Brahms 51 Übungen und Polyrhythmus

C

Cello

Dabei seit
Dez. 2012
Beiträge
72
Reaktionen
0
Guten Abend,

ich spiele mometan Brahms 51 Übungen, und würde gerne wissen wie ihr die Polyrhythmischen Probleme bewältigt? Z.B 8tel Triolen in der rechten, 16tel in der linken (4:3)

LG Cello
 
T

Tastenfreak

Dabei seit
Nov. 2012
Beiträge
41
Reaktionen
1
Hallo Cello,

oft ist es eine Hilfe, wenn man sich die Verhältnisse einfach in anderer Form vorstellt oder mit optisch gutem Notenbild aufschreibt.

z.B. 4:3 einfach im 3/4 Takt:

16tel der l.H.= Punktierte1/8-1/16 - 1/8Pause-1/8 - 1/16Pause-Punktierte 1/8 -> entspricht 4 Anschlägen (also quasi immer Anschlag wenn 3/8 vorbei nur optisch einfach dargestellt)

Die Triolen sind dann einfach der Grungschlag des Taktes -> 3 Anschläge.

Dieses Verhältnis könnte man auch im 12/8 Takt darstellen, ist dann aber nicht so einfach.

Hoffe das ist auch dir eine Hilfe
LG
Klavierlehrer Stefan Schwager Wien
 
C

chiarina

Guest
Liebes Cello :),

über die Suchfunktion wirst du auch einiges zu diesem Thema finden. Nur so viel:

1. Klopf- und Spielübungen wie diese sind sehr zu empfehlen:

die linke Hand klopft gleichmäßige Viertel auf den linken Oberschenkel, dazu zählst du laut 1 2 3 4 1 2 3 4 ....... . Mit der rechten Hand spielst du dazu (einfache Töne wie c'' (Daumen), d'', e'' bzw. c'', d'', e'', f'' ) erst einmal vier Triolen, dann vier mal 4 Sechzehntel.

Macht dir das keine Probleme, verkürzt du auf je zwei Triolen und Sechzehntelgruppen, dann auf eine (also immer abwechselnd eine Triole, eine Sechzehntelgruppe a vier Sechzehntel).

Das Gleiche auch umgekehrt mit der jeweils anderen Hand (links spielt dann spiegelverkehrt c (Daumen), H, A, bzw. c, H, A, G ). Dabei IMMER laut mitzählen!

Dann verteilt auf beide Hände mit lautem Mitzählen (als Kontrolle kann man, wenn unbedingt nötig, auch das Metronom vorübergehend (!) in Vierteln mitlaufen lassen). Die linke Hand spielt also vier Triolen, dann die rechte vier Sechzehntelgruppen. Wie oben wieder verkürzen auf zwei, dann jeweils eine Gruppe. Sinn der Sache ist, den Puls und das zugehörige Verhältnis und Tempo der Triolen und Vierergruppen zu spüren, zu hören und zu spielen.

Dann die Hände vertauschen.

Klappt alles ohne Probleme (dauert meist ein bisschen), kann man mit einer Hand mehrere Triolen spielen und dann mit der anderen Hand eine einzige Gruppe der Vierer plus den nächsten Ton hinein spielen. Dann stoppen. Das Ganze wiederholen. Wenn du die Töne genommen hast, die ich oben vorgeschlagen habe, landest du dann mit beiden Daumen gemeinsam auf c (links) und c'' (rechts). Diese gemeinsame 'Landung' :p ist wichtig.

Klappt das, kann man erweitern auf zwei Vierergruppen ..... .

Dann Hände tauschen.

Manchmal hilft es auch, eine Hand lauter und eine leiser zu spielen, z.B. die Triolen lauter. Das ist aber individuell verschieden.

2. Dann gibt es noch allerhand Sprechmethoden. Da findest du auch was über die Suchfunktion. Das funktioniert nach dem Prinzip des kleinsten gemeinsamen Nenners, hier 12. Nimmt man die Vierergruppe als Maßstab/Einheit, könnte man z.B. sprechen:

1.. 2e. 3. te4.. | ......

Das 'e' wird dabei schnell nach der '2' gesprochen so wie auch das 'te' kurz vor der '4' gesprochen wird. Es empfiehlt sich, vorher einfach nur 1 2 3 4 ... zu zählen und die beiden Laute dann kurz nach- bzw. vorher zu sprechen.

Liebe Grüße

chiarina
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
C

Cello

Dabei seit
Dez. 2012
Beiträge
72
Reaktionen
0
Hallo,
Vielen Dank für die guten Tips.
Eine Freundin meinte auch, dass man sich diese Rythmik auch mit Sprüchen vereinfachen ließe.
Hat jemand solche Sprüche?

LG
Cello
 
 

Top Bottom