zweihändige Läufe über mehrere Oktaven.

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Hirnfidler

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Hi,

als blutiger Wiedereinsteiger ohne Klavierunterricht möchte ich mir einen effektvollen zweihändigen Lauf über zwei Oktaven aneignen. Leider weiß ich weder den Fachbegriff noch die Literaturstellen dieser Art von Läufen. Ihr könnt mir das mit Sicherheit spielen beantworten.
 
.marcus.

.marcus.

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Zu welchem Zweck denn, wenn man fragen darf? :)
 
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Hirnfidler

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Zu welchem Zweck denn, wenn man fragen darf? :)

Nur so... klingt gut - will ich mal ausprobieren.


Mein Klavierstimmer hat nach vollbrachter Arbeit ein sich oktavenweise wiederholenden Lauf ( oder vielleicht Tonleite) von links nach rechts und zurück gespielt. Sowas habe ich auch schon auf der Mattscheibe gesehen.
 
M

Magi

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Also wenn du Tonleiter über zwei Oktaven meinst (siehe den vorherigen thread: Erste Fragen)
Tonleitern über zwei Oktaven mit Fingersätzen stehn doch i.dR. in Klavierschulen
 
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Hirnfidler

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ich meine jedenfalls keine einfache Durtonleiter.
 
cwtoons

cwtoons

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Am besten spielst Du einfach eine Taste nach der anderen.

CW
 
Lisztomanie

Lisztomanie

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Also sowas bezeichnet man landläufig als "Arpeggio"...=D Stelll ich mir für Dich als "blutiger Wiedereinsteiger ohne Klavierunterricht" recht schwer zu erlernen vor, man braucht vor allem schnelle, dehnbare Hände, eine gute Koordination und viel Musikalität, damit das so klingt... und eine gewisse Spannweite kann auch nicht schaden...;9

Herzliche Grüße

Lisztomanie

P.S.: "Virtuoso pianist Vladimir Horowitz, who refused to perform this étude in public, said, "For me, the most difficult one of all (the études) is the C Major, the first one, Op. 10, No. 1."[5]"
 
rolf

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Was der Pianist in dem anhängigen Video in den ersten 3 Sekunden spielt hat doch vielleicht einen Fachbegriff?
das ist der Beginn der Etüde op.10 Nr.1 C-Dur, da spielt die rechte Hand allein Arpeggien aufwärts und abwärts, während die linke Hand lange Bassoktaven hält - da sind also keine zweihändigen Tonleitern zu hören, sondern ein einhändiger gebrochener C-Dur Dezimakkord (über ein paar Oktaven verteilt immer c-g-c-e / c-g-c-e usw)

wenn du zweihändige parallele Arpeggien hören willst, dann schnupper mal in den Anfang von Tschaikowskis berühmtem b-Moll Konzert hinein

wenn du parallele Skalen (Tonleitern) hören willst, dann am Ende der Etüde op.25 Nr.11 von Chopin oder mehrmals in seiner op.53 Polonaise oder ganz exzessiv erst viele abwärts und später viele aufwärts in den Solokadenzen von Tschaikowskis zweitem Klavierkonzert G-Dur
 
rolf

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P.S.: "Virtuoso pianist Vladimir Horowitz, who refused to perform this étude in public, said, "For me, the most difficult one of all (the études) is the C Major, the first one, Op. 10, No. 1."[5]"
anderswo klagte er, dass er op.25 Nr.11 nicht gerne spiele (ja sogar: nicht spielen könne...), weil ihm nach der halben Etüde der rechte Arm lahm herunterhängt... wer weiß schon, ob der Vladimir da nicht geflunkert hat, denn Rach 3 und ähnliche Kaliber hat er ja oft genug ohne zu lamentieren gespielt... ;);):):)
 
dilettant

dilettant

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Zu welchem Zweck denn, wenn man fragen darf? :)
büschen angeben, wa? :D

Eine Variante wäre ein verminderter Akkord, arpeggiert über 4 Oktaven, z. B. mit dem verminderten C-Akkord "c - es - ges - a" (das a ist vermutlich eigentlich ein heses):

LH fängt im Bass an und spielt c-es-ges-a mit dem Fingersatz 5421 (oder 5321), die RH spielt den gleichen Akkord eine Oktave höher mit dem Fingersatz 1245 oder 1235, inzwischen setzt die LH über und schließt nochmals eine Oktave höher an, dann wieder RH und zum Schluss spielt die LH noch mal ein c, als Höhepunkt kriegt das c einen Akzent. Das ist auch in flottem Tempo nicht zu schwer. Man kann noch über alles das Pedal benutzen.

So was ähnliches kommt in Mozarts d-moll Fantasie im Mittelteil (der erste Lauf stürzt in die Tiefe und steigt dann mit o. g. Figur wieder auf, allerdings endet er nicht auf dem Grundton, sondern auf der Terz, weswegen auf den letzten Schlag 5 Noten kommen statt 4.

Ciao
- Karsten
 
LMG

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Hi Hirnfiedler,

Wenn es also eher um diese schnell aufeinanderfolgenden Noten geht, die man "Arpeggien" nennt, statt reiner Läufe,
könnte man sich ja auch mal folgendes ansehen, sieht mir doch machbar aus, vor allem, wenn man beide Hände nach Belieben verwenden möchte:

sonatenzitatok.jpg


Greetings, Olli ! (Finger und Handverteilung nat. nach Belieben bzw. wie vorgegeben.)

(Zitat aus IMSLP).
 
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Lisztomanie

Lisztomanie

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Ich arbeite gerade übrigens an einer Klavieretüde bzw. Fantasie, die auch Arpeggien - und davon nicht zu wenig enthalten wird... Wenn Du also was zum üben suchst...=D Es wird aber wie gesagt nicht einfach...;) Aber man kann´s ja mal probieren, nicht wahr...=D

Herzliche Grüße

Lisztomanie
 
 

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