Von künstlicher Intelligenz generierte Musik: jetzt schon in den Charts

  • #261
Ich denke eher, die kulturelle Entwicklung ist gerade auf dem besten Wege, einen bisher ungeahnten Höhenflug der Weiterentwicklung zu beginnen, der vorläufig noch keine Flaute erkennen lässt.
Davon gehe ich nicht aus, angesichts der Tatsache, dass ein großer Teil der Jugend sich kaum mehr als eine Minute konzentrieren kann und die Fähigkeiten beim Lesen und Schreiben und anderen Kernkompetenzen immer erbärmlicher werden. Wo soll da Kultur entstehen?
 
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  • #262
angesichts der Tatsache, dass ein großer Teil der Jugend sich kaum mehr als eine Minute konzentrieren kann
Das ist erwiesenermaßen falsch. Siehe Dir nur die vielen Gamer* an oder die sehr! wenigen Bücher, die ein breites junges Publikum ansprechen, im Gegensatz zu Pflichtlektüre, die auch vor 50 Jahren schon kein Quell von Konzentration war und ganz sicher nicht die Fähigkeiten von Lesen und Schreiben unterstützt(e).

*) Btw., ein Bereich, in dem sehr viel Kultur entsteht.
 
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  • #263
Davon gehe ich nicht aus,
Nun ja, was kommt, das kommt, und was das sein wird, werde ich vielleicht noch miterleben und sehen, oder vielleicht auch nicht. So dynamisch wie die gegenwärtige Entwicklung verläuft, werde ich hoffentlich noch einiges davon mitbekommen. Der Post vor mir war nur so sehr übertrieben pessimistisch, fasste es als Aufforderung auf, reichlich optimistisch darauf zu antworten.

Als ich die vom verlinkten Kanal in einem Interview hörte, dachte ich nur so bei mir, die Pessimisten könnten am Ende sich bestätigt fühlen. Kein bisschen Liebe zum Detail erkennbar, keinen einzelnen Titel in einem Single-Video verarbeitet und hervorgehoben, Hauptsache Masse statt Klasse, nur um nach eigenen Angaben einige Hundert Euro damit im Monat zu verdienen. Muss gestehen, ich weiß auch nicht, woher die für 3 Monate zahlreichen Abonnenten kommen könnten, denn die meisten springen doch innerhalb von 30 Sekunden ab, wenn bis dahin ein Titel nichts auslöst. Das ist nun alles mit Suno gefertigt, es muss scheinbar auch genug Menschen geben, die das als Dauerberieselung nicht nur ertragen, sondern am Ende noch gut finden und so einen Kanal mit jeweils mehr als einer Stunde Musik pro Video abonnieren.
Ja, LPs hörte man sich auch am Stück an, doch da hatte man ja seine Gruppen gehabt und jeden Titel gekannt. Die besten und beliebtesten Titel wurden dazu noch als Single ausgekoppelt. Nicht so eine Massenware als Schwemme. Aber nur eine "Produzentin" von vielen, ich denke, die werden sich gegenseitig kaputt machen. Aber vielleicht ja auch nicht, in die Zukunft kann ich nicht sehen.
Wenn ich als Jugendlicher auf einem Rummelplatz war, Dauerbeschallung ja, aber die meisten Jugendlichen hielten sich bei dem Fahrgeschäft auf, der die beste Zusammenstellung an Titeln für die Dauerbeschallung hatte.
Wie gesagt, ich weiß bisher nicht, was ich davon halten soll, habe aber nur kurz in unterschiedliche Videos hineingehört, mein Ding ist es nicht. Es muss aber scheinbar genügend Menschen geben, die es gut finden.

Habe einmal nach dem Video mit dem Interview gesucht, mit der Betreiberin des oben verlinkten YouTube-Kanals, auch wieder gefunden. Also ja, es kann sich jeder denken, was er denn will, ich halte von dieser Vorgehensweise gar nichts. KI ist gut, Ki ist schön, doch für mich ist KI nur ein Hilfsmittel, um eigene Ideen leichter umzusetzen.

Ich hatte mir das Interview selbst noch nicht bis zum Ende angehört, weil mich der Rest nicht weiter interessierte.

 
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  • #265
Ich warte auf die erste Sonate im Stile Beethovens, die mich überzeugt. Vorher glaube ich nicht an die künstlerische Kreativität der AI.
 
  • #266
Ich warte auf die erste Sonate im Stile Beethovens, die mich überzeugt. Vorher glaube ich nicht an die künstlerische Kreativität der AI.
Das wird KI sicherlich bald schaffen. Aber sie kann eben nichts Neues, nichts Originelles entwickeln, weil sie den Durchschnitt der von ihr antrainierten Daten erzeugt.
 
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  • #267
Wenn die AI nichts Originelles entwickeln kann, wie will sie dann Musik auf dem Niveau eines Beethovens komponieren? Und musikalisches Mittelmaß gibt es bisher schon mehr als genug. IMSLP ist voll davon. Warum also energetische Ressourcen verschwenden, die anderswo sinnvoller eingesetzt wären?
 
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  • #268
Ja, exakt das meinte ich. AI kann allenfalls eine Durchschnitts-Suppe entwickeln. Es klingt dann zwar nach Beethoven, ist aber nur eine Mischung aus verschiedenen Stilelementen der Musik Beethovens, die den Beethovenschen Geist der radikalen Neuerung aus konventionellem Material nicht zeigt. Ein Beispiel dafür ist dies (kann man z.B. auf Spotify komplett hören)
 
  • #269
Was haltet ihr hiervon?
Finde ich sehr gut. Habe im letzten Monat schon mehrere Titel gefunden, die ich ausgesprochen gut fand. Man merkt bei den Titeln auch, dass ein Mensch vor dem Rechner gesessen hat. Ewige KI-Nörgler halten es nicht einmal für erforderlich, die Kanalbeschreibung zu lesen, bevor sie etwas beurteilen. Deshalb bringe ich einen Auszug aus der Übersetzung:
Jedes Lied wird aus menschlichen Händen geboren - geschrieben, arrangiert und mit Sorgfalt von Dumpster Grooves produziert - dann sanft mit KI geformt, um die Wärme und Seele der verlorenen Epochen widerzuspiegeln.
Und das merkt man eben bei guten Produktionen.
 
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  • #272
Das Video hatte mich nicht beim ersten Hören, sondern beim zweiten oder dritten, und zwar ab der Stelle, wenn die in Leder mit dem Singen anfängt. Und dann, wie sich beide ergänzen, dazu noch zur Abrundung die passenden Bilder.

 
  • #273
Jetzt versucht Google den Anschluss nicht zu verlieren. Den Vorsprung von Suno werden die wohl so schnell nicht aufholen, aber vielleicht kommt dadurch noch mehr Bewegung in die Szene rein. Erst die Beta-Phase und auf 30 Sekunden begrenzt, dafür kostenlos, vermutlich so lange die Testphase läuft.

 
  • #274
Jetzt versucht Google den Anschluss nicht zu verlieren
Ich schaue mir gerade das Vergleichsvideo an ... und ich finde den Vergleich etwas unfair. Und zwar aus mehreren Gründen.

Suno ist (wie der Foster auch erwähnt) ein KI-Tool für Musikvideos, speziell drauf trainiert und mit ein wenig Erfahrung.
Gemini ist googles eierlegende KI-Wollmilchsau, darauf trainiert, einem möglichst breiten Publikum antworten auf Fragen aus möglichst vielen Themenbereichen zu bieten.
Musik ist und bleibt bei gemini ein Thema unter vielen, zu dem die KI etwas liefern können soll. Bei suno ist das das Hauptthema.

Ich bin noch nicht ganz durch das Video durch, aber bisher kann ich mich Foster durchaus anschließen ... suno macht den besseren Job, was ich allerdings für wenig verwunderlich halte.

Auch finde ich es etwas unfair, die Videos von suno immer von Anfang an abzuspielen ... natürlich wirkt ein Song mit Intro besser, als einer, der direkt "all in" geht (wie die 30s-Songs von gemini ... in 30 Sekunden ist kaum Platz für einen sinnvollen musikalischen Aufbau, also gehts bei gemini direkt los).
Ich hätte die suno-Songs mittendrin angespielt ... den ersten "Refrain" z.B.
So wirken sunos songs prinzipiell durchdachter ... näher an dem, was sich ein Komponist eventuell zu dem musikalischen Material ausdenken würde.
Dazu sagt Foster ja auch einige Male was ... fair wäre gewesen, die intros von suno zu unterschlagen.

So, wie von Foster organisiert, wirken die Songs von gemini wie Werbejingles während die von suno etwas auskomponierter wirken (absehbar ist aber auch bei suno, was noch kommt und wie lange das noch dauern wird).

Für mich als Musiker und Komponist sind beide bemerkenswert langweilig und einfallslos.

Der Hinweis am Ende könnte auch von mir stammen ... werdet lieber selbst kreativ.
 
  • #275
Ich schaue mir gerade das Vergleichsvideo an ...
Ich habe es ausprobiert, in meinem Faden in der Plauderecke ist ein Test-Video. Habe aber Gemini nur dazu geschrieben, an welcher mystischen Figur ich denke, und welche Clips ich bereits fertig habe (inhaltsmäßig) und welche ich noch machen möchte, um es noch zu verlängern. Dazu hatte mir Gemini noch einen Vorschlag gemacht. Den ersten Teil mit Sturzflug und Gleiten hatte ich bereits fertig, den zweiten Vorschlag fand ich nicht schlecht, doch dafür hätten 30 Sekunden dann doch nicht mehr gereicht.
Die Alkonost ist in der Mythologie ja bekannt dafür, dass ihr Gesang so wunderschön ist, dass man alles andere vergisst. Für deine restlichen 10 Sekunden (um auf die 30 Sekunden für die Beta zu kommen) könntest du den Fokus voll auf den Übergang vom Sturzflug zum sanften Gleiten legen.

Vielleicht ein Shot, in dem ihre Finger die Wasseroberfläche des Sees nur ganz leicht berühren? Das würde den Text „makes ripples wake“ perfekt visualisieren.
Falls ich noch einmal verlängern sollte, wäre es aber eine Überlegung wert.
 
  • #276
Ich hatte nie mit Pop-Musik etwas anfangen können, bis auf einzelne wenige Titel, die ich an den Fingern einer Hand (na gut, zwei) abzählen konnte.
Vor kurzem wollte ich aber meine Playlist etwas erweitern, auf der bisher nur zwei-drei Rock-Balladen von den Scorpions plus noch ein paar andere Sachen standen, was aber auf Dauer doch recht wenig ist und irgendwann langweilig wird. Ich folgte einigen Empfehlungen von ChatGPT und YouTube, konnte tatsächlich vieles entdecken und nahm sofort in die Playlist Sachen, die mir gefielen, ohne zu wissen, ob es etwas berühmtes ist oder nur zweite Liga oder sonstwas.
So stieß ich auf einen Song, der gerade erst vor kurzem hochgeladen wurde, und nahm ihn sofort in die Liste auf, wie danach noch 2 andere Titel aus diesem Kanal. Dann wollte ich über den Interpreten mehr wissen, konnte nichts dazu finden, fragte ChatGPT, und von ihm kam unter anderem die Idee, dass es KI sein könnte. Erst dann entdeckte ich in den Beschreibungen auf dem Kanal, dass es Sunos Musik zu eigenen Texten des Autors war.
Wie gesagt, es kann sein, dass ich einfach zu wenig mit solcher Musik in Berührung kam, aber ich hätte es nicht unterscheiden können, und — noch wichtiger — die Musik hat mich wirklich stark berührt und emotional gefangen, noch bevor ich wusste, dass KI sie komponiert hat.

 
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  • #277
Dann wollte ich über den Interpreten mehr wissen, konnte nichts dazu finden, fragte ChatGPT,
Ja, das mache ich auch so, wenn kein Interpret genannt wird und kein Hinweis von KI in der Beschreibung auftaucht. Nicht alle halten es für nötig, diese Angaben zu machen, weil nicht zwingend erforderlich, wenn keine Verwechslungsgefahr mit Personen oder so besteht. Unterscheiden kann man nur höchsten noch daran, ob KI oder nicht, wenn alle Videos in einem Kanal erst in den letzten Monaten veröffentlicht wurden und einem Muster folgen.
 
  • #278
Gemini ist googles eierlegende KI-Wollmilchsau
Google hat den seit Monaten besten Bildgenerator und mit Veo eines der besten Video KIs. Gemini ist nur ein Name für eine Verpackung, es gibt noch weitere. Habe mit dem Google AI Studio begonnen, bin dann bei Google Labs Whisk gelandet, danach erst in Gemini. Ein Chat ist überall mit bei, nicht nur in der Umgebung von Gemini. Nicht zu vergessen Google Flow, eine KI-Tool für die Filmproduktion.
Ich sehe da keinen wirklichen Grund, warum die nicht auch bei Musik mit einer Aufholjagd Erfolg haben könnten, zum Beispiel bekommen die über YouTube bestimmt Massen an Trainingsmaterial. Genau weiß ich es nicht mehr, doch vor längerer Zeit war da eine Option, ob YT meine Inhalte als Trainingsdaten verwenden darf. Und das wird bei allen so gewesen sein.
 
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  • #279
Warum soll KI-generierte Musik jemandem nur deshalb missfallen, weil sie einem Programm und nicht einem menschlichem Einfall entstammt?
 
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  • #280
... man darf sie halt nicht gleich durchschauen können.
 

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