Übungen für den Anfang


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Tibor
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Hallo,

ich bin 29 Jahre alt und möchte gerne anfangen Klavierspielen zu lernen.
Dieses Musikinstrument hat mich schon seit Kindestagen an fastiniert, aber leider hatten meine Eltern nicht genügend Geld um mir Unterrichtsstunden zu finanzieren. Meine Freundin erlernt gerade Hackenharfe und langsam kam der Wunsch wieder hoch auch ein Musikinstrument zu erlernen.
Ich habe leider keinerlei musikalische Ausbildung. Mein musikalisches Gehör langt bis dahin, dass ich es sofort höre, wenn jemand z.B. einen falschen Ton in einer Melodie spielt ^^

Da ich nun berufstätig bin kann ich mir durchaus ein E-Piano (für den Anfang) leisten. Ich habe mir ein Kawai CN-41 Baujahr 2007 gekauft. Ich hoffe es ist eine gute Wahl.

Des weiteren habe ich mich auch schon durch dieses Forum gelesen und auch schon Musiklehre gepaukt. Aber bisher nur oberflächlich. Ich will in näherer Zukunft gerne Klavierunterricht nehmen bei einem Lehrer in München. Ich habe bisher sehr viel positivie Stimmen über Franz gelesen :)

Ich möchte mir aber, bevor ich in den bezahlten Unterricht einsteige, soviel es geht selber aneignen.

Nun meine Frage:


Was könnt ihr mir als totaler Anfanger für Finger- haltungen und -übungen, Musikstücke zum Üben, Bücher oder Software empfehlen damit ich mit einem fundierten Grundwissen in den Klavierunterricht starten kann.

Momentan arbeite ich mit dem Buch "Klavierspielen mein schönstes Hobby - Band 1". Ich finde es eigentlich ganz gut, aber irgendwie wird mir dort zu wenig auf die richtige Fingerhaltung eingegangen. z.B. wann ich von der C-Lage auf die F-Lage wechseln sollte.

Ich habe vorallem ein Problem beim beidhändigen spielen. Ist das Anfangs ganz normal? Was gibt es für Übungen um das beidhändige Spielen zu erlernen.

Vielen Dank für eure Hilfe!

lg
Tibor
 
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Bachopin
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Hi Tibor,
das was du fragst, füllt eigentlich ganze Bücher und ist deswegen etwas schwierig zu beantworten.

Was könnt ihr mir als totaler Anfanger für Finger- haltungen und -übungen, Musikstücke zum Üben, Bücher oder Software empfehlen damit ich mit einem fundierten Grundwissen in den Klavierunterricht starten kann.
Buchtipp:

  • Klavier-Choreographie von Seymour Bernstein

Momentan arbeite ich mit dem Buch "Klavierspielen mein schönstes Hobby - Band 1". Ich finde es eigentlich ganz gut, aber irgendwie wird mir dort zu wenig auf die richtige Fingerhaltung eingegangen. z.B. wann ich von der C-Lage auf die F-Lage wechseln sollte.
Sry, ich kenn das Buch nicht und weiss nicht genau, was du wissen willst.

Ich habe vorallem ein Problem beim beidhändigen spielen. Ist das Anfangs ganz normal? Was gibt es für Übungen um das beidhändige Spielen zu erlernen.

Meine grundsätzliche Philosophie ist, eher mit und an den aktuellen Stücken zu üben, statt extra Übungen zu benützen.
Also du solltest erstmal mit deinem Stück jede Hand für sich üben, bis beide für sich allein in einem schnelleren Tempo das Stück perfekt spielen können.

Dann spielst du eine Hand (z. B. RH) und versuchst die andere (LH) dazu zu synchronisieren, dabei beschränkst du dich nur auf einen Abschnitt (z. b. 1. Takt). Wenn das klappt nimmst du den nächsten Abschnitt dazu, usw.

Falls das auch in einem langsameren Tempo nicht geht, kannst du noch folgende Methode versuchen:
Eine Hand (RH) spielt den ausgewählten Abschnitt (Takt) immer komplett durch.
Mit der anderen Hand versuchst du nicht gleich alles zu spielen sondern nur Töne nach und nach dazu zu spielen.
Also zuerst den ersten Ton, die erste Hand spielt dann einfach bis zum Ende des Abschnitt (Takts) weiter.
Wenn das klappt dann spielst du 2 Töne mit der anderen Hand dazu, usw. bis du nach und nach komplett die andere Hand zur ersten dazu spielst.

Gruß
 
.marcus.
.marcus.
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Ich empfehle dir gleich zu einem Lehrer zu gehen, damit der dann nicht damit beschäftigt ist, dir das wieder abzugewöhnen, was du falsch gelernt hast.

Wenn du mit einem Lehrer arbeiten willst, warum nicht von Anfang an?

lg marcus
 
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Tibor
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Was wären denn z.B. erste Fingerübungen?
Was lernt man so in den ersten Unterrichtsstunden?

Vielen Dank für die Info.

lg
Tibor
 
Klavirus
Klavirus
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Was wären denn z.B. erste Fingerübungen?
Was lernt man so in den ersten Unterrichtsstunden?

Die geheimnisvollen, magischen Tastenübungen wirst Du bei Deinem Lehrer erfahren, oder willst Du hier kostenlosen Klavierunterricht? :cool:

Außerdem gibt es zu dem Thema hier schon massenweise Threads, bemühe einfach mal die Suchmaschine!

NFU

Klavirus
 
rainerboettchers
rainerboettchers
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Hallo Tibor,

da ich von den Anfängen in 2006 noch nicht ganz so weit entfernt bin, würde ich die Aussage unterstützen von Anfang an mit einem Lehrer einzusteigen. Viele Dinge, die man am Anfang lernt und lernen muss, stehen so selten in den Büchern, oder sind über Bücher schwer zu vermitteln. Ich hatte auch angefangen aus Büchern zu lernen, bin dann aber sehr schnell zu einem KL geflüchtet. Es tauchten nämlich mehr Fragen auf, die die Bücher ncht beantworteten.

Rainer
 
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Tibor
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Hallo,

vielen Dank für deine Einschätzung.
Ich werde es wohl so machen. Sobald mein E-Piano (Kawai CN-41 <- hoffe dies reicht aus um Klavier zu lernen) ankommst, werde ich mich nach einem Lehrer umsehen.
Ich dachte halt nur, dass man sich die Basics vorher schon aneignen kann, damit man möglichst wenig Zeit mit diesen Themen beim Klavierlehrer "verschwendet".
Zumindest habe ich die Wochen schon etwas Musiklehre gebüffelt um überhaupt Noten lesen zu können und ein Stück von der Theorie her spielen zu können ^^
Doch Theorie und Praxis liegen noch weit auseinander bei mir :)

Ich habe noch eine Frage an dich. Du sagst, du hast 2006 angefangen.
Darf ich dich fragen, welche Fortschritte du in den 2 Jahren gesamt und gerade in den ersten Montaten mit einem Lehrer gemacht hast?
Ich selber bin mir einfach so unsicher, ob ich Talent für Klavierspielen habe ^^
Ich muss ehrlich sagen, dass wenn ich zu Hause teste - ich momentan noch erhebliche Probleme habe mit beiden Händen zu spielen.
Also zum Beispiel, wenn die RH etwas anderes Spielen soll, wie die RH.
Kannst du das auch bestätigen, dass du am Anfang die selben Probleme hattest?
Und wie schnell und mit wieviel Übung hast du es hinbekommen das beidhändige Spiel. Momentan übe ich erst die RH dann die LH, aber wenn ich beides zusammenspielen soll, dann klappt das noch nicht :(

Ich habe einen Klavierlehrer in München gefunden, der ganz in meiner Nähe wäre und der verlangt ca. 30-35 EUR / Std. Ist das angemessen für eine Großstadt oder kann mir jemand einen guten günstigeren KL im Münchner Raum empfehlen?

Vielen Dank für eure Infos.

lg
Tibor
 
violapiano
violapiano
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Hallo, vorsichtig mit dem Preis als Kritierium für die Suche, wenn du mit dem KL zufrieden bist, er Dir gut was vermittelt, dann bleib da!

LG
VP
 
Kulimanauke
Kulimanauke
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Hoppla, mein Lieber

die fundamentalen Dinge zum Erlernen des Klavierspielens sind das A und O. Und die brauchen Zeit.
Ich dachte halt nur, dass man sich die Basics vorher schon aneignen kann, damit man möglichst wenig Zeit mit diesen Themen beim Klavierlehrer "verschwendet".
Der Lehrer freut sich, dir die Basics vermitteln zu können. Das ist nämlich u.a. seine Aufgabe, dafür ist Klavierlehrer geworden (nicht nur deswegen).
Ernst nehmen muß man das Klavier spielen von Anfang an. Nebenbei geht da gar nichts außer du bist ein Genie. Aber Liebe und aufrichtiger Wille führen dich zum Ziel.
Der Preis ist normale Mittelklasse. Geh hin, Probestunden und Angriff auf die Tasten :klavier:

km
 
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Tibor
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Ah ok vielen Dank für die Tips.

Jetzt noch ne Frage zu dem Preis, den er verlangt.

Unterrichtet wird in einer 45min Einheiten pro Woche.
Und dies kostet 96 EUR im Monat. Anspruch hat man im Jahr auf mind. 38 Einheiten. (Ferienzeit kein Unterricht)

Ergibt sich ein Stunden(60min)Betrag ca. 40 EUR (bei 38 Einheiten).

Ist das für Münchner Verhältnisse zu viel oder zahlt man einfach die Qualität :)
Mir persönlich wäre es das Geld wert, wenn ich dafür einen Top-Lehrer bekomme.

Des weiteren habe ich noch von Franz Titscher hier im Forum gelesen.
Wer kann ihn empfehlen? :)

lg
Tibor
 
fisherman
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...wenn man heute für einen Maurergesellen (!!!) fast dasselbe bezahlen muss, sind KLs eigentlich arme Schweine. KFZler verdienen deutlich mehr ...
 

rainerboettchers
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Hallo Tibor,

ja, 2006 habe ich angefangen, ich werde in diesem Jahr allerdings auch 53. Meine fast 30 Jahre an Bass und Gitarre waren aber eine gute Basis, weil Harmonielehre und Theorie schon da waren.

Die wichtigsten Themen beim KL waren am Anfang solche Dinge wie Haltungsfragen, Daumenuntersatz und -übersatz, später dann Arpeggien und Akkordspiel. Am schwersten fielen mir am Anfang gerade die kleinen parallelen Übungen im Fünffingerraum wie Diabelli Op. 149 (welche ich aber dafür wärmstens empfehle) als auch Handunabhängigkeit. Heute geht das mit der Handunabhängigkeit schon ganz gut, aber gerade in diesem Thema kann ich nur sagen: Üben, Üben, Üben. Paralleles Spiel ist gerade am Anfang fast so mühsam wie unabhängiges Spiel, vor allen Dingen, wenn der Ringfinger stark gefordert ist.

Was ich heute gerne spiele und ganz ordentlich bewältige sind einfache Bach-Stücke (z.B. WTK I Prel. in C), etwas Brahms/Bartok/Gurlitt, Mozart ist nicht so mein Ding, Felix Janosa mache ich sehr gerne, Beatles/Gray/Coldplay und die üblichen Verdächtigen. Zur Zeit versuche ich mich am Op.28-4 von Chopin. Alles in allem hat es schon Zeit, Mühe und Frust gekostet, aber vielleicht ist Durchhaltevermögen noch wichtiger als Talent.

Rainer

P.S.: Ach ja, neben meinem Kawai MP8II habe ich noch ein CN31, das ich trotz Kunststoff-Tastatur gerne spiele, wenn mein Sohnemann das Wohnzimmer belegt ... ich denke Dein CN41 war eine gute Wahl.
 
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Tibor
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Hi,

vielen Dank für deine Ausführungen. ;)
Es tut gut zu hören, dass jeder mal klein angefangen hat.
Ich bin einfach gespannt, wie es laufen wird. Doch denke ich, dass ich mir auf jeden Fall einen Lehrer nehmen sollte. Und Qualität kostet nun mal Geld. :)

Und Üben Üben Üben werden ich. Bin schon ganz heiß drauf, dass mein E-Piano endlich ankommt. Für den Anfang wird dieses Mittelklasse Teil es schon machen. Wichtig war mir einfach einen guten gesampelten Klaviersound, gewichtete Tastatur und USB Anschluss zu haben. Auch Pedale sind natürlich für spätere Stücke wichtig.
Aber es wird ein langer Weg werden, dass weiß ich auch jetzt schon.

Aber ich finde es toll, dass es hier solch ein Forum gibt, wo man sich austauschen kann. Mit Profis wie auch mit Anfängern.

lg
Tibor
 
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Tibor
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Huhu,

ich wollte fragen, ob es irgendwo ein Video gibt, wo man den Daumenübersatz für Tonleiterspielen anschauen kann. Das Video von Chang läuft bei mir nicht :(
Könnte mir jemand eines einstellen?

Das wäre so nett.

thx

lg
Tibor
 
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Tibor
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Gibt wohl nix oder? ^^

Könnte mir jemand gute Noten empfehlen, mit denen man die Fingerfertigkeit üben kann. So alla Czerny...was gibt es von ihm zu empfehlen? Ich kenne z.B. 110 Progressive Excercises von ihm..ist das für den Anfang zu empfehlen= oder gibt es noch mehr von ihm?

Wäre sehr nett...thx

lg
Tibor
 
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rainerboettchers
rainerboettchers
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Hallo Tibor,

ich habe den Eindruck, Du bist ein wenig auf dem falschen Pfad. Klar ist Tonleiter-Spielen ein Punkt, aber da kommst Du gerade in die Ecke, vor der am Anfang des Threads gewarnt wurde: nur einzelne Sachen zu lernen und zu üben ist keine Lösung. Wo ist paralleles Spiel? Akkorde und deren Inversionen? Harmonisierung? Überhaupt Grundlagen?

Ich denke, ein KL könnte Dir an diesen Stellen helfen und Dich leiten.

Rainer
 
 

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