Beethoven Klaviersonate Nr. 6 op. 10 2

mbast

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Kleine Detailfrage zur o.g. Sonate: im zweiten Satz in den Takten 58, 62, 66 und 82 sind die jeweilig letzten vier Achtelnoten in der linken Hand mit Staccatopunkten notiert, zumindest in der Henle Urtextausgabe. In der Einspielung, die ich davon habe (Barenboim, die Sonaten-DVDs, Barenboim on Beethoven) werden die auch so gespielt, deshalb habe ich sie auch so geübt (ist ein bischen schwieriger als legato, weil das mt der Rechten schwerer zu koordinieren ist, aber mit ein bischen Übung geht's). So weit so gut. Jetzt habe ich mir aber zum Vergleich eine Einspielung von Mari Kodama zugelegt, und die spielt alles komplett legato. Daher die Frage: liegt das an einer anderen Ausgabe, die Frau Kodama vielleicht hat oder ist das nur ihre etwas eigenwillige Interpretation? Ist nur ein kleines Detail, ändert aber den Charakter des Stückes ganz ordentlich, finde ich. Für diesbezüglichen Input wäre ich also dankbar.
 
Troubadix

Troubadix

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Daher die Frage: liegt das an einer anderen Ausgabe, die Frau Kodama vielleicht hat oder ist das nur ihre etwas eigenwillige Interpretation?
Wenn sich professionell mit dem Stück auseinandergesetzt hat (das nehme ich an) ist davon auszugehen, dass sie den Urtext kannte. Wenn sie Stelle also legato spielt, wird sie das meiner Meinung nach bewusst aus interpretatorischen Gründen gemacht haben.

Viele Grüße!
 
 

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