Unsicherheit bzgl. Klavierkauf / Anschlag

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mischi71

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Hallo liebe Gemeinde,

ich suche schon seit längerem nach einem passendem Klavier für mich. Letzte Woche dann habe ich ein sehr interessantes gebrauchtes C. Bechstein ( 116cm ) entdeckt. Das Klavier ist ca. 20 Jahre alt und ist optisch wie neu. Ich habe es probe gespielt und bin klanglich schwer begeistert. Allerdings kam ich mit dem Anschlag nicht sehr gut klar.
Im Gegensatz zu vielen anderen Instrumenten, die ich in letzter Zeit gespielt habe, emfpinde ich in den Anschlag als zu schwergängig. Zudem kamen einige Töne manchmal nicht richtig, weil ich wohl zu wenig Kraft aufgewendet habe. Der Verkäufer ( Klavierbaumeister ) hat mir gesagt, daß er mir die Mechanik so einstellen könne, wie ich sie gerne hätte. Alles im Kaufpreis inbegriffen. Er hat mir auch gezeigt, was er da machen will. Irgendwie sollen die Dämpfer auf den Saiten wohl verstellt werden, damit der Kraftaufwand geringer ist. Er hat mich zum Vergleich den Anschlag auf den oberen Tönen ausprobieren lassen, die ohne Dämpfer sind. Dort war der Anschlagschon fast zu leichtgängig.
Allerdings will er das Klavier erst nach Kauf justieren. Ich verstehe einfach zu wenig von diesem Handwerk, um einzuschätzen, ob der Anschlag nachher wirklich so wie gewünscht ist? Gibt es plausible Gründe, warum der Kraftaufwand bei diesem Instrument sich so verändert hat? Ist das Instrument evtl. zu feucht/trocken geworden?
 
fisherman

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Lass Dir mal zwei, drei Töne im Bass leichter regulieren. Den kleinen (!!!) Aufwand sollte er betreiben, wenn er das Klavier verkaufen will. Tut ers nicht - Finger weg. Ob sich der Anschlag bei diesem Klavier verändert hat, weiß Du doch gar nicht - vielleicht war das schon immer eher zäh. Das gibt es. Aber - man kann das richten. Wenn Du klanglich begeistert bist, ist das eine gute Basis.

PS. Was bist Du denn bisher gewohnt? Digi?
 
Tastenscherge

Tastenscherge

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Ich bin der Meinung, dass sich da soooo viel nicht tun dürfte. Das höre ich öfter: "wir regulieren Ihnen die Mechanik so, wie Sie es gerne hätten....". Was bitte schön soll da gemacht werden? Klar, Halbgang später kommen lassen, damit die Dämpferfederkraft nicht so reinhaut. Aber sonst? Wenn ein Klavier beim Händler steht, würde ich mal davon ausgehen, dass alles bereits gemacht wurde (Regulierung, Tastatur gängig machen etc.). Und dann gibt es halt kaum Eingriffsmöglichkeiten. Es sei denn, man will die Mechanik anders stellen oder Piloten versetzen. Aber bei einem Bechstein dürfte da wohl kaum etwas zu verbessern sein (konstruktiv meine ich).
 
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mischi71

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Dankeschön für die Antworten. Ich komme von einem Yamaha Clavinova. Ich habe mittlerweile als Vergleich ein neues C. Bechstein 116 Millenium gespielt. Das ist zwar ein anderes Klavier, aber als Vergleich in der gleichen Klasse taugt das meiner Ansicht nach.
Der Anschlag gefällt mir darauf viel besser. Ich habe mich deshalb jetzt für dieses neue Klavier entschieden.
Bei http://www.pian-e-forte.de/texte/spielwerk.htm gibt es eine für mich schöne Einführung in die Möglichkeiten der Einstellung. Nachdem ich das gelesen hatte, war für mich klar, das der Preisunterschied zwischen 20 Jahre gebraucht und neu zu gering ist, um das gebrauchte zu kaufen.
 
Barratt

Barratt

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@mischi71

Ein C. Bechstein Millenium? Sehr gute Wahl! VIEL FREUDE damit.
 
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mischi71

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ja genau. Ich kanns es kaum erwarten, am Montag wird es geliefert.
 
fisherman

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Tatahhh. Viel VORfreude und noch mehr DAUERfreude!
 

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