Chopin op9 no2

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exwhysee

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Hi Leute,

hab grad ein Video gefunden, das vor nem halben Jahr entstanden ist. Wollte es euch nicht vorenthalten :)

Chopin Nocturne op9 no2 - YouTube

edit: Ist eine Einspielung auf einem echt guten Flügel und war ne "one-take" sache. Ich hoffe euch gefällts trotzdem. Leider habe ich grade weder ein gescheites Instrument noch eine gescheite Kamera zur Verfügung um weitere Aufnahmen zu machen...
 
hasenbein

hasenbein

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Kostenlose Analyse vom Klavierlehrer:

- linke Hand zu laut. Insbesondere die Akkorde immer auf dem 2./3. und 5./6. Achtel.
Melodie muß mehr über der Begleitung schweben, wird aber von dieser oft "erschlagen", was auf Dauer auch ermüdend auf den Hörer wirkt.

- Hörst Du, daß an bestimmten Stellen besondere, hervorstechende Akkorde kommen? Über die spielst Du einfach hinweg, als wäre nix. Dadurch kommt der Ausdruck des Stückes nicht voll zum Tragen. Wenn ein besonderer Akkord kommt, dann mußt Du den mit dem Gefühl spielen: "Hey Leute, paßt mal auf, was jetzt kommt...", d.h. ein bißchen verzögern, den Akkord durch Leiser(!)spielen betonen etc.pp.
Lausche also nochmal wirklich auf die interessante Harmonik des Stückes und versuche so zu spielen, daß dieses Dein Berührtsein durch die Harmonik auch dem Hörer deutlich wird (natürlich nicht auf platt-didaktische, sondern unterschwellig-musikalische Art - sonst wird 's leicht die Karikatur von "ausdrucksvoll spielen"...).

- An der Stelle ca. bei 1:00, wo erst As-Dur und dann As-Moll kommt, wirst Du zu stark und zu unlogisch langsamer.

- Ingesamt ist die Dynamikbandbreite noch wesentlích zu gering. Die Frage ist: Gibt Dein Instrument nicht mehr her, oder kannst Du's nicht besser?

- Bei den äußeren Fingern, insbesondere beim 5., fällt mir auf, daß Du den eher starr hältst und einige Töne durch Drehung des Unterarms nach außen (also sozusagen "Soft-Version" des "Handkantenschlags") spielst. Dies ist ungünstig für eine wirkliche Kontrolle des Klangs und auch für die Tonverbindung in Linien. Lerne, auch den kleinen Finger in allen seinen Gelenken beweglich zu halten und "rund in die Tasten zu gehen", statt ihn wie ein kleines Stöckchen zu verwenden.

Ansonsten - wenn Du ein ganz normaler Amateur bist, der wenige Jahre nur zum Zeitvertreib spielt, ist das dafür doch schon ganz brauchbar!

LG,
Hasenbein
 
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exwhysee

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Hey Danke für die Kritik Hasenbein :)

Um ehrlich zu sein habe ich schon vor Ewigkeiten angefangen Klavier zu spielen (vor mehr als 15 Jahren). Was den Übeaufwand angeht, liegst du mit deiner Analyse allerdings ganz richtig mit dem normalen Amateur.

Ich habe erst vor ca. 2 Jahren wieder angefangen mich ernsthaft für Klavier zu interessieren bzw. für Musik allgemein. Der Flügel an dem die Aufnahme entstanden ist würde dynamisch viel mehr hergeben. Zu dem Zeitpunkt war aber auch das Stück noch nicht so wirklich sicher. (in dem Fall konnte ich es wohl nicht besser :D)
Und was das Üben angeht war ich leider nie straight genug es immer durchzuziehen. (früher: Fußball, Mädels... heute: Uni, Uni, Uni und danach oft keine Lust mehr(früh aufstehen auch nicht wirklich eine Option ;) ))
 
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