Welches Stage-Piano bis 500€ (neu oder gebraucht) für kleinen Chor?

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lukas1128

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Hallo!

Während ich in diesem Thread nach einem Nachfolger für mein schon 20 Jahre altes Yamaha* Clavinova CVP 303 suche (und entgegen dem Titel mittlerweile vermutlich bei einem Hybrid-Piano gelandet bin, die Anschaffung aber noch etwas auf sich warten lassen muss; ihr könnt trotzdem noch gerne antworten und eure Meinung schreiben), suche ich in diesem Thread nach folgendem:

Ich habe den Anwendungsfall einen kleinen amateurhaften Kneipenchor, der aus 4-7 Personen besteht, ca. 1x im Monat auf dem Klavier zu begleiten (und selbst etwas mitzusingen). Ich leihe mir dazu bislang ein Yamaha* Keyboard von der Familie aus, welches meine Ansprüche als 20 Jahre langen Klavierspieler natürlich keineswegs befriedigen kann.

Daher suche ich nach einem günstigen Stage-Piano und bin auf eure Empfehlungen gespannt. Ich bin für Neukauf wie auch gebraucht offen. Im Blick habe ich das P-225 von Yamaha*, bin aber nicht auf Yamaha* beschränkt.

Ich möchte nicht mehr als 500€ (ohne Zubehör) ausgeben. Dazu kommt dann natürlich noch ein Ständer und ggfs. eine Tasche. Ein Sustain-Pedal ist vorhanden.
Das Stage-Piano befriedigt meine Ansprüche natürlich auch nicht wirklich, aber mehr ist finanziell gerade nicht drin, dafür das ich es "nur" einmal im Monat benötige. Und es ist trotzdem mit 88 Tasten und ausgewogenerem Klang deutlichst besser als das Keyboard (was auch schon gewichtete Tasten hat, ansonsten könnte ich es gar nicht gebrauchen, aber eben die leichten zu schmalen Keyboard-Plastik-Tasten...).

Erfahrung habe ich mit einem P-155, welches ich stets als gut und ordentlich in Erinnerung habe. Eigentlich hätte ich gerne mindestens das Niveau, aber ich glaube, dass ist preislich nicht drin, weil das dann heutzutage eher ein P-525 wäre. Ein gebrauchtes P-155 geht natürlich auch, aber das ist mittlerweile doch schon sehr alt, oder? Vielleicht ist ja ein neues P-225 auch auf dem Niveau von dem älteren P-155?

Natürlich muss ich einfach mal Probespielen, möchte aber vorher ein paar Modelle im Hinterkopf haben.

Danke für eure Tipps!

Lukas
 

Wir haben bei einem Gesangverein ein Kawai im Einsatz, aber ich weiß leider nicht, welches. Vorteil gegenüber dem Yamaha* P 515, das ich in der Kirche habe, ist, dass das Kawai ziemlich leicht ist.
Für solche kleinen Einsätze würde ich aber tatsächlich auch mal nach einem Instrument mit 61 Tasten gucken. Hatte auch schon das ein oder andere unter den Fingern und zur Chorbegleitung reicht das meist dicke.
 
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Danke für den Tipp mit weniger Tasten. Auch wenn es beim Transport natürlich gut ist, möchte ich definitiv 88 Tasten haben. Ich nutze regelmäßig fast die gesamte Spielfläche aus. Klar muss man nicht immer noch eine Oktave im Bass darunter legen oder die oberste Oktave nutzen, ja. Aber die Gewöhnung die ich an ein normales Klavier habe möchte ich mir schon beibehalten.

Ich weiß gar nicht wie viel Tasten das Keyboard hat - aber auf jeden Fall im Bass zu wenig.
 
Da das P-225 bei Amazon für 460€ zu haben war, habe ich zugeschlagen. Kommt morgen. Ich werde in diesem Thread berichten, wie ich es finde. Eigentlich hatte ich vor es in einem Laden Probe zu spielen und mit Kawai ES-120 sowie Roland FP 30X zu vergleichen. Aber wollte mir den Preis direkt sichern, bevor es teurer wird.

Bin sehr gespannt : )
 
Ich hätte auch an das Roland fp10 oder 30 oder das entsprechende Pendant von Kawai gedacht.
 
Wichtig sind auch die eingebauten Lautsprecher. Je mehr Watt, desto besser, andererseits machen stärkere Lautsprecher das Gerät schwerer. Das P-155 hat 2 mal 12 Watt, das ist schon ganz ordentlich. Das P-225 nur 2 mal 7 Watt, das kann u.U. etwas mickrig sein, wenn mehrstimmiger Gesang begleitet wird, womöglich noch mit diversen Hintergrundgeräuschen (Kneipenchor...)
 
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Wat(t)? ;)
Eine externe, kleine PA, die auch aus einer einzelnen Aktivbox bestehen kann, wäre eine bessere Option, wenn es das Budget hergibt.
 
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Wichtig sind auch die eingebauten Lautsprecher. Je mehr Watt, desto besser, andererseits machen stärkere Lautsprecher das Gerät schwerer. Das P-155 hat 2 mal 12 Watt, das ist schon ganz ordentlich. Das P-225 nur 2 mal 7 Watt, das kann u.U. etwas mickrig sein, wenn mehrstimmiger Gesang begleitet wird, womöglich noch mit diversen Hintergrundgeräuschen (Kneipenchor...)
Ja, das ist ein guter Punkt. Ich werde es schon relativ laut aufdrehen müssen.

Wat(t)? ;)
Eine externe, kleine PA, die auch aus einer einzelnen Aktivbox bestehen kann, wäre eine bessere Option, wenn es das Budget hergibt.

Ja, kann man machen, aber ist mir den Aufwand nicht wert, dass dann jedes Mal auch noch hinstellen und anschließen zu müssen. Geht zwar auch in 1 min, aber ist trotzdem ein Teil mehr was man einladen muss etc.
 
  • #10
Wenn das Budget limitiert ist, muss man eben anderswo Abstriche machen, zB beim Komfort.
 
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  • #11
Meine Frau hat auch ein Roland FP-90X, welches sogar recht aufwändige integrierte Lautsprecher hat (2-Wege-Bassreflexsystem mit zweimal 5 + 25 Watt), entsprechend schwer ist das Instrument auch.

Der Klang ist trotzdem in meinen Ohren mäßig aufregend, an kompakten Monitoren klingt es gleich etwas runder.

Mag sein, dass das im Zusammenspiel mit einem Chor nicht so vordergründig auffällt, jedoch gebe ich zu bedenken, dass ein Instrument ohne Lautsprecher leichter, kompakter und transportabler wird und man wegen des oder der Lautsprecher zwar öfter gehen muss, dafür weniger schwer schleppt.

Klar, man hat auch mehr Kabel etc., dafür ist die Sache schön skalierbar und man bekommt recht günstig richtig gute Lautsprecher.
 
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  • #12
Ich verwende ein Kawai ES110 als mobiles Gerät, inzwischen führt Kawai den Nachfolger ES120 im Programm. Gesucht hatte ich nach einem leichten, optisch nicht zu überladenen 88-Tasten-Stagepiano mit möglichst gutem Pianoklang zum Anschluss an eine PA Anlage. Das Gerät leistet gute Dienste - der einzige Nachteil ist, dass Kawai aus unerfindlichen Gründen den Pegel des Line-Outs an den Lautstärkeregler der internen Lautsprecher gekoppelt hat. Will man am Line-Out ein Signal haben, muss man also die Lautsprecher aufdrehen und dann über einen Dummystecker am Kopfhörerausgang stilllegen. Auch wenn Du momentan noch mit den internen Lautsprechern arbeiten willst, wirst Du wahrscheinlich irgendwann zu einer externen Box wechseln - sonst hört man Dich wahrscheinlich gar nicht gegen 7 Gesangsstimmen.

Ich bin gespannt, wie Dir das Yamaha gefällt und ob Du langfristig ohne Aktivboxen auskommst.
 
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  • #13
Ich bin auch mal gespannt. Gerade am gewöhnungsbedürftigsten ist der schwere Anschlag. Gefühlt ist der Bass auch viel stärker abgestimmt bzw. durchdringender bei den Lautsprechern als die Mitten und Höhen, sodass ich in der linken Hand etwas weniger kraftvoll mit der Tastatur umgehen muss und mich mit der rechten sogar etwas anstrengen muss. Das hätte ich so nicht erwartet.
 
  • #14
Das könnte man bereits mit sehr einfachen Aktivboxen, die eigentlich immer regelbare Höhen und Tiefen haben, korrigieren.
 
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  • #15
Eines muss ich dem P-225 lassen: Tatsächlich fühlt sich meine Klaviatur vom CVP-303 seit ich das P-225 habe irgendwie noch mal etwas einfacher an. Klar, sie ist ja auch Stand der Technik vor ziemlich genau 20 Jahren. Trotzdem fällt mir das erst jetzt auf. Also so viel einfacher das P-225 trotzdem in der Theorie sein mag, irgendwie spüre ich doch die Weiterentwicklung der letzten 20 Jahre. Und so unausgewogen Bässe im Vergleich zu mittleren Lagen sind (weil die mittleren Lagen im Vergleich gefühlt schwerer sind oder leiser), hat es doch etwas spaßiges darauf zu spielen.

Nachdem ich jetzt schon eine Probe mit dem kleinen Chor hatte sind meine anfänglichen Zweifel auch wieder weg. Da waren die ganzen Feinheiten auf die ich vorher geachtet habe überhaupt nicht mehr relevant.
 
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  • #16
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  • #17
Ich habe das E-Piano jetzt ab und zu im Einsatz und jeder Pianist sollte eigentlich irgendeine mobile Möglichkeit haben.

Ich spielte letzten Sonntag auf einer Taufe mit ca. 40 Teilnehmenden; Raum war zu einer Seite nach draußen offen, aber ich stand schon innen. Und dann merke ich aufgrund der kleinen Lautsprecher (Ton ca. 80% aufgedreht) schon ein wenig dröhnen und weniger differenziertes spielen. Es ist schon möglich so zu spielen, es ist nicht schlecht, aber vielleicht wäre eine kleine Box oder so wie hier schon vorgeschlagen gut?

Was könnte man da so empfehlen (so, dass es auch angemessen für ein 500€ E-Piano ist - also ich will jetzt keine 1000€ Box haben :D)?

Ich habe in dem Bereich gar keine Idee. Ich habe zufällig einen 40 Watt E-Gitarren Lautsprecher hier rumstehen. Könnte man den sogar auch anschließen oder könnte das Probleme bereiten?

PS: Habe gerade mal die KI gefragt. Der Gitarren-Amp sollte technisch passen, bietet jedoch nicht den Dynamikumfang der für ein Klavier passend ist im vergleich zu aktiven Studiomonitoren. Da ich in letzter Zeit (aber nicht bei Auftritten, von daher wäre das eine Spielerei) aber gerne auch mal mit Rhodes E-Piano Sounds spiele, könnte mein Vox-Amp charakterlich sogar sehr sehr gut passen als Spielerei.
 
  • #18
Ich habe in dem Bereich gar keine Idee. Ich habe zufällig einen 40 Watt E-Gitarren Lautsprecher hier rumstehen. Könnte man den sogar auch anschließen oder könnte das Probleme bereiten?

Die meisten Gitarren Boxen / Combos klingen überhaupt nicht beim Digitalpiano, falls du das mit E-Piano meinst. Ein Rhodes mit nem Fender Twin habe ich lange gespielt, klingt amtlich.
Einen Behringer Ultracoustic 1800 (oder so) habe ich mit nem Digi mal gespielt, der klang für einen Gitarrenverstärker tatsächlich gut und war sehr praktisch mit allem drin was die kleine Bühne braucht.
Ansonsten habe ich lange für kleine Sachen eine Yamaha KS100 für Keyboard benutzt. Wenn du so eine noch bekommen kannst, die klingt toll. Wiegt aber leider sehr viel.

Für Stereosound kannst du mal bei Thomann bei den kleinen Aktivboxen schauen, da habe ich mal ein Paar mit Ständer für IIRK etwa 350,-€ gekauft. Die klingen gar nicht so ganz schlecht. Für den Preis. Und sind halt praktisch weil handlich. (ich habe grade den Typ nicht im Kopf, kann ich aber bei Bedarf mal nachschauen)
 
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  • #19
Die Box sollte nicht dem Piano angemessen sein, sondern der Räumlichkeit des Auftritts und dem Rahmen der Veranstaltung. Dass das E-Piano günstig war, rechtfertigt nicht minderwertige und dem Anlass unzureichende Lautsprecher.

Ich poste hier jetzt einfach mal ein kleines PA System als Beispiel. Es wäre schade, als falscher Sparsamkeit eine kleine Minibox zu kaufen, um dann schnell an die Grenzen zu stoßen und sie nicht erweitern zu können, wenn man mit zunehmenden Möglichkeiten wachsen will. Ich würde deshalb immer in ein System investieren, dessen Komponenten auch in ein größeres Setup eingebracht werden können. Heute ist es eine Taufe mit 40 Personen in einem Raum, morgen möchtest Du vielleicht auf einer Terrasse oder einem großen Raum mit 60 Personen spielen.


Noch etwas günstiger wäre sowas:


Ein weiterer Vorteil solcher Systeme ist, dass Du ein zweites Instrument oder ein Mikrofon mit einmischen kannst. Wo Menschen sind, wird meistens auch etwas gesagt, und so kann die Taufansprache oder Begrüßungsrede gleich über die vorhandenen Lautsprecher erfolgen.
 
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