Verkauf eines Erb- Flügels - H.RAEHSE

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Tobias20

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Hallo,
wir haben seit Jahren einen H.Raehse im Wohnzimmer stehen und bei uns spielt keiner Klarier, außer dem Geklimpere der Kinder und mein alljährliches Weihnachtsspiel.

Nun habe ich aber weder eine Ahnung davon ob es noch etwas wert ist und wo man so etwas verkaufen kann.
Meine Mutter behauptet damals einiges an Geld bezahlt zu haben, aber das muss nicht unbedingt was heißen.

Alle Tasten funktionieren und ich habe es vor einem Jahr einmal gestimmt (gar nicht so schlecht für einen Laien der gerne immer wieder neues wagt).

Nachdem es schon Ur alt sein muss, weil Raehse zwischen 1882 und 1930 Flügel gebaut hat, gibt es auch viele optische Baustellen!

Ich poste hier ein paar Fotos.

Ich wäre echt dankbar für ein paar Tipps und Meinungen was man für einen solchen Flügel wohl verlangen kann und wo man ihn verkaufen kann.

Danke,
Tobias
 

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klaros

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Als schönes Möbel, vermutlich Nussbaumfurniert mit Schellackpolitur, schmückt er sicher jeden Raum
Reahse hat auch eine klangvolle Vergangenheit mit dem Namen August Förster. Wenn er sich gut stimmen lässt und die Stimmung hält, dann muss nur noch die Mechanik gut funktionieren und die Hammer- und Dämmfilze nicht zu sehr vom Zahn der Zeit benagt sein.
Die Bodenspannung sollte auch wie der gesamte technische Zustand der Begutachtung eines Experten anvertraut werden.
Viel Glück!
 
K

Klavierbauermeister

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Die Kosten für eine Begutachtung sind wohl höher als der Verkaufserlös, der gegen null tendiert .
 
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Tobias20

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Danke für eure Rückmeldungen! Hört sich wohl eher danach an als wurden meine Eltern damals beim Kauf etwas über den Tisch gezogen. Naja vielleicht findet sich ja jemand der das Teil gerne hätte und ich krieg noch ein klein wenig dafür.
 
Tastenscherge

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es schon Ur alt sein muss, weil Raehse zwischen 1882 und 1930 Flügel gebaut hat,

Es gab eine Firma namens Crasselt und Raehse, die u.a. bekannt waren für ihre Stimmwirbel ohne Stimmstock. Ein H. Raehse, der vermutlich ein Verwandter war und lediglich eine Pianohandlung hatte, starb bereits 1909. Ich gehe davon aus, dass das ein Flügel ist, der von ihm verkauft wurde, also vor 1909.
 
agraffentoni

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Ambros_Langleb

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Dämpferlöffel

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Ökonomenthese: Den Ärger mit den gerissenen Stimmstöcken oder ausgenudelten Bohrungen hab ich erst in 50 Jahren, vielleicht nie (weil Stimmstock gut oder Klavier tot) das Rumgefummel mit den Schrauben sofort.
 
Ambros_Langleb

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... was aus Ökonomensicht vermutlich verwerflich ist. ;)
 
Dämpferlöffel

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Wir sind da auf einer ganz heißen Spur! Damals hat sich der römische Bauunternehmer in Trier gedacht: Bauen wir doch einfach die Porta Nigra aus Sandstein. Dann können wir in 2.500 Jahren die nächste bauen!
 
Dämpferlöffel

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Aber so ganz abwegig ist das nicht. Ich lese hier immer wieder, wie schwierig/teuer es ist, einen alten Steinway so auf Vordermann zu bringen, das man den noch Steinway nennen darf. Klar, wenn die Instrumente ewig halten, weil es eben keine prohibitive Sollbruchstelle gibt, wegen der man das Instrument wegschmeißen muss, wie ein iPhone mit altem Akku, dann muss man sich sozusagen eine "rechtliche" Sollbruchstelle einfallen lassen, wenn man Neuinstrumente verkaufen will.
 
FünfTon

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Aber so ganz abwegig ist das nicht. Ich lese hier immer wieder, wie schwierig/teuer es ist, einen alten Steinway so auf Vordermann zu bringen, das man den noch Steinway nennen darf.

Da geht es aber eher darum, daß die alten Steinways von vielen (nicht von mir persönlich) als besser angesehen werden, als das, was der Nicht-Mehr-Familien-Betrieb neu herstellt. Und das sieht derjenige, dem der Laden jetzt gehört natürlich anders.
 
Ambros_Langleb

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Wir sind da auf einer ganz heißen Spur! Damals hat sich der römische Bauunternehmer in Trier gedacht: Bauen wir doch einfach die Porta Nigra aus Sandstein. Dann können wir in 2.500 Jahren die nächste bauen!

So heiß ist die Spur nun doch nicht. Repräsentationsbauten wie die Porta Nigra waren tatsächlich "für die Ewigkeit" gedacht. Und dass sie so lange halten, hat auch damit zu tun, dass es einen "Bauunternehmer" im modernen Sinne nicht gab. Bauherr war der zuständige Proprätor (Legatus Augusti pro Praetore), und der ließ über seine Kanzlei die Gewerke vergeben, und wenn Qualität und Zeitrahmen verfehlt wurden - na, die Folgen wollen wir uns lieber nicht ausmalen. Nach deiner Rechnung müsste die Porta Nigra übrigens noch rund 650 Jahre halten. Wollen wir es hoffen.
 
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