Wie theorielastig ist der C-Kurs

Rose

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bzw wie hoch ist der Lernaufwand der betrieben werden muss`?

Meine Tochter hat die Möglichkeit Anfang 2013 mit dem C-Kurs zu beginnen.
Sie ist dann 14Jahre alt.
Nun fragen wir uns ob es neben der Schule zuviel Lernaufwand bedeutet.
Andererseits,wenn sie erst mit 16Jahren beginnt liefe es paralel zur Oberstufe die ja auch einiges an Engagement fordert.
Sie würde gerne mit 14 j anfangen,eigentlich am liebsten jetzt schon.Aber wir fürchten das sie den Aufwand der notwendig ist, unterschätzt.
Ich wäre für Ratschläge dankbar.

Liebe Grüße,Rose
 
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Hallo Exe

Danke für Deine Antwort.
Das wäre sicher eine Möglichkeit sich die Bücher zu leihen.aber wie ich schon erwähnte,befürchte ich das meine Tochter sich überschätzt.Bzw den Aufwand unterschätzt.
Mich interessieren eure eigenen Erfahrungen.Wie intensiv empfandet ihr den Aufwand den ihr neben euren täglichen Verpflichtungen wie Arbeit oder Schule betreiben musstet?
Es muss ja auch intensiver praktisch geübt werden.Dazu noch der Theorieteil.

Liebe Grüße,Rose
 
B

Babette

Guest
Hallo Rose,

ich hab zwar keine Ahnung vom Orgelspielen, aber mir sträubt sich grad das Fell. Zum einen wer hier kennt die Fähigkeiten Deiner Tochter? Zum anderen glaubst Du wirklich es hilft einen jungen Menschen in seinen Zielen gebremst zu werden. Mach eine Vereinbarung, dass die Schule nicht darunter leiden darf und lass sie machen. Das schlimmste was passieren kann ist, dass sie scheitert. Na und? Es nicht versucht zu haben, weil jemand anders Angst hatte man hätte Scheitern können, ist viel schlimmer. Scheitern gehört zum Leben, aber die Angst vom Scheitern behindert im Leben.

LG

Babette
 
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Hallo Babette
Ich glaube ich habe mich nicht verständlich ausgedrückt.
Natürlich werden wir unsere Tochter nicht bremsen.Wenn sie es wirklich möchte hat sie unsere Unterstützung.
Aber der Tag hat nur 24std.Sie erhält Orgel und Klavierunterricht.Muss für beide Instrumente übenSie besucht ein Gymnasium,hat zwei Tage in der Woche Ganztag,kommt erst gegen 17.30Uhr nach Hause.
Sie muss auch für die Klausuren üben.
Ich empfinde dies schon als grossen Aufwand für ein Kind/Teenager.
Da kann ein zusätzlicher Kurs zur Belastung werden.
Wir möchten wissen was auf sie zukommt um sie vorzubereiten,nicht um sie abzuhalten!
 
C

chiarina

Guest
Liebe Rose,

mit C-Kursen und dem entsprechenden Arbeitsaufwand kenne ich mich leider nicht aus. Mindenblues hier aus dem Forum ist dafür eine sehr gute Adresse, vielleicht schreibst du ihm eine PN.

Ansonsten kann ich dich/deine Tochter nur ermuntern, es zumindest zu versuchen. Wenn man etwas wirklich will wie deine Tochter jetzt, zieht man auch sehr viel Kraft daraus. Ich weiß, wovon ich rede, denn ich habe in dem Alter auch sehr viel Musik gemacht und es nie als Belastung empfunden. Der Orgel- und Klavierunterricht könnte auf diese Prüfung abgestimmt werden sowohl in der Stückauswahl als auch in der praktischen Anwendung von theoretischen Inhalten etc.. Im schlimmsten Fall würde man halt sagen "o.k., ich habe mich verschätzt - ich warte noch lieber etwas."

Was meinst du?

Liebe Grüße

chiarina
 
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Hallo Chiarina

Es ging mir wirklich nur um die graue Theorie;)
Sie muss sich mit der Liturgik auseinandersetzen usw.
Was das praktische musizieren anbelangt wird sie sich ohnehin engagieren.
Es ist eben auch ein höherer organisatorischer Aufwand.Bis dato übt sie wöchentlich zwei bis dreimal in der Kirche.Neben den Klavierübungen zuhause.Die Orgelübungen werden sicherlich häufiger und das üben für den Klavierunterricht ein wenig in den Hintergrund rücken.
Es ging mir lediglich darum zu erfahren wie hoch der Übeaufwand für den Theorieteil wird.Denn der wird gewiss nicht ohne sein;)

Liebe Grüße,Rose

Edit:Ich vermute das es ja schon einen Grund gibt warum das Aufnahmealter bei dem C-Kurs normalerweise bei 16J liegt.Da wird die Abbrecherquote wohl schon etwas hoher sein als bei älteren Teilnehmern.Da mache ich mir schon Gedanken zu.
 
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Mindenblues

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Hallo Rose,

nach dem, was ich bisher gelesen habe von dir, ist deine Tochter jetzt schon weiter als die allermeisten Teenager, mit denen ich vor 5 Jahren einen C-Kurs mitgemacht hatte. Bestimmt ein Drittel davon haben mit 14 Jahren den C-Kurs angefangen - und zwar ohne jegliche Orgelvorkenntnisse!!
Zumindest in den Kirchenkreisen Herford und Minden (ev.) ist das Aufnahmealter 14 Jahre ohne Einschränkungen.

Bei uns fand der C-Kurs immer Samstag nachmittag statt. Für ein paar Theoriefächer sind Hausaufgaben fällig, z.B. für Tonsatz etwa das Aussetzen eines Chorals nach gegebener Melodie, oder für Chorleitung ist Zeitaufwand z.B. für das Einstudieren eines Kanons zwecks Dirigieren einzuplanen. Und natürlich für die Zwischenprüfungen nach einem Jahr und die Abschlußprüfungen nach 2 Jahren. Ich schätze mal, wenn deine Tochter max. 2 Stunden pro Woche dafür einplant, macht sie garantiert schon mehr als die meisten anderen. Wie oft hatte ich als Erwachsener und damit potentielle Automitfahrgelegenheit den Wagen voll mit Kids, und erst während der Autofahrt zum C-Kurs wurden die Hausaufgaben gemacht oder durchgesprochen, mich selber nicht ausgenommen. :floet:

Nach dem, was ich so gelesen habe mit den Vorkenntnissen deiner Tochter, und - was noch viel, viel wichtiger ist - ihrem Willen, würde ich ihr eher den C-Kurs mit 14 Jahren statt mit 16 Jahren empfehlen, gerade wegen der ansonsten drohenden Abiphase nach 2 Jahren.
 
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Hallo Mindenblues
Danke für deine Antwort.Meine Tochter wird zwar den katholischen C-Kurs anpeilen ,aber da wird es ja vom Niveau her gleich sein,nehme ich an.
Mit deinen Ausführungen können wir uns schon vorstellen was theoretisch auf sie zukommt.
Puh,Schweiß von der Stirn wisch.Ich schaffe es hier nie mich auf Anhieb verständlich mitzuteilen.:floet:
 
Mindenblues

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Meine Tochter wird zwar den katholischen C-Kurs anpeilen ,aber da wird es ja vom Niveau her gleich sein,nehme ich an.
Es kann schon sein, dass die Anforderungen regional als auch konfessionsmäßig ziemlich unterschiedlich sind - habe keine Erfahrung damit.

Aber ich glaube, es wäre eine gute Idee, wenn du mit dem verantwortlichen C-Kursleiter (bei uns ist das der Kreiskantor) sprichst, um Namen und Adresse eines Mädchens zu bekommen, was im gegenwärtigen C-Kurs mitmacht. Oder mit dem Kantor deiner Kirchengemeinde - er weiß, welche Jugendliche über ihn ins C-Kurs-Rennen geschickt wurden. Damit deine Tochter direkt (nicht du - lass deine Tochter das selber machen!!!) mit dem Mädel spricht, was es mit dem Hausaufgaben- und Übeaufwand auf sich hat. Gut wäre es, wenn deine Tochter nicht gerade mit dem Allerfaulsten und nicht gerade mit dem Überflieger des gegenwärtigen Kurses spricht, um ein reales Bild zu gewinnen.
 
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Hallo Mindenblues
Meine Tochter hat ja bei dem Kantor unserer Gemeinde Unterricht.So wie es aussieht wird sie bei dem Regionalkantor die Aufnahmeprüfung ablegen.
Unser Kantor hat hier in unserem Stadteil noch keinen weiteren Orgelschüler gehabt.Orgel liegt hier in der Beliebtheitsscala nicht gerade weit vorne.
Wir gehören zum Erzbistum Köln.Hier liegt das Aufnahmealter für den C-Kurs bei 16J.
Allerdings gibt es Ausnahmeregelungen und so besteht die Möglichkeit eben bereits mit 14J einzusteigen.
Wir werden nächsten Monat einmal mit dem Regionalkantor Kontakt aufnehmen und vielleicht besteht dann die Möglichkeit das Maja mit einer/mSchülerIn spricht.Das ist wirklich ein guter Tip.
Danke für deine Hilfe
 
D

dussek

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Ich habe 1993 mit Anfang 20 den kath. C-Kurs begonnen und kann mich nicht erinnern, dass die Theorie, d. h. vor allem Tonsatz, besonders viel Zeitaufwand erfordert hätte. Ich hatte allerdings durch den Musik-LK schon die wesentlichen Grundlagen. Deine Tochter kann es ja, wie schon vorgeschlagen, grad andersrum machen und den C-Kurs für die Schule nutzen.
Viel mehr Zeit hat mich das Orgelüben gekostet (und die Chorleitung Nerven:))
 

Rose

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Ich habe 1993 mit Anfang 20 den kath. C-Kurs begonnen und kann mich nicht erinnern, dass die Theorie, d. h. vor allem Tonsatz, besonders viel Zeitaufwand erfordert hätte. Ich hatte allerdings durch den Musik-LK schon die wesentlichen Grundlagen. Deine Tochter kann es ja, wie schon vorgeschlagen, grad andersrum machen und den C-Kurs für die Schule nutzen.
Viel mehr Zeit hat mich das Orgelüben gekostet (und die Chorleitung Nerven:))

Das mit der Chorleitung bereitet ihr auch Kopfzerbrechen.So richtig traut sie sich das nicht zu.Allerdings besteht ja auch die Möglichkeit der Teilbereichsqualifizierung Orgel.
Sie ja ja noch ein wenig Zeit sich vorzubereiten.Aber ich vermute stark das sie sich für den kompletten Kurs entscheidet.Sie ist eher der Ganz oder Gar nicht Typ.
 
Axel

Axel

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Hallo,

also den C-Kurs gibt es sicher nicht. Das Niveau und die Unterrichtsintensität schwanken zwischen den einzelnen Landeskirchen und Bistümern erheblich. Teilweise sogar innerhalb eines Bistums, je nachdem, wer unterrichtet. Ich hatte damals eher den Ruf ein "harter Hund" zu sein, dafür haben meine Schüler hoffentlich auch etwas für die Praxis mitgenommen.

Dann hängt der Aufwand natürlich auch von der Lerngeschwindigkeit des Schülers ab. Verfügt dieser über ein fotografisches Gedächtnis, ist der Erfolg natürlich nicht mehr weit.

Liturgik, Orgelkunde usw. halte ich für überschaubar. Ein guter Leitfaden ist immer noch das wohl inzwischen vergriffene 2bändige Werk "Musik im Gottesdienst", hg. von Hans Musch. Vielleicht gibt es das noch über ZVAB oder so.

In Köln würde ich eher Chorleitung, Gregorianik und Liturgiegesang als schwierig einschätzen. Wenn ich das manchmal höre, frage ich mich, an welcher C-Stelle das in dieser Form gewinnbringend einzusetzen ist? Aber ich bin natürlich da auch nicht mehr "drin".

Grundsätzlich dürfte das Üben den größten Zeitaufwand bereiten.

Grüße
Axel
 
Mindenblues

Mindenblues

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Ich habe gerade gesehen, dass für den Kirchenkreis Minden eine recht informative Seite bzgl. C-Kurs da ist (Anforderungen für Aufnahmeprüfung und auch bzgl. des Zeitaufwands),
vielleicht hilft es auch, sich ein Bild zu machen (schließe mich aber ansonsten Axel an, dass es bzgl. der Anforderungen wohl erhebliche regionale/(konfessionelle?) Unterschiede zu geben scheint.

Hier der Link:
Kirchenmusik Minden
 
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Danke Euch allen.

Die Seite in wirklich informativ.Aber die Unterschiede scheinen wirklich mitunter gravierend zu sein,Bei einigen Bistümern und Kirchenkreisen ist die Aufnahmeprüfung schon grundverschieden.Die einen verlangen Orgelkenntnisse,während andere es akzeptieren das diese erst während des Kurses erworben werden.Wir sind schon gespannt.Nächste Woche sehen wir den Kantor bzw Orgellehrer wieder.Vielleicht wissen wir dann mehr.
 
J

joodelade

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Jetzt melde ich doch mal. Auch ich peile den C-Kurs für nächstes Jahr in Köln an, dann bin ich 15 1/2. Dieses Jahr wäre mir zu früh gewesen (Können/Wollen hin oder her), mit 14 passe ich vielleicht nicht in die Gruppe. Ein Jahr weiteren Orgelunterricht (einschl. Theorie) wie bisher wird mir dann beim C-Kurs nur hilfreich sein, sodaß die Belastung in der Oberstufe nicht groß wird - hoffe ich.

Noch eine Frage Rose: ist Maya in einem Chor? Diesen Teilbereich auszuklammern scheint mir nicht sinnvoll - schließlich sollte ein Organist in der Lage sein einen Chor zu leiten, und außerdem sollte er in der Lage sein vorzusingen (im Chor und in der Messe). Ich gehe für meinen Teil gerne in den Chor, das scheint mir auch eine gute Vorbereitung auf den C-Kurs.

Letztes Jahr habe ich am Jugendorgelforum in Stade teilgenommen, und auch dieses Jahr möchte ich mitmachen. Natürlich stand dort der Orgelunterricht und das Singen im Vordergrund, aber am besten war die Gemeinschaft mit den anderen Jugendlichen. Hier der Link: Stader Jugend-Orgelforum
 
Rose

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Hallo
Zurzeit singt Maja in keinem Chor.Es ist zeitlich einfach nicht drin.Zwei Instrumente,Schule..
Allerdings singt sie sehr viel mit ihrem Orgellehrer bei den Unterrichtsstunden.
Die Kurse in Stade interessieren uns auch.Da hatte sie schon mit geliebäugelt.
 
G

Gazelle233

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Hallo zusammen,
Ich (15) habe grade meinen C-Kurs angefange. 2/3 der Gruppe sind unter 18, und bis jetzt haben wir eigentlich viel Spaß. Die Termine zu finden ist manchmal schwierig, aber das gilt für alle, auch die, die arbeiten gehen. Unser Kantor nimmt große Rücksicht auf unsere Schule, wir müssen nicht 100% jeden Tag etwas für Orgel, Gesang, Klavier tun.
Vom Lernen her: Wir lernen NUR im unterricht, praktisch, theoretisch, je nach dem, was anliegt. Wenn man nicht so schnell ist, nun gut, dann ist man eben nicht so schnell. Der Lehrer geht immer individuell auf die Gruppe ein, wir können Fragen stellen und alles.
Wir haben auch 14-jährige dabei, das ist eigentlich gar kein Problem. Wir wissen meist sogar mehr, weil wir ja auch noch Musikunterricht in der Schule haben.
Wenn deine Tochter sich das zutraut, super! Wenn du meinst, sie kann absehen, dass das eine Belastung sein kann, sein wird, aber unheimlich viel bringt, dann los. Selbst wenn sie nicht die zwei Jahre durchhält: Dann habt ihr relativ billig Orgel, Gesang und Theorieunterricht bekommen :-D
GLG Gazelle
 
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Hallo Gazelle
danke für deine Info.
Der Musikunterricht an ihrer Schule ist leider nicht wirklich hilfreich.Dazu besteht seitens vieler Schüler zuwenig Interesse an diesem Fach und die Lehrer haben arg zu kämpfen.
 
 

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