Wiedereinstieg Klavier

  • Ersteller des Themas nina99
  • Erstellungsdatum
  • Schlagworte
    klavier wiedereinstieg
N

nina99

Dabei seit
Sep. 2017
Beiträge
2
Reaktionen
11
Hallo zusammen,

ich hatte während der Schulzeit 4 Jahre lang (im Alter von 13 bis 17) Klavierunterricht gehabt und würde jetzt mit 23 Jahren wieder unheimlich gerne anfangen, muss gleichzeitig leider sagen, dass ich während der ganzen 6 Jahre nicht mehr gespielt hatte.

Ich hätte damals mit meiner Klavierlehrerin von Mozart Klaviersonate Nr. 11 "Rondo alla turca" als nächstes Stück begonnen, wozu es letztlich nicht mehr gekommen ist.

Dass ich dieses Niveau mittlerweile nicht mehr habe, ist klar, aber vielleicht war jemand von euch in einer ähnlichen Situation und hat darin Erfahrung wie sich so ein Wiedereinstieg am besten gestalten lässt bzw. wie schwierig es werden kann? Oder wie lange es dauert, um wieder "reinzukommen" und das alte Niveau zu erreichen? Es wäre echt schade, wenn es wieder 4 Jahre dauern würde.

Natürlich mag das auch individuell verschieden sein und von verschiedenen Umständen abhängen, sodass man das nicht pauschal festlegen kann, aber letztlich würde ich auch definitiv wieder mit Klavierlehrer einsteigen und versuchen täglich zu üben.
Wäre super schön, wenn ihre eure Erfahrungen oder Einschätzungen mitteilen könntet. :bye:

Liebe Grüße
 
Barratt

Barratt

Lernend
Dabei seit
Juli 2013
Beiträge
11.424
Reaktionen
16.721
Mozart Klaviersonate Nr. 11 "Rondo alla turca"
Allein dafür schon mal ein fettes Like. :love:

Oder wie lange es dauert, um wieder "reinzukommen" und das alte Niveau zu erreichen? [...] Erfahrung wie sich so ein Wiedereinstieg am besten gestalten lässt
Du hast vermutlich noch altes Notenmaterial von "damals". Nimm das und arbeite es in der damaligen Reihenfolge erneut durch. Nach einer lächerlich kurzen Pause wie der Deinen geht es in aller Regel sehr schnell. Zwei Monate ca., falls Du einigermaßen guten Unterricht hattest und konsequent übst. :super:
 
méchant village

méchant village

Dabei seit
März 2017
Beiträge
1.103
Reaktionen
3.367
@nina99
Das Niveau hängt nicht nur von den Stücken ab. Früher dachte ich auch, daß der "anerkannte" Schwierigkeitsgrad ausschlaggebend ist.
Nach jahrzehntelanger Abstinenz stelle ich fest, daß der Wiedereinstieg ein wenig weiter "unten" große Fortschritte im Ausdruck mit sich bringt, den man dann in die schwierigeren Stücke mit hineinnehmen kann.

Ein klein wenig weiter unten wieder (gründlich) anfangen und der Erfolg wird bei (siehe @Barratt ) regelmäßigem Üben unter Anleitung nicht lange auf sich warten lassen.
Viel Spaß!

LG Barbara
 
Klafina

Klafina

Dabei seit
Mai 2013
Beiträge
3.688
Reaktionen
6.370
6 Jahre - das ist doch (fast) gar nichts. ;-)Das wird schnell gehen. (Geschätzt: wenige Monate)
Bei mir waren es 39 Jahre!
 
Boogieoma

Boogieoma

Dabei seit
Mai 2013
Beiträge
1.071
Reaktionen
2.195
Bei mir waren es fast genau 50 Jahre, es war außer den Noten im Violinschlüssel und den Notenwerten nichts mehr vorhanden. Bei Dir wird es sicher schnell gehen, das alte Niveau zu erreichen.
 
Silvvia Borin

Silvvia Borin

Dabei seit
Feb. 2014
Beiträge
74
Reaktionen
165
@nina99
Wenn ich so jung wieder angefangen hätte... habe vom 10. bis 16. Lebensjahr Unterricht gehabt u bin jetzt mit 54 wieder eingestiegen. Ich finde, ich mache gute Fortschritte, weil ich heute übe. Mit 23 Jahren tust Du Dir noch leichter mit der Konzentration...das wird bestimmt schnell gehen. Viel Spaß dabei!
 

M

Monique.

Guest
Liebe Ursula ! Vor mir brauch keiner den Hut ziehen :-D Ich spiele seit 5 Jahren leidenschaftlich Klavier . Aber ,was im Forum ja nicht so gut ankommt , ich spiele meist erleichterte Stücke . Na und ? Ich finde auch erleichterte Sachen hören sich oft sehr schön an . Habe die Träumerei angefangen und habe sie wieder beiseite gelegt . Ist mir ein Tick zu arbeitsaufwendig geworden . Vielleicht hol ich sie im nächsten Jahr mal wieder raus . Mir ist es völlig egal ,ob es jetzt nun gut ist oder nicht , dass ich erleichterte Sachen spiele . Wenns mir gefällt übe und spiele ich es .
Mein Kl achtet allerdings darauf ,dass sie gut gesetzt sind
Liebe Grüsse
Monique
 
dibabel

dibabel

Dabei seit
Dez. 2015
Beiträge
36
Reaktionen
75
Das ist eigentlich wie beim Sport. Wenn man mal krank war oder aus anderen Gründen ausgesetzt hat, braucht man ein bisschen, bis man wieder auf Ballhöhe ist. Aber es fühlt sich gleich von Anfang an richtig an, wenn auch etwas anstrengender. Man erinnert sich und fühlt sich gleich vertraut. So wie wenn man einen Menschen umarmt, den man ganz lange nicht gesehen hat.

Ich habe meinen Niveauverlust, den ich allerdings schlecht einschätzen kann, gefühlt nach einem halben Jahr Unterricht mehr als ausgeglichen. Vor allem das Grundlagenwissen hält sich ein Leben lang und Details sind schnell aufgefrischt. Es ist eher so, dass ich neu Erworbenes jetzt mit ü50 besser einordnen und schätzen kann. Lernen macht mir viel mehr Spaß als früher.

Nicht fragen, machen!
 
B

brennbaer

Dabei seit
Dez. 2015
Beiträge
1.728
Reaktionen
1.311
u bin jetzt mit 54 wieder eingestiegen. Ich finde, ich mache gute Fortschritte, weil ich heute übe. Mit 23 Jahren tust Du Dir noch leichter mit der Konzentration...
ich finde nicht, dass man das so verallgemeinern kann.
Ich habe die 50 ja auch schon geknackt, habe aber das Gefühl, dass ich mich heute bei manchen Dingen besser konzentrieren kann, als vor einem Vierteljahrhundert.

Was heute vermutlich nicht mehr gehen würde (habe es aber auch schon lange nicht mehr probiert, kann es also nur vom Gefühl her sagen), wären irgendwelche Dauersitzungen mit wörtlich zu verstehenden schlaflosen Nächten vor irgendwelchen Abgabeterminen, weil man es sich während des Semesters doch etwas zu gemütlich gemacht hatte...:geheim:
So Sachen wie 48 Stunden ohne Schlaf würde ich heute wohl nicht mehr überleben.
Aber das ist dann eher eine Sache der körperlichen und weniger der geistigen Belastbarkeit, die wiederum bei der Konzentration ausschlaggebend ist.

Jedenfalls würde ich mir nicht von vorneherein irgendwelche mentalen Schranken in den Weg stellen, mit Gedanken wie solchen, dass man im höheren Alter weniger konzentrazionsfähig sei.
 
Silvvia Borin

Silvvia Borin

Dabei seit
Feb. 2014
Beiträge
74
Reaktionen
165
Das tue ich auch nicht. Und natürlich habe ich keinen direkten Vergleich, voll. Kommt es mir jetzt nur so vor, weil ich jetzt im Vergleich zur Jugend auch übe
 
N

nina99

Dabei seit
Sep. 2017
Beiträge
2
Reaktionen
11
Vielen dank für eure ganzen Antworten und Tipps. Hat mich echt ermutigt.
Zum Glück habe ich auch noch alte Übungen und mich neulich an Für Elise herangewagt.
Naja den Anfang des Stückes konnte ich einigermaßen flüssig spielen aber, nur in gemäßigtem Tempo, und der mittlere Teil ist doch noch recht schwierig gerade genauso wie das Gestalten des Stückes insgesamt, dafür wäre ein klavierlehrer wohl hilfreich.
 
 

Top Bottom