Was macht ihr mit langsamen Schülern in der Stunde?

In dem Faden hier scheint irgendwo ein Streitggeist eingewebt...@rolf

Das ist nicht nur in diesem Faden so. Da musst Du Dich dran gewöhnen.

Ich hab aber nach @Kalivoda s erstem Beitrag auch auf ein erhebliches jüngeres Kind getippt.

Ich wollte die Frage auch gar nicht so konkret auf meine Tochter bezogen stellen, sondern eher allgemein. Auch wenn sie jetzt schon 15 ist, machen wir das schon seit gefühlten Ewigkeiten so. Ich kann das garnicht mehr genau sagen, aber ich würde schätzen, seit sie etwa 9 war. Und eine langsame Schülerin war sie auch nie. Ich habe mich einfach nur an die Aussage von @chiarina angehängt, die halt hier im Thread stand. So ist das nunmal meist in unmoderierten Diskussionen, man kommt vom Hölzchen aufs Stöckchen...
 
@ Rolf
Nö hat er nicht, hier sein erster Post.

Da Du das "immer" so betonst, frag ich da doch mal nach... Wir machen das bei Töchterchen ein wenig anders. Bei ihr unbekannten Komponisten hören wir zusammen andere Werke dieser Komponisten, aber nicht das Stück, das sie spielen soll. Bei ihr bekannten Komponisten hören wir garnichts. Auch die KL spielt ihr im Unterricht nichts vor. Meinst Du, das wäre nicht die optimale Vorgehensweise?

Und hier der zweite Post, allerdings erst nach Hasenbeins Meinung bzgl. Lernen durch Imitation bei kleinen Kindern...

Na ja, das muss er ja auch lernen, oder? Ist da nicht das Anhören anderer Werke des Komponisten ein brauchbarer Kompromiss? Ich würde sagen, das stilgerechte Spielen der Stücke klappt eigentlich ganz gut.



Was ist denn "sehr weit" in Deinem Sinne? Wir machen das jetzt natürlich nicht erst seit gestern so, aber sie spielt jetzt auch schon 9 Jahre Klavier (Wahnsinn, wie die Zeit vergeht) und muss nicht zum Üben getragen werden, eher das Gegenteil....
 
Die meisten Eltern von Teenies animieren ihre Kinder nicht zur Nutzung von YouTube...

Hehe, schon wieder ein neues Thema. :teufel: Ich schreibe das aber mal in einem separaten Beitrag, damit die Mods das leichter verschieben können, wenn das nötig werden sollte.

Die Nutzung von Youtube ist zwar nicht immer besonders effizient, aber durchaus nützlich. Warum sollte man Kinder davon abhalten, egal ob es um Musik oder andere Dinge geht?

oder härter ausgedrückt, können kontrollieren was sich das Kindelein im Internet für Filmchen anschaut...

Wir kontrollieren weder Umfang noch Inhalt, solange da nichts aus dem Ruder läuft. Der Umfang reguliert sich selbst, weil neben den wichtigen täglichen Aufgaben sowieso nur begrenzt Zeit übrig bleibt. Und eine Kontrolle oder gar Beschränkung bezüglich der Inhalte halte ich sogar für schädlich. Sie zerstören das wichtigste Kapital in der Erziehung, das Vertrauen.
 
So ist das nunmal meist in unmoderierten Diskussionen, man kommt vom Hölzchen aufs Stöckchen...

So schnell wie manche hier tippen (und ich nehme mich in Punkto Tippgeschwindigkeit gar nicht aus), würde es kaum einen Unterschied machen, wenn die Diskussion durchmoderiert wäre. Außer, Beiträge würden vom Nutzer geschrieben und kämen dann erstmal in die Moderationswarteschlange und würden vom Moderator freigeschaltet. Ansonsten würde man ja irre, als Moderator. :party:
 
@Kalivoda
Schade eigentlich. Ich hab schon gedacht, du hättest ein Patentrezept gegen die YouTube Sucht auf Schulhöfen etc. Aber Ausnahmekinder gibt es immer wieder Mal!
Offensichtlich viel richtig gemacht.
 
Ich habe eine Bitte an die Moderation, @Peter, @Rheinkultur .... :

der Faden ist sehr lang und unübersichtlich geworden. Wenn niemand etwas dagegen hat, fände ich eine Aufteilung sinnvoll:

1. unter diesem Fadentitel bis einschließlich Beitrag #28 und dann wieder ab Beitrag 400

2. die Beiträge ab einschließlich #29 bis #399 unter dem Fadentitel "Konflikte im Unterricht" o.ä. zusammenfassen und auslagern.

Bei beiden Fäden wäre es schön, wenn es einen Verweis per link auf den anderen Faden gäbe, am besten am Anfang. Ich hoffe, @Anna_ ist das recht!

Herzlichen Dank!!!

chiarina

Ist erledigt! Beitragsnummern sind angepasst; von Beitrag #1 aus ist der Wechsel in den jeweils anderen Teil des Fadens per Verlinkung möglich. Der neu entstandene Auslagerungsfaden besitzt nun eine eigene Überschrift.

Für die Moderation mit LG von Rheinkultur
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Schade eigentlich. Ich hab schon gedacht, du hättest ein Patentrezept gegen die YouTube Sucht auf Schulhöfen etc.

Wenn ich ein Patentrezept wüsste, hätte ich ein Patent darauf und Du müsstest löhnen, wenn Du es nutzen willst.:-D


Hoffentlich. Es ist aber auch so, dass wir mit unseren Erziehungsmethoden regelmäßig für Unverständnis bei Lehrern, Umfeld und auch in der Familie gesorgt haben. Da wir Eltern aus unterschiedlichen Kulturen stammen, in denen der jeweilige "gesunde Menschenverstand" auch mal zu recht konträren Ansichten neigt, kommen wir halt für uns immer wieder mal zu Lösungen, über die andere den Kopf schütteln. Die Diskussion darüber ist aber immer spannend.
 
es gibt wohl keinen Fortgeschrittenen, der Heureka im Klavierunterricht entdeckt, dass es Chopin gibt...

Chopin ist da vielleicht ein schlechtes Beispiel. Ich würde schon sagen, dass es gerade für Klavier soviel Literatur und Komponisten gibt, dass auch ein Fortgeschrittener da jederzeit für ihn völlig neue Dinge entdecken kann.
 
@Kalivoda
Off topic
Das klingt spannend. Ich programmiere regelmäßig mit einer Gruppe Kindern/ Jugendlichen mit sehr unterschiedlichem Hintergrund. Aber zum Glück nur ehrenamtlich und nur mit Kindern, die freiwillig kommen, ohne irgendeinen Lehrplan (aber nicht ohne Konzept, um gleich die nächste Diskussion zu vermeiden). Da zum Glück die meisten ehrgeizigen Eltern* eher zu humanistischen Fächern für ihre Abkömmlinge neigen, ward von der Seite auch noch niemand gesehen. Leider bringt die Affinität zu Computern und Netzwerken mit sich, dass die sich manchmal in Bereichen aufhalten, wo nicht nur Kinder nix verloren haben. (Und sich dieses Wissen viel besser verbreitet als irgendwelche Algorithmen)
Wie auch immer, dein Patent hätte ich gekauft.
LG, Hekse

*mit Ausnahme der asiatischen..
 

Leider bringt die Affinität zu Computern und Netzwerken mit sich, dass die sich manchmal in Bereichen aufhalten, wo nicht nur Kinder nix verloren haben. (Und sich dieses Wissen viel besser verbreitet als irgendwelche Algorithmen)

Du bist da nun in der Situation, dass es nicht Deine eigenen Kinder sind, d.h. Du musst den Anforderungen der Eltern sowie Schule/Arbeitgeber gerecht werden. Da kannst Du natürlich nicht frei entscheiden, wie Du mit dem Problem umgehst und die allgemeine Reflexreaktion in unserer Gesellschaft lautet nun einmal Filterung oder Zugriffsbeschränkung. Das Problem ist, dass das nicht nur die Neugierde erst anstachelt und damit noch einen besonderen Anreiz bietet, sondern dass irgendwelche Schutzmassnahmen eine Hürde für die Schüler aufbauen, über das zu sprechen, was sie gefunden haben. Denn sie müssten ja zuerst zugeben, dass sie die Schutzmassnahmen überwunden haben und im Zweifelsfall auch mit einer Strafe rechnen. Erziehung heisst aber gerade, dass man die Kinder mit ihren Problemen nicht allein lässt.

Was mich aber noch interessieren würde ist, was Du unter "Bereichen, wo nicht nur Kinder nix verloren haben" verstehst?
 
ich nehme an, er meint damit den Bereich der „erweiterten Sexualaufklärung"..:denken:
 
Wir kontrollieren weder Umfang noch Inhalt, solange da nichts aus dem Ruder läuft. Der Umfang reguliert sich selbst, weil neben den wichtigen täglichen Aufgaben sowieso nur begrenzt Zeit übrig bleibt. Und eine Kontrolle oder gar Beschränkung bezüglich der Inhalte halte ich sogar für schädlich. Sie zerstören das wichtigste Kapital in der Erziehung, das Vertrauen.

… und Kontrolle/Beschänkung helfen nicht dabei, selbstständig zu werden.
 
@Kalivoda
Zum Glück ist das ganze vom Jugendfreizeitheim, das heißt wirklich vollständig freiwillig und schulübergreifend. Da ich es ehrenamtlich mache, quatscht da wirklich kaum jemand rein.
@brennbaer: Erweiterte Sexualaufklärung gefällt mir. Ist mir aber herzlich egal, solange sich alle Darsteller ihrer Situation bewusst waren. (Bin zum Glück weder Lehrer noch Eltern, da schau ich konzentriert woanders hin)
Aber mit dem lustigen Tor Browser begibt man sich in einen quasi rechtsfreien Raum und die Konsequenzen des eigenen Handelns zu überblicken ist den meisten Teenies einfach nicht gegeben. (Im realen Leben würde ich die auch nicht in jedes Slum spazieren lassen, selbst wenn da die coolsten Parties sind)
Die Neugierde bringen die leider (nein, eigentlich ZUM GLÜCK) schon mit. Ach ja, Überwinden von Schutzmaßnahmen ist natürlich auch so ein Thema, da gibt's wenig, was die Kreativität noch mehr anstacheln würde.
Grundsätzlich bin ich sehr dankbar, wenn sie aus ihrer reinen Konsumentenrolle herauskommen. Bei einigen ist es schon schwer, sie von den sozialen Medien wegzubringen, die kommen dann auch meistens nicht sehr lange.
Ansonsten ist die Fähigkeiten der Internetnutzung und des Spurenverwischens bei meinen 15 Jährigen beeindruckend..
 
Wer Lust hat, über "Erweiterte Sexualaufklärung" zu diskutieren, möge vielleicht einen eigenen Thread eröffnen. :021:

Können wir noch mal zurück zum Klavierunterricht schwenken?
dass ich mich sklavisch an diese Interpretation halten muss

Von dieser "Sorge" liest man oft. Ich halte sie eigentlich für völlig unbegründet. Wie so oft verstehe ich nicht, warum über ein gestrenges "Aut - aut" diskutiert wird, das es in seiner Reinform sowieso nicht gibt.

  • Warum sollte man sich sklavisch an eine bestimmte "Interpretation" halten, nur weil man sie gehört hat? Man hört ja vermutlich mehrere "Interpretationen" des ausgewählten Stücks und holt sich verschiedene Anregungen.
  • Größeren Einfluss auf die Gestaltung des Stücks hat auf jeden Fall die Klavierlehrkraft, denn sie begleitet die Erarbeitung. Na und? Je tiefer man ein Stück kennenlernt, desto eher entwickelt man doch sowieso seine eigene Vorstellung zur Gestaltung.
  • Solange die gleichen Noten gespielt werden, handelt es sich definitiv um dasselbe Stück. Auch eine vollkommen unorthodoxe "Interpretation", die man auf YT oder sonstwo gehört hat, ändert daran nichts (wenn z. B. ein bekannter Pianist ein Stück, das mit Maestoso überschrieben ist, in Presto furioso "interpretiert" – es ist und bleibt erkennbar dieselbe Polonaise).
  • Wohl dem, der es schafft, eine "Interpretation" großer Pianisten täuschend ähnlich nachzuahmen. :021: :021:"Boah ey, Deine 2. Rhapsodie haste aber sklavisch eins zu eins von der Lisitsa abgekupfert, da ist ja so gar kein Unterschied... dass Du Dich nicht schämst!" Mit so einem Vorwurf würde ich total souverän umgehen, ehrlich. :021::021:
  • Die meisten Stücke kennt man sowieso bzw. hat irgendeine Vorstellung davon.

Es gab eine Zeit vor YT. Die Älteren unter uns erinnern sich vielleicht. Logo hat da die Lehrkraft mal rasch das Menuettchen oder die Invention vorgespielt.
Und dann gibt es noch Stücke, die man sich eigentlich gar nicht anhören will, weil sie "selbst gespielt" mehr Laune machen als beim Anhören (Czerny zum Beispiel :004:).

Die meisten Menschen lernen gut durch Imitation, und trotzdem können sie das Gelernte nach eigenen Vorstellungen gestalten. :022:

Back to topic: "Langsame" SuS, was kann man mit denen machen.
Stichwort "betreutes Üben". Es gibt ja manchmal die berüchtigten Knoten im Hirn.
  • Gemeinsames Durchanalysieren des Stückes. Nicht nur "theoretisch", sondern klanglich.
  • Mitzählen/Mitsingen
  • Einzelstellen herausgreifen, gesondert üben, dann allmählich einbetten ins Umfeld
  • "Rückwärts additiv" spielen lassen
  • Die Lehrkraft übernimmt die rechte Hand, SüSchen spielt die linke und umgekehrt
  • Wo es sich anbietet: Punktiert spielen, akkordisch spielen, von Haltepunkt zu Haltepunkt spielen
  • ... andere tolle Übetechniken vermitteln, die Fortgeschrittene bereits können, Anfänger aber noch nicht, oder die Fortgeschrittene nicht immer zuverlässig zweckmäßig einsetzen, vergessen haben, grad nicht draufkommen ...
Mein Hintergedanke ist, dass unerfahrene SuS oft mit dem Begriff "Üben" nichts Sinnvolles anfangen können. Für Unerfahrene bedeutet "üben" womöglich "x-mal komplett durchspielen mit den immergleichen Hängern an den immergleichen Stellen". Woher sollen sie die vielen schönen Übetechniken kennen, wenn sie sie nicht beigebracht bekommen?

Das Üben zu üben halte ich für einen wichtigen Unterrichtsinhalt.
 
Das ist eigentlich so ziemlich DER Unterrichtsinhalt mit Einsteigern.

Allerdings kommt man (dies wurde schon verschiedentlich hier im Forum durchdiskutiert) als KL recht oft zu der ernüchternden Erkenntnis, dass man in der Stunde zusammen mit dem Schüler x-mal übt, wie er es sinnvollerweise üben sollte, er es in der Stunde auch 1a versteht und 1a umsetzt, dies aber zu Hause keinerlei Konsequenzen zeitigt - da wird dann unbeirrt einfach so durchgeklimpert und bei Fehler nochmal von vorne angefangen.

Bei sehr vielen Leuten reicht dafür halt nicht die Willenskraft nicht, genauso wie bei vielen Leuten z.B. nicht genug Willenskraft vorhanden ist, täglich Körperübungen durchzuführen (wenn sie in einer regelmäßig stattfindenden Gruppe sind, für die sie bezahlen, klappt es) oder endlich zum Abnehmen die Ernährung zu ändern.

Man sieht hier, wie wenig Einfluss es auf das tatsächliche Handeln eines Menschen hat, dass sein kognitiver Verstand eingesehen hat, dass eine bestimmte Handlungsweise besser, ja sogar vielleicht zeitsparender usw. ist.
 
Ich habe eine Bitte an die Moderation, @Peter, @Rheinkultur .... :

der Faden ist sehr lang und unübersichtlich geworden. Wenn niemand etwas dagegen hat, fände ich eine Aufteilung sinnvoll:

1. unter diesem Fadentitel bis einschließlich Beitrag #28 und dann wieder ab Beitrag 400

2. die Beiträge ab einschließlich #29 bis #399 unter dem Fadentitel "Konflikte im Unterricht" o.ä. zusammenfassen und auslagern.

Bei beiden Fäden wäre es schön, wenn es einen Verweis per link auf den anderen Faden gäbe, am besten am Anfang. Ich hoffe, @Anna_ ist das recht!

Herzlichen Dank!!!

chiarina

Ist erledigt! Beitragsnummern sind angepasst; von Beitrag #1 aus ist der Wechsel in den jeweils anderen Teil des Fadens per Verlinkung möglich. Der neu entstandene Auslagerungsfaden besitzt nun eine eigene Überschrift.

Für die Moderation mit LG von Rheinkultur

Herzlichen Dank an die Moderation für die Auslagerung eines Teils dieses Fadens mit dem neuen Titel "Wie geht ihr mit Konflikten im Klavierunterricht um?"!

Aus meiner Sicht kann man die Inhalte der betreffenden Beiträge nun besser zu- und einordnen.

Liebe Grüße und danke! :024:

chiarina
 

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