Von künstlicher Intelligenz generierte Musik: jetzt schon in den Charts

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  • #243
Kann sie das alleine
Na, programmieren muss man sie schon. Die Wetterstation ist zum Beispiel ein Arduino, die Programmierung C++, und das Programm ein paar Zeilen. Unspektakulär.
Natürlich kann man sich heutzutage von GPT etc. mal schnell helfen lassen, in der Art:
"Du bist Spezialist für C++. Entwerfe mir eine Schaltung aus einem Arduino und einem einfachen Tongeber (Preis unter 5€) und schreib mir dazu ein Programm zum Beispiel in in C++, welches aus einer Menge von Frequenzen aller Töne im Bereich der Oktave von c' bis c'' nacheinander alle Töne zufällig auswählt und auf dem Ausgabegerät spielt, unter der Voraussetzung, dass kein Ton sich wiederholen darf, bevor nicht alle Töne dieser Menge erklungen sind."

Aber für einen Hobbyprogrammierer kein Ding, das so etwas wie KI erfordern würde, selbst wenn man das "Zwölfton Profeesional Edition"-Programm schreiben wollte (Rhythmus, Metrum, Tonumfang, Akkorde, Dynamik, zweckmäßigerweise als In-App-Kauf).

Aber da das Ergebnis sicher wenig beeindruckende Ähnlichkeit mit einer inspirierteren Komposition von Schönberg, Berg oder Webern aufweisen wird, lasse ich lieber das Wetterprogramm auf meinem Mikrocomputer und spiel mir weiterhin meine Musik ganz unintelligent selber analog auf meinem Bösi.
 
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  • #244
Wie ich immer sage: Musik besteht nicht aus einzelnen Tönen.

Und Popmusik nicht nur aus einem Audiofile, sondern vor allem Performance, Style, Persönlichkeit...
Die Musik z.B. von Helene Fischer kann eine KI zwar easy nachmachen, aber wen interessiert das? Die Leute wollen Helene Fischer sehen oder sich über sie aufregen. Für Werbejingles etc. und was so nebenher läuft, ist KI ein Markt, aber der Markt für echte Kunst schrumpft dadurch nicht.

Kunst ist ja letztlich nichts anderes als eine andere Form zu kommunizieren und sich auszudrücken, das ist ein soziales Bedürfnis das tief in uns steckt und nicht einfach weg geht. Für eine Platte, ein Buch oder einen Film hinter dem kein Mensch steht, interessiert sich auf Dauer niemand wirklich.
Über Nachbarn und Kollegen lästern (oder: über den Musiker hinter der Musik) macht Spaß, über KI lästern ist komplett langweilig (ein Disstrack einer KI ist vielleicht mal kurz witzig, aber nicht relevant wie von abgefuckten Rappern).

Beim Sport das gleiche: Der Sportler mit seinem persönlichen Kampf und vor allem seinem menschlichen Scheitern lockt die Leute in die Arena. Der beste Schachspieler ist auch schon ewig eine KI, trotzdem will sich jeder Schachfan das Duell zweier Menschen anschauen.
Ich verstehe die Aufregung gar nicht. Wer bisher wirklich Kunst betrieben hat, ist nicht betroffen.
 
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  • #246
Wer bisher wirklich Kunst betrieben hat, ist nicht betroffen.
Dem ersten Teil deiner Ausführungen stimme ich zu.

Dieser Satz allerdings blendet aus, dass schon jetzt z.B. große Buchverlage Buchcover durch KI erstellen lassen, anstatt wie vorher die Aufträge an Illustratoren zu geben.
 
  • #247
Dem ersten Teil deiner Ausführungen stimme ich zu.

Dieser Satz allerdings blendet aus, dass schon jetzt z.B. große Buchverlage Buchcover durch KI erstellen lassen, anstatt wie vorher die Aufträge an Illustratoren zu geben.

Was ein untrügliches Zeichen dafür ist, dass es keinen Leser interessiert was auf dem Buchcover drauf ist. Harry Potter hätte ich mit anderem Cover kein bisschen schlechter oder besser gefunden, oder im E-Reader das Cover gar nicht registriert. Wer kann schon ohne KI den Illustrator der ersten Harry-Potter-Ausgabe nennen? niemand. Die Autorin? Jeder! Die ist genauso berühmt und relevant wie ihre Figuren.
Da geht es doch nur darum wie der Verlag das Buch präsentiert und verkauft, also Marketing. Deshalb ist das Cover auch in jedem Land und manchmal auch je nach Ausgabe anders, weil anderer Markt bzw. sich der Markt ändert. Das zeigt dass es meistens nicht Teil des eigentlichen Kunstwerks ist und warum dann nicht KI einsetzen? Außer der Autor legt da besonderen Wert drauf und hat die Freiheit vom Verlag, dann wird es auch in Zukunft ohne KI gemacht. (Wenn die Illustration Teil vom Werk ist, wie bei Kinderbüchern, ist das natürlich was ganz anderes).

Ansonsten ist das für Autoren eine weitere Möglichkeit Geld zu verdienen: Ein Marketing-gerechtes KI-Cover können sie auch selbst ohne Aufwand machen, warum soll der Verlag dafür mitverdienen? Überhaupt stellt das eher viele Angestellte in Verlagen vor Probleme: Das ganze Marketing und Verträge-Büro-Drumrum schwindet durch KI natürlich. Also alles um die eigentliche Kunst rum. Den Künstler berührt das am wenigsten von allen.
 
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  • #248
"Ansonsten ist das für Autoren eine weitere Möglichkeit Geld zu verdienen"
Wobei allerdings mittlerweile wohl erste Bücher bereits von Ai-'Autoren' geschrieben werden.
Meist im 'on demand' Vertrieb. Angesichts von fast Null Produktionskosten rechnen sich dabei auch kleine und sehr kleine Verkaufszahlen.
Vieles ist ja eh 'Gebrauchsliteratur' ohne künstlerische Relevanz, da könnte das durchaus funktionieren, ebenso bei scripts für 'soaps' und dergleichen.
 
  • #249
Ansonsten ist das für Autoren eine weitere Möglichkeit Geld zu verdienen: Ein Marketing-gerechtes KI-Cover können sie auch selbst ohne Aufwand machen, warum soll der Verlag dafür mitverdienen? Überhaupt stellt das eher viele Angestellte in Verlagen vor Probleme: Das ganze Marketing und Verträge-Büro-Drumrum schwindet durch KI natürlich.
Räusper.... Was hältst Du davon, wenn Illustratoren sich in Zukunft das Buch zu Ihrem Umschlag von der KI schreiben lassen?
Es hat schon seinen Grund, dass es auch im künstlerischen Bereich eine Art Arbeitsteilung gibt. Ich erkenne meistens, wenn Musiker am Cover mitgewurstelt haben - das sind dann die grauslichen Dinger. Ähnliches gilt für Büche (wobei Autoren m.E. nicht ganz so schlimme Dinge verbrechen wie Musiker :-D )

Und: Dass der Umschlag bzw. das Cover irrelevant für den Verkaufserfolg seien, ist hausgemachter Blödsinn! Bei Bestsellern mag das egal sein, für die Masse an Publikationen ist es das aber gewiss nicht. Kein Verlag „wirft freiwillig Geld zum Fenster hinaus“... Und: Wenn Cover, Typo, Papier keine Rolle spielen - weshalb dann noch Bücher physisch kaufen. Es geht beim Lesen wie beim Hören um das GESAMTerlebnis und man dürfte gut beraten sein, jeden Part den jeweiligen Profis zu überlassen.
 
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  • #250
Wobei allerdings mittlerweile wohl erste Bücher bereits von Ai-'Autoren' geschrieben werden.

Schlimmer, viel schlimmer! Leute bieten für richtig viel Geld im Internet an, wie Du einfach schnell mit KI Bücher erstellst, veröffentlichst und 'angeblich viel' Geld damit einnimst.

Grüße
Häretiker
 
  • #251
Und: Dass der Umschlag bzw. das Cover irrelevant für den Verkaufserfolg seien, ist hausgemachter Blödsinn!
Ich hab ja auch genau das Gegenteil geschrieben: Das Cover ist wichtig fürs Marketing = Verkaufserfolg (oft auch nur dafür da).

Am Kunstwerk selbst (Text) sollte man im Nachhinein nicht rumpfuschen. Hingegen ändert sich das Cover von Markt zu Markt und Ausgabe zu Ausgabe meist komplett, und das eben nur aus Verkaufsgründen. Daran erkennt man dass es nicht der Kern des Kunstwerks ist.

Vieles ist ja eh 'Gebrauchsliteratur' ohne künstlerische Relevanz

Klar. Es gibt ja auch ohne KI schon Schrott am Büchermarkt, diesen Teil kann KI ohne Probleme übernehmen. Ändert aber nichts daran, dass ich absolut davon überzeugt bin dass z.B. eben Harry Potter nicht ohne Rowling funktioniert, der Illustrator des Covers hingegen ist austauschbar. Anders bei Asterix: Jeder Asterix-Leser kennt sowohl Uderzo als auch Goscinny (und ihre Nachfolger), weil hier Text und Zeichnung das Werk ausmachen.
 
  • #252
der Illustrator des Covers hingegen ist austauschbar.
Illustratoren stehen ohnehin schon unterm Scheffel - ein Missstand, der durch KI noch befeuert wird. Es gibt einige künstlerische Berufe, die mehr Aufmerksamkeit verdient hätten, durch KI jerdoch verdrängt oder sogar ausgemerzt werden. Wohlgemerkt: alles auf der Basis gestohlener Daten.
 
  • #253
Meist im 'on demand' Vertrieb.
Bei Print-on-Demand Verlagen ist der Anteil an Schrott aber von Anfang an hoch gewesen, und diese gibt es ja nun bereits über zwei Jahrzehnte. Doch der Anteil an Self-Publishern am gesamten Buchmarkt, wie hoch ist der? Hier habe ich nur Angaben von 2015 gefunden, wo deren Anteil noch bei mit 2,25 Prozent geschätzt wurde.
Pod-Autoren haben doch mehrheitlich keine hohen Verkaufszahlen erreicht. Genaue Zahlen habe ich zwar nicht, doch viel mehr als 100 Exemplare pro Auflage waren es bei vielen im Durchschnitt wohl nicht.
Diese Grafik ist jedes Jahr aufs Neue leider ernüchternd: 67 % der Selfpublisher haben im Schnitt einen Umsatz von weniger als 50 € pro Monat. Nochmal zur Erklärung: Umsatz bedeutet hier die Summe der Tantiemen ohne Abzug der Kosten.

Der Anteil an Self-Publisher wird sich durch KI erhöhen, der Anteil an verkauften PoD-Büchern aber nicht zwangsläufig im gleichen Maße.
 
  • #254
Ich hab ja auch genau das Gegenteil geschrieben: Das Cover ist wichtig fürs Marketing = Verkaufserfolg (oft auch nur dafür da).

Am Kunstwerk selbst (Text) sollte man im Nachhinein nicht rumpfuschen. Hingegen ändert sich das Cover von Markt zu Markt und Ausgabe zu Ausgabe meist komplett, und das eben nur aus Verkaufsgründen. Daran erkennt man dass es nicht der Kern des Kunstwerks ist.
Sorry, da habe ich Dich gründlich missverstanden. :-D :blöd:
 
  • #256

Da finde ich wenigstens die Optik irgendwie cool.
 
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  • #257
Dass die Finger sich nicht richtig zum Flöten-Gedudel bewegen, stört mich mehr
Das ist nur noch eine Frage der Zeit, denn nach einem Referenzvideo tanzen ist heute bereits kein Problem mehr bei einigen KIs.



Lässt sich wohl auch gut auf Tiere übertragen, um denen das Tanzen beizubringen. Bei Musikinstrumenten könnte die Übertragung auf alle zehn Finger von einem Referenzvideo noch problematischer sein. Bin mir nicht sicher, habe noch keins erstellt.

Zu Deinem Video, ja, surreale Bilder und Filme haben ihren Reiz und haben mir schon immer gefallen.
 
  • #258
Lässt sich wohl auch gut auf Tiere übertragen,
Und bekomme tatsächlich gerade eins eingeblendet.



Also, bin mir ziemlich sicher, das mit den Fingerbewegungen bei Instrumenten, das wird sich auch noch mit Referenzvideos lösen lassen. Man muss dazu nur, wie beim Tanzen, zuerst von sich selbst ein Video erstellen, damit die KI den Bewegungsablauf übernehmen kann.
 
  • #259
Es wird eines der größten Rätsel für entfernte, spätere Generationen werden, dass uns sowas in den Energie - Ruin getrieben und den Klimawandel forciert hat, wodurch dann globale Kriege entstanden sind und die Meschheit so gut wie ausgerottet wurde. Vom kulturellen Bankrott ganz zu schweigen.
 
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  • #260
Vom kulturellen Bankrott ganz zu schweigen.
Ich denke eher, die kulturelle Entwicklung ist gerade auf dem besten Wege, einen bisher ungeahnten Höhenflug der Weiterentwicklung zu beginnen, der vorläufig noch keine Flaute erkennen lässt.
 

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