Buch "Der Barockpianist"

Guendola

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Kennt jemand dieses Buch, erschienen bei Könemann? Wenn ja, was haltet ihr davon?
 
K

koelnklavier

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Ich halte den Band (wie eigentlich alle Kunst- und Musik-Ausgaben von Könemann) für sehr gelungen. Über die Musikauswahl des "Barock-Pianisten" läßt sich mitunter streiten, aber die Akribie, mit der hier gearbeitet wurde, die editorischen Anmerkungen zu den einzelnen Stücken und der Einführungstext zur Barockmusik läßt mein Musikwissenschaftler- und Pädagogenherz höher schlagen. Schade, daß der Tandem-Verlag (als Nachfolger) den Musikbereich nicht weiter pflegt und ausbaut.
 
Guendola

Guendola

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Nachfolger....

Da hab ich wohl Glück gehabt, das Exemplar bei Ebay bekommen zu können :)
Bei dem Preis dachte ich, das Risiko kann man eingehen, wollte halt schon mal im Voraus wissen, was da kommt. Es war aber schon da, beim Nachbarn. Über die Musikauswahl kann man sicherlich streiten aber immerhin scheint es recht vielfältig zu sein. Und die Erklärungen sind wirklich interessant.
 
Mindenblues

Mindenblues

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Dankeschön auch von meiner Seite für die Infos.

@ koelnklavier:
Hat man in diesem Buch Recherchen angestellt bzgl. der Aufführungspraxis von Pianisten in der Barockzeit? Anhand von Zeitzeugenkommentaren, oder verbrieften Fingersätzen oder sonstigen Aufzeichnungen? Auch Anmerkungen zu den Tempi? Das Metronom war ja (glaube ich), zu der Zeit noch nicht erfunden, aber es könnte sein, dass irgendwo Zeiten aufgeschrieben wurden für die Länge von Stücken, woraus man Rückschlüsse ziehen könnte?
 
Axel

Axel

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Ich habe das besagte Buch zwar nicht, kann mich aber erinnern, es in der Hand gehabt zu haben.
Es gibt für solche Angaben mehrere historische "Clavierschulen", von denen C. Ph. E. Bach sicher die bekannteste ist.
Ein interessantes neueres Buch, dass wichtige Ergebnisse praxisrelevant zusammenfasst ist Paul Heuser, Das Clavierspiel der Bachzeit, Schott. Im Kapitel zum Tempo ist erläutert wie Quantz anhand des Pulsschlages, Kirnberger mit einem Schritttempo und Türk mit einer Taschenunhr verbindliche Temporichtlinien aufstellten. Irgendwo muss auch eine Anweisung für ein Pendel existieren, das finde ich gerade nicht.

Grüße
Axel
 
Guendola

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Hat man in diesem Buch Recherchen angestellt bzgl. der Aufführungspraxis von Pianisten in der Barockzeit? Anhand von Zeitzeugenkommentaren, oder verbrieften Fingersätzen oder sonstigen Aufzeichnungen? Auch Anmerkungen zu den Tempi? Das Metronom war ja (glaube ich), zu der Zeit noch nicht erfunden, aber es könnte sein, dass irgendwo Zeiten aufgeschrieben wurden für die Länge von Stücken, woraus man Rückschlüsse ziehen könnte?

Mir liegt das Buch ja inzwischen vor. Aus dem Vorwort:
Das vorliegende Buch richtet sich an alle, die das Klavier-, Cembalo- und Clavichordspiel erlernen. Es bietet den originlgetreuen Notenext der Kompositionen, und die Hinweise zur Interpretation finden sich im Textteil. Dabei wurden überall da Originalquellen zu Rate gezogen, wo sie den Herausgebern zugänglich waren.

Den Fingersätzen ist ein Abschnitt gewidmet und, wenn ausnahmsweise vorhanden auch in die Noten eingedruckt. Tempoangaben in deinem Sinne gibt es leider nicht.
 
 

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