COVID-19 und Klavierunterricht

Das kommt auf die Schule an. Falls es eine öffentliche ist, werden die Gebühren so aufgefangen, wie die 3-6 Billionen €, die der Staat zZ ausgibt: Nach der nächsten Wahl wird alles angehoben (Steuern, Mehrwertsteuer auf 25%, Grundsteuer hoch, Gebühren hoch, Minuszinsen auf Guthaben auf - 3% usw) Das wird dann 20-30 Jahre so weiter gehen bis Covid 29 ;-)

Meine Schwester ist Geigenlehrerin an einer Musikschule in B-W und dort sollten die Musiklehrer schon einige Zeit vor den Osterferien alle Schüler bzw Eltern kontaktieren und Online Unterricht anbieten. Die Eltern, deren Kinder am Online Unterricht teilnehmen, brauchen während dieser Zeit nur 75 Prozent der üblichen Gebühren zu zahlen und diejenigen, die nicht am Online Unterricht teilnehmen, brauchen derzeit gar keine Gebühren zu zahlen. Ich frage mich nur, wie die dadurch fehlenden Einnahmen der Musikschule aufgefangen werden sollen...
 
Ja, ich fürchte auch, dass dann künftig die Steuern und alle anderen Gebühren kräftig angehoben werden...

Vor allem bestimmt auch die Grundbesitzabgaben, die werden hier sowieso immer weiter in die Höhe geschraubt, während sich bei der Gewerbesteuer niemand daran traut.
 
Ich habe auf meine Anfrage beim hiesigen Ordnungsamt noch immer keine Antwort erhalten, wie es mit dem privaten Musikunterricht aussieht.

Ich habe zum Glück außerdem noch einen "Brotjob" in einem kaufmännischen Beruf, den ich in den Jahren, als meine Kinder noch recht klein waren, in einer Umschulung erlernt habe. Seitdem jongliere ich mit den zwei Berufen und habe dadurch momentan wenigstens im Brotjob ein gewisses Einkommen. Allerdings empfinde ich diese Zweiteilung mit zunehmendem Alter auch als recht stressig, zumal ich im "Brotjob" mit einem schwierigen unberechenbaren Chef zu tun habe...
 
Allerdings empfinde ich diese Zweiteilung mit zunehmendem Alter auch als recht stressig,

Kann ich sehr gut nachvollziehen - bin auch mal ne Zeit lang zweigleisig gefahren; Klavierunterricht und Klaviere stimmen zusätzlich noch Klavierwerkstatt....ich wußt nimmer wie ich noch meine Termine koordinieren konnte. Mit Kindern ist das dann besonders spaßig. Hab mich dann irgendwann mal da zu entschlossen nur noch das zu machen was mir am nächsten liegt - und das ist das Klavier stimmen, da kann ich mich bei der Arbeit entspannen, mit den Leuten nett einen Kaffe oder auch ein Bier trinken - ja, das ist so meine Welt. Mei klar, meine Schüler haben des auch immer sehr genossen wenn ich zur Theoriestunde mit ihnen Eis essen gegangen bin - nur hab ich da doch erheblich ins Minus gearbeitet und fand das für mich selbst nachher weniger spaßig.
 
Hallo Henry,

wie ich glaube gelesen zu haben, bist Du nicht in NRW? Ich müsste mir nämlich einen neuen Klavierstimmer suchen, weil mein bisheriger Stimmer nach Frankreich ausgewandert ist.
 
Hallo Henry,

wie ich glaube gelesen zu haben, bist Du nicht in NRW? Ich müsste mir nämlich einen neuen Klavierstimmer suchen, weil mein bisheriger Stimmer nach Frankreich ausgewandert ist.

Ich bin leider in Bayern - zwar hat meine Frau Bekannte in NRW welche wir sicherlich auch besuchen werden - aber keine Ahnung wann. Aber soweit ich weiß macht ja @GSTLP Stimmtouren auch in NRW.
 
Hallo,

meine KL hat nun Online-Klavierunterricht ins Gespräch gebracht. Sie beabsichtigt dazu "Zoom" zu benutzen. Ich kenne diese Plattform bisher nicht. Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht und was müßte ich dabei beachten? Ist die Dauer der Übertragungseinheit auf 40 Minuten beschänkt? (Meine KL erwähnte dies.)

Danke für eure Tipps!
 
Sie beabsichtigt dazu "Zoom" zu benutzen.

Wenn Du Dir neben Corona noch andere Viren einfangen willst, ist Zoom sicher das Tool der Wahl... :007:

Im Ernst, die Qualität soll vergleichsweise gut sein, aber von Sicherheit und Privacy haben die Betreiber wohl noch nie was gehört. Ich würde die Finger davonlassen.

Edit meint, ich sollte das noch ergänzen:
https://www.heise.de/security/meldu...tform-Zoom-mit-Angriffspotenzial-4704624.html

https://www.heise.de/security/meldu...Ist-Zoom-ein-Sicherheitsalptraum-4695000.html
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich nutze Zoom beruflich und war inzwischen auch schon zu privaten Meetings damit eingeladen.
Mein Arbeitgeber sagt derzeit, dass es für reine Videokonferenz (das wäre Unterricht ja) ok ist. Dateien mit vertraulichen Informationen darf ich nicht hochladen bzw. mit den Teilnehmern teilen, weil sie eben in das Tool hochgeladen werden müssen.

Die 40-Minuten-Begrenzung bezieht sich auf die kostenfreie Version. Registrierte und zahlende Kunden bekommen natürlich unbegrenzte Sessions. Zahlende Nutzer können mittlerweile auch DSGVO-konforme Datenführung (nur auf EU-Servern) bekommen.

Vor wenigen Wochen war das Tool noch in Verruf, weil parallel offene Applikationen / Aktivitäten getrackt wurden. Das ist mittlerweile abgeschaltet.

Entscheidend für die Videoqualität ist die Bandbreite deiner Internetverbindung. Außerdem ist die Ton-Bildübertragung immer leicht zeitversetzt. Es kann immer nur eine Person sprechen / spielen. Damit hat aber jegliche digitale Übertragung ein Problem.
 
Ist die Dauer der Übertragungseinheit auf 40 Minuten beschänkt? (Meine KL erwähnte dies.)
Ich nutze Zoom gerade aus beruflichen Gründen sehr viel, zur Zeit noch mit der kostenlosen Version. Solange es sich nur um einen einzigen Gesprächspartner handelt, gibt es keine Zeitbeschränkung. Ansonsten kann man sich nach jeweils 40 Minuten mit demselben Link immer wieder einloggen, Zoom ist im Prinzip also auch mit größeren Gruppen kostenlos nutzbar.

Die Sicherheitslücken betrafen die Apfeluser, wurden jetzt aber abgestellt. Im Grunde wird aktuell im Netz in erster Linie davor gewarnt, dass der Host, also derjenige, der die Sitzung leitet, eben diese Sitzung aufnehmen und dann im Netz veröffentlichen kann. Glücklicherweise bekommen aber alle Teilnehmer mit, wenn die Aufnahmefunktion gestartet wurde, denn es erscheint die entsprechende Meldung auf dem Bildschirm. Sofern sich die Teilnehmer untereinander kennen und vertrauen, sollte diese Zoomfunktion aber kein Problem darstellen, zumal theoretisch auch Sitzungen anderer Internetkonferenz-Programme mit jedem Smartphone abgefilmt werden können. Absolute Sicherheit im Netz gibt es nicht, dann bleibt nur noch Trommeln.
 

Hallo, bin heute neu auf dieses Forum gestoßen und kene mich hier noch nicht so gut aus. Ich kann demnächst beruflich Webcam und Mikrofon gebrauchen und wollte nun gerne auch Online-Unterricht ausprobieren, da Wiederaufnahme des Bestriebes der Musikschule noch nicht absehbar ist. Ich habe in diesem Bereich noch keine Erfahrung und bin auch sonst nicht besonders technikaffin. Hat hier jemand gute Erfahrungen mit bestimmten Produkten? Ich bin durchaus bereit etwas zu investieren, aber es sollte nicht über den Bereich von 200€ - 250€ hinaus gehen. Ich habe den Thread überfolgen und nichts dazu gelesen. Falls ich etwas übersehen habe wäre ich über einen Hinweis zur Seite dankbar. Vielen Dank schon mal für eure Hilfe. Grüße
 
Hallo Henry,

wie ich glaube gelesen zu haben, bist Du nicht in NRW? Ich müsste mir nämlich einen neuen Klavierstimmer suchen, weil mein bisheriger Stimmer nach Frankreich ausgewandert ist.
Unlängst hatten wir diesen Faden hier: https://www.clavio.de/threads/klavierstimmer-in-kaarst-gesucht.27135/

Das wäre also die linksrheinische Ecke zwischen Neuss und Mönchengladbach. Enthalten sind einige Namen, die in der Branche und in der Region durchaus Wertschätzung genießen. Frohes Schaffen!

LG von Rheinkultur
 
Wie soll ich jetzt damit umgehen? Die linke Hand weiß nicht, was die rechte macht?
Die Leute haben verständlicherweise alle die Nerven blankliegen. Ich bekam als zweiter Bezirksvorsitzender die Mail des ersten Bezirksvorsitzenden mit der Nachricht des Landesvorsitzenden zugeschickt mit der Bitte, diese Auskunft so schnell wie möglich an die Mitglieder des Bezirksverbands weiterzuleiten. Es war schon Freitagnachmittag und alle mussten so zeitnah wie irgend möglich in Kenntnis gesetzt werden, dass sie bereits für Montag wieder Unterrichtstermine vereinbaren dürften. Die meisten Kolleg(inn)en haben in den vergangenen Wochen einen mehr oder minder großen Teil ihrer laufenden Einnahmen verloren und sollten so schnell wie möglich aus dieser Abstiegsspirale herauskommen können.

Solche instabilen Informationslagen kannte man bislang nur aus den letzten Tagen der DDR:





Da kann man nur vorformulierte Texte unverändert weiterleiten und auf die ursprüngliche Quelle verweisen.

LG von Rheinkultur
 
Hallo,

meine KL hat nun Online-Klavierunterricht ins Gespräch gebracht. Sie beabsichtigt dazu "Zoom" zu benutzen. Ich kenne diese Plattform bisher nicht. Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht und was müßte ich dabei beachten? Ist die Dauer der Übertragungseinheit auf 40 Minuten beschänkt? (Meine KL erwähnte dies.)

Danke für eure Tipps!
Ein paar Seiten zurückgehen und Du bekommst diesbezüglich ein paar Erfahrungswerte:
https://www.clavio.de/threads/covid-19-und-klavierunterricht.27280/page-16#post-739267

Allerdings ging es da teilweise auch um Chorproben - zwei Teilnehmer sind natürlich in technischer Hinsicht mit wesentlich weniger Aufwand visuell und akustisch miteinander zu vernetzen als zwanzig oder mehr, wenn es um richtige Ensembles geht. Wenn solche aufwändigen Vorhaben nicht zum arbeitstauglichen Resultat führen, liegt es demnach nicht unbedingt daran, dass die Lehrkraft dazu einfach keinen Bock hat, wie @hasenbein das als Vermutung formuliert hatte.

Bei Laienchören mit vielen Mitgliedern in höherem Lebensalter sind die Defizite in Medienausstattung und Medienkompetenz auf breiter Front so groß, dass man viele Mitglieder einfach als abgehängt und in alternativen Konzepten nicht integrierbar aussortieren müsste - dann kannst Du die meisten dieser Hobbyvereine sang- und klanglos sofort dichtmachen und auflösen. Da gibt es immer noch Leute, die keinen CD-Player besitzen und eine Übe-CD mit Sing-Along-Files nicht nutzen. Ich habe zwar noch zwei gute Tapedecks zuhause und könnte alles wie vor dreißig oder vierzig Jahren auf Cassette überspielen, kann aber gegen die generelle Ablehnung von Konserven mit Computerstimmen aus Prinzip trotzdem nichts ausrichten.

Computerzeitalter anno 2020 in solchen Haushalten? "Das macht alles meine Frau, ich weiß noch nicht mal, wo man den Kasten an macht" - "Wenn mein Enkel mal zu Besuch kommt, soll der mal kucken, ob das mit dem Ding überhaupt geht" - "Ich hab da, glaub ich, noch Windows XP drauf, damit trau ich mich gar nicht mehr ins Internet" - "Meine Schwiegertochter hat mir den irgendwann zu Weihnachten geschenkt. So ein gebrauchter Rechner aus ihrer Firma. Da war Vista drauf und die Kiste lief von Anfang an so scheiße, dass ich irgendwann die Schnauze voll hatte"; wenn ich dieses Thema zu Beginn einer Probe mal kurz anreißen wollte, könnte ich mir den Rest der Probe sparen, der wäre dann ausgefüllt mit den gesammelten Ausreden der Chormitglieder. Motto: Der Computer kann alles, also kann er mich mal. Ach ja, eine besonders originelle Variante: "Ich weiß nicht, wie ich ins Internet komme. Wenn mein Sohn oder meine Schwiegertochter zu Besuch kommen, machen die das immer für mich. Manchmal schreibe ich meiner Enkelin, die studiert in Amerika, dann krieg ich die Adresse rausgesucht und es heißt: so, jetzt kannst Du schreiben, sag Bescheid, wenn Du fertig bist - und dann sag ich Bescheid und die schicken das dann los." - Das ist fast so wie damals auf Besuch bei Oma und Opa, wenn man zum großen Geschäft auf die Toilette musste und Opa sollte hinterher abdrücken. Oma und Opa lebten in einer Dachgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses aus den 1950ern, in dem der Vermieter nichts, aber auch gar nichts für überfällige Modernisierungsmaßnahmen auszugeben bereit war. Die in die Jahre gekommene Wasserspülung mit einem irgendwie instabilen Druckhebel (der auch schon mal hängenblieb) löste bei Betätigung einen ohrenbetäubenden und furchterregenden Lärm aus. Dieses Angsterlebnis ersetzte man durch folgendes Ritual: Oma klappte den Klodeckel hoch, der Enkel setzte sich auf die Klobrille. Etwas später fragte Opa "Nü, büsde färdsch?", falls ja, verließ der Enkel den kleinsten Raum der Wohnung und begab sich in akustische Deckung. Dann betätigte Opa die Spülung, klappte den Klodeckel runter und öffnete das Klofenster mit dem Kommentar "Mochs Fänsdr üff, löss Lüfd herain, dr Nächsde würd dür donkbohr sain" - da funktionierte die Arbeitsteilung genau andersherum.

LG von Rheinkultur
 
Hallo Rheinkultur,

danke für den Link mit Klavierstimmern, da werde ich mal schauen.
 
Hier übrigens mal ein Lagebericht aus dem Corona-Schulunterricht.

https://www.spiegel.de/panorama/sch..._ecid=soci_upd_wbMbjhOSvViISjc8RPU89NcCvtlFcJ

Aus diesem geht hervor, dass sich offensichtlich viele Lehrer keine Mühe geben, so weit es geht weiter Arbeitsleistung abzuliefern (für ihr Gehalt, das sie ja sorglos unverändert weiter gezahlt bekommen) und vor allem die Schüler bestmöglich zu unterstützen, sondern sich eher einen Ruhigen machen.

Es ist also alles andere als weit hergeholt, wenn man unterstellt, das KL, die keine oder kaum Möglichkeiten des Online-Unterrichts bereitstellen, dies oft oder in der Regel aus Bocklosigkeit tun. Ich für meinen Teil habe keinerlei Verständnis für ein solches Verhalten.
 
dies oft oder in der Regel aus Bocklosigkeit tun.
Auch, aber nicht nur. Leute über 50 sind oft nicht so technikaffin und es gibt größere Widerstände weil sie das nicht gelernt haben und können.
Und dann haben viele Lehrer einen Beruf wo Fehler (im Gegensatz zu z.Bsp. einem Piloten) oft keine Konsequenzen haben, d.h sie können im Wesentlichen oft tun und lassen was sie wollen.
Deshalb gibt es so viel Mittelmaß bei den Lehrern.
 
Auch, aber nicht nur. Leute über 50 sind oft nicht so technikaffin und es gibt größere Widerstände weil sie das nicht gelernt haben und können.
Zu sagen "ich bin nicht so technikaffin... blabla... habe das nicht so gelernt... rhabarber..." ist nichts anderes als eine Ausrede aus Bocklosigkeit.

Ja, es ist ein wenig Arbeit, sich da einzuarbeiten, aber da muss man dann halt mal durch. Peng, aus.
 

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