Wer hat Erfahrung mit PC-Kompositionsprogrammen?


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Kati
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Guten Tag,

vor einiger Zeit habe ich mich auf die Suche nach Software zum Komponieren am PC gemacht. Ausprobiert habe ich Finale Notepad 2007 und Magix Music Maker 2007. Meine Erfahrung, zusammengefasst: Für Klavierspieler ist ersteres Programm ideal, letzteres eher für Computerfreaks (einen ausführlichen Bericht habe ich hier eingestellt: http://sprechakt.over-blog.net/). Nun würde ich gerne wissen, ob und welche Erfahrungen Sie besonders mit Notepad gemacht haben und ob es vielleicht noch andere, empfehlenswertere Kompositionsprogramme für Klavier gibt. Ein Kritikpunkt ist z. B., dass man die jeweilige Note, die man in das Notenblatt einträgt, nicht hört, so dass man als 'Dilettant' sehr viel probieren muss, bis man den richtigen Ton trifft. Insgesamt bin ich aber zufrieden mit dem Programm.

Viele Grüße an alle (Hobby-)Pianisten,
Kati
 
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aschurz
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Bin ein Homerecordler...

... und erst am Piano lernen.

Ich persönlich benutze im Moment "MAGIX Samplitude Music Studio 2008" (der große Bruder vom erwähnten Music Maker), das kann beides:

Balken und Notation

Man kann mit dem MIDI-Keyboard einspielen. Noten setzen, Noten anhören, Balken in Noten umsetzen, MIDI-Files öffnen und die Notation anzeigen, bearbeiten und ausdrucken, etc. in alle Richtungen, seine Songs exportieren, etc.

Ja, da hörst Du auch die Note beim Setzen, wenn Du das Programm entsprechend eingestellt hast.

Ich glaube davon gibt es eine zeitlich beschränkte Demoversion, wo man das alles ausprobieren kann. Allerdings ist es schon relativ trickreich das Ding so zu konfigurieren, dass auch beim Tastenanschlag ohne Verzögerung ein Ton raus kommt (Stichwort: Latenz, ASIO-Treiber). Ich hatte auch diverse Probleme mit dem USB-Keyboard.

So, jetzt hoffe ich nicht, dass ich wegen Werbung hier fliege (wollte nur helfen). Generell hatte meine Recherche ergeben, dass die richtigen Programme halt was kosten. Wobei man alle umsonst testen kann.

Was hierzu auch noch (kostenpflichtige, erschwingliche) Alternativen wären:

- Reaper
- Fruity Loops
- Ableton Live

Alles andere (Steinberg, NI Reaktor, Samplitude SE, etc.) ist dann allerdings im Bereich von einigen tausend Euros.

Allerdings ist die ganze Sache sehr anspruchsvoll für einen Musiker - mein Backround ist der technische und nicht der musikalische. Meine musikalische Unfähigkeit mache ich im Moment durch einen guten Sampler, Drumcomputer und viele Versuche beim Einspielen wett :-) Wird aber besser.

Hier mal ein Klangteppich von mir:
http://www.andreasschurz.de/musik/the_end.mp3

Ich habe kein Piano - nur mein MIDI-Keyboard und Softwaresynthesizer / Sampler. Ich habe mal Keyboardspielen gelernt und lerne seit ca. 4 Monaten autodidaktisch Klavierspielen mit einer einschlägigen Lernsoftware, um die Tastenfähigkeiten zu erweitern und das Klavierspielen macht mir sehr viel Spaß.

So richtig "fett" wird die Sache halt, wenn man ein Keyboard anschliesst und dann auch damit "spielt". Das ist auch der bevorzugte Weg, wie ich Noten "eingebe".

Ich wünsche noch viel Spaß beim Komponieren.

Ciao, Andreas
 
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Kati
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Danke für die ausführlichen Tipps!

Hallo Andreas,

vielen Dank für Deine Antwort und Dein Kompositionsbeispiel! Das "MAGIX Samplitude Music Studio 2008"-Programm werde ich mir auf jeden Fall mal (in der Demoversion) installieren und es ausserdem in meinem Artikel, neben den anderen Programmen, weiterempfehlen. Ich merke, Du bist tatsächlich ein "Homerekordler", d. h. jemand, der das Komponieren eher am PC betreibt. - Bei mir ist es genau andersherum. Allein über das Wort "MIDI" bin ich schon beim Music Maker gestolpert. Aber solange man mit der Software trotzdem mit Spaß experimentieren kann, auch ohne große Kenntnisse, macht das ja nichts. Und die anderen von Dir genannten Programme scheinen ja noch komplizierter und noch teurer zu sein. Also werde ich mich lieber an die simpleren halten.
Deine Komposition hat mir gut gefallen - klingt nach Meditationsmusik, wie man sie auch kaufen kann. Ich hatte eigentlich für meinen Artikel auch zwei (weit weniger professionelle) Musikbeispiele hochladen wollen, was leider nicht funktioniert hat.

Also: Viel Spaß und Erfolg weiterhin beim Komponieren und beim Klavier-Lernen! :)

Kati
 
BigBen
BigBen
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Finale Note Pad

Hi Kati!
Ich habe auch Finale Notepad und bin damit sehr zufrieden. Außer dass man im Stück weder den Notenschlüssel, die Tonart noch die Taktart ändern kann, bietet es alle Funktionen die ich eigentlich brauche.
Außerdem kann man bei mir den Ton bei der Eingabe schon hören.

Ben
 
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AlCoFa
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Außer dass man im Stück weder den Notenschlüssel, die Tonart noch die Taktart ändern kann, bietet es alle Funktionen die ich eigentlich brauche.

Ben


Diese Funktionen gibt es bei Finale Allegro.
Davon hab ich 'ne Demoversion, die um einiges zufriedenstellender ist als Notepad.
Einziger Schönheitsfehler: Man kann seinen Kram nicht speichern... :-(


In diesem Sinne
 
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Kati
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Hallo noch einmal,

... inzwischen ist einige Zeit vergangen, seit ich mit FinaleNotePad und MusicMaker experimentiert habe. Letzteres Programm habe ich seitdem nicht mehr benutzt: Es ist einfach zu kompliziert, und kommt meinem Musikgeschmack auch weniger entgegen.

Einen der ersten Versuche mit FinaleNotePad könnt Ihr hier sehen. Ich war nicht wirklich zufrieden, zumal man das Ganze am Ende eigentlich selber am Klavier, nach den ausgedruckten Noten, spielen müsste, damit es nicht so mechanisch klingt.

Dann bin ich dazu übergegangen, auf meinem E-Piano zu improvisieren und dabei mehrere Lagen übereinander zu legen.
Das klingt dann so:

(alle Videos bis auf das letzte).

Naja, von Theorie habe ich nicht viel Ahnung, und alles ist noch simpel :oops:, und praktisch machen meine Finger, mangels Übung, leider oft nicht mehr, was sie sollen. Aber so macht es mir einfach mehr Spaß als beim endlosen Grübeln und Probieren mit einem Kompositionsprogramm.
Der Nachteil ist natürlich, dass man seine 'Werke' nicht in Notenform zur Verfügung hat, also nicht beliebig auf dem Klavier wiederholen kann (ich zumindest nicht).

Ich kann nur empfehlen, ein bisschen selber zu komponieren, auch wenn's unprofessionell ist: Es bringt so viel Spaß, selber etwas zu 'erschaffen':-)!

Schönen Gruß,
Kati
 
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Tilliwilli
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Ich benutze das Programm Sibelius (4).
Sibelius hat viele wichtige Funktionen (auch mit dem Midi-keyboard einspielen) und ist, wenn mans einmal raus hat, auch recht einfach zu bedienen.
Bisher hatte ich nur selten mit Sibelius Probleme.
Finale Notepad ist auch noch ganz in Ordnung, auch wenn es bei weitem nicht so viele Funktionen hat wie Sibelius z.B:
dass man im Stück weder den Notenschlüssel, die Tonart noch die Taktart ändern kann

Ben
 
 

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