer
Faulenzer
Dabei seit
17. März 2010
Beiträge
903
Reaktionen
120
Hi,



ja hab ich verstanden steht da ja ;). Die Frage ist nur warum man bei Rock/Pop z.B. immer dumpfen Klang haben will, bei Blues und Boogie eher helleren...

Best regards,

Basti

P.S: vielleicht schreib ich es auch so das keiner weiß was ich wissen will :D

naja .... *dumpfen Klang* ....:rolleyes: .... Rockmusik soll rau, hart und vielleicht auch etwas provokant sein / klingen ... 8)

Liebe Grüße
Faulenzer
 
T
Tinn
Dabei seit
17. Sep. 2010
Beiträge
8
Reaktionen
0
Geschlossener Flügel Deckel bei Rock/Pop Konzerten:
Das kommt einfach von einer tontechnischen Notlösung her.

Der Flügel strahlt seine Energie über eine riesige Fläche ab und das Mikro empfängt davon überraschen wenig, dafür aber oft genauso viel vom Schlagzeug und dem ganzen
Rest wie E-Gitarren. Ausserdem ist die Lautstärke auf einer Rockbühne dermassen hoch
dass der Pianist auch noch einen Monitorlautsprecher braucht, um sich überhaupt zu hören. Dieser verursacht dann zusätzlich eine Rückkopplung über das Flügel Mikro.
Um also den Restkrach zu dämpfen und das Feedback etwas zu verhindern, müssen die Mikros in den Flügel , und der Deckel muss geschlossen werden. Die Bühnenmonitore werden wegen der
Feedbackgefahr ab und an auch von einem Tonabnehmer versorgt und die Mikros sind dann nur für das Publikum zuständig.

Bei Gruppen, die akustisch ausgeglichen oder mit gemässigter Lautstärke spielen, kann der Deckel offen bleiben, ausser man braucht die Ablagefläche für den Totenkopf und die
Gruselspinne wie bei Screamin Jay Hawkins.

Gruss,

Tinn
 
T
Tinn
Dabei seit
17. Sep. 2010
Beiträge
8
Reaktionen
0
Geschlossener Flügel Deckel bei Rock/Pop Konzerten:
Das kommt eher von einer tontechnischen Notlage her und weniger von
einer besonderen Tonveredelung.

Der Flügel strahlt seine Energie über eine riesige Fläche ab und das Mikro empfängt davon überraschen wenig, dafür aber oft genauso viel vom Schlagzeug und den übrigen lauten Instrumenten wie E-Gitarren. Ausserdem ist die Lautstärke auf einer Rockbühne dermassen hoch
dass der Pianist oft noch einen Monitorlautsprecher braucht, um sich überhaupt zu hören. Dieser verursacht dann zusätzlich eine Rückkopplung über das Flügel Mikro.
Um also den Restkrach zu dämpfen und das Feedback etwas zu verhindern, müssen die Mikros in den Flügel , und der Deckel muss geschlossen werden. Die Bühnenmonitore werden wegen der
Feedbackgefahr ab und an auch von einem Tonabnehmer versorgt und die Mikros sind dann nur für das Publikum zuständig.

Bei Gruppen, die akustisch ausgeglichen oder mit gemässigter Lautstärke spielen, kann der Deckel offen bleiben, ausser man braucht die Ablagefläche für den Totenkopf und die
Gruselspinne wie bei Screamin Jay Hawkins.

Gruss,

Tinn
 
 

Top Bottom