Ahnungslos im Klaviergeschäft

Das gibt sich mit der Zeit. Als mein schwarzes Klavier neu war hab ich es quasi ständig geputzt. Das änderte sich irgendwann. Dann bekam ich den nächsten Putzfimmel als der Flügel einzog.

Ich hab auch diesen Kampf verloren und inzwischen lerne ich sogar damit zu leben, dass meine Katze drauf rumlatscht und Pfotenabdrücke hinterlässt und rumfusselt.

Herzlichen Glückwunsch zum Klavier. Viel Freude damit - ich gehe davon aus, dass früher oder später du auch anfangen wirst Klavierspielen zu erlernen und nicht nur deine Tochter.
Ich habe klassisch einen Läufer oben drauf, so dass Noten, Stifte, Lampe etc. keine Kratzer hinterlassen. Dann einmal die Woche abstauben und Fingerabdrücke entfernen mit Spezialmittel. (Zuviel putzen stumpft den Lack ab.) Man kann aber auch, sieht man zB bei Youtube Videos aus Asien, die ganze obere Hälfte einpacken in Tischtuch o.ä.
 
😱 Nein, natürlich nicht 😃
Das Klavier ist ja in Betrieb, nicht nur Deko. Es liegt so schon genug drauf, was beim Spielen mitschwingt und Geräusche macht. Von der Gefahr durch Wasser 💦 ganz zu schweigen…
Was liegt denn auf deinem Klavier alles drauf? Bei mir nix - bis auf das Katzenviech und das muss runter wenn ich spiele (schon allein wegen Deckel auf). Aber auch vor dem Flügel flog bei mir nix auf dem Klavier rum.
 
Genau! Falls etwas auf dem Instrument liegen sollte, erledigt sich das beim Flügel ganz von selbst durch das Öffnen des Deckels. ;)
Ein Pianino bleibt eher geschlossen.
 

Von der Gefahr durch Wasser 💦 ganz zu schweigen…

In den ersten Jahren meiner Treffen habe ich immer gebetsmühlenartig darum gebeten, sich mit Getränken von den Instrumenten fernzuhalten. Man könnte ja vielleicht mal mit dem Glas in der Hand stolpern. Oder so…

Und sich bitte nicht anzulehnen, um mit dem Gürtel oder möglicherweise vorhandenen Nieten in der Jeans
zu

Genutzt hat es nichts: Einmal lag ein Schlüsselbund auf dem großen Deckel des Bösendorfers, ein anderes Mal hat jemand sein gefülltes Wasserglas über den Flügel hinüber auf die Fensterbank gestellt. Ein weiteres Mal hat sich jemand zwischen Mikrofon und Bösendorfer hindurchgezwängt und den Wiener mit der Hose (aber keine Jeans) gestreift obwohl er auch hinten herum hätte gehen können (so groß wäre der Umweg nicht gewesen). Und jemand hat vor Jahren eine transpirierende Wasserflasche – frisch dem Kühlschrank entnommen – ohne Deckel aufs Instrument gestellt.
:dizzy: :konfus:

Ich habe meine an eine Neurose erinnerenden Bitten (ja, Peter, ich gebe es ja zu...) dann weitgehend unterlassen. Zum Glück ist bisher keinem Instrument mehr als Fingerabdrücke widerfahren.
;-)

Was liegt denn auf deinem Klavier alles drauf?

Die Frage ist zwar nicht an mich gestellt, aber bei mir: Vergrößert ausgedruckte Noten am Rande des Notenpults oder darauf (Bechstein und N2), ein Tablet-PC für Noten auf dem flach gelegten Notenpult des Wieners und auf allen Instrumenten ein schwarzer Keramikbecher mit Stiften (Bleistift, grün, rot) für Anmerkungen in den Noten. Selbstverständlich befinden sich unter den Keramikbechern Filzgleiter.
;-)

Wie das mit dem Notieren in den Noten unter Android am Tablet-PC funktioniert habe ich noch nicht herausgefunden (weil ich bisher keine Lust dazu hatte es zu ergründen).

Ich hab mein Klavier damals auch oft oben aufgeklappt. Klang einfach besser.

Und der Blick aufs Innenleben sieht einfach toll aus. Zumindest beim Flügel, wie es beim Pianino ist weiß nicht nicht. Habe noch kein geöffnetes gesehen.
:-)

Anfangs habe ich mir Sorgen wegen des Staubs und möglicher Wollmäuse gemacht. Diese habe ich bisher nicht im Bechstein gefunden und Staub sammelt sich dort kaum an. Denn da hinten am "alten Herrn" treibe ich mich nur zum Klavier spielen herum. Ohne Vorhänge, Haustier und Teppich staubt es bei mir eh nicht viel.

Weil der geöffnete schwarze Deckel des Wieners mich ein wenig an das offene Maul eine Ungeheuers erinnert, wird der große Deckel nur zum Stimmen und für Treffen geöffnet. Oder falls ich mein Spiel – was lange nicht passiert ist – aufnehmen möchte. Für den Bechstein habe ich eine etwas kürzere Deckelstütze anfertigen lassen, damit die Optik harmonischer ist. Was eine Ing. mit gekräuselter Stirn dazu veranlasst hat, mich auf die geänderten Winkel- und Hebelverhältnisse hinzuweisen.

Die kleinen Deckel schließe ich übrigens nie.

So, Roman beendet, ich wünsche einen schönen Tag.
;-) :-)
 
Ich habe auf Instagram ein paar Klavierprofile von Menschen abonniert, die auf einem ähnlichen Level wie ich sind.
Eine davon hat zu Halloween einen Kürbis mit Musikthema geschnitzt und mit Teller auf ihr Klavier gestellt.
Ein paar Tage später kam sie nach Hause und fand den Kürbis zerstreut auf dem Boden wieder, der Kürbis ist natürlich in sich zusammengesackt und dann vorneüber auf den Boden gefallen... die Tastenklappe war geöffnet und da lagen also im Diskant lauter kaputte Kürbisstücke auf den Tasten. Vermutlich über Stunden. Ist natürlich eine feuchte Angelegenheit und ein paar der Tasten funktionieren nun nicht mehr. Ein Aaaalptraum!

Ich krieg immer schon Schnappatmung, wenn jemand seinen Kaffee- oder was auch immer Becher an die Seite neben den Tasten abstellt. Aber so ist die Instagram-Welt, da geht es alles um das perfekte Bild oder Video und da stellt man auch mal Blumenvasen, Kürbisse oder Kaffeebecher auf das Instrument 💩
 

Zurück
Top Bottom