Android-App zur Unterstützung beim Klavierspielen

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Konstant

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Hi,

ich schreibe gerade eine kleine Android-App. Ziel ist es, das Klavierspiel in Echtzeit zu visualisieren und so eine Unterstützung für das Klavierspielen zu geben. Das ganze wird Open Source. Wenn jemand Interesse als Beta/Alpha-Testa oder Kenntnisse in Softwareentwicklung (Java) hat, bitte Nachricht als PN. Das Ganze ist noch sehr rudimentär, darum hab ich die App noch nicht für die Allgemeinheit veröffentlicht.

Voraussetzung: Klavier, das per MIDI mit einem Android verbunden ist.

Viele Grüße
Konstantin
 
Peter

Peter

Bechsteinfan
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Mich würde interessieren, wie die Visualisierung aussehen soll.
 
Andre73

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Hi,

hab grad noch nen USB Micro auf USB Adapter bestellt, dann kann ichs gern mal ausprobieren wenn Du soweit bist. (Galaxy S2 und Galaxy Tab 10, bisher hatte ichs nur am PC USB<->MIDI)
Java kann ich auch, aber ich hab schon zu viele Projekte :)

Viele Grüße,
André
 
K

Konstant

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Mich würde interessieren, wie die Visualisierung aussehen soll.

Umgesetzt habe ich bisher z.B. folgende Darstellung (hochladen vom .png funktioniert hier nicht, darum in Prosa):
x-Achse: Zeit (scrollend), y-Achse: Tonhöhe, Farbe: Lautstärke. Die senkrechten Balken stellen die Überschneidung (rot) bzw. die Lücke (grün) bei zwei aufeinander folgenden Tönen dar.

Man kann mit dieser Darstellung gut sehen, wie sehr "legato" gespielt wird. Herausforderung kann es z.B. sein, so zu spielen, dass keine "Legato-Balken" entstehen, dass also eine Taste genau dann angeschlagen wird, wenn die vorige losgelassen wird.

Aktuell habe ich mit meinem Android eine Verarbeitungszeit von ca. 2ms pro Tastendruck (bei meinem PC sind es ca. 0.4ms), aber die Genauigkeit reicht, dass man bei entsprechender Spielweise (fast) keine Legato-Balken sieht.

Viele Grüße
Konstantin
 
Peter

Peter

Bechsteinfan
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Klingt sehr interessant.
Optimal wäre die Verarbeitung des das akustische Signals über den Mikro-Eingang, also ohne Midi-Kabelgedöns für Anwendung an akustischen Instrumenten. Wäre das für Dich vorstell- und umsetzbar?
 
B

Barbie

Guest
ob und wie man Legato spielt, sollte man hören und nicht sehen. Das hängt ja auch vom Nachklang des Instrumentes ab. Ich halte so eine Software für überflüssig. Das ist wie Geige mit chromatischem Stimmgerät üben. Gibt wirklich Leute, die das (erfolglos) versuchen.
 
hasenbein

hasenbein

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So eine Software ist nicht nur überflüssig, sondern schädlich, weil

a) die Wahrnehmung des Spielers vom Hören weggelenkt wird und insbesondere in die audiomotorische Rückkopplungsschleife, die zum Spielen und Spielenlernen erforderlich ist, ein visuelles Element geschaltet wird, das durch die Langsamkeit des visuell-motorischen "Kanals" ein präzises, schnelles Reagieren unmöglich macht;

b) legato keine "Technik" ist, bei der man beispielsweise darauf achtet, die vorige Taste nicht zu früh loszulassen, sondern ein Schalleindruck im Raum - die dafür nötigen Bewegungen, die je nach Raum, Instrument, Tempo des Stücks und Art der musikalischen Passage unterschiedlich sein können, werden über audiomotorische Vorgänge erzeugt, aber nicht durch "direktes Machen" einer Bewegung.

Du kannst also Deine Zeit jetzt fröhlich anderen Dingen widmen als solch einer App, ist doch auch gut, oder?
 
K

Konstant

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Klingt sehr interessant.
Optimal wäre die Verarbeitung des das akustische Signals über den Mikro-Eingang, also ohne Midi-Kabelgedöns für Anwendung an akustischen Instrumenten. Wäre das für Dich vorstell- und umsetzbar?
Wenn ich das MIDI-Kabelgedöhns verlasse und per FFT die Töne erkenne, habe ich a) einen vergleichsweise großen Rechenbedarf und b) eine vergleichsweise große Ungenauigkeit. Zur Veranschaulichung: während einer einzigen Schwingung des tiefsten Tons eines Klaviers können über MIDI mehr als 100 Tastendrücke gesendet werden.

ob und wie man Legato spielt, sollte man hören und nicht sehen.
hast Du ein vernünftiges Argument, warum man beim Klavierspiel nur hören sollte, aber nicht hören und sehen gleichzeitig?

Viele Grüße
Konstantin
 
hasenbein

hasenbein

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hast Du ein vernünftiges Argument, warum man beim Klavierspiel nur hören sollte, aber nicht hören und sehen gleichzeitig?

Das Sehen sollte nur für ganz bestimmte Dinge da sein (Notenlesen, Tasten treffen), nicht aber für die Steuerung des Klangergebnisses.

Weiß jeder (zumindest instinktiv), der auf fortgeschrittenem Level spielt.

Z.B. ist es auch schlecht, ein Metronom stummzustellen und nur nach dem Blinklicht zu spielen. Niemals, falls dummerweise vorhanden, auf ein solches Blinklicht schauen!
 
P

pianoboe

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Mein Fehler. Ich dachte ja glatt, eine Antwort würde mir einen Erkenntnisgewinn bringen. War doch nur die übliche Polemik.

@konstantin
Wenn es sich nur um eine Visualisierung auf Basis von MIDI handelt, dann fehlt mir leider auch die Vision, was mir das bringen sollte. Ich übe meistens mit der Silent-Funktion meines Yamaha Klaviers und fühle mich dabei schon enorm eingeschränkt mit Feindynamik, Klang und vor allem Pedal.

Wenn Yamaha das jetzt nur so "ungenau" hinbekommt mit dem Tastenanschlag, dann vermute ich, dass Deine App nicht genauer sein wird. D.h. die Visualisierung wäre in meinen Augen zu ungenau. Wobei ich aber immer noch nicht weiß, wie mir eine Visualisierung helfen könnte. Es geht halt um Musik und da ist Hören wichtiger als Sehen.
 
B

Barbie

Guest
"Polemik" - aha! Man merkt, daß du null Ahnung von Intonation hast. Nicht selten bei nur-Pianisten. Selbstverständlich kontrollieren alle Streicher, Sänger etc. ihre Intonation ausschließlich mit dem Gehör. Meine Geigenschüler haben es auch immer gelernt - ganz ohne Elektrik. Geht also, mein Sohn.

Mein Fehler. Ich dachte ja glatt, eine Antwort würde mir einen Erkenntnisgewinn bringen.
Bei deiner Polemik ist nicht anzunehmen, daß du wirklich nach Erkenntnis strebst, sondern eher nach Recht haben. Bitte: du hast Recht und kannst von mir aus Geige mit Stimmgerät spielen, bis die Batterie alle ist.
 
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Peter

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Bechsteinfan
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Womit soll denn jemand, der Probleme mit Intonation hat, sie sonst kontrollieren?
Da hat Barbie natürlich Recht: Es geht nur mit dem Gehör. Ich erinnere mich an meine ersten Geigenstunden. Hören, nachspielen. Das Gehör wird dabei genau so geschult wie das Geige spielen. Eine Sekunde, Terz, Quarte.... muss man hören lernen, bevor man sie spielen lernen kann.

Was die App angeht: Ein Visualisierung in Echtzeit fände ich schon interessant. Nicht, um das Klavierspielen zu verbessern oder zu üben (ich denke, dafür ist sie auch nicht gedacht). Aber zu sehen, wie sich bei veränderter Klanggestaltung auch ein Bild ändert....ich stelle mir das so in der Richtung vor, dass man ein wenig davon sieht, was z.B. Mick sieht, wenn er Musik hört.
 
P

pianoboe

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Bei deiner Polemik ist nicht anzunehmen, daß du wirklich nach Erkenntnis strebst, sondern eher nach Recht haben. Bitte: du hast Recht und kannst von mir aus Geige mit Stimmgerät spielen, bis die Batterie alle ist.

Ich spiele schon lange keine Geige mehr und du wirst es nicht glauben, ich hab damals auch ohne Stimmgerät gespielt. Ich bin mittlerweile auf die Seite der Holzbläser gewandert und da hat fast jeder ein Stimmgerät. Meine Frage war also durchaus ernst gemeint, sonst hätte ich sie nicht gestellt.

Ich frage danach, was Leute, die es nicht eben nicht hören, sonst benutzen sollen und bekomme zu lesen: "mit dem Gehör". Ist das das einzige was du einem deiner Geigenschüler sagst, wenn er eine Stelle oben im ewigen Schnee intonatorisch nicht sauber hinbekommt? Wie schnell ist man da oben beim Lagenwechsel ein bisschen zu hoch gerutscht?

Natürlich muss ein Geiger sich letztlich auf sein Gehör verlassen, aber es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und Intonation und Gehör müssen beide geübt werden. Was ich wissen wollte war, was dagegen spricht dafür ein chromatisches Stimmgerät zu benutzen.
 
 

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