Bach Klavierkonzerte (Cembalokonzerte)

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chopin92

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Hallo,

welche Klavierkonzerte von Bach gefallen euch ma Besten? Von den für ein Klavier, also BWV 1052 - 1056 + 1058.

Mir hat es das in E-Dur, BWV 1053 besodern angetan. Kann mir jemand ganz allgemein was zu den Konzerten sagen, was es da für mögliche Schwierigkeiten gibt, welches ist am "einfachsten" einzuüben. Ich übe gerad an so vielem, aber weil sie mir alle so gut gefallen, würde ich vielleicht mit dem einfachsten schon Mal anfangen nebenbei...
 
LMG

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;);)

Da ich nur eins kenne - und habe, gebe ich das natürlich an. ( Habe mir die Noten besorgt, weil ich durch Gould's Ausschnitt aus dem u. g. Dokumentationsfilm drauf aufmerksam wurde ) :

BWV 1052, d- Moll !! ( Hab Noten f. 2 Klaviere hier, und Satz 1 macht am meisten Spaß !!! ).

Beim Tube Suchbegriffe "Gould BWV 1052". Ein Ausschnitt erscheint auch bei Dokumentationsfilm "Art of Piano: Famous pianists of the 19th century".

LG, Olli !
 
Wiemalte

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Sehr gut gefällt mir BWV 1055.
 
Rheinkultur

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Zu den Besonderheiten des A-Dur-Konzerts gehört die Verbreitung des gleichen Stückes als Oboenkonzert: J.S. Bach BWV 1055 Konzert für Oboe d'amore - Albrecht Mayer - Oboe - YouTube (habe es schon bei diversen Prüfungen in dieser Version begleitet).

Diesen Solisten hier hätten die wenigsten vermutet: https://itunes.apple.com/de/album/recordings-from-private-collections/id394111782
Allerdings war der bei einem Liszt-Schüler ausgebildete Komponist keineswegs nur in eigener Sache pianistisch tätig.

LG von Rheinkultur
 
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Jack Black

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Zu den Besonderheiten des A-Dur-Konzerts gehört die Verbreitung des gleichen Stückes als Oboenkonzert: J.S. Bach BWV 1055 Konzert für Oboe d'amore - Albrecht Mayer - Oboe - YouTube (habe es schon bei diversen Prüfungen in dieser Version begleitet).
Das habe ich zufälligerweise gestern abend noch gehört, ist auch schön.

Es gibt aber auch von anderen Cembalokonzerten Versionen mit anderen Soloinstrumenten, konkret für Oboe gibt es außer dem o.g. A-Dur Konzert auch die Konzerte in F-Dur (BWV 1053) und d-moll (BWV 1059), für die mindestens Fragmente einer Oboenversion erhalten sind (bzw. auch aus Kantaten hergeleitet wurden). Speziell diese drei Konzerte habe ich auch in einer Einspielung von Heinz Holliger (Oboe) und der Academy of St. Martin in the Fields.

Es gibt auch andere Soloversionen der Cembalokonzerte, ganz bekannt darunter das Doppelkonzert BWV 1060, das es als Rekonstruktion sowohl für zwei Violinen als auch für Violine und Oboe gibt. Leider sind von Bach ja sehr viele Originalnoten verschollen (man vermutet, dass allein ca. ein Drittel seiner Choräle verloren gegangen sind, sowie ein fertige Markusspassion, die zu seinen Lebzeiten sogar aufgeführt wurde u.v.m. - ein schrecklicher Gedanke, wie ich finde).
 
Rheinkultur

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Es gibt auch andere Soloversionen der Cembalokonzerte, ganz bekannt darunter das Doppelkonzert BWV 1060, das es als Rekonstruktion sowohl für zwei Violinen als auch für Violine und Oboe gibt.
In der letztgenannten Version hatte ich am vorletzten Wochenende den Continuopart am Cembalo zu spielen; diese Version steht in der Tonart d-moll, während das Konzert für zwei Cembali in c-moll gehalten ist. Wahlfreie Besetzungen waren in jenen Tagen keine Seltenheit, auch nicht das Aufgreifen fremder Vorlagen, wenn man sich das Orgelkonzert a-moll BWV 593 nach Vivaldi und ähnliches ansieht. Damals gab es eben noch keine Regulierungsvorgänge beim Umgang mit geistigem Eigentum und die Erfindung der GEMA erfolgte erst später...!
 
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Jack Black

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diese Version steht in der Tonart d-moll, während das Konzert für zwei Cembali in c-moll gehalten ist.
Ach, das beruhigt mich ja - ich hatte nämlich d-moll in Erinnerung (irgendeine Gidon Kremer Einspielung) und dann stand auf einmal c-moll beim Cembalokonzert - da war ich auch auf einmal unsicher, was denn jetzt schon wieder falsch ist.

Damals gab es eben noch keine Regulierungsvorgänge beim Umgang mit geistigem Eigentum und die Erfindung der GEMA erfolgte erst später...!
Damals galt es als "Ehrung", wenn man eine Komposition eines anderen Komponisten aufgriff. Heute ist das eine Raubkopie... :(

P.S.: Ich habe mir einfach mal die Holliger CD gerade eingelegt - und siehe da, das im Einstieg genannte E-Dur Konzert BWV 1053 (auch seit vielen Jahren eines meiner Lieblingskonzerte, besonders in der Einspielung am Flügel mit Andrej Gavrilov) ist für die Oboe auch einen halben Ton höher gesetzt, nämlich in F-Dur.
 
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Rheinkultur

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Ach, das beruhigt mich ja - ich hatte nämlich d-moll in Erinnerung (irgendeine Gidon Kremer Einspielung) und dann stand auf einmal c-moll beim Cembalokonzert - da war ich auch auf einmal unsicher, was denn jetzt schon wieder falsch ist.
Bei BWV 1055 ändert sich die Tonart nicht, wobei der Oboenpart für die seinerzeit häufiger gebräuchliche Oboe d'amore bestimmt ist, die als transponierendes Instrument (in A) ja eine kleine Terz tiefer gestimmt ist als die Oboe. Im 19. Jahrhundert setzte sich mit dem Englischhorn in F ein Alt-Instrument der Oboenfamilie durch, im 20. Jahrhundert folgte das Heckelphon (u.a. von Hindemith verwendet), während die tiefe Lage unter den Holzblasinstrumenten mit Doppelrohrblatt vom Fagott abgedeckt wird. Für die Oboe d'amore ist die Grundtonart A-Dur in BWV 1055 natürlich optimal. In spätromantischen Zeiten kamen moderne Nachbauten auf den Markt und vereinzelt fand das Instrument wieder kompositorische Beachtung (Richard Strauss, Gustav Mahler, Maurice Ravel). Aufgrund der größeren Beweglichkeit und vielseitigeren Einsetzbarkeit konnte es sich neben der Klarinette nicht im Ensembleapparat behaupten.

LG von Rheinkultur
 
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chopin92

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Oh ich freue mich, dass doch noch geantwortet wurde, ich dachte schon die Bach Klavierkonzerte wären völlig unbeliebt.

Angehört hatte ich mir das in E-Dur, in das ich mich sofort verliebt habe. Das in d-moll habe ich nur kurz reingehört.
So, ich war in der Bibliothek und habe mir das in f-moll BWV 1056 ausgeliehen. Eigentlich wollte ich ja das in E-Dur, weil ich das so toll fand, aber das war seltsamer Weise das einzige was sie nicht hatten. Naja dann eben f-moll, einfach aus dem Grund weil es sehr kurz ist und nicht so schwer aussah, damit ich es Mal bisschen vom Blatt versuche zu Hause. Das kann man auf jeden Fall mit nicht so großen Arbeitsaufwand ins Repertoire aufnehmen. Das Largo ist zu dem auch noch wunderschön!

Als nächstes werde ich mich dann hier auf eure Empfehlungen um das A-Dur Konzert kümmern, mal sehen, ob mir das auch zusagt :)
 
 

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