Arbeitsplatz mit Instrument und Computer - wie gestalten?

Stilblüte

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Hallo an alle,

Mich interessiert, wie ihr euren Arbeitsplatz gestaltet, wenn ihr ein Instrument (oder E-Piano / Keyboard) und Computer, ggf. + Bildschirm, verwendet. Ich komponiere immer am Instrument (Flügel mit Silent-Funktion) und nutze die Silent-Funktion als Eingabemedium für Sibelius. Aktuell steht rechts der Computer auf einem kleinen Tisch, vor mir der Flügel. Ich saß bisher immer auf dem Klavierstuhl und habe mich immer hin und her gedreht. Dummerweise wird man ja nicht jünger - beim letzten Großprojekt hab ich mir wohl eine so ungünstige Haltung angewöhnt, dass ich nun mit unangenehmen Nackenbeschwerden zu tun habe... Wie kann man es besser machen? Bildschirm mit Wandhalterung vor die Nase? Keyboard + Tastatur auf einen Tisch hintereinander? Computer-Schreibtisch mit ausziehbarer Tastatur? Vielleicht hat jemand eine gangbare Lösung gefunden - gerne mit Bild. Ah, und für Empfehlungen zu Rückenfreundlichen (Büro-)Stühlen bin ich auch dankbar ;-)

Viele Grüße
Stilblüte
 
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Der leiderfahrene Computernutzer und Ergonom weiß, dass man sich NIEMALS so seitlich verdrehen darf, dass man mit auch nur leicht verdrehter Wirbelsäule vor einem Compie-Monitor (oder sonstwo vor...) sitzt.
(Ich hatte zweimal in der Vergangenheit Fehler drin, dass ich verdreht auf einen seitlich verschobenen Monitor sah. ... beim zweiten Mal so übel, dass schon das Heben des rechten Arms, um beim Autofahren den Gang zu wechseln, üble Schmerzen machte... Nervenschmerzen aus Quetschung in der Lendenwirbelsäule..)

Insofern ist ein Klavierstuhl dann ergonomisch suboptimal, da er ein verdrehtes, unvollständiges Hinwenden zum Computer "fördert". Besser wäre dann, abseits der Idealhaltung, ein Drehstuhl ohne Armlehnen. Dann unbedingt darauf achten, dass man gerade vor einem Monitor sitzt, und so, dass man nicht die Augen heben muss, sondern 5-10 Grad leicht abwärts schaut.

Bedeutet auch: wenn 90 Grad nach rechts zum Compie gewendet, sich unbedingt anzugewöhnen, die Füße weg von den Klavierpedalen zu nehmen.

Was man - mit einem Laptop - auch machen könnte ..., wäre ein Drehteller mit Mittelpunkt ca. 30cm hinter dem Pultbrett, auf dem mit einer 60- oder 90-Grad-Drehung statt der Noten der Laptop "kommt" - ich weiß sowas aber nicht als Produkt irgendwo zu kaufen. Müsste man sich uU. selber bauen, und Nachteil wäre die viel zu hohe Tastatur-Position. Bzw. man sollte dann am Stuhl "umschalten" in der Höhe. Bei sehr häufigen Wechseln zwischen Flügel und Laptop aber kaum machbar.

Noch eine Möglichkeit wäre ein Doppelmonitor, uU. leicht gewinkelt... oder diese leicht kreisgebogenen neuen Dinger, links Noten, also konsequent alle seine Arbeitsnoten ab in den Compie..., dann rechts den freien Laptopschirm - dann muss man sich "nur noch" ...(...)... zum Computern eine Tastatur heranziehen. Und auch hier wieder GERADE davorsitzen ...

Oder man hat EINEN Monitor, und mit Strg-TAB wechselt man die Grafiken. Ist fast das einfachste, mal abgesehen von der Tastatur-Ablage.

Also wirklich entscheidend ist das UNBEDINGTE GERADE Davorsitzen sowohl bei der Klavierhaltung als auch bei der Computernutzung, weil alles, was mit Drehung in der Wirbelsäule läuft, die Gefahr von Abnutzung der Zwischenwirbelkörper und folglich Nerventheater hervorrufen kann.

Bzgl. Drehstühlen in "sehr ergonomisch" gibt/gab es einen Experten in Recklinghausen, Castroper Str. um die Nr. 190, der Sohni hatte da klasse gespräche und einen Kauf, und einen in der Unnaer Innenstadt Süd, Hauslieferant der Lady.
 
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Ich habe einen Kunden, der Musikproduzent ist. Der hat einen recht großen Schreibtisch mit High Tech ohne Ende darauf. Darin integriert ist eine Ablagefläche für sein Masterkeyboard, was er bei Bedarf heraus zieht. Ziemlich elegante Lösung.

Etwas schlichter gibt es das in der Art hier:

https://www.kirstein.de/Schnaeppche...MIhfmJtrSzjwMVNaGDBx3JdTwLEAQYAyABEgKCHvD_BwE

Oder etwas größer hier:


Gibt es bestimmt in allen möglichen Varianten und Größen.
 
Darin integriert ist eine Ablagefläche für sein Masterkeyboard, was er bei Bedarf heraus zieht. Ziemlich elegante Lösung.
Wollte auch gerade ein Bild raussuchen. Das ist eigentlich die Standardlösung. Das Beispiel hier (Flexispot) ist noch höhenverstellbar (bei längeren "Sitz"ungen kann man damit auf Knopfdruck auch im Stehen arbeiten, von wegen rückenfreundlich). Wenn man sowas beruflich macht, ist es eine relativ kleine Investition (das kostet um die 750).
flexispot-esd1-studiotisch_2-768x768.jpeg
 
Dem Bild nach wird es mit einem 88 Tasten Keyboard evtl. eng. Das auf dem Bild hat nur 5 Oktaven / 61 Tasten.
 
War stets davon ausgegangen, dass Stilblüte Anne an einem echten Flügel arbeite.

So'n Flügel ist einfach sperrig vor der Nase .... mit "Ablagefläche" geradeaus hoch oben über den Stimmnägeln. Alles, was nicht dort oben sein soll, Seitliches..., das erfordert diese verfängliche Dreherei - die man bitte mitsamt Beinen vollständig vollziehen sollte, sonst ... Aua.

Mit Elektronikkrams sieht das allerdings einiges einfacher machbar aus, die Ergonomie zu fitten.
 
Einen festen Musikarbeitsplatz mit PC habe ich garnicht.
Die DAW arbeitet auf einem Laptop und das kliene 2Kanal-Audiointerface ist ebenfalls recht mobil.

Ich mache mir meinen Arbeitsplatz so zurecht, wie ich es für das Gelplante brauche und baue das danach dann wieder zurück.
Wenn ich was am Digi aufnehmen möchte, wird einfach das ohnehin mit dem Digi verbundene Audiointerface in den Laptop gesteckt (der steht dann so lange auf dem Digi).
Für die Nachbearbeitung nutze ich dann allerdings den großen Bildschirm in meinem Wohnzimmer, an dem der Laptop normalerweise hängt ... das ist mir auf dem Laptop zu fummelig.
Ich nehme allerdings auch nicht nur Klavier auf, sondern zwischendurch auch mal was mit Gitarre, Cavaquinho, Cajun ... oder einfach mal eine Bandprobe (eine Band probt in meinem Wohnzimmer).

Am einfachsten geht (für mich) mittlerweile E-Gitarre und E-Bass.
Die emulierten Verstärker und Boxen (inkl impulse-response-files), sind mittlerweile so gut, dass man diese Instrumente direkt ins Audiointerface stopfen kann, und es am Ende trotzdem klingt, als hätte man über einen Ampeq-Kühlschrank oder einen Marshall gespielt).
Dafür muss man anfangs halt ein bisschen mit der Kombination von Topteil, Kabinett und Mikrofontyp bzw. -positionierung rumtesten, bis man das gefunden hat, was man sich wünscht.

Sobald ich was akkustisches Aufnehmen will, muss ich Mikrophone, Kabel, Ständer und eventuelle Störquellen berücksichtigen (eine schlecht isolierte Leitung in der Wand oder einer Stehlampe daneben kann den Sound ruinieren).
Mit Elektronikkram ist das geradezu lächerlich einfach.

Ein Bekannter von mir hat seinen Synth (rgendwas von Nord) im 90°-Winkel neben seinen Schreibtisch gestlellt. Auf dem Schreibstisch steht dann ein größeres Audiointerface (der Herr ist Schlagzeuger, brauchte also mehr als 8 Kanäle für die Verkabelung seiner Schießbude ... also hat er gleich ein doppelt so großes genommen ... das reicht dann für die ganze Band), eine normale PC-Tastatur und ein Midi-Steuergerät für seine DAW alles beherrscht von 2 großen Bildschirmen (die mit Schwenkarmen an den hintenen Schreibtischecken montiert sind).
Rechts und Links daneben stehen zwei 8" oder 10" Spieaker für die Soundausgabe.
Davor steht ein Bürostuhl (drehbar ... aber leider mit Armlehnen).
 
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@DerOlf Vom Aufnehmen spreche ich gar nicht, nur vom Arbeiten am Computer. Danke an alle für den Hinweis mit den dafür speziell angepassten Schreibtischen! Ich schau mir das mal an und überlege!
 
@Stilblüte
Ach soo ...
Einen solchen Arbeitsplatz habe ich momentan auch nicht.

Meine Schwester arbeitet viel am PC ... und die hat sich einen Schrebtisch geholt, bei dem die Tischplatte nicht nur höhenverstellbar ist (damit man auch mal im Stehen arbeiten kann) sondern die auch noch angewinkelt werden kann (ähnlich wie bei Zeichentischen), sodass man stehts einen guten Überblick über beispielsweise ausgebreitete Arbeitsmatrerialien hat.
Ich weiß allerdings nicht, was sie für den Apparillo gezahlt hat.

Mein Vater hat sein ganzes Leben lang an PCs gearbeitet (Systemprogrammierer und -admin) ... und für den war nur eines wichtig ... Strom für PC, Drucker, Flachbettscanner und diverse externe Speicher musste da sein (und man musste den Kabelsalat gut ordnen bzw. verstecken können) ... davor musste ein bequemer Bürostuhl (drehbar mit Rollen) stehen - dann war er glücklich.
 
Ich komponiere immer am Instrument (Flügel mit Silent-Funktion)
Wenn Du Wert auf das Arbeiten am Flügel legst, bleibt Dir das Drehen um 90 Grad wohl leider nicht erspart - lästig, aber wie soll es ohne Drehen gehen?

Da ist man als komponierender Pianist eher bei den Privilegierten: man sitzt und hat nichts in den Händen. Wie machen das Tubaspieler?

CW
 
Den Rechner kannst Du Dir auf dem Schreibtisch dazu denken oder was Du sonst noch so brauchst. Es gibt auch Tisch-Notenständer.

Dieses Setup habe ich seit Jahren, ich komponiere zwar keine Großprojekte, komme aber so super zurecht.

 

Dumme Frage @Stilblüte :

Warum stelltst Du den Laptop nicht einfach auf die flachgelegte Notenablage des Flügels? Ich gebe zu, da sträubt man sich, das edle Instrument soll nicht entstellt werden, aber dann hast Du den Bildschirm vor Dir, wenn auch recht hoch (Vorsicht Halswirbelsäule!), aber genau das stehen ja sonst auch die Noten. Die Maus dann auf den flachen, festen Teil ganz rechts?
 
Eine normale Tastatur muss ich ja auch noch bedienen können...
 
Ein Flügel ist für mich ein Arbeitsgerät. Von daher evtl nicht schlecht. Ist halt dann sehr niedrig. Ich muss die Höhen mal checken und überlegen...!
 

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