Denkwürdige Sprüche Eurer KL


Carl Tredt
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Da stimme ich zu. Aber wozu brauche ich dann zusätzliche, "unmusikalische" Übungen?
 
Carl Tredt
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Ich glaube, die meisten haben gar nichts grundsätzlich gegen technische Übungen; nur dass es "stumpfe motorische Übungen" sein müssen, die meiner Definition von "unmusikalisch" sehr nahe kommen, leuchtet mir nicht ein. Aber wir müssen hier auch keinen neuen Heumann-Faden aufmachen.
Haben dir denn diese Übungen geholfen?
 
C
Clavaliero
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aber, lieber Clavaliero, nimm's nicht zu ernst, ich weiß, was Du meinst.:001:

LG vom Olli!!
Da muss ich wohl grundlegend nochmal von vorne anfangen. Alles was ich je dachte zu wissen ist falsch :tra192:
Da stimme ich zu. Aber wozu brauche ich dann zusätzliche, "unmusikalische" Übungen?
Mords Respekt für dich, @Carld Tredt, dass du so empathisch sein kannst :)

Ich habe vorher erklärt, warum technische Übungen sinnvoll sind und stumpfe motorische nicht. Man übt halt ein, was man spielt - im guten wie im schlechten Sinne. Man kann durch Üben halt auch viel kaputt machen. Investierte Zeit ist nicht gleichbedeutend mit besser werden :016:
 
C
Clavaliero
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Wobei ich relativieren muss: wenn @Le_Phil auf totalem Anfängerniveau spielt, kann ich die Herangehensweise seines KL eher nachvollziehen. Falsch ist sie trotzdem.

Edit: und das soll keine Beleidigung sein. Ich versuche nur die Dinge einzuordnen und zu verstehen. Jeder ist halt auf seinem Niveau.
 
G
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Ja, ich bin Anfänger.
Und mir war zwar klar, dass dieser Satz negativ auffallen wird, aber wie man daraus gleich ableiten will, dass der Lehrer absolut keine Ahnung vom Fach hat, finde ich schon etwas weit hergeholt. Das wurde in einem viel größeren Zusammenhang vorgebracht, natürlich übertrieben, aber wenn ich mich richtig erinnere, auch deshalb, um zu verstehen, wie man die Finger trainieren kann, und dann kam es eben auf dieses übertrieben überdeutliche und sehr laute, fast schon stumpf-mechanische Spiel, um am Ende bestimmte Phrasen wieder viel feinfühliger spielen zu können, weil die Finger dann ein besseres Gefühl für das Stück haben.
 
C
Clavaliero
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Tastatula
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Nun mal im Detail:
Zunächst, da gibt es sicher unterschiedliche Auffassungen. Finger trainieren geht auf einer Tischplatte.
Das Wesentliche, worum es beim Klavierspiel geht, ist das Trainieren des Hirns, jeden einzelnen Finger zu verwalten.
Wenn man z.B. eine schnelle Tonleiter über drei Oktaven spielt, dann merkt der ungeübte Klavierspieler, dass die letzte Oktave wahrscheinlich schlechter läuft, als die erste. Warum? Nicht, weil die Finger oben nicht mehr laufen können, sondern weil die Konzentration nachlässt. Wenn man dann immer wieder von unten anfängt, übt man immer wieder das gleiche Spiel. Am Anfang läuft´s gut und dann wird es unordentlicher. Das Gehirn gewöhnt sich daran, dass es mit seiner Konzentration nachlassen darf und genau das übt man dann, wenn man immer so weiter macht.
Fange ich aber an, die obere Oktave mal isoliert zu üben, werde ich merken, dass es klappt. Ich beachte die andere Position der Hand, meine grauen Zellen sind frisch und speichern den guten Klang ab. Fange ich nun wieder unten an, kann ich die Skala bis oben mit voller Aufmerksamkeit spielen.

Wenn ich - bleiben wir bei der Skala - mit beiden Händen unisono eine Tonleiter spiele, dann habe ich das Problem, dass ich zwei Linien parallel denken muss. Das wird nicht funktionieren, wenn ich beiden Händen das gleiche Aufmerksamkeitsewicht gebe, wenn ich also versuche, beide anzusteuern. Das Gehirn kann nicht zwei Dinge gleichzeitig denken.
Sage ich aber einer Hand - sehr gerne der Linken, weil sie bei Rechtshändern oft die Schwächere ist - , dass sie führen soll und die andere legt sich einfach oben drauf, ja, dann wird das zum Einen viel besser klappen und zum Anderen bekomme ich plötzlich eine Transparenz in der Melodie. Das ist minimalistische Kammermusik ;-).
 

Moderato
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...Wenn man z.B. eine schnelle Tonleiter über drei Oktaven spielt, dann merkt der ungeübte Klavierspieler, dass die letzte Oktave wahrscheinlich schlechter läuft, als die erste. Warum? Nicht, weil die Finger oben nicht mehr laufen können, sondern weil die Konzentration nachlässt. Wenn man dann immer wieder von unten anfängt, übt man immer wieder das gleiche Spiel. Am Anfang läuft´s gut und dann wird es unordentlicher. Das Gehirn gewöhnt sich daran, dass es mit seiner Konzentration nachlassen darf und genau das übt man dann, wenn man immer so weiter macht.
Fange ich aber an, die obere Oktave mal isoliert zu üben,...
Das Problem mit der Konzentration sehe ich genauso. Aber die Übemethode hat bei mir nichts gebracht.
Das Problem hatte ich vorlängerer Zeit mit einem schnellen aufwärst chromatischen Lauf lH (Chopin 25/7 T51, Fingerwechsel 3-4). Am Ende bewegte sich nur noch der Arm automatisch und die Finger schlugen die Töne nur noch wie beliebig aber nicht vollständig an. Fühlt sich an wie Speicherüberlauf im Gehirn. Es bleibt am Ende nur noch die Kapazität für den Arm.
Dann hat auch es auch mit der letzten Oktave anzufangen nichts genützt. Es ist ja genauso ein Anfang wie mit der ersten Oktave beim vollen Lauf und man braucht quasi mehr "Gehirn-Ausdauer".
Vermutlich wäre ein genügend langsames Üben des kompletten Laufes hilfreicher gewesen.
 
Tastatula
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Vermutlich wäre ein genügend langsames Üben des kompletten Laufes hilfreicher gewesen.
exakt dieser Gedanke lief mir duch den Kopf, als ich begann, Dein Post zu lesen und Du sagtest, es habe nichts gebracht.
Chopin liegt immer gut in der Hand. Dieses Handgefühl gilt es, sich einzuprägen. Eine Tonleiter, egal ob chromatisch oder sonstwas, besteht immer aus kleinen Abschnitten, in denen man mehrere Finger hintereinander spielt. Diese zu betrachten, steht am Anfang.
 
Tattertastenmann
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normal ist mir auch viel zu langweilig. ich spiele jetzt spiritistisch. das ist richtig cool. jedesmal wenn ich das mache, klopft´s an der Wand.

ich glaube mein KL sammelt mittlerweile denkwürdige Sprüche seines Lieblingsschülers.
 
C
Cheval blanc
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‚Gelegentlich‘! Man soll es ja mit der Lobhudelei nicht übertreiben! Auch beim Polen-Fritze nicht.
 

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