Wiedereinstieg. Mehr Theorie


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Subby
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Hallo zusammen.

Ich habe schon seit 10 Jahren kein Klavier mehr gespielt, aber davor soweit ich noch weiß ca. 5-6 Jahre Unterricht gehabt. Als letztes Stück konnte ich den Türkischen Marsch perfekt spielen. Das war so ungefähr meine Spielstärke. ;-)

Jetzt habe ich wieder richtig Spaß am Klavier gefunden und spiele jeden Tag (jetzt auch freiwillig :) ) ca. 1 Stunde. Den Türkischen Marsch u.a. Stücke kann ich schon wieder fast perfekt. Jetzt hab ich mal zwei Fragen:

1. Irgendwie habe ich immer noch sehr starke Probleme mit dem Notenlesen. Früher hat mich das nicht so interessiert und wurde auch nicht so ernst genommen, und ich habe die Stücke immer auswendig gelernt. Dementsprechend lange habe ich gebraucht, biss ich die richtigen Tasten gefunden hatte. Gibt es eine sinnvolle Art, das zu trainieren? Was für mich total unbegreiflich ist, dass es Pianisten gibt, die manche Stücke direkt von den Noten abspielen können. Ich finde es sehr peinlich, dass ich das nicht mal bei einfachen Stücken kann (aber gern können würde). Ich glaube meine Spielstärke ist viiiel ausgeprägter als meine Blattlesefähigkeit und da muss ich wohl dran arbeiten.

2. Obwohl ich eigentlich eine Zeit lang Klavier gespielt habe war ich total unbegabt, wenn es darum ging, einfach mal zu improvisieren oder zu begleiten, etc. Solange ich nicht meine Stücke gespielt habe die ich im Moment geübt habe konnte ich mit dem Instrument leider nicht viel anfangen. Ich bin immer sehr begeistert wie sich manche Klavierspieler ans Instrument setzen und ohne Noten einfach etwas drauf los spielen können.
Sowas zu lernen geht wohl sehr in Richtung Theorie. Oder doch eher Talent und Kreativität? Wie fange ich denn hier am besten an? Ich würde mich also gerne in die Harmonielehre und sonstigen Theorien einlesen, um auch besser zu verstehen, was ich da am Klavier spiele, warum das C-Moll ist, und der folgende Takt deshalb auch die und die Akkorde enthält usw.
Ist das irgendwie klar geworden? Wo mache ich da am besten den Einstieg/Anfang?

Würde mich über Literatur-Tipps sehr freuen, weil der Klavierlehrer noch etwas warten muss, bis er mich wieder unterrichten darf (muss) ;-)
 
Guendola
Guendola
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Notenlesen ist Übungssache. Es wurden schon diverse Werke und Methoden angesprochen, da solltest du über die Suchfunktion was finden. Im Prinzip lernt man es schon ganz gut, indem man einfach mit der ersten Klavierschule wieder anfängt und alles dort vom Blatt spielt, ohne sich unter Druck zu setzen. Wenn du das alles noch auswendig kannst, könntest du dir eine neue Anfängerschule besorgen. Und erinnere dich daran, wie in der Schule zu anfang vorgelesen wurde, so klingen natürlich auch die ersten Blattspielversuche, bis man endlich dazu kommt, Muster zu erkennen anstatt einzelne Noten zu "buchstabieren".

Improvisieren liegt einigen gut, anderen überhaupt nicht. Mit ein wenig Harmonielehre geht es natürlich theoretisch besser, aber man muß logischerweise wiederum üben, um das Wissen auch umzusetzen. Grundlagewissen über Akkordzusammenhänge und Tonleitern sind sehr hilfreich und z.B. hier zu finden: http://www.lehrklaenge.de/index.html.
 
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Subby
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Dankeschöööön.

Ja, hier gibt es in der Tat schon viele Infos, wenn man etwas im Forum stöbert. :-)
 
Stuemperle
Stuemperle
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Ich würde mich also gerne in die Harmonielehre und sonstigen Theorien einlesen,
Hallo Subby,
- Wieland Ziegenrücker: "ABC Musik, allgemeine Musiklehre", preiswertes Taschenbuch, relativ umfassend, auch zum Nachschlagen
- Thomas Krämer: "Harmonielehre im Selbststudium", wohl ein Standardwerk, mir aber zu klassiklastig und "verstaubt" (sorry)
- Frank Haunschild: "Die neue Harmonielehre, ein musikalisches Arbeitsbuch für Klassik, Rock, Pop und Jazz", didaktisch ansprechender
- Herbert Wiedemann: "Meditatives Klavierspiel", musikalisch anspruchsarm, bisserl esotherisch, hilft "Lauschen", evtl. als Einstieg Richtung Improvisaton, erst angucken, dann evtl. kaufen.

Viel Spaß und hau rein!
Stuemperle
 
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Subby
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Danke für die Literaturtipps. Werd mir das mal bei Amazon durchlesen.
 
 

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