Woran merkt eine KL das ich geübt habe

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reymund

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Ich hab letztens mal wieder meinem KL vorgespielt, es war meiner Ansicht nach mehr als bescheiden ( ist fast immer so ) trotzdem meiner mein KL " man merkt das sie geübt haben.
Will er mir nur schmeicheln oder merkt ein KL sowas auch wenn es meiner Meinung nach vollkommen daneben ist?
 
hasenbein

hasenbein

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Hattest Du denn geübt???
 
Monique.

Monique.

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Ich hab letztens mal wieder meinem KL vorgespielt, es war meiner Ansicht nach mehr als bescheiden ( ist fast immer so ) trotzdem meiner mein KL " man merkt das sie geübt haben.
Will er mir nur schmeicheln oder merkt ein KL sowas auch wenn es meiner Meinung nach vollkommen daneben ist?
Ist bei mir auch immer so .Erst das Lob und danach kommt das grosse „ Aaaber“ ............ :super: :021:
 
J

Josef

ehemals jbs
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Wenn ich zu Hause konzentriert übe, merke ich, je nach Schwierigkeit, alle 1-2 Tage einen gewissen Fortschritt.
Der KL sieht dich nur alle 1-2 Wochen, natürlich wird er einen Unterschied merken.
Sogar wenn du aus Nervosität in der Stunde immer weniger zusammenbringst als zu Hause, ist der Fortschritt für den KL sichtbar, er kennt dich ja nicht anders.
 
mberghoefer

mberghoefer

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meine Theorie ist: Der KL zählt beim Eintreten die Schweissperlen auf der Stirn des Delinquenten, setzt dies ins Verhältnis zur Breite des um Vergebung flehenden dünnen Lächelns und errechnet daraus blitzschnell eine Schuld-Wahrscheinlichkeit.

Ansonsten, denke ich, fällt ihm/ihr schon auf, ob etwas, das beim letzten Mal augenscheinlich große Probleme machte, nun zumindest etwas besser oder anders läuft.
 
R

reymund

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Hase, aber natürlich be ich immer, hab doch einen Hasen auf dem Klavier stehen, der Passt schon auf.
 
G

Gefallener

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Man merkt es an ALLEM. du musst nicht mal spielen. Es ist die zögernde Begrüßung, das gesteigerte Bedürfnis nach "Zeit füllenden" Gesprächsthemen, oder anderem Ausweichendem Verhalten zu suchen. An der Körpersprache, an wie man sich setzt, ob man noch was zum "Rumfummeln" (Notenrücken, Sitz zum 5. Mal einstellen). Man merkt es an der Aura, der nicht vorhandenen Selbstsicherheit und Zeigfreudigkeit"". Dem "Vakuum im Raum" , also einer Energieleere und der Sonderlage Packeis zu dem Proband. Am Staub auf Tasten, am nicht bekommentierte Notentexte erst suchen, erst aufschlagen müssen. An nicht vorhandenen Notizen. An der "Scheiße jetzt habe ich keine Ausflüchte mehr" - Blickführung, die verzweifelt unsinnige Dinge im Blickfeld abscannt um beim brennenden, alarm-lärmenden Wrack irgendwie den Totalschaden zu vertuschen. Am ersten heben des Armes nach nicht vorhandener oder fingiertem inneren Abgleich mit dem Einstudierungsplan. An zufälligen Bewegungen, Kantigkeit, vollkommener Zufälligkeit und hier und da einem glücklichen treffenden Moment. An dem lieblos, konzeptartig zusammen gespeed- geklatschten Technokratie- Gebäudes, welches, einem chinesischen Schnellbau gleich, nie Solitdität erlangen sollte und schon vor dem Richtfest überall den Putz von sich schuppt. An der nicht möglichen 1:1 Verbindung von inneren zu äußeren Wirklichkeitskonzepten, also einem unverinnerlichten, steril, wesensgetrenntem "Drücken von Tasten", Traktieren wie mit Handschuhen in einem Hochsicherheits- Forschungsintitut. An der nicht vorhandenen Ruhe und Souveränität, mangelnder Körperspannung, angehaltenem Atem, keine Wirklichkeitsverzerrung aufgrund der Konzentration von Wirkmasse. (Siehe Vakuum.) Am nie vorhanden gewesenen Fluß, am Raten, am diletantischen vom Blatt Spiel in der Hoffnung, dass es niemand merkt. Kein Klang, keine Vorstellung, keine Interpreation, kein mäandern von Phrasen, kein Text, kein Gesang, stumpf blind, emotionslos, abgespalten. An dem zu schwachen "Magnetismus der Fingerkuppen" , am Verkampfen, am nicht sich lösen können von physikalischen Parametern. Am sich an Kleinigkeiten aufhängen und aus der Bahn bringen lassen, am "froh sein aufgrund dieser Unzulänglichkeiten nicht in die unerforschten tiefen der hinteren Takte des Stückes vordringen zu müssen". Am alles mit sinnlosen Kommentaren versehen und militant die keine Mine verziehende Ruhe des KL´s torpedieren. Am "ich habe mir gedacht", "der Fingersatz ist viel besser" . Am immer noch unentwegt nach Ausflüchten, Aufnahmen (Irgendwas wird man schon im Handy zeigen können, was "ich habe mich mit der Thematik, klick, klick auseinandergesetzt" imitiert). An der Scheinläuterung nach der Phase der Einsicht, Kapitulation, nebst hochheiligem Versprechen nach Iteration. (Ein Teufelskreis).
 
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instrumentenfreak

instrumentenfreak

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Nimm dich doch selber mal auf...und vergleiche nach einer Woche was sich deiner Meinung nach verändert hat. Selber merkt man die Fortschritte nicht immer. Manchmal spielt man auch totalen Mist, kommt sich aber super toll dabei vor :D
Das ist abhängig von der Tagesform, sowie den eingeübten Mechanismen.
 
C

Cheval blanc

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„Übt“ Ihr für Eure Klavierlehrer? Wieso? Und die Klavierlehrer hier protestieren nicht!

wundert sich cb
 
Robinson

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Naja aber jeder will dich ein Lob vom KL:002:
 

C

Cheval blanc

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Ich bezahle meinen Klavierlehrer nicht für‘s Loben! Der soll mir sagen, was ich besser und vor allem wie ich es besser machen kann.
 
Tastatula

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@Gefallener , treffender kann man es nicht ausdrücken! :008:
@Cheval blanc , oh doch! Kein Mensch kann der Musik nahe kommen, wenn sein Lehrer rein destruktiv unterwegs ist.
Das Lob gehört unbedingt dazu. Man muß ja spüren, ob der Weg der richtige ist, das geht nur, wenn die Rückkopplung da ist.
Konstruktive Kritik hilft, aus der Misere zu finden, wo etwas nicht gut läuft.
Meine Schüler bekommen von mir alle Zuckerbrot und Peitsche. Und wenn einer nicht geübt hat, das merke ich sofort, siehe: @Gefallener
 
Demian

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Loben, um sich als Lehrer beliebt zu machen, ist schlecht. Den „Preis“ für ein echtes, ehrliches Lob hochzutreiben ist wichtig.
 
Marlene

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Und wenn einer nicht geübt hat, das merke ich sofort
Mir ist nicht bekannt, wie viele Schüler die KL pro Tag unterrichten. Aber wäre es nur ein halbes Dutzend pro Tag, bei wöchentlichem Unterricht, müssten die KL auch die anderen 29 im Gedächtnis behalten. Wie geht das, falls KL sich keine Aufzeichnungen machen (und machen sie das überhaupt)?
 
Shigeru

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Mir ist nicht bekannt, wie viele Schüler die KL pro Tag unterrichten. Aber wäre es nur ein halbes Dutzend pro Tag, bei wöchentlichem Unterricht, müssten die KL auch die anderen 29 im Gedächtnis behalten. Wie geht das, falls KL sich keine Aufzeichnungen machen (und machen sie das überhaupt)?
1. Eine Vollzeitstelle in einer Musikschule hat 34x45 Minuten/Woche. Das wären mindestens 34 Schüler bei 45 Minuten Einzelunterricht, 68 Schüler bei 2er Gruppen und 51 Schüler bei 30 Minuten Einzelunterricht

2. Aufzeichnungen mache ich mir manchmal (ins Handy in den Kalender), wenn ich was ganz bestimmtes mit einem Schüler ausgemacht habe (zB dass wir mit einem bestimmten Stück anfangen und/oder er das auf eine bestimmte Art und Weise üben und vorspielen soll)
Andere wichtige Dinge (zB Nachbearbeitungen des Unterrichts, Noten bestellen usw.) schreibe ich mir in eine ToDo App und erledige das am Abend.

3. Irgendwann fängt man (im Studium) mit 1,2 oder 3 Schüler an und merkt sich, was sie machen sollten. Dann werden es 10, 20 und mehr und man lernt dazu und merkt sich das alles. Ich weiß wahrscheinlich auswendig eher, was viele meiner Schüler auf haben (als sie selbst), obwohl sie ein Hausaufgabenheft haben ;-). Man lernt doch die Schüler schnell kennen, hat Erfahrung und weiß bei den meisten Schülern schon vor der Stunde, was sie wie falsch machen werden und wie sie geübt haben ;-)
 
Tastatula

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@Marlene, dazu brauche ich keine Aufzeichnungen, es sei denn, der Schüler würde mir eine Übeaufgabe unterschlagen...
Man merkt es - s.o. -am Verhalten des Menschen, der am Klavier sitzt. Ein Beispiel mag ich nennen:
Wenn die Finger suchend über die Tasten schleifen und keinen Plan haben, wo sie denn hinsollen, dann hat sich der angehängte Mensch nicht mit dem Material beschäftigt. Ich kann sehr wohl unterscheiden, ob jemand - platt gesagt - den Ton nicht trifft, weil er gerade im Moment nicht gepasst hat, oder ob er grundsätzlich im Repertoire des Spielenden noch kaum vorgekommen ist. An der Vorbereitung der Töne während des Spiels kann man leicht erkennen, ob eben jene stattgefunden hat. Das Verspielen an sich ist nicht der Punkt.
 
J. S. Schwach

J. S. Schwach

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Ich hab letztens mal wieder meinem KL vorgespielt, es war meiner Ansicht nach mehr als bescheiden ( ist fast immer so ) trotzdem meiner mein KL " man merkt das sie geübt haben.
Wenn er dir sagt, was und wie du üben sollst (sein Job) und du das dann auch machst (deine Aufgabe), macht sich das nach einer Woche natürlich bemerkbar.
 
Tabato

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Ich sehe das genauso, wie die anderen hier auch.
Ich denke schon, das dein KL sieht und hört, was du getan hast oder auch nicht. Sonst wäre er/sie in meinen Augen, kein guter KL.;-)
Es kommt auch darauf an, wie lange ihr euch natürlich schon kennt. Passt da die Chemie z.B.?
Aussagen wie "ja, Zuhause lief das irgenwie besser..etc" kennt man ja auch selber ganz gut.
Ich würde mir da keinen Kopf machen, solange ihr Euch in die Augen schauen könnt und auch ehrlich zueinander seit, ist doch alles im Lot. Wenn nicht....einfach mal den KL fragen, wenn man sich unsicher ist. Kostet ja nix ;-)
 
 

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