Tod des kulturellen Erbes

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klaviermacher

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Eine Entwicklung die mir gar nicht gefällt, die aber in einem Klavierforum auch nicht fehlen darf ist der Niedergang. Viele Jugendliche sind es nicht mehr, die sich mit Klavier beschäftigen und Geld für kulturelle Bildung wird allerorts gekürzt. Früher oder später führt so eine Entwicklung zu dem was gerade in Amerika passiert - zu einer Auslöschung der eigenen Kulturgeschichte einhergehend mit der Vernichtung von Klavieren.

http://www.nytimes.com/2012/07/30/a...-is-thud-in-the-dump.html?_r=1&pagewanted=all

Ich anerkenne mit meiner gesamten Kraft jede Leistung, die dieser Entwicklung entgegen steuert! Seien sie aus Sentimentalität, dem Umweltgedanken, oder Schlicht des Respekts hervorgegangen.

Viele Klaviere werden deshalb nicht mehr gerichtet, weil es kein fachlich geschultes Personal gibt...

LG
Michael
 
Pirata

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Hallo Michael,

es ist schon traurig das zu lesen. Ich fürchte aber auch, dass dies bei uns ebenfalls naht.

Geht es nur mir so oder stellt ihr auch fest, dass immer weniger Leute Klavier spielen? Ich hab eine einzige Freundin die ebenfalls Klavier spielt (und ihre Tochter auch) und dann noch eine Tochter von anderen Freunden. In meinem Freundeskreis gibt es wirklich viele Kinder und gerade einmal zwei davon lernen das Klavierspiel. Interessant finde ich dabei, dass das zweite Kind auf eine katholische Mädchenschule geht. Klavier spielen ist bei Kindern in meinem Umfeld alles andere als "normal" und wenn sich dies so weiter entwickelt, wovon ich ausgehe, dann werden auch hier bald die Klaviere reihenweise auf dem Müll landen.

Sehr schade! Wobei ich gerade überlege, welche Kinder aus meinen Freundeskreis überhaupt irgendein Instrument spielen. Manche flöten ein bisschen rum aber geben es dann bald wegen laaaaaangweilig auf. Es scheint wohl ein generelles Problem zu sein.
 
Bassplayer

Bassplayer

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In meinem Freundeskreis spielen alle bis auf einen Freund ein Instrument oder singen. Ist vielleicht auch dadurch zu erklären, dass sich einige Freunde beim Musik machen gefunden haben. Damit will ich aber der Ausgangsaussage nicht wiedersprechen. Auch in meinem Bekanntenkreis spielen weniger Kinder Klavier als früher. Auch sehe ich dass viele lieber einfache Lieder spielen, die sie in den Charts hören (z. B. Adele), als mit höherem Aufwand klassische Stücke zu lernen. Ich gebe zu, die Versuchung ist verlockend, nach einem Monat E-Bass-Üben oder 5 Gitarren-Akkorden mit den Freunden den Jugendraum zu "rocken", anstatt erst nach einigen Jahren Klavierunterricht Klavierstücke solo vorzutragen.

Eine Bekannte von mir, deren Bruder Pianist ist, meinte zuletzt, als ich auf der Suche nach einem neuen Klavier war, auch: die gebrauchten Klaviere bekommt man bald ganz günstig, es lernt doch keiner mehr Klavier!

Ich bin auch fasziniert vom Klavierbauerberuf, aber ich frage mich, ob in sagen wir mal 20 Jahren die Nachfrage dafür noch vorhanden ist. Ich denke, dass die Zahl der Klavierhersteller in Deutschland noch deutlich abnimmt und vermute, es gibt dann noch wenige gute Klavierbauer, die die teueren Konzertinstrumente und wenige Instrumente im Privatbesitz betreuen. Die anderen Klavierspieler verwenden den zunehmenden Anteil an Digitaliinstrumenten oder Instrumente im Billigsegment, die nicht mehr überholt werden, wenn sie abgenutzt sind. Das ist zumindest meine subjektive Prognose.
 
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schliedueker

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Nicht alles so negativ sehen. Klaviere sind teuer und sperrig, Digitalklaviere (sofern bezahlbar) nur ein Kompromiss, der nicht wirklich Lust auf mehr macht. Wenn ich mich aber so von den Klängen aus so manchen Ecken der elektronischen Musik berieseln lasse (jetzt nicht gerade Mainstream), bin ich wirklich erstaunt, welche Kreativität die junge Generation da an den Tag legt. Wenn es nicht gerade darum geht, nur möglichst komplizierte Fingerfertigkeiten kompliziert klingender Stücke zu präsentieren, kann ich einen Verfall nicht so wirklich erkennen, nur Veränderung, und Veränderung ist Teil der Kultur.
 
fisherman

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An unserer Musikschule sind die Anmeldungen für Klavier seit Jahren konstant auf sehr hohem Level - im Vergleich zu anderen Instrumenten, wie z.B. zu Gitarre, die starken Schwankungen unterliegt und in diesem Jahr gehörig Anteil ans Saxophon abgeben musste. Ich glaube, dass z.Zt so viele Menschen Klavier lernen wie lange schon nicht mehr - ob sie allerdings dranbleiben, ist eine andere Frage. Die Klavierverkäufe sind kein Gradmesser - da geht gehörig was an den digitalen und den gut sortierten Gebrauchtmarkt ab.
 
S

schliedueker

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Mit Synthies ist mit wenig Aufwand sehr viel mehr möglich...

Ob elektronisch erzeugte Musik noch die Seele des Menschen ansprechen kann, wage ich zu bezweifeln.


Naja, ich hab selbst viel elektronische Musik gemacht, zurzeit weniger, weil mir das inzwischen zu viel Arbeit am Rechner ist, wenn da was innovatives rauskommen soll.

Bei mir persönlich ist es gerade die elektronische Musik, die meine Seele berührt, weil man nur dort Klänge und Soundkombinationen zu hören bekommt, die mit herkömmlichen Instrumenten nicht zu erzeugen sind. Aber da driften wir wieder in den indiskutablen Bereich "Geschmack" ab.
 
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Rudl

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Bei mir persönlich ist es gerade die elektronische Musik, die meine Seele berührt, weil man nur dort Klänge und Soundkombinationen zu hören bekommt, die mit herkömmlichen Instrumenten nicht zu erzeugen sind. Aber da driften wir wieder in den indiskutablen Bereich "Geschmack" ab.

Das hat nichts mit Geschmack zu tun, es ist die Tonerzeugung, die m.M nach massgeblich ist. Das einzige was schwingt ist die Lautsprechermembran. Musik sollte eigentlich nur live genossen werden und von echten Klangerzeugern.
 
klaviermacher

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...bin ich wirklich erstaunt, welche Kreativität die junge Generation da an den Tag legt.
Das erstaunt mich keineswegs, denn die Kreativität wird es auch noch dann geben, wenn aus der jetzigen Zivilisation nichts mehr übrig ist. Kreativität wohnt dem Menschen inne. Dann macht man halt mit Plastiksackerln Musik. Man gucke sich nur an, wie kreativ Menschen sind, die auf Müllhalden dahin vegetieren.

Wenn es nicht gerade darum geht, nur möglichst komplizierte Fingerfertigkeiten kompliziert klingender Stücke zu präsentieren, kann ich einen Verfall nicht so wirklich erkennen, nur Veränderung, und Veränderung ist Teil der Kultur.
Ich gebe Dir nur ein Stück weit recht, und zwar, dass Veränderung ein Teil der Kultur ist. Allerdings ist Kultur nicht nur Veränderung, sondern immerzu verbunden mit Aufbau und Verbesserung der vorhandenen Spitzenleistung vorangegangener Generationen. Ein Niedergang ist dann festzustellen, wenn dem nicht mehr so ist. Die Menschheitsgeschichte ist voll von ausgelöschten Kulturen. So z.B. weiß niemand mehr, wie die Pyramiden gebaut wurden.

LG
Michael
 
Haydnspaß

Haydnspaß

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Viele Klaviere werden deshalb nicht mehr gerichtet, weil es kein fachlich geschultes Personal gibt...


Zitat aus dem Artikel

“Instead of spending hundreds or thousands to repair an old piano, you can buy a new one made in China that’s just as good, or you can buy a digital one that doesn’t need tuning and has all kinds of bells and whistles,” said Larry Fine, the editor and publisher of Acoustic & Digital Piano Buyer, the industry bible.

Die Reparatur ist zu teuer. Das hat nichts mit fehlendem Personal zu tun und auch nicht mit dem kulturellen Untergang des Abendlands.
 
Drahtkommode

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Das ist alles ein weites Feld - die kulturell desinteressierte Jugend soll ja schon Sokrates beklagt haben...

Micha, hast du noch nie ein Klavier angezündet? Alle restauriert? Mir hat mal einer erzählt, wenn man es mit leichtem Zunder füttert und dann anzündet, gib es besonderen Effet, wenn die Saiten krachen... :D

Die Szenen aus dem Video (Link im Artikel der NY Times) erinnern mich an das, was im 18. und 19. Jh. mit Cembalos geschehen sein soll: Sie waren gutes Anmachhholz... Die übriggebliebenen erreichen dafür heute entsprechende Preise.

Natürlich ist es so, dass zur Zeit ein Ebay-"upright" im Prinzip den Transport kostet und sonst nichts wert ist, in monetärer Hinsicht. Über den ideellen Wert, den viele Menschen ihrem Klavier beimessen, sagt das weniger aus. ("Wie, für Omas Klavier geben Sie mir nur 300 Euro?!? Ich hab an 3000 gedacht...")

Ich denke, ob Kinder lernen, so etwas wie Musik von toten Komponisten oder alte Drahtkommoden :D zu schätzen, hängt sehr von den sozialen Verhältnissen ab, in denen sie aufwachsen. Und es findet eine Art Globalisierung der sozialen Verhältnisse statt: Es gibt immer mehr Mittelschicht in vielen Ländern, die einst als "Entwicklungsländer" galten, dafür gibt es in den Industrieländern wiederum mehr sozial und bildungsmäßig abgehängte Schichten. Alles separiert sich stark nach Wohngegend. Und China klimpert ohne Ende...

Was die staatliche Förderung oder Nicht-Förderung angeht, kann ich allerdings nur zustimmen. Wenn es eine sinnvolle Investition in die Zukunft gibt, dann ist es Bildung, und zu der gehört nicht nur das Ausmessen von Gewindesteigungen für Schrauben, mit denen man Panzer konstruieren kann, sondern die menschliche (seelische, geistige, musische) Bildung an sich. Oder wie Molière es seinen Maitre de Musique sagen ließ:
« Sans la musique, un État ne peut subsister. » (Ohne Musik kann ein Staat nicht bestehen. Le bourgeois gentilhomme)

Meint dazu
Die Drahtkommode
 
klaviermacher

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hansss

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Das hat nichts mit Geschmack zu tun, es ist die Tonerzeugung, die m.M nach massgeblich ist. Das einzige was schwingt ist die Lautsprechermembran. Musik sollte eigentlich nur live genossen werden und von echten Klangerzeugern.

Verbannt die Pauken aus den Orchestern, da schwingt nur die Membran ;)

Tut mir leid das sagen zu müssen, aber eben diese Art von krassen und nicht unbedingt durch Sachverstand untermauerten (nicht als Beleidigung gedacht, aber wer sich mit Lautsprechern auskennt, weiß, dass da eben NICHT nur die Membran blöd vor sich hinschwingt :) ) Vorurteilen und der latente Snobismus trägt mit dazu bei, vor allem Jugendlichen die Freude an klassischer Musik völlig zu vermiesen.

Ein Klavier ist nicht automatisch gut, weil es ein Klavier ist. Manche Klaviere eignen sich streng genommen ohnehin nur für sowas :D

[video=youtube;rJgt-HO0_kY]http://www.youtube.com/watch?v=rJgt-HO0_kY[/video]

Das Beschwören des Kulturverfalls ist doch nichts Neues. Vielmehr scheint es ein Zeichen des Erwachsen- und Älterwerdens einer Generation zu sein. Hätte mich fast zerkugelt vor Lachen, als mal meine damals 14-Jährige zu Schulanfang nach Hause kam und sich heftigst darüber mokierte, wie frech und unmöglich heutzutage die Erstklässler denn seien.

Die Zeiten ändern sich seit Anbeginn der Zeit. Unglaublich, aber wahr. Ein von mir sehr geschätzter Blogger schreibt gerne "früher, als alles anders, aber nur manches besser war." Recht hat er, der Mann.

An meiner Musikschule ist Klavier übrigens meist ausgebucht. Ich selbst hatte vor zwei Jahren das große Glück, dass jemand bald nach Schulbeginn abgesprungen ist. Nur Klarinette ist derzeit noch mehr überbucht - warum auch immer.
 
R

Rubato

Guest
Auch wenn es nicht im direkten Klavier-Zusammenhang steht, eine Bemerkung zur "unzureichenden" Kultur- / Bildungsförderung:

Quelle "Die Zeit":

- jede Opernkarte in Deutschland ist mit 99€ subventioniert
- in Deutschland gibt es soviele Opernhäuser wie in der gesamten restlichen Welt zusammengenommen

Also, an der finanziellen Förderung liegt es wohl nicht. Vielleicht eher daran,

- daß es heute mehr Alternativen (Computer, Smartphone, viele früher unerschwingliche, heute aber mögliche Hobies) gibt
- daß andere Formen musikalischen Ausdrucks (z.B. elektronische Musik) so abgewertet werden, wie dies gerade in diesem Faden (wieder) geschieht
- für das Kavierspielen hohe finanzielle Hürden gesetzt werden, denn ein Digi oder (Vorsicht - es folgt Schreckliches !!!) ein chinesisches Klavier darfs für den Anfang ja nicht sein

Ich weiß es nicht ...

Gruß
Rubato
 
klaviermacher

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Natürlich gibt es Klaviere, die man von deren Dasein befreien muss. Das steht außer Zweifel. Hier geht es aber um eine Massenvernichtungsmaschinerie, die nicht im Verhältnis steht. Wieso wollen Kindergärten kein Gratisklavier? Wenigstens für eine gewisse Zeit hätte es so noch eine Funktion - und bestimmt nicht die Schlechteste.

Wenn man nichts reparieren kann bzw. gelernt hat reparieren hat stets mit Austausch durch Neuteile im großen Stil zu tun, dann wundert es nicht, dass sich die Arbeit nicht lohnt. Heute werden auch in anderen Bereichen kaum noch Reparaturen durchgeführt, sondern Module ersetzt. Und das ist in Amerika bestimmt noch schlimmer als bei uns in Europa.

LG
Michael
 
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schliedueker

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Wenn als Ergebnis das Klavier wieder im gewünschten Zustand ist, kann ich am Austauschen von Modulen nichts verwerfliches feststellen. Wenn an meinem Boot das Getriebe verschlissen ist, tausche ich das Getriebe aus und nicht die Zahnräder. Geht schneller, ist billiger und erfüllt den gleichen Zweck - Die Kiste läuft wieder.
 
klaviermacher

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Wenn als Ergebnis das Klavier wieder im gewünschten Zustand ist, kann ich am Austauschen von Modulen nichts verwerfliches feststellen. Wenn an meinem Boot das Getriebe verschlissen ist, tausche ich das Getriebe aus und nicht die Zahnräder. Geht schneller, ist billiger und erfüllt den gleichen Zweck - Die Kiste läuft wieder.
Hast ja vielleicht recht, wenn es denn billiger ist. Und das alte Klavier richtest Du deshalb nicht, weil Du für weniger Geld ein Neues aus China kaufen kannst...

Eine Begebenheit - etwas länger her, aber in dem Zusammenhang erwähnenswert: Die Waschmaschine am Schrottplatz war nicht kaputt. Ein Socken verstopfte bloß den Abfluss, aber es war für denjenigen der sie entsorgte "billiger" eine Neue zu kaufen oder man hat den Handwerker nicht gehabt, der den Socken entfernte. Mein Vater kaufte dieses Ding Anfang der siebziger Jahre auf dem Schrottplatz, weil er einen Motor benötigte um sich einen elektrischen Rasenmäher zu fertigen (der übrigens ein Jahrzehnt prächtig funktionierte) Der ganze Aufwand übrigens nur deshalb, weil er es einfach nicht übers Herz brachte den alten Sportkinderwagen aus Holz, der schon Jahre nicht mehr benötigt wurde zu entsorgen. Er ärgerte sich maßlos, als er zuerst grobmotorig den Motor herausarbeitete und dann im Schlauch den Socken fand.

Ist es nicht so, dass der industrielle Fortschritt die handwerklichen und geistigen Fähigkeiten immer weiter verkümmern lässt, solange man immerzu auf Wirtschaftlichkeit pocht. "Musste" man im 19 Jhdt. noch selbst Klavier spielen, damit man sich an Musik erfreuen kann, schrumpfte die Anzahl der Klavierspielenden rapide, als das Radio ins Wohnzimmer kam.

Nun, es hat wohl keinen wirtschaftlichen Nutzen mehr, jemand den Gebrauch des Handhobels zu lehren und vieler weiterer Werkzeuge und Techniken, wenn man "billig" fertige, von Maschinen hergestellte Module umschraubt. In nicht all zu ferner Zukunft wird man den ganzen Scheinwerfer tauschen müssen, nur weil ein Lämpchen versagte.

Ein Gemälde zu malen braucht man demnach auch nicht mehr. Der Drucker schafft das Gleiche in kürzerer Zeit

Wozu Handschrift? Wozu rechnen? ..usw usf. die Liste lässt sich beliebig erweitern.

LG
Michael
 
P

Pianosupply

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Rudl

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Verbannt die Pauken aus den Orchestern, da schwingt nur die Membran ;)

Tut mir leid das sagen zu müssen, aber eben diese Art von krassen und nicht unbedingt durch Sachverstand untermauerten (nicht als Beleidigung gedacht, aber wer sich mit Lautsprechern auskennt, weiß, dass da eben NICHT nur die Membran blöd vor sich hinschwingt :) ) Vorurteilen und der latente Snobismus trägt mit dazu bei, vor allem Jugendlichen die Freude an klassischer Musik völlig zu vermiesen.

Das Schwingen der Pauken mit der Lautsprechermembran kann nicht verglichen werden.

Genaugenommen schwingt die Membran des Lautsprechers nicht sondern hängt an der Magnetspule und wird von dieser ausgelenkt, bleibt aber in sich starr.

Gut hier zu sehen: Slow-Mo Speaker playing a 20Hz sine wave - YouTube

Im Gegensatz dazu Drums: Snare & Cymbal in Super Slow Motion - YouTube

Mit Lautsprecher kenn ich mich zufälligerweise aus, hab in meiner Jugend mal Klipschhörner gebaut. Wusste gar nicht, dass man so eine Meinung als Snobismus bezeichnen kann; da hat ja die Beschäftigung mit Oscar Wilde doch was gebracht.

Und gegen Plastikinstrumente bin ich schon aus Prinzip. Wusstest du, dass wenn man alle Plastiktüten, die je produziert wurden sind auslegen würde, den Planet Erde mit fünf Schichten bedecken könnte. Oder, das im Ozean eine Plastikinsel schwimmt, die eine furchterregende Grösse hat und das dieses Plastik allmählich in die Nahrungskette kommt
 
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